Hallo zusammen,
kann mir jemand seine Eindrücke schildern über Jordanien. Auch würde mich interessieren, wie hoch die Kosten dort sind (Essen gehen, Reisen, Taxi, etc.)
Ist es momentan zu gefährlich?
Bin für jeden Tip dankbar…
hezrlichen Gruß
nala
Hallo zusammen,
kann mir jemand seine Eindrücke schildern über Jordanien. Auch würde mich interessieren, wie hoch die Kosten dort sind (Essen gehen, Reisen, Taxi, etc.)
Ist es momentan zu gefährlich?
Bin für jeden Tip dankbar…
hezrlichen Gruß
nala
Hallo Nala,
mein Ausflug nach Jordanien ist jetzt gut 6 Jahre her, da dürften sich die Preise wahrscheinlich geändert haben, aber ich berichte trotzdem mal.
Ich bin damals von Israel nach Petra gefahren, d.h. mit einem Taxi den ‚King Hussein Highway‘ hoch gut 500 km. Das war super billig, so 10 DM herum. Ich habe dann in einem Hotel in Petra gewohnt, das hat so um die 15 DM pro Nacht gekostet mit Frühstück. Der Standard war ok, sauberes Zimmer mit Bad aber ohne TV + Radio. Der Eintritt nach Petra selber war teuerer, weiß ich aber nicht mehr. Zurück zur israelischen Grenze bin ich dann mit einem Bus gefahren, das hat auch nur ein paar DM gekostet. Wenn man bedenkt, dass Petra das touristische Ziel in Jordanien ist, dürfte es im restlichen Land noch preiswerter sein, Amman mal ausgenommen.
Die Sicherheitslage ändert sich häufig, besonders im Hinblick auf die aktuelle Lage im Nahen Osten. Doch bezieht sich das meiner Erfahrung nach (war gut 10x in der Ecke) eher auf die Grenzübertritte. Jordanien dürfte jetzt auch Flüchtlingen aufnehmen, vermute ich mal. Das heißt, das die Stimmung angespannter ist, von der man als Tourist aber nicht viel mitbekomme.
Viele Grüße, Elke
Hallo Nala!
Wir waren vor einem Jahr als Individualreisende in Jordanien. Es war schlichtweg grossartig und sehr zu empfehlen. Wichtig ist halt, dass man, wenn man sich in so ein Land begibt, sich kleidungs- und benehmensmässig anpasst. Für Frauen heisst das: keine körperbetonten Kleider, unbedingt lange Hose, in ländlichen Gegenden evtl. Kopftuch (allerdings nicht zwingend nötig). Schultern und Oberarme sollten niemals unbedeckt sein. Sicher aber: Haare zusammenbinden, eher unauffällig auftreten, keine fremden Männer „einfach so“ ansprechen. Männer sollten eine lange Hose tragen.
Wir haben ein Auto gemietet (bei Autoverleih „Monte Carlo“ in Amman, die sehr freundlich, sehr hilfsbereit und im Vergleich zu anderen Gesellschaften viel günstiger waren). Wenn man bereit ist, sich an die dort herrschenden Autofahrregeln zu gewöhnen, ist ein Auto ein tolles Fortbewegungsmittel. Achtung! Da die meisten jordanischen Autos keinen Tacho (mehr) haben wird einfach so schnell gefahren wie man will. Wenn allerdings Polizei im Weg steht, wird schleichend langsam (!) daran vorbeigefahren. Das Rückwärtsschauen ist generell nicht besonders verbreitet, man schaut nach vorne und wenn jemand überholen will, hupt er erst, um den Vorderen vorzuwarnen (denn man kann von dem Vorderen ja nicht verlangen, dass er in den Rückspiegel schaut…)
Die Landschaft ist einmalig und einfach grossartig. DAS Touristenziel ist natürlich Petra - weshalb es auch so teuer ist. Seid also gewappnet, hier herrschen europäische Preise! Genauso ist es im Wadi Rum - doch wenn ihr gerne mit Leuten, die da wohnen diese Wüste entdecken möchtet, schreibt mir doch kurz eine Mail, dann kann ich Euch die Adresse von Anwohnern geben, die privat Führungen durch Wadi Rum machen.
Sehr zu empfehlen ist auch Aqaba, nur mit einer Taucherbrille und einem Schnorchel bewaffnet, kann man südlich von Aqaba (einfach die grosse Strasse gegen die saudi-arabische Grenze nehmen) die allerschönsten Riffe ganz alleine entdecken. Es gibt in Aqaba aber auch bestimmt geführte Tauchtouren.
Je nachdem wie lange ihr Zeit habt, könnt ihr auch die Desert Castles besuchen, welche allerdings nicht sooo beindruckend sind. Sie können auch getrost weggelassen werden. Sehr beeindruckend ist hingegen Umm Qays im Jordantal. Nicht erschrecken wegen den Kontrollen, wenn man immer freundlich bleibt und sofort den Passport zückt und brav auch das 7te Mal noch antwortet, wohin man will, wird man ohne Probleme durchgelassen. Die Grenzposten (zu Israel) vertreiben sich so eher die Zeit. Neben Umm Quays ist Jarash natürlich noch viel bekannter, aber auch touristischer und deswegen teurer.
Lernt ein paar Brocken arabisch wenn ihr als Individualtouristen geht, das kommt immer gut an und nicht alle sprechen Englisch. Die Strassen sind allerdings immer auch in Englisch angeschrieben.
Ich denke, im Moment kann man noch beruhigt nach Jordanien gehen. Evtl. sollte man aber Grenzgebiete mit Israel meiden.
Gruss und wunderschöne Reise wünscht
Semiramis
Ps: Wenn ihr noch Fragen habt etc., könnt ihr mir ruhig eine Email schicken!