Salü,
im alten China fragte mal ein Kuttenbruder einen Mönch:
-„Wie ist das mit dem Samâdhi ? (Meditation / Versenkung)
Der Mönch erwiederte: Im Napfe Reis, im Eimer Wasser.“
Hundert Jahre später kommentierte ein anderer Mönch:
—„Im Napfe Reis, im Eimer Wasser.
Den Herren Wortemachern bleibt der Witz im Schnabel stecken.
Das Polgestirn, des Südens Sterne stehn unverwand am Ort.
Der Wogenschwall schlägt weiß zum Himmel,
hebt sich auf´s flache Land.
Du wägst es wägt sich nicht,
hältst an, und es hält nicht.
Da steht ein jeder splitternackt, des reichen Gutsherrn Sohn!“
Kann damit jemand was anfangen ?
Wo ist da Samâdhi ?
DerJOKER
Kann damit jemand was anfangen ?
Wo ist da Samâdhi ?
DerJOKER
das ist wahrscheinlich eine unmögliche übersetzung
mfg
rolf
Samâdhi hin, Satori her
Salu Joker
Die Sache hat große Ähnlichkeit mit dfen diversen Zen-Anekdoten. Wie auch immer die Erleuchtung genannt wird, angestrebt wurde sie unter anderem durch bestimmte Antworten vom Meister auf Fragen des Schülers.
Gruss, Branden
Hallo Joker,
leider wirklich keine sehr glückliche Übersetzung vom fünfzigsten Präzedenzfall des Biyanlu / Hekigan Roku. Gefragt ist nicht nach ‚samadhi‘ schlechthin, sondern nach chénchén sanmèi (jap. jinjin zanmai). Chén / jin heisst Staub; und Soothill’s Dictionary of Chinese Buddhist Terms definiert jinjin zanmai als „das Samadhi, in dem in einem Augenblick in alle Samadhis eingetreten wird“. Das Japanese-English Buddhist Dictionary (Daito shuppansha) gibt folgende Bedeutung an: „Samadhi in einem Atom üben. Samadhi üben in einem so kleinen Raum wie ein Atom oder Staubkorn. Der Ausdruck bedeutet, dass Samadhi die Begrenzungen des Raumes übersteigt.“ (Übersetzungen ins Deutsche von mir). Das ‚Thema‘ des Koan ist also das, was auch Dir als Hindu unter dem Namen ekâgrata (chin. yiyuánzhù, jap. ichienju) ein Begriff sein dürfte.
In dem vorliegenden Text wird außerdem auch noch darauf angespielt, dass ‚Staub‘ eine Metapher für das Weltliche ist, chénsú etwa sind ‚weltliche Angelegenheiten‘. Yunmens Antwort deutet auf die Identität des ‚einspitzigen Geistes‘ ekâgra-citta (zhuanyiqù xin / senichishu shin) mit dem gewöhnlichen oder alltäglichen Geist (píngcháng xin / byojo heijo shin) hin; eine zen-spezifische Doktrin. Natürlich geht es nicht darum, das intellektuell zu verstehen – sondern darum, es zu erfahren und zu verwirklichen.
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Ein Mönch fragt Yunmen: „Was ist mit dem ‚Staub-des -Staubes-Samadhi‘?“ Men spricht: „Reis in der Schale, Wasser im Eimer“
Dazu der Lobspruch von Xuedou Zhongxian:
„Reis in der Schale, Wasser im Eimer“ -
diesem geschwätzigen Meister ist schwer das Maul zu stopfen.
Großer Bär und Südstern haben denselben Standort,
vom flachen Boden fegen weisse Wellen über den Himmel.
Doch beginnst du, es in Begriffe zu fassen, hältst du zögernd an -
dann hat kein einziger von euch, und sei er aus gutem Hause,
noch eine Hose, seinen Arsch zu bedecken.
eine nadelspitze ohne nadel
- wie gewöhnlich, wie alltäglich.
keine zeit vor der zeit,
hinter dem raum kein weiterer.
nur dies hier.
ob wir nackt sind,
oder pelze tragen -
reiche erben sind wir alle.
ist doch reis in der schale,
wasser im eimer.
Gasshô,
() So-Gen
Kann damit jemand was anfangen ?
Wo ist da Samâdhi ?
Anm.auf 13.09 / 13.14
… nichts ist unmöglich TOYOTA;
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder D.T.Suzuki
Anm.auf 17.15
… 48, 49, 50 - zurück auf Nummer 48.
Drei Väter und zwei Enkel,
ein Lächeln zieht über ihrer Gesichter.
Da wagt jemand die Worte, die Kinder des Meisters zu zerstückeln, um daraus wilde, neue Kreaturen zu schaffen.
Aber Staub ist nicht Reis, nicht Wasser.
Auch er steht in armseliger Blöße da, des Gutsherren reicher Sohn!
Frage eins brav erfüllt,
Frage zwei - ohne Antwort.
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DerJOKER
Anm.auf 13.09 / 13.14
… nichts ist unmöglich TOYOTA;
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder
D.T.Suzuki
Anm.auf 17.15
… 48, 49, 50 - zurück auf Nummer 48.
…
Frage eins brav erfüllt,
Frage zwei - ohne Antwort.
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DerJOKER
soso…
ich sag nur: der weg ist das ziel
ahmen
mfg oz
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DerJOKER
soso…
ich sag nur: der weg ist das ziel
ahmen
mfg oz
Tja, papa-oz
der weg selber ist auch schon ein ziel.
(Anm: dumm gelaufen, wenn ich nicht weis - wohin der weg führt…)
Der Erklärer Yüan-wu legt ein Augenmerk auf „das Gemisch von Gold und Sand“; auch ist ihm wichtig zu fragen: „Wozu da noch den Sand durchwühlen, in der Erde bohren?“.
Yün-men erschlägt mit seiner Antwort Scholastik und Religion - das alte indische Sutra mit dem Staub-Samâdhi und die Illusion der „besonderen Bestimmung“.
(anm: Er tut es ganz Bewußt - mit Hintergedanke…)
In den Erklärungen und im Gesang Hsüä-dou´s ist noch eine Menge „Stoff“ enthalten;
der Kerngedanke aber wäre so zu verstehen:
„lerne erkennen, daß im banalen Alltag
alles seinen zugewiesenen Platz hat.
Laß ab von dem Samâdhi, den Du [noch] nicht greifen kannst;
auch im Wasser, im Reis wirst Du Samâdhi finden“.
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DerJOKER