Rehabilitation Fragen

Hallo

Ich übe einen sehr Rückenbelastenden Job aus.
Daher habe ich mich nun (Nach diversen Anderen Ärzten) in die Obhut eines Orthopäden begeben, der mir zunächst einige Akupunkturen verschrieb.
Die setzten eigentlich auch an, durch die Hohe Belastung jeden Tag aber nicht sonderlich lang.
Heute war die letzte Sitzung und ich fragte, wie es nun weitergeht, da es im Grunde genommen nicht viel brachte.

Da meinte er, das ich in ca. 6 Wochen noch einmal vorsprechen sollte und das wir dann über eine „Rhea“ reden würden, das es vielleicht besser sei, wenn ich einmal „drei Wochen Stationär behandelt werden würde“.

Kann mir jemand etwas zu dieser Aussage sagen?

Was bedeutet eine solche Rhea (ist das überhaupt so richtig geschrieben?). Würde ich dann für diese drei Wochen aus meinem Beruf ausfallen, oder gibt es danach noch eine „Nachlaufphase“ in der ich Arbeitsunfähig geschrieben werde?
Was wird (grob gesagt) in einer solchen Rhea von mir verlangt oder getan?
Ist das dann so eine Art Krankenhaus-Aufenthalt, oder kann ich da Abends oder so wieder nach Hause?
Kommen da - wie im Krankenhaus - zusätzliche Kosten auf mich zu?

Würde mich freuen, wenn der ein oder andere etwas dazu sagen könnte, das ich da vielleicht schon mal ein paar Anhaltspunkte(!!) zu bekomme.
Ggf. auch, das ich meinem Arbeitgeber sagen kann: Entlaste mich etwas, sonst bin ich bald für eine lange Zeit weg!

Vielen Dank

Gruß
Andreas


[MOD] Titel korrigiert

Hallo,

Was bedeutet eine solche Rhea (ist das überhaupt so richtig
geschrieben?).

Naja, fast:
http://de.wikipedia.org/wiki/Reha

Grß
„Raven“

Hallo
Danke, nun weiß ich wie es geschrieben wird.
Die restlichen Fragen bleiben soweit offen.

Vielleicht weiß ja noch jemand näheres.

Gruß
Andreas

hi

Was bedeutet eine solche Rhea (ist das überhaupt so richtig
geschrieben?).

Wie man das Ding schreibt, weißt Du ja mittlerweile :wink:
Zur Reha kann ich Dir was erzählen. Bei mir war es zwar eine Kur, weil man eine Reha bei uns nur nach Operationen bekommt, aber sonderlich groß ist der Unterschied nicht.

Bei einer Kur/Reha ist man für drei Wochen oder mehr einer Kur/Rehaklinik und hat jeden Tag Behandlungen durch geschulte Therapeuten. Man lernt sich richtig und rückenschonend zu bewegen. Kann einiges zusätzlich machen, das für einen gut ist.
Nach den drei Wochen ist man im Idealfall erholt und die Schmerzen sind sehr viel weniger.

Was wird (grob gesagt) in einer solchen Rhea von mir verlangt
oder getan?

Einhaltung der Therapietermine, was getan wird, hängt von den Beschwerden ab.
Bei mir waren es z.B. Massagen, Übungen im Wasser, Turnen in der Gruppe, Einzelgymnastik um die Rückenmuskulatur zu stärken, Vorträge und z.B. Übungen wie man aus dem Bett kommt, wenn einem der Rücken so schmerzt, daß man sich eigentlich nicht bewegen kann oder möchte.

Ist das dann so eine Art Krankenhaus-Aufenthalt, oder kann ich
da Abends oder so wieder nach Hause?

Sinnvoller ist es, wenn man die drei Wochen dort bleibt. Finde ich zumindestens, denn dann hat man wesentlich weniger Streß und man kommt mal aus dem Alltagstrott raus. Was dem Körper und der Psyche gut tut

Gruß
Edith

Hallo Edith

Vielen Dank für deine Antwort.

Konntest du den Aufenthaltsort deiner Kur eigentlich selber bestimmen, bzw. zwischen verschiedenen Kliniken wählen?

Hat dies der Arzt alles gemacht, oder mußtest du dir alles selber suchen und einen Platz besorgen?

Wie war das nach der Reha? Mußtest du sofort wieder an die Arbeit, oder gab es noch eine „Heimzeit“?

Danke

Gruß
Andreas

Hi

Konntest du den Aufenthaltsort deiner Kur eigentlich selber
bestimmen, bzw. zwischen verschiedenen Kliniken wählen?

Ich konnte in mir auswählen. Allerdings mit der Einschränkung, daß die Kureinrichtung auf Behandlungen für den Bewegungsapparat spezialisiert war.

Hat dies der Arzt alles gemacht, oder mußtest du dir alles
selber suchen und einen Platz besorgen?

Bei uns (bedenke, daß ich aus Österreich komme - Siehe Vika) macht das der Hausarzt. Man füllt mit ihm den Antrag auf Kurbewilligung aus, schreibt rein wo man gerne hinfahren würde, der Arzt schreibt die Diagnose dazu und nach mehr oder weniger langer Zeit erhält man die Bewillung (oder auch mal eine Ablehnung, wenn bestimmte Vorgaben nicht eingehalten wurden) und normalerweise wird man dann auch an sein Wunschziel geschickt.

Mit den meisten Kurkliniken kann man sich dann auch noch den Termin ziemlich frei vereinbaren.

Wie war das nach der Reha? Mußtest du sofort wieder an die
Arbeit, oder gab es noch eine „Heimzeit“?

Heimzeit nicht, aber ich habe mir noch ein paar Tage Urlaub genommen, um nicht gleich wieder in den Alltagstrott zu müssen.
Ich würde ein paar freie Tage hinterher auf jeden Fall empfehlen, wenn es vom Job her irgendwie möglich ist.

Gruß
Edith

Du befindest dich in Deutschland?

Dann nennt sich das, was da angestrebt wird, tatsächlich Reha und wird, da du arbeitest, von der Rentenversicherung übernommen. Informationen findest du hier: http://tinyurl.com/6azeglh
Eine solche Reha kann stationär oder ambulant laufen. In beiden Fällen macht man Gymnastik, geht auf Vorträge, bekommt Massagen, etc. Bei einer ambulanten Reha geht man dann aber nachmittags nach Hause, bei der stationären ist das vereinfacht Krankenhausähnlich mit Hotelcharakter.

Kosten: Du zahlst, wie beim Krankenhaus, einen Tagesbeitrag. Ob du danach weiter krank geschrieben wirst, hängt von deinem Zustand ab. Eigentlich ist aber Ziel, dich so fit zu bekommen, dass du wieder arbeiten kannst. Wobei du die Übungen zu Hause weitermachen kannst.

Eines noch: Ich habe dunkel in Erinnerung (ich kann mich da täuschen, dann vergiss es), dass du auch schon über Probleme im psychischen Bereich geklagt hast. Rückenschmerzen und Psyche hängt oft zusammen. Wenn das so ist, empfehle ich dir, das beim Arzt anzusprechen und mit diesem eine Klinik auszusuchen, die neben einer orthopädischen auch eine psychosomatische Abteilung hat. Das ist ganz oft der Fall. Das wäre dann eine gute Gelegenheit, ganzheitlich an die Sache ranzugehen.

Ansonsten kann übrigens Ergebnis einer Reha sein, dass dein Arbeitsplatz Rücken schonender ausgestattet werden muss, so möglich.

Hallo

Danke für die Antwort.
Muß ich mal schauen wie das wird.

Urlaub nach der Reha dürfte schwer werden, weil ich ja sowieso ungern „gehen gelassen werde“ und meine Arbeitsposition von 2-3 Mitarbeitern gemacht werden muß. Deswegen ja auch die Frage :smile:

Gruß
Andreas

Hallo

Danke für die Antworten. Ja, ich wohne in Deutschland.

Du hast deine Hausaufgaben gut gemacht. Ja, die Psychischen Probleme kommen zum großen Teil von der Arbeit. Ich versuche dies nun etwas auszugleich, indem ich mich in einem Heimatverein eingeschrieben habe und dort ein wenig helfe.

Den Beruf müsste ich aufgeben, dann wären auf einem Schlag alle Probleme weg - ich merke es ja schon daran, das ich mit unter Schmerzfrei bin, wenn ich mal ein paar Tage nicht arbeiten muß, bzw. kurz vor(!) der Arbeit Schmerzen bekomme, aber das ist vermutlich auch das Thema das du meintest). Das Problem ist einfach, das ich nicht weiß, was ich machen kann. Meinen Lehrberuf kann ich wegen der körperlichen Verfassung nicht mehr ausüben, bin da auch schon seit über 12 Jahren raus.
Kein Abitur oder Studium, da hat man heutzutage kaum noch Chancen.
Man bräuchte das berühmte „Vitamin B“, das einen an den „Standard-Einstellungstests“ vorbeischleust und einfach einen Mann brauchen, der zuverlässig und gut ist. Und keine „Superzeugnisse“ vorweisen kann :smile:

Dann ist auch immer die Frage WAS man machen soll, denn ich möchte auch ungerne vom Regen in die Traufe und einen „vernünftig lockeren Job“ gibts heutzutage auch eher selten.

Und quasi als „Piamont-Kirsche“ oben drauf kommt noch die „Kranke Psyche“ dazu, die mir einredet, das ich ja „eh zu nix zu gebrauchen bin“.

Gruß
Andreas