hallo, ich bin mir nicht sicher, ob ich hier mit meiner frage richtig bin, falls mir jmd sagen kann, in welches forum die frage besser passt, bitte bescheid sagen.
es geht um den vater meines freundes, der in seiner kindheit in einem konzentrationslager war, wo und wie lange wissen wir nicht. er wurde mit seiner gesamten familie aus ungarn deportiert, sie waren nicht jüdisch, hatten aber einen jüdischen arzt bei sich aufgenommen, der sich um den kranken bruder kümmerte.
er ist später in die usa ausgewandert und hat dort auch seinen nachnamen „amerikanisiert“, d.h., dass der nachname meines freundes nicht mehr der ursprüngliche seines vaters ist. er hat die familie früh verlassen und nie über seine kindheitserlebnisse gesprochen, deshalb haben wir kaum informationen darüber.
nun ist mein freund aus den usa nach deutschland ausgewandert und wir überlegen, ob es die möglichkeit gibt, herauszufinden, wo sein vater damals war. gibt es ein allgemeines register von häftlingen aus konzentrationslagern? oder welche möglichkeiten gibt es überhaupt?
vielen dank schon mal im voraus, wir sind über jede information dankbar!
register von kz-häftlingen? #2
mit dem hinweis zum geänderten namen wollte ich nur sagen, dass wir zwar den ursprünglichen nachnamen kennen, es aber keine nachweisliche verbindung zwischen sohn und „original“-nachnamen gibt, da in seiner geburtsurkunde der vater bereits mit geändertem nachnamen steht. wir kennen also den richtigen nachnamen, evtl. auch den geburtsort.
Hallo!
Vielleicht kann Dir der Internationale Suchdienst in Arolsen weiterhelfen:
http://www.its-arolsen.org/deutsch/index.html
Hallo,
Möglichkeiten wird es sicherlich welche geben. Damals wurden erst einmal alle Juden erfasst. Man wollte ja wissen wie viele Juden befinden sich überhaupt in dem Dorf, Stadt oder in dem jeweiligen Land.
Dann wurden dieTransporte zusammengestellt, und am Bahnhof wurde kontrolliert ob auch die entsprechenden Juden anwesend waren. In den Lagern selber wurden meistens nur durchgezählt.
Diese Unterlagen wurden jedoch gegen Ende des Krieges vernichtet, man wollte ja kein belastendes Material dem Feind zur Verfügung stellen. Ich persönlich bin mir aber sicher, dass nicht alle Unterlagen vernichtete wurden. Es gibt bestimmt in einigen Stadtarchiven noch Unterlagen wann und wohin der einzelne abtransportiert wurde.
Mein Tipp:
Versuche erst einmal so viel wie eben möglich herauszufinden : wie z.B Kompletter Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Name der Mutter, des Vaters, Wohnort usw.
Der letzte Wohnort ist sehr wichtig, dann kannst du nämlich das Stadtarchiv anschreiben ob es noch Unterlagen aus der damaligen Zeit gibt, oder ob sie dir bei der Recherche helfen können.
Dann gibt es noch die Möglichkeit die heutigen Gedenkstätten ( KZ’s ) anzuschreiben, ob Unterlagen ehemaliger Häftlingen vorhanden sind.
Viel Glück
Elmi