Reise osten der usa

hi Ihr Wissenden,
nachdem ich mit über Reisen in den Westen der USA informiert habe, möchte meine Frau jetzt doch lieber in den Nord-Osten der USA…
Welcher Reiseführer ist empfehlenswert? Wir werden Ende August bis Mitte September fahren, wenn nicht noch ein anderes Reiseziel dazwischen kommt…
Alos: bin für jeden Tipp über die Nord-Ostküste und den angrenzenden Zipfel Kanadas dankbar,
Gruß synapse

Hallo synapse,

bin vor knapp 8 Jahren dort gewesen und auch im Südosten bis an die Floridagrenze.

  1. Der Nordosten - Neuengland - ist wunderbar!
  2. Der Südosten ist gewöhnungsbedürftig, auch wenn Savanah und Charleston durchaus hübsch sind.
    Also, Neuengland. Leider ist die Zeit Aug/Sep zu früh für den Indian Summer, die Foliage.
    Reiseführer: Ich hatte „USA/Ostküste“, Michael Iwanowsky, Iwanowskys reiseverlag. Schau dich einfach mal im Reisebuchladen um, im Internet usw.
    Auto: Es ist kein Problem, per Auto + Motel zu reisen. Wenn du ADAC-Mitglied bist, bekommst du vom AAA gute Unterstützung.
    Reiseziele:
  • Boston natürlich! 2 - 3 Tage kannst du da ohne weiteres zubringen. Historische Erkundungen auf dem „roten Strich“, Public Garden/Boston Common, Newbury Street, Beacon Hill-Viertel, Quincy Market, Essen im Hafen (Scallops, Fischsuppe, Lobster essen, unbedingt!), Harvard/Cambridge uvm. Ich durfte das während eines 1 1/2 Jahre Aufenthalts in Bostons Umgebung kennenlernen und schwärme heute noch!
  • Bostons Umgebung: Cape Cod bis zur nördlichsten Spitze, ein MUSS! Lexington, Concord usw., da wo der Unabhängigkeitskrieg 1776 losging. Die nördlich von Boston gelegene Küste mit Salem usw. - eine wunderschöne Felsenküste. Die größeren Städte wie Worcester sind weniger interessant. Andererseits muss man nicht jedes bisschen mitnehmen, das im Reisführer steht: „Covered Bridges“ z.B. sind in Reiseführen als Besonderheit eingetragen, in der Schweiz stehen die an jeder Ecke rum.
  • Die Südküste mit den Staaten Rhode Island, Connecticut usw.
  • Die Mainküste bis hin zum Acadia Nat. Park, letzteres mind. 2 Tage! Eine wunderbare Landschaft.
  • New Hampshire und die White Mountains (Franconia Notch). Auf den höchsten Berg dort, Mt. Washington, knapp 2000m hoch, kannst du mit dem Auto rauffahren oder, wenn du gerne wanderst, zu Fuss durch die Tuckerman Ravine (4 - 5 Stdn., nur bei sicherem Wetter!).
    Kanada kann ich nix sagen, kenne ich nicht.

Viel Spass!
Stucki

Hallo Synapse,
das ist eine sehr gute Idee, die Neuenglandstaaten zu besuchen. Stucki hat ja schon vieles aufgezählt, was sinnvoll und empfehlenswert ist. Ihr werdet ja sicher in New York ankommen und einen Wagen nehmen. Dann würde ich euch empfehlen, Long Island zu besuchen. Einen Tag am Strand in den Hamptons zu verbringen und dann nehmt die Fähre von Long Island nach Connecticut über den Sound. Ihr kommt dann in der Nähe von Mystic Seaport an, wo es vieles Maritimes zu entdecken gibt. Auch ein großes Aquarium ist dort. Auf dem Weg die Küste entlang nicht Newport (RI) mit seinen „Cottages“ versäumen. Zu Boston möchte ich nur folgendes ergänzen. Möglichst den Wagen ausserhalb lassen. Ich kann mich noch daran erinnern, dass die Parkpreise Manhattan-Niveau mindestens hatten. Evtl. wäre eine Fahrt mit Ducktours empfehlenswert. Mit schwimmfähigen Kübelwagen durch Boston und auf dem Fluss, so dass man Boston und Cambrige vom Wasser aussieht. Ca. 50km südlich gibt es eine Museumsanlage, wo die Pilgerväter anlandeten. Unbedingt hin. Alle sind zeitgenössisch verkleidet und sprechen das Englisch des 16. Jahrhunderts. Wenn man schon auf Cape Cod ist, dann würde ich eine Fahrt mit der Fähre (ohen Wagen) von Hyannis Port nach Nantucket oder Marthas Vinyard machen. Besichtigungsbusse auf der Insel. Interessant wer alles dort ein Häuschen hat.
Zum Mt. Washington wäre noch zu ergänzen, dass es dort eine dampfgetriebene Zahnradbahn gibt, die dort hinauf fährt. Zugegeben schweineteuer, aber man kommt ja nicht jeden Tag dahin. Auf dem Mt. Washington wurde die bis jetzt höchste Windgeschwindigkeit an Land gemessen. Also nur bei schönem Wetter.

Ich könnte noch vieles erzählen, aber ich muss jetzt erstmal wieder zur Arbeitsstelle.
Tschüss
Bernd

1 „Gefällt mir“

Hallo Synapse,

die Niagarafälle sind auf alle Fälle sehenswert. Der nächstgelegene Flughafen ist Buffalo, der Ort selbst heißt auch Niagara Falls. Es ist aber sehr überlaufen - schade. (Eine Alternative sind die Krimmler Wasserfälle in Österreich - nicht ganz so spektakulär, aber sehr viel weniger Leute.)

Wir sind damals mit dem Mietwagen weitergefahren nach Toronto. Das war ganz nett, aber die Gegend zwischen Niagara Falls und Toronto war während der ersten Hälfte der Fahrt einfach nur zum Davonlaufen. … Wir sind da u.a. an einem Hotel gelandet, das uns um 23:30 h einen Preis nannte und um 0:30 h einen um $ 20 höheren Preis. Wir haben die Blödmänner wieder runtergehandelt, und in einem Hotel dieser Kette habe ich seitdem nicht mehr übernachtet und habe es auch so bald nicht vor.

Danach wurde es aber wieder schön. (Fazit: Zügig durchfahren :wink: … nicht bei den Blödmännern übernachten.)

New York ist auch auf alle Fälle sehenswert. Ich war damals auf dem Empire State Building. … Das mit dem Besuch auf dem World Trade Center hat nicht mehr geklappt. Er wäre für Mittwoch oder Donnerstag geplant gewesen. Mittwoch, das war der 12.9. … soviel dazu.

Das sollte jetzt aber kein dummer Witz sein - es ist echt eine sehenswerte Stadt. Was mir besonders gefallen hat: Es ist praktisch alles zu Fuß oder mit dem Taxi zu erreichen, weil es so nahe beieinander ist, da ist auch eine Taxifahrt dann nicht teuer. Eine U-Bahn und Busse gibt es natürlich auch. Ich war schon vor der Katastrophe einige Male dort und konnte es mir damals in Ruhe ansehen.

Viel Spaß im Urlaub,

Petra

kleine Ergänzung
help.you sagte noch Einiges, das mich zu dieser Ergänzung brachte:

  • „Plymouth Plantation“ ist der Ort, den er nannte, dort wo 1620 die Pilgrim Fathers landeten und die erste dauerhafte Siedlung gründeten. Sie waren recht friedliche Leute, kamen auch gut mit den Indianern aus. Sie hätten den ersten Winter ohne deren Hilfe nicht überlebt. Ganz im Gegensatz dazu die 1630 beim heutigen Boston siedelnden Puritaner: Strenge Leute, die sich ihre Haudegen mitbrachten und denen die Indianer nur im Wege waren.
  • Wenn du an Klassikmusik interessiert bist, gehe zu den Boston Symphonikern, eines der Weltspitzen-Orchester - aber nach Tanglewood, 2 Autostunden westl. von Boston, vielleicht ist da im August noch was. Tolle Atmoshäre dort!
  • Denke an die Entfernungen! New York oder Boston bis Nigara Fälle, da ist man 8 Stdn. unterwegs.
  • Mt. Washington: Ja, da kann wüstes Wetter sein: Auf dem Wanderweg nach oben warnte uns ein Schild: "Hier wurde die höchste je an der Erdoberfläche gemessene Windgeschwindigkeit registriert: 370 kmh - da zieht man seinen Kopf besser ein.

Viel Spass
Stucki

Hallo,

schau doch mal bei mir auf der Homepage unter http://www.joerglemmer.de vorbei, da ist eine komplette entsprechende Reise beschrieben, inkl. Adressen von netten B&Bs.

Zum Thema Plymouth Plantation: Dringende Empfehlung
Zum Thema Niagara Falls (habe ich auf einer anderen Reise besucht: Bloß nicht von der amerikanischen Seite besuchen. Ich habe hierzu nur negative Äußerungen gehört. Umgekehrt habe ich zur kanadischen Seite nur positive Rückmeldungen bekommen (und war selbst auch von dort aus da, und war ebenfalls begeistert).

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Entfernungen …
… Wir hatten damals einen Inlandsflug und haben uns erst in Buffalo ein Auto gemietet. Ich dachte mir noch, „sowas, die haben ja hier gar keine Kontrollen, das ist ja fast wie Busfahren“. Die Tür zum Cockpit war während des Fluges geöffnet, es war auch nur eine kleine Maschine - echt wie ein Bus.

Das mit den Kontrollen dürfte sich inzwischen geändert haben.

… Und ich dachte mir noch, „nein, ich fahr nicht auf die Sky Needle [in Toronto], die ist so dünn und spitzig, wenn die umfällt - ich fahr lieber auf’s World Trade Center, da passiert nichts“.

Tja. Nett waren nachher die Fragen von den Leuten, die nicht wussten, wohin ich reiste. „Wie war denn der Urlaub?“ - „Öhm, also, am Anfang war es ganz nett …“