ich fahre eine Yamaha MT-03. In der Zulassung stehen keine bestimmten Hersteller oder bestimmte Reifenmarken, sondern nur die zulässige Reifengröße. Kann ich damit beliebige Reifentypen beliebiger Hersteller fahren, wenn die Reifengröße der Zulassungseintragung entspricht? Das Vorder- und Hintereifen zusammengehörige Reifentypen sind ist dabei selbstverständlich klar. Oder benötige ich eine Reifenfreigabe? Grund der Frage ist, dass mir die originalen Touringreifen in Kurven etwas zu rutschig sind und ich gern etwas mehr Grip hätte. Ich dachte so an Michelin Pilot Power oder ContiForce SM oder Dunlop Sportmax Mutant (in dieser Reihenfolge).
dort habe ich schon nachgeschaut, es gibt keine Freigabe. Die Frage ist aber, ob ich überhaupt eine Freigabe brauche. In meiner Zulassung steht eine Reifengröße drin und kein bestimmter Reifenhersteller und auch kein bestimmter Reifentyp. Den Pilot Power gibt es in der genau der Größe, die auch in meiner Zulassung steht. Brauche ich also trotzdem noch eine Freigabe???
Ich hab nicht die geringste Ahnung wie das in D gehandhabt wird, aber von der Logik her würde ich sagen, wenn es freigegebene Reifen gibt und Reifenfreigaben, dann wirst du wohl auch eine brauchen. Ich selber hab das Problem nicht, da alle guten Pirellis für mein Bike freigegeben sind.
Aber was anderes: Bist du dir sicher, dass dein Reifen rutscht? Ich weiss, die Frage klingt blöd, aber die MT03-Serienbereifung, der Scorpio zumindest, der an der Mühle meines Kumpels drauf war, hat Schräglagen bis an die Kante ausgehalten ohne irgendwas. Und ich versprech dir eins, der Kerl ist ein Henker. Ist die Mühle seiner Frau und er hat sie neben der Duke 2 des öfteren heftig durch die Gegend getrieben.
Eventuell fährst du auf extrem rutschiger Strecke, da werden aber andere Reifen nur wenig Besserung bringen oder du interpretierst die Rückmeldungen des Federbeines falsch. Spurillen udergl. können mit einem sensibel ansprechenden Federbein durchaus als Rutschen empfunden werden.
Wegen der Freigabe kannst du ja mal da nachfragen: http://www.tuev-nord.de/34311.asp
Aber was anderes: Bist du dir sicher, dass dein Reifen
rutscht? Ich weiss, die Frage klingt blöd, aber die
MT03-Serienbereifung, der Scorpio zumindest, der an der Mühle
meines Kumpels drauf war, hat Schräglagen bis an die Kante
ausgehalten ohne irgendwas. Und ich versprech dir eins, der
Nein, ich bin mir nicht sicher ob der Reifen rutscht, ich hatte nur so ein komisches Gefühl, dass es hinten deutlich seitwärts geht und zwar kurz und kräftig, wie ein Rutscher eben. Es war auf einer im letzten Jahr neu asphaltierten Bundesstraße mit sauberem Asphalt. Die Fußraste hat zwar noch nicht aufgesetzt aber der Reifen ist an der Kante. Nach meinem Gefühl sollte aber noch deutlich mehr Schräglage möglich sein. An einer anderen Stelle hatte ich schon mal das gleiche. Man bekommt danach ein paar km lang ein unsicheres Gefühl. Auf östereichisch ausgedrück (aus einem östereichischen Forum): Man kann danach für ein paar km die gebückten Sclafsäcke auf ihrer R1 nicht mehr herbrennen
Das mit deinem Kumpel kann ich aber bestätigen. Die MT-03 fährt sich auf Anhieb so extrem leicht, das ich schon nach wenigen km in der Stadt die Reifen bis an die Kante angefahren hatte, ohne es bewußt darauf anzulegen. Ein richtiges Spaßbike mit Supermotoähnlichem Fahrgefühl, evtl trifft „Spaßmoto“ am besten. Aber genau deshalb würde ich gern Reifen aufziehen, bei denen immer die Fußrasten die Schräglage begrenzen und nicht der Reifengrip.
Ansonsten habe ich zur MT-03 gar keine Reifenfreigabe bekommen. In der Zulassung steht vorn 120/70 R17 M/C 58H und hinten 160/60 R17 M/C 69H. Eine Einschränkung auf Hersteller oder Reifentyp steht nicht in der Zulassung. Den Michelin Pilot Power gibt es genau in dieser Größe. Ich bin einfach nur unsicher geworden, warum alle von Reifenfreigaben sprechen. In einem anderen Forum habe ich gelesen, dass der Pilot Power der optimale Reifen für die MT-03 ist. Im 1000ps.at-Forum gibt es nur positive Berichte über diese Bike-Reifenkombination, die anscheinend in Österreich von einigen gefahren wird.
Ich werde aber mal einen ehemaligen Klassenkameraden fragen, der ist beim TÜV und kann bestimmt eine generelle Aussage machen, ob zusätzlich zur Zulassungseintragung spezielle Reifenfreigaben erforderlich sind. Aber ich habe noch etwas Zeit, den Dunlop D270 fahre ich erst ab. Luftdruck werde ich noch mal prüfen, als meine Diesel-Enfield mit Rutschen anfing ohne dass die langen starren und tiefliegenden Fußrasten eine Funkenfontäne versprüht haben, war nur noch 1Bar Luft auf dem Hinterrad!
Mein Kumpel hat gestern die MT03 eingetauscht. Die Frau ist schwanger und er wird jetzt als Zweitbike die Street Triple fahren. Ich muss leider anmerken, dass er vor allem wegen des Gewichtes und der Schräglagenfreiheit nicht so begeistert von der MT war. Der Ständer hat sehr früh aufgesetzt. Allerdings fährt er auch die Duke 2, die sicher mehr Supermoto-Gene hat.
Der Michelin ist hierzulande sehr beliebt, allerdings seh ich gerade auf der Rennstrecke die meisten mit Michelin im Kiesbett liegen. Ich fahr einen Michelin-Slick auf meiner Renngixxe, werde den aber auch wieder tauschen, da mir diese im Grenzbereich nicht so wirklich zusagen. Der Pirelli zeigt da deutlich besser an und gibt nicht so abrupt auf wie der Michelin.
Ich habe eine Zeitlang sehr viel mit Reifen herumgetestet, hab auch den Dunlop, zuerst den 207 dann den GP208RR gefahren und bin immer wieder bei Pirelli hängengeblieben.
Was mir besonders beim Pirelli gefällt ist, dass er bei jedem Motorrad, das ich bislang hatte das Handling verbesserte und nahezu kein Aufstellmoment in den Kurven hat. In diversen Motoraddmagazinen wie z.B. PS haben manche Motorräder mit der Serienbereifung gar nicht harmoniert und auch da hat man sich mit Pirellis geholfen. Leider haben die Preise heuer mächtig angezogen, das einzige Manko.
Den Diablo Strada hatte ich voriges Jahr auf einer Tour drauf, da mein Supercorsa nach knapp 3000 weg ist. Vorne und hinten an der Kante, im Regen ein Traum, auf Hagelmatsch, wo Fr. Dusan der Dunlop Qualifier verlassen hat, hatte ich nur ein ausbrechendes Hinterrad, das sich fast von selbst wieder gefangen hat. Heuer werd ich den Diablo Rosso probieren.
ich habe jetzt folgendes gefunden und werde zukünftig auch danach verfahren (neues EU-Recht):
Gemäß Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) ist bei Modellen ohne gesetzliche Reifenbindung in den Fz-Papieren grundsätzlich die Verwendung aller Bereifungen erlaubt, die den Reifenbezeichnungen gemäß Fahrzeugpapieren entsprechen.
ACHTUNG: Reifen der Geschwindigkeitskategorie W, wobei Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex in Klammern angegeben sind, z.B. 120/70ZR17 (58W) oder 190/50ZR17 (73W), sind für Höchstgeschwindigkeiten über 270 km/h zugelassen. Bei Fahrzeugen mit Höchstgeschwindigkeit über 270 km/h ist grundsätzlich mit dem Reifenhersteller zu klären, ob die für die Reifen zugelassene Höchstgeschwindigkeit für dieses Modell ausreichend ist!
Gemäß Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) ist bei
Modellen ohne gesetzliche Reifenbindung in den Fz-Papieren
grundsätzlich die Verwendung aller Bereifungen erlaubt, die
den Reifenbezeichnungen gemäß Fahrzeugpapieren entsprechen.
Danke für die Info.
Ich halts aber weiterhin so, daß ich mein Zettelchen, von meinem Freundlichen abgestempelt, bei mir hab. Der Grund ist, daß ich dem netten Freund und Helfer, sofern er nicht ausreichend Bescheid weiss, keinen Grund geben möchte eine Anzeige schreiben zu lassen. Bei uns in Ö kann man des Öfteren ein wenig handeln und Übertretungen, die eigentlich angezeigt werden müssen, an Ort und Stelle zahlen. Wenn er aber wegen Reifen, Auspuff udergl. sowieso eine Anzeige schreiben will oder muß, ist damit Essig.
Ich halts aber weiterhin so, daß ich mein Zettelchen, von
meinem Freundlichen abgestempelt, bei mir hab. Der Grund ist,
In diesem Fall käme der Bridgestone BT016 für mich in Frage. Die Freigabe für die MT-03 ist bei Bridgestone in Vorbereitung. Bis ich die Erstausrüsterpelle runtergefahren habe, wird die Freigabe da sein. Dann könnte ich mich damit auch nach Östereich trauen
Hab gerade einen ausführlichen Test über den BT016 gelesen, scheint auch ok zu sein. Morgen ist wieder Sonnenschein angekündigt, da werde ich mal versuchen ein paar Gummiwürste auf die Kante des Dunlop D270 zu rollen. Falls er wieder wegschmiert verliert er meine Zuneigung endgültig.
die rechtliche Seite hast ja schon geklärt. Trotzdem vielleicht bei gelegentlich schwammigem Gefühl (rutschen) auch auf richtigen, also ausreichend hohen (!) Luftdruck achten. Zu niedriger Luftdruck äußert sich sonst gern mal genau so, nämlich in Rutschgefühl.
Luftdruck habe ich gestern Abend noch geprüft, war mit 2,9bar deutlich zu hoch. Hab ihn erst mal auf 2,5 hinten und 2,3 vor abgesenkt. Fährt sich erst mal nicht wesentlich anders aber zumindest gab es heute keine Rutscher.
ich habe gestern von Yamaha einen Brief bekommen. Darin steht, dass ich mit der MT-03 alle auf dem Markt verfügbaren Reifen fahren darf. Nur die in der Zulassung eingetragenen Reifengröße muß eingehalten werden. Gesonderte Freigaben sind nicht erforderlich. Damit sind die letzten Unklarheiten beseitigt.