Liebe Community der Wissenden,
ich frage für einen Freund, den Bob.
Bob hat ein Haus gekauft, das er aktuell umfassend saniert, bzw. sanieren lässt: Umbau Dachstuhl, neue Dachdeckung, neue Fenster, Vollwärmeschutz,… umfassend eben.
Bobs Haus steht in der Innenstadt in einem verkehrsberuhigten Bereich, ihm gehört außer dem unter dem Gebäude befindlichen Grund keine Fläche. Deshalb wurde im verkehrsberuhigten Straßenbereich ein Areal eingerichtet – von der Kommune ordnungsrechtlich genehmigt – auf dem das Baugerüst und der Kran steht und Baumaterial kurzfristig gelagert wird. Dieses Areal ist abgeschrankt. Auf diesem Areal steht auch ein kommunaler Baum.
Bei diesem Baum sind nun – vermutlich wegen Bautätigkeit, der Verdacht liegt nahe – 5 Äste abgebrochen, hängen aber noch am Baum. Der Durchmesser der Äste beträgt jeweils weniger als 2 cm, es besteht jetzt also keine akute Gefahr für Leib und Leben von Menschen, aber der Baum ist sichtbar beschädigt.
Bob hat deshalb ein Schreiben der Kommune erhalten, in dem er aufgefordert wird, sich wegen „notwendiger baumpflegerischer Maßnahmen“ zu melden.
Das hat Bob umgehend gemacht und mündlich am Telefon vorgeschlagen bekommen, die Kommune schicke einen Baumpfleger, der den Baum fachgerecht versorgt und die dafür entstehenden Kosten stelle man Bob dann anschließend in Rechnung. Bob hat sich Bedenkzeit erbeten, da er privat Personen kennt, die sich haben qualifizieren lassen, Bäume (eher Obstbäume auf Streuobstwiesen und Gärten) zu beschneiden.
Meine Fragen an Euch:
Ist Bob überhaupt zuständig für den Schaden am Baum? Bob hat den Schaden nicht verursacht, ihm gehört der Baum nicht. Allerdings steht der Baum ja auf dem von ihm aktuell beaufschlagten Areal und möglicherweise war ein von Bob beauftragtes Gewerk der Schadenverursacher.
Ist es eine zielführende Idee, hier die Bauherrenhaftpflichtversicherung mit ins Boot zu holen? Wie wäre das zu bewerkstelligen, denn es gibt ja aktuell keine bezifferte Schadenssume/-forderung?
Habt Ihr weitere Ideen und/oder Gedanken, wie mit der Situation lösungsorientiert umgegangen werden kann?
Folgende Überlegungen bittet Bob noch zu teilen: Bob möchte keine Zerwürfnisse mit der Kommune (die müssen den Bau und dessen Gestaltung eines Tages abnicken) und selbstverständlich auch keinen Ärger mit den beauftragen Handwerksbetrieben. Und Bob hat keine Kristallkugel und kann daher nicht sicher sein, dass es trotz aller Vor- und Umsicht keine weiteren Schäden am Baum gibt. Die aktuelle Situation bezüglich Baum sollte möglichst nicht den Beginn einer Serie darstellen.
Ich danke ganz herzlich – in Bobs Namen - allen, die bis hierher gelesen haben, sich Gedanken machen und diese hier teilen.