Hallo,
meine Frau hat sich bei einem Treppensturz eine Fraktur des 7. Wirbels der BWS mit Beteiligung der Bandscheibe 7/8 zugezogen. Sie wurde zweimal operiert. Zuerst Versteifung/ Streckung der gestauchten Wirbel von hinten und drei Monate später Erneuerung der Bandscheibe durch einen Sporn von vorn. Anschließend bekam Sie nach jeder OP ein Stützkorsett welches extremes beugen der BWS verhinderte. Dieses sollte sie nach jeder OP 8 Wochen tragen.
Jetzt sind acht Wochen wieder vorbei, aber die Muskeln haben sich schon sehr zurück gebildet,
weshalb sie nach kurzer Zeit, ohne Korsett, starke Schmerzen bekommt. Der operierende Arzt meinte, dass eine Reha erst frühestens in 3-4 Monaten in Frage kommt, da der Sporn erst richtig verwachsen müsse. Leider ist der Mann ein Belegarzt und nur schwer zu erreichen, deshalb mal hier die Frage.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Was soll den in den nächsten 3-4 Monaten passieren?
Sollte überhaupt keine KG gemacht werden?
Kann man nur mit Alltagsbewegungen nicht eher Schaden anrichten? Fragen über Fragen. Vieleicht
finden wir ja hier ein paar Antworten. Vielen Dank
schon mal im voraus.
Gruß und ein gesundes 2010
Hallo,
ich hatte starke Degenerationen der Bandscheiben und bekam innerhalb eines Jahres vier Bandscheiben-Prothesen eingesetzt (bewusst keine Versteifung)
Mit Brüchen und deren Heilungsdauer habe ich leider keine Erfahrung, mit Muskelrückbildung allerdings schon, da ich insgesamt fast ein einhalb Jahre liegend verbracht hatte und kaum Bewegungen möglich waren.
Immer wieder habe ich auf Krankengymnastik bestanden und jedes mal die Erfahrung gemacht, dass verfrühte Muskelarbeit eher Schaden anrichtet als zu vermeiden.
Die Frage, die sich mir stellt ist, unter welchen Umständen Ihre Frau ohne Korsett Schmerzen bekommt. Könnte es vielleicht sein, dass sie ihrem Körper nicht die Ruhe gönnt, die er braucht um auszuheilen. Ich selbst musste sehr schmerzlich lernen, damit umzugehen. das ist wirklich die schwerste Lektion von allen. Sooo viele, ganz normale, „kleine“ Dinge eben gerade nicht selbst machen zu können. Allerdings wurde es auch erst besser, nachdem ich das gelernt hatte. Die Vorstellung, dass es zu anstrengend sein kann, eine halbe Stunde am Herd zu stehen, um ein einfaches Essen zuzubereiten, ist schwer zu akzeptieren. Jemanden einstellen zu müssen, der putzt, weil man es selbst nicht mehr kann oder auch einfach nur eine Treppe ins 2. Stockwerk nicht schmerzfrei zu bewältigen, das ist für viele unvorstellbar (war es auch für mich) und schwer zu akzeptieren.
Alle (man selbst und auch das Umfeld) denken immer: Jetzt ist die OP doch gut verlaufen, das Korsett muss ich nicht mehr tragen, also kann man doch wieder in den Alltag einsteigen.
Der Körper hat unglaubliche Selbstheilungskräfte, aber es geht eben meist nicht so schnell, wie man es sich wünschen würde.
Nach so einer schweren OP ist nach meiner Erfahrung das Wichtigste Geduld und Schonung.
Vielleicht macht es Ihnen Mut zu hören, dass ich mittlerweile wieder voll berufstätig bin und auch die Putzfrau konnte ich vor kurzem endlich entlassen.
Ich wünsche Ihrer Frau von herzen gute Besserung und Ihnen beiden ein gutes Jahr 2010.
Viele Grüße,
Sandra Pietreck
Sorry ich kenn mich damit nicht aus, vielleicht solltest Du / Sie einfach mal bei der Rentenversicherung in Sachen Reha nachfragen.
Schönes und ein besseres Jahr 2001
Hallo,
ja das ist richtig die Schmerzen sind nicht klein.
Nach meiner Meinung muß das Korsett 3 Monate getragen werden, dann schrittweiße das Korsett weg und im wechsel Muskelaufbau beginnen, sehr schmerzhaft. Sie muss viel liegen, wenig Sitzen. Gut mit Voltaren abdecken. Reha hat keinen Zweck, den das Kreuz der Rücken muss ja Versteifen. Aber über die REHA kann mann ja noch mal reden, um den Muselaufbau zufördern…
Ich hoffe ich konnte ein bischen helfen…
Gruss, und gute Besserung