Reihenschaltung

Hallo

Ich habe mir eine Skizze für eine Schaltung gemacht und sie einem Freund geschickt…er meint aber, dass da was falsch sei und er hat mich total verwirrt, so das ich mir nicht mehr sicher bin, was nun stimmt…

Also wenn ich z.B. 5 LED’s in Reihe schalte, dann nehmen die 5 x Volt (z.B. 5 mal 2 Volt = 10 Volt) auf oder? Oder multipliziert sich da nur die Amperezahl? Nich das ich meine Widerstände falsch berechne.

Also was stimmt nun?
5 LED’s mit je 2 Volt und 10 Ampere nehmen zusammen 10 Volt und 50 Ampere?
5 LED’s mit je 2 Volt und 10 Ampere nehmen zusammen 2 Volt und 50 Ampere?

PS: Bezieht sich nur (!) auf Reihenschaltung.

Moin!

5 LED’s mit je 2 Volt und 10 Ampere nehmen zusammen 10 Volt

und 50 Ampere?

5 LED’s mit je 2 Volt und 10 Ampere nehmen zusammen 2 Volt und

50 Ampere?

Weder noch. In einer Reihenschaltung werden die Spannungen addiert und es fließt überall ein- und derselbe Strom. Das würde aber bedeuten, daß 5*2V=10V anzulegen sind und ein Strom von 10A fließt. Allerdings sind mir keine LEDs bekannt, die 10A vertragen können.

Wie dem auch sei, in einer Parallelschaltung ist es umgekehrt: An jedem Bauteil liegt dieselbe Spannung an, aber die Ströme summieren sich: So kommen 2V/50A 'raus. Dennoch kommen mir die 10A generell etwas spanisch vor. Meinst Du vielleicht eher 10mA?

Munter bleiben… TRICHTEX

nanu, das Problem mit den Reihen- und parallelgeschalteten Leuchtdioden im Zusammenhang mit Nichtkenntnis über Spannungen und Ströme, die da quer und schräg fließen, kommt mir aber sehr bekannt vor, vor Tagen holte sich nämlich einer bei mir Rat, darob.

Mein Rat an ihn sei nochmal wiederholt:

Die vorhandene Gesamt - Spannung, an denen die LEDs betrieben werden soll, dürfte jetzt schon feststehen. Nehmen wir mal an, es seien 12 Volt. Nun wäre zu klären, wieviele LEDs betrieben werden sollen . Nehmen wir mal an, 10 Stück.

Eine LED hat eine bestimmte Flussspannung , z.B. oben beschr. 2 Volt. Die Flusspannung ist die Spannung, die dem Halbleiterkristall ein Lichtlein entlocken soll, wird sie unterschritten, bleibt die LED dunkel. Man sollte nicht den Denkfehler begehen und die LED Helligkeit über die anzulegende Flussspannung regulieren wollen, das machen wir über den Flussstrom. Wo wir auch schon beim Thema sind. Es gibt nämlich Lieferanten, die offerieren beim LED - Verkauf dem Kunden: „Also: Eine LED 2 V. 6 LED´s = 12 Volt. Also können 6 LED´s sofort ,in Reihe geschalten, an die KFZ- Bordspannung geschalten werden.“

Können sie - keine Frage. Sie werden auch funktionieren, allerdings nur äußerst kurz *gg

Einfach erklärt: Eine LED braucht einen bestimmten Flussstrom, groß genug, um leuchten und nicht zu groß, um sie nicht zu zerstören. In der Regel sind das 10 … 20 mA, zu regulieren über einen entsprechenden Vorwiderstand , einzuschalten in jede Reihenschaltung, auch wenn zwei Reihenschaltungen die Zweige einer Parallelschaltung darstellen werden.

Die Berechnungsformel für den Vorwiderstand:

Rv = ( U= - U led )
_____________
I led

–> ( 12 V - 10 V ) ( bei jeweils 5 Dioden in Reihe und das dann ||
______________
0,015 A

ergibt einen Vowiderstand von 133,33 Ohm ( also 120 oder 150 Ohm aus der E-Reihe ) für jeden der beiden 5er Reihen, die nachher parallel geschalten werden.

Da in Reihenschaltungen der Strom an jeder Stelle gleich ist, fließen in beiden Zweigen dann jew. 15 mA, und zusammen logischerweise 30 mA.

Deine angenommen 10 V und 5 Dioden drangeschalten wird eben nicht funktionieren, weil die Dioden ungebremst überfahren würden und dann im Halbleiterhimmel zu finden sind . Und wenn du das mit den 10 V und der Formel berechnest, wirst du keinen Rv errechnen können. Dann musst die Anordnung anders aufteilen, z.B. jeweils 4 in Reihe, diese zwei Viererreihen dann parallel, und weitere 2 mit separatem Vorwiderstand in Reihe, zum Ganzen parallel. Der Rv ist für jeden Reihenzweig einzeln zu berechnen.


Genauso hab ich´s dem Typ mit zeichnerischer Unterstützung erklärt und ich nahm an , mich einigermaßen verständlich ausgedrückt zu haben. Falls der Typ der Fragesteller ist, muss ich wohl an meiner Rhethorik feilen *g

Gruß HM

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Ich hab beim Überfliegen, was von KFZ-Bordspannung gelesen, also damit hat das nichts zu tun und ich bin auch nicht der gleiche. Naja egal. Trotzdem Danke.

Also …
…ich meine zu glauben, dass der Diode egal ist, ob der Strom den sie zur Erleuchtung braucht, aus einem Fahrzeugnetz, einer Solarzelle, Trockenbatterie oder einem Labornetzteil kommt.

Deine Überlegungen kamen mir nur so bekannt vor, sorry, wollte dich damit nicht „hochnehmen“

Gruß

HM

Ich hab beim Überfliegen, was von KFZ-Bordspannung gelesen,
also damit hat das nichts zu tun und ich bin auch nicht der
gleiche. Naja egal. Trotzdem Danke.

Moin!

Eine LED hat eine bestimmte Flussspannung , z.B. oben beschr.
2 Volt. Die Flusspannung ist die Spannung, die dem
Halbleiterkristall ein Lichtlein entlocken soll, wird sie
unterschritten, bleibt die LED dunkel. Man sollte nicht den
Denkfehler begehen und die LED Helligkeit über die anzulegende
Flussspannung regulieren wollen, das machen wir über den
Flussstrom.

Stimmt. Deshalb sieht eine Diodenkennlinie ja auch aus, wie sie eben aussieht. Bis zum Erreichen der Durchlaßspannung flach und dann steil nach oben abknickend. Bis zum Erreichen der Durchlaßspannung fließt also nur ein sehr geringer Strom, der bei Überschreiten der Durchlaßspannung stark ansteigt. Die Steigung der Diodenkennlinie in einem einzelnen Punkt ist der differentielle Widerstand. Und der ist unterhalb der Durchlaßspannung sehr groß und oberhalb sehr klein. Deswegen sollte man vermeiden, Leuchtdioden ohne strombegrenzenden Vorwiderstand zu betreiben.

Falls der Typ der Fragesteller ist, muss ich wohl an meiner Rhethorik feilen *g

Glaube ich nicht. Bei aufmerksamen, evtl. wiederholtem Lesen sollte das einem Menschen mit Elektronikgrundkenntnissen schon einleuchtend sein.

Ich hatte die Frage übrigens so verstanden, daß nach der Beschreibung und Berechnung einer Reihenschaltung aus LEDs gefragt war, möglicherweise, um den Vorwiderstand selbst zu berechnen.

Viele Grüße!

Munter bleiben… TRICHTEX