Mir steht in 10 Tagen eine Hüft-OP bevor, eine Winkelumstellungs-Osteothomie (der Knochen wird also durchgesägt und in einem anderen Winkel wieder zusammengeschraubt).
Der Professor, der mich operieren wird, schlug vor, an den einwöchigen Krankenhaus-Aufenthalt eine 2-3 wöchige Reha anzuschließen. Meine Krankenkasse (privat, aber nur reduzierter Standardtarif) ließ mich wissen, dass ich 2 Wochen Reha bezahlt bekomme.
Jetzt hab ich gehört, dass solch eine Reha ambulant stattfindet und ich höchstens morgens abgeholt und abends heimgefahren werde.
Mein Problem: Ich bin alleinstehend und wohne auf einem sehr kleinen Dorf, wo morgens 3 Busse in die Stadt fahren und nachmittags drei zurück ins Dorf. Und ich weiß nicht, wie ich in dieser Zeit und v.a. nach der Reha meinen Alltag geregelt kriegen soll. Allein mit dem Bus zur Krankengymnastik zu kommen und anschließend 3 Stunden auf den Bus zurück warten… ? Der Gehweg vorm Haus ist abschüssig und im Winter bei Glatteis schon ohne Krücken gefährlich. Auch würde meine Krankenkasse die Fahrt zur KG nicht bezahlen oder einen Physiotherapeuten, der ins Haus kommt. Und eine Strecke mit dem Taxi kostet 25 Euro!
Wer kann mir Tipps geben, wie ich mir den Alltag organisieren kann, bis ich ab Mitte Januar wieder Auto fahren kann? Ich komme wenige Tage vor Weihnachten aus der Reha, da sind eh alle im Stress und die Stadt so voll. Und es ist einfach doof, plötzlich nicht mehr mobil zu sein und von anderen abhängig zu sein, wenn man sonst alles allein macht.
Für ein paar gute Ratschläge wäre ich jetzt wirklich dankbar!!!
eine Umstellungsosteotomie ist auch nach der Reha nicht ganz ohne. Wollen ja vermeiden, daß Du auf die Hüfte fällst und dann alees kaputtmachst. Deine Kasse ist ebenfalls daran interessiert. Eben zusätzliche Kosten.
Wenn Du nach der Reha (wohl eher eine AHB, oder?)nicht in der Lage bist, für Dich zu sorgen, dann melde Dich doch mal bei der Kasse persönlich und schildere Dein Problem. Die werden Dir helfen müssen. Sind nämlich nicht nur dazu da, Dir die OP zu ermöglichen, sondern auch dafür, das postoperative Umfeld für Dich zu gewährleisten.
Z. B. mit Einkaufshilfe, Haushaltshilfe usw.
Dummerweise bist Du schlecht versichert, schlechter als gesetzliche KV. Wie sich das mit denen verhält, weiss ich nicht. Im Zweifel kurz einen Rechtsanwalt einschalten, ist immer das sicherste.
Kommt nicht für eine Reha - solange du Arbeitnehmer bist - die Rentenversicherung auf? Ruf doch da mal an und frag. Vielleicht gibt es da ja auch stationäre Maßnahmen.
ich würde immer eine stationäre reha empfehlen, auch aus versicherungstechn. gründen. während der reha kann eine verlängerung beantragt werden und vllt. willigt die KV so ein, das du 3 wochen hast. eine ambulante reha, dort kommt ein krankentransport der dich zur reha fährt und wieder nach hause bringt. dafür benötigst du auch eine kostenübernahme der KV. gruß kfm
Kommt nicht für eine Reha - solange du Arbeitnehmer bist - die
Rentenversicherung auf? Ruf doch da mal an und frag.
Vielleicht gibt es da ja auch stationäre Maßnahmen.
Ich bin Beamte und privat versichtert, allerdings mit reduziertem Standardtarif.
ich würde immer eine stationäre reha empfehlen, auch aus
versicherungstechn. gründen.
Was genau meinst du denn damit?
während der reha kann eine
verlängerung beantragt werden und vllt. willigt die KV so ein,
das du 3 wochen hast. eine ambulante reha, dort kommt ein
krankentransport der dich zur reha fährt und wieder nach hause
bringt. dafür benötigst du auch eine kostenübernahme der KV.
Ja, und wie ich schon schrub, willigen die nichtmal ein, dass ich zur KG gefahren werden kann oder einen Physiotherapeuten ins Haus kommen lasse.
Und in der ambulanten Reha hab ich immer noch das Problem: Wie organisiere ich dann meinen Alltag? Wenn ich dann tagsüber in der ambulanten Reha bin, wann soll ich dann einkaufen? Auf unserem Dorf fährt nach 11 Uhr kein Bus mehr in die Stadt, der Tante-Emma-Laden ist 1,2 km von meiner Wohnung entfernt. Wenn im Dezember Schnee liegt, komme ich nichtmal aus dem Haus, weil der Bürgersteig abfällig ist und keiner aus dem Haus (außer mir sonst) Schnee fegt. Und ich kann mich nicht drauf verlassen, dass von Mitte Dezember bis Mitte Januar, wenn ich wieder Auto fahren kann, kein Schnee oder Glatteis sein wird.
Was mach ich dann? Einfach nicht zur KG? Ich will ja auch wieder gesund werden und Sport machen können.
Es ist total beschissen, wenn man keine Freunde oder Familie in der Nähe hat.