Liebe Experten,
ich hab da mal ne Frage, den Reifendruck betreffend.
Also, bei einem Sicherheitstraining des ADAC hat man uns eine Formel genannt, die ich mir aber leider nicht gemerkt habe.
War irgendwas zwischen dem empfohlenen Druck des Reifenherstellers und dem des Autoherstellers.
Es ging dabei auch um Spritkostenersparniss.
Nun habe ich in meiner Zeitung die Empfehlung gelesen, man solle
Winterreifen 0,2 über der Empfehlung des Reifenherstellers aufpumpen.
Ich find da nicht mehr durch, was nun richtig ist. Hab auch schon im Archiv nachgesehen, aber leider nix gefunden.
Kann mir jemand bitte verständlich sagen, wie ich es richtig mache?
im Prinzip ganz einfach: Der Reifen wird durch das Gewicht des Fahrzeugs leicht eingedrückt, dadurch bildet sich erst die „Aufstandsfläche“ (ungefähr soviel wie eine Postkarte). Bei höherem Reifendruck wird die Aufstandsfläche kleiner, damit wird die Haftreibung (und vielleicht auch die Sicherheit) kleiner. Weniger Reifendruck vergrößert die Aufstandsfläche, aber auch die Walkarbeit und damit den Verschleiß und den Verbrauch.
Manche Experten vertreten die Meinung, im Winter sollte der Reifendruck etwas niedriger sein - größere Fläche, mehr Haftung, mehr Sicherheit. Ich glaube nicht so ganz daran, mir kommt das immer so vor wie jemand, der in zu großen Schuhen läuft. Wer nicht gerade Ralley fährt, muss sich um sowas wohl keine Gedanken machen.
Und nun? Der ADAC stellt ganz richtig fest, dass im Alltagsbetrieb der Reifen 0,2 bar höher sein darf als vom Hersteller angegeben. Im Winter besonders vorsichtig zu fahren bringt bestimmt mehr als den Druck zu vermindern.
Grundlage für die Faustformel ist die Reifendruckangabe des Pkw-Herstellers. Dem Wert zB. für Autobahnfahrten mit voller Beladung, oder in der Stadt nur mit Fahrer, fügst Du bei kaltem Reifen 0,2 - 0,3 bar, bei warmem Reifen (also bereits einige Kilometer gefahren) 0,1 - 0,2 bar hinzu.
Hintergrund.
Die Fahrzeughersteller gehen bei der Abstimmung der Fahreigenschaften immer von einem Kompromiss aus. Durch die Reifendruckangaben ist der Reifen etwas „weicher“ bei der Federung des Wagens.
Der leicht erhöhte Reifendruck führt nachweislich zu folgenden Verbesserungen:
Die Lebensdauer des Reifens wird leicht erhöht, da die Karkasse weniger gewalkt wird, dadurch verringert sich auch der Spritverbrauch ein wenig. Dadurch läßt sich auch ein Pkw ohne Servo leichter Lenken.
Die Fahrsicherheit nimmt zu, da die Reifen eine höhere Beschleunigungen übertragen können, die Kurvengeschwindigkeit kann zunehmen, der Bremsweg wird leicht verkürzt.
Eure Antworten waren sehr hilfreich (*) für mich, da ich sie auch verstanden habe.Dann werd ich heute nachmittag mal zur Tankstelle fahren und den Druck richtig einstellen.
Nun habe ich in meiner Zeitung die Empfehlung gelesen, man
solle
Winterreifen 0,2 über der Empfehlung des Reifenherstellers
aufpumpen.
Und die Sommerreifen, wenn sie denn wieder fällig sind, auch … aus den Gründen, die meine Vorposter schrieben. Ob das dann 0,2 oder 0,3 oder etwas weniger sind, ist egal. Die meisten Luftdruckprüfer an den Tankstellen weisen schon eine entsprechende Toleranz - durch den fachmännischen Gebrauch! - auf. Auf etwas mehr - nicht weniger! - kommt es also nicht an …