Guten Tag, welche Getreidearten bzw. deren Zubereitungen eignen sich als Alternative zu Reis?
Was wäre beim Kochen zu beachten?
danke, dalga
Guten Tag, welche Getreidearten bzw. deren Zubereitungen eignen sich als Alternative zu Reis?
Was wäre beim Kochen zu beachten?
danke, dalga
Servus Dalga,
Wie nah soll denn die Alternative beim Reis sein?
Da wären als „Stärkekomponente“ für eine Mahlzeit je nach Region der Welt Weizen, Dinkel, Hirse und Mais in seiner Gestalt als Polenta. Gerste in ihrer Gestalt als Graupen. Ferner natürlich Couscous und auch Hafer(-grütze). Außerdem in tropischen Ländern bedeutend Maniok, Pataten und anderes Knollenzeugs. Und last not least die heute fast überall angebaute Kartoffel und der in D auch schon längere Zeit heimisch gewordene Topinambur. Dann gibts ausgesprochene Exoten wie die „Erdkastanie“, die sich auch in unserem Klima bauen lässt.
Wahrscheinlich gibts noch viel mehr…
Welche davon täten Dich interessieren und bei welchen möchtest Du was über die Zubereitung wissen?
Schöne Grüße
MM
MM
Hallo dalga,
Grünkern noch.
Tschüss
Bernd
Hi Dalga,
wie Martin weiß ich nicht, wie nah die Alternative sein soll.
Ich komme aus einem tropischen Land, wo Reis normalerweise 2 mal am Tag gegessen wird. Bei uns werden dann Baguettes oder gedämpfte Mungobohnen statt Reis gegessen, wenn man sich mal eine Abwechslung wünscht. Vorausgesetzt: das Hauptgericht ist nicht Süppiges. Auch verschiedene Reisnuddel- und Glasnudelsorten können Reis ersetzen, kommt drauf an was dazu gibt.
Früher wurden wegen Reismangels auch Süßkartoffeln, Tapioka, etc. gegessen.
Liebe Grüße,
Mai
Martin et. al, danke für eure Hinweise. Um die Frage zu präzisieren:
Es soll ein Getreide sein und in Norddeutschland wachsen, muss aber nicht originär von hier stammen… .
Und gegart sollte es ähnlich wie Reis (oder Bulgur, den ich noch mehr schätze, aber da er aus Hartweizen hergestellt wird, der hier nicht heimisch ist, nicht essen mag)sein: krümelig, trocken, als Beilage und für Pilavs geeignet.
dalga
Servus Dalga,
von meinem Monnem aus gesehen im Nordwesten, aber vom Norden aus gesehen schon fast in der Karibik, nämlich im Emsland und in angrenzenden Gebieten, hat sich bis heute der Buchweizen gehalten. Der hat aber (wie viele Häusler- und Armeleutegerichte) einen nussig/bitterlichen Beigeschmack, der nicht jedermanns Sache ist. Als bretonische Galettes (= Buchweizencrêpe) oder als russische Blini (= kleine dicke Hefepfannkuchen), auch in russischem Eingelegtem, ist er - finde ich - viel besser genießbar als pur. Aber Probieren geht über Studieren. Wenn man Buchweizen ganz oder als Grütze zubereiten will, kann man vom Wasser her ungefähr wie bei Reis vorgehen. Aber Salz besser erst am Ende zugeben. Garzeit ist etwas länger.
Sonst kommt Dinkel in Frage. Dieser - ertragschwächere, aber physiologisch wertvollere - Weizen-Vorläufer gedeiht überall, wo Roggen geht, wenn genug Kalk da ist. In SH also wohl eher in der Landesmitte im Moränenland als der Küste zu. Dinkel ist ziemlich langwierig zu garen, aber es gibt ihn auch „parboiled“, dann kann man ihn genau wie Reis garen.
Grünkern ist ebenfalls Dinkel, aber in dieser Form stammt er aus dem schwäbisch/fränkischen Grenzgebiet: Noch in der Teigreife geerntet, werden die Körner auf Holzfeuer gedarrt und bekommen dadurch ein besonderes Aroma. Grünkernschrot bildet klassischerweise die Substanz einer Bauern- und Armeleutesuppe (wenn mans mag, etwas zum mitten Hineinsetzen - aber auch abhängig von der Brühe, mit der die Grünkernsupp gemacht wird). Wenn Du die Richtung Bulgur - Couscous nicht so sehr liebst, allerdings keine Empfehlung: Grünkern „pur“ wirkt, egal ob geschroten in der Suppe oder als ganzes Korn gedämpft, gern ein bissel trocken.
Unter richtigen Körnerpickern nicht hoch angesehen ist der „parboiled“-Weizen von Ebly. Ich finde ihn praktisch, weil er für ein schnelles Werktagsessen genauso flink funktioniert wie Kochbeutelreis. Der ist allerdings bloß theoretisch im Norden möglich; so wie er im Regal steht, kommt er aus dem Orléanais.
Schöne Grüße
MM
Martin, vielen Dank. Verbleiben also Dinkel, Grünkern und Buchweizen als „Nenngetreide“.
Ein parboiled-Dinkel ist natürlich interessant, denn Bulgur - den ich sehr mag, der mir aber nicht zuträglich ist - ist ja auch ein parboiled-Weizen und der funktioniert wirklich prima. Und schmeckt sehr sehr gut…
dalga
hallo dalga,
wurden amaranth und quinoa (sprich: kinwa)schon genannt?
wächst aber leider nicht so sehr in deutschland, glaub ich.
strubbel
Q:open_mouth:)
Servus Strubbel,
wächst schon. Es gibt klimaangepasste Sorten. Wohl nicht grad an jedes deutsche Klime, in Machtlos, Tabarz oder Isny z.B. tät ich sie nicht erwarten. Zum Ausprobieren die Bezugsquelle für abgefahrenes Saatgut jeder Art:
http://www.dreschflegel-saatgut.de/info-sorten/koern…
Schöne Grüße
MM
Hi dalga,
wurden schon Bulgur und Graupen genannt?!
Gandalf