Reisekaffeemaschine mit 24V kfz stecker an Akku/Powerbank anschließen?

Hallo zusammen,

ich habe meinem Onkel (Berufskraftfahrer) eine kleine Reisekaffeemaschine zu Weihnachten geschenkt mit einem 24V KFZ Stecker. Leider meinte er nun, dass wohl schon bei einigen Bekannten die Bordelektronik durch solche Geräte durchgeschmort wurde und möchte verständlicherweise kein Risiko eingehen.

Nach einiger Suche habe ich bisher leider nur eine sehr große und teure Akkukaffeemaschine gefunden. Deshalb nun meine Frage: Gibt es irgendeine Möglichkeit die Reisekaffeemaschine an eine geeignete Powerbank anzuschließen? Wenn ja, welche Stärke und welchen Ausgang braucht diese? Evtl. mit einem Adapter, der daraus einen USB-Anschluss macht?

Die Maschine wird angegeben mit 250 Watt Leistungsaufnahme und Verwendung nur mit mind. 16 A abgesicherter Versorgungsleitung. Sie brüht auch nur eine kleine Tasse auf, aber anscheinend wohl dafür noch relativ zügig :slight_smile:

Alternativ könnte ich sie wohl auch noch gegen die Version mit dem 12V kfz Stecker umtauschen, aber ob das besser ist? Vermute mal, da braucht das Tässchen selbst mit bestimmungsgerechtem Anschluss eine gute Stunde :smiley:

eventuell gibt es ja auch Maschinen mit geringem Verbrauch und USB-Anschluss, die sich eher eignen würden?

Also falls sich jemand auskennt, Infos zur Umsetzung, Empfehlungen und Tipps sind gerne gesehen :slight_smile: es bringt aber natürlich nichts, wenn es am Ende das Vierfache kostet :smiley:

Vielen Dank schonmal und frohe Weihnachten!

Hallo,
Den USB-Anschluss musst du leider vergessen: der ist für maximal 500 mA bei 5 V spezifiziert, kann also keinesfalls eine Kaffeemaschine versorgen. Und eine Powerbank für die erforderliche Leistung von über 10 A bei 24 V dürfte auch recht unhandlich sein! Und bei 12 V wären 250 W fast 21 A, da reichen wahrscheinlich die Anschlusskabel nicht mehr. Unverantwortlich, solche Geräte überhaupt zu verkaufen, die schon den Anschluss ans Bordnetz problematisch machen.

LG
SL99

Nicht unbedingt. Aber dann den doppelten Strom. Ich kann von solchen Geräten nur abraten, ebenso von 12V-Reisewasserkochern.

Eigentlich sollte eine 24V Dose und das Bordnetz das aushalten. Ich nehme an, dass es eher zu Problemen kam, weil die Kontakte in den Steckdosen schlecht waren und es dort lokal heiß geworden ist.

Bei 12V-Versionen wird sich die Brühezeit deutlich verlängern, auch da hast du das Problem, dass die „Zigarettenanzünder-Buchse“ eigentlich billiger Schrott ist und extrem heiß werden kann.

Ich würde vom Betrieb von Wärmegeräten am Bordnetz grundsätzlich abraten, oder aber auf bessere Verbindungen ausweichen. Ich hatte mal ne ziemlich fette Kompressorkühlbox, für die habe ich dann eine Neutrik Speakon Buchse im Auto eingebaut (das ist ein professioneller Steckverbinder für Beschallungstechnik) und Probleme mit wackeligem und heiß werdendem Stecker waren vergessen.

Powerbank? Ja, es gibt ja so 12V Koffer, mit denen man auch Starthilfe (sehr eingeschränkt) leisten kann. Das sind dann aber auch wieder nur 12V, wenig Kapazität im Akku und dieser unsägliche Zigarettenanzünderkontakt.

Die Autoelektrik wird immer komplizierter.
Aber diese wackeligen Stecker/Buchsen werden immer mehr genutzt.
Die Autoindustrie bekommt es nicht gebacken da mal einen ordentlichen Standard zu etablieren.
Das gleiche gilt für die Starthilfekabel. Warum gibt es da keinen zuverlässigen universellen Anschluss?
USB, das gleiche Dilemma. Stromversorgung ursprünglich für kleine Geräte gedacht, wird heute alles mögliche damit betrieben.
So, das musste mal wieder raus.

Motor dabei anlassen, Spannungswandler der den Anlaufstrom für ´ne normale Ka.-maschine abdeckt und damit dann den Kaffee kochen.
Bei meinen Afrikareisen hatte ich so´n Teil (1000 Watt). Damit ließ sich bei laufendem Motor der Kaffee kochen und ohne laufenden Motor für ca. 20 Stunden´ne 40 L Kompressorkühlbox betreiben. ramses90

Wie sähe es denn mit einer Autobatterie aus? Ließe sich die irgendwie anschließen? Die Powerbank muss auch nicht „handlich“ sein, sie stünde dann ja nur im LKW:)

Leider möchte er wirklich nichts am LKW direkt anschließen, da jegliche Schäden von ihm persönlich getragen werden müssen :confused:

Ja nee, is klar.
Die hat ja nun auch mal nur 12V, dazu ist sie sauschwer, mit Schwefelsäure gefüllt und hat offene Anschlüsse, die einen Schraubenschlüssel beim Drauffallen zum Glühen bringen.
Sowas stellt man sich nicht ins Führerhaus.

Ich habe auch schon davon gehört, dass man sich mit so einem starken Verbraucher die „Steckdose“ (also die Zigarettenanzünderbuchse) verhunzen kann. Buchse penibel sauber halten, Stecker immer fest einstecken, ab und zu die Kontakte reinigen, dann passiert auch nichts.

Am Ende ist es so:
Es gibt keine zuverlässige Möglichkeit, einen starken Verbraucher im Auto oder im LKW zu betreiben, weil die zur Verfügung stehenden Anschlüsse billiger Rotz sind.

Bordnetz und Steckdose vom LKW deines Onkels halten auf dem Papier die etwas mehr als 10A der Maschine problemlos aus und DU hast keinen Fehler gemacht, ihm das zu schenken. In der Realität sind die Kontakte aber auch mal schon etwas ausgeleiert, vielleicht ist da ein wenig Schmutz drauf - und dann kocht nicht das Wasser, sondern der Stecker.
Es ist ein Trauerspiel! Im LKW hat man eigentlich genug Power für so einen Kocher!

Ohje :smiley: ja gut, ich dachte nur daran, da ich schon von ein paar Beiträgen gelesen habe, in denen sich Leute daraus eine eigene „Powerbank“ bzw. Festivalstromquelle gebastelt haben. Ich vermute mal, da bringt dann auch kein Selbstgebasteltes Schutzgehäuse mehr was?

Zu dem Teil mit den Anschlüssen: tatsächlich wird genau diese Kaffeemaschine auch auf der Herstellerseite des LKWs als Zubehör verkauft. Und ich glaube auch, wenn man eine schriftliche Bestätigung des Herstellers bekommen würde, dass man solche Geräte daran betreiben darf und kann, dass mein Onkel dann nicht haften müsste. Dennoch ein zu großes Risiko für ihn.

Der Actros hat eine Powersteckdose. Da brauch man sich nur den Passenden Stecker besorgen und an die Kaffemaschine montieren.
Alternative Steckdosen gibt’s sicher auch bei MAN oder Scania usw.
Bei älteren Actros haben wir meistens eine andere Steckdose verbaut. Wenn regelmäßig die Wartung in einer Werkstatt durchgeführt wird, machen sie es unter Umständen auch günstig.

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Wenn er den Stecker und die Buchse sauber hält, den Stecker immer sorgfältig und feste in die Buchse steckt, jeweils nur eine Tasse heiß macht (also nicht immer wieder nachkippt und damit eine Art Dauerbetrieb erzeugt), den Stecker nicht unter Last (also während des Heizens) ein- oder aussteckt und ab und zu mal einen Hauch Kontakspray mit nem weichem Tuch in der Zigarettenanzünderbuchse verteilt, ist das Risiko quasi nicht existierend.

Nun gibts aber auch Kollegen, da wird auch bei lockerem Sitz des Steckers die Maschine unbedacht benutzt, Dreck und Staub sammeln sich, vielleicht schwappt auch mal etwas Flüssigkeit in die Buchse, ab und zu zieht man den Stecker während des Heizens - tja, dann schmort halt irgendwann die Buchse.

Oh! Es gibt etwas Vernünftiges?

Hast du bitte einmal einen Link?
Ich möchte im Laderaum von Caddy und T5 eine vernünftige Bordspannungssteckdose nachrüsten.
Ich hätte jetzt wieder den Neutrik SpeakOn Stecker benutzt, aber der steht so klobig ab.

hi,

https://www.google.com/search?q=magcode+powersystem&tbm=isch ?

grüße
lipi

Das ist so in etwa das, was beim Actors verbaut ist.

https://www.lima-shop.de/site/product_info.php/info/p475_MagCode-Power-Port-Pro-Buchse-25-A-12V-24V-PowerSystem-Pro.html?refID=1005&gclid=Cj0KCQiA0ZHwBRCRARIsAK0Tr-qlDuPdC0IVJFhc4nzn89WA4a5J9CoyB3dleOWjmOqrLlTEl8_oGJUaAqmNEALw_wcB

Hey danke für deine Antwort! Also mein Onkel Fährt den Iveco nicht als einziger und darf da auch nichts dauerhaft verbauen oder verändern. :confused:

Evtl beim nächsten werkstattermin mit dem Elektriker reden. Evtl kann er für nen AppelundEi ein kabel mit Stecker lose aus dem E-Fach legen.