Reisekosten Südamerika, Mittelamerika, Namibia

Hallo liebe Experten,
ich plane im März eine Reise mit meinem Schatz! Zur Auswahl stehen
momentan Südamerika, Mittelamerika oder Namibia!
Da die Reisekasse nicht soooo voll ist, bräuchte ich Tipps, wo ich denn
am günstigsten wegkomme?! :0)

Jetzt würde mich interessieren, welche Länder in Amerika am günstigsten
sind und wieviel ein Urlaub in Namibia bei einer Individualreise ca.
kosten würde? Hat da irgendwer vielleicht schon Erfahrung und hätte mir
da Infos?

LG
Misa

Hi,

Ich kann Dir nur was bzgl Namibia sagen: Wenn Du individuell unterwegs sein möchtest ist der Größte Kostenfaktor das Leihauto. Du solltest dort auch einen Geländewagen nehmen, damit Du auch da hin kommst wo Du hin willst.
Bei der Ausrüstung kommt es darauf an wechler Komfort gewünscht ist.

Ich war 5 Wochen im südlichen Afrika (vor 3 Jahren) unterwegs (Südafrika, Namibia, Botswana, Mozambique und Zimbambwe), allerdings mit einer dort lebenden Frau zusammen in deren Pajero mit Dachzelt. Zum Flug habe ich noch grob 1000 Euro verbraucht (allerdings wäre es mit deutlich weniger gegangen wenn Madame nicht immer ein Camp mit Pool haben musste)

Amerika wird deutlich günstiger sein und da gibt es in den meisten Regionen auch ein brauchbares Transportwesen das Dir in Namibia fehlt. Dort wären allerdings Spanischkenntnisse angebracht.
Grüße
M

Preisvergleich-Achtung lang!
Hallo Marisa,

Zu Namibia kann ich dir leider nichts sagen, wenn es allerdings preislich
ungefähr wie Südafrika liegt, bist du evtl. mit Südamerika preiswerter dran. Das
ist jetzt natürlich ein schwieriger Vergleich, vor allem weil du auch nicht
genau gesagt hast welches südamerikanische Land dir vorschwebt und was du dort
unternehmen möchtest. Meine Erfahrungen sind folgende:
Südafrika: In den Großstädten (Cape Town, Johannesburg, Durban) ist es in den
letzten Jahren teurer geworden, ist zwar immer noch billiger als Deutschland,
kann aber z. B. mit Brasilien nicht mithalten. Ich persönlich würde allerdings
lieber nur 8 Tage in Südafrika (oder von mir aus Namibia) verbringen, als 14
Tage in Brasilien. Wenn du außerhalb der Saison unterwegs bist, findet man z. B.
in den Küstenregionen sehr preiswerte ordentliche Unterkünfte und die
Verpflegung ist auch bezahlbar.
Brasilien: Ob es einem in Brasilien gut gefällt, hängt m. E. ganz davon ab, was
man dort zu tun gedenkt. Preiswert ist es (in Rio bezahlst du allerdings
„Gringopreise“) und es gibt auch ganz schöne Gegenden. Allerdings finde ich
Brasilien abgesehen von ein paar landschaftlich reizvollen Ecken und dem
Nachtleben sterbenslangweilig. Die Infrastruktur ist aufgrund der meist eher
armen Bevölkerung schlecht. Es gibt zwar Busse und Transportmittel, aber es gibt
keine „Freizeitindustrie“. Das klingt jetzt blöde und ich zähle wirklich nicht
zu den Leuten, die eine Robinsonclub-5-Sternehotel-All-inclusive-Betreuung
brauchen, ganz im Gegenteil, aber in Brasilien wird es - je nach dem wo du bist

  • schon schwierig eine Autovermietung zu finden oder irgendeine organisierte
    Wandertour oder sowas zu machen. Und wenn du nicht ein paar Brocken
    portugiesisch oder wenigstens spanisch sprichst, bist du (außer in Rio) auch
    ziemlich aufgeschmissen.
    Chile: Chile ist sehr schön, aber nicht ganz so preiswert. Santiago fand ich
    groß, laut und schmutzig, das Umland ist allerdings sehr reizvoll, besonders die
    Andenregion hat mir super gut gefallen. Chile gilt als das sicherste Reiseland
    Südamerikas und man kann problemlos mit einem Mietwagen oder mit dem Bus das
    Land erkunden. Touristisch ist es auch gut erschlossen, man findet leicht
    Unterkünfte, allerdings ist es auch von Vorteil etwas spanisch zu können. Chile
    ist allerdings auch nicht so preiswert wie z. B. Brasilien.
    Kolumbien: Als Reiseland nicht wirklich zu empfehlen, da sehr gefährlich. Ich
    hatte dort zweimal je 3 Tage Aufenthalt(wg. Zwischenlandung), sonst wäre ich
    nicht freiwillig dorthin gereist. In Bogota sind die Preise ungefähr so, wie
    hier vor der Euro Umstellung. Nur Schuhe und Klamotten sind um einiges
    preiswerter. Allerdings kann man die Stadt nicht verlassen, sonst geht man ein
    ziemlich großes Risiko ein entführt, ausgeraubt oder (wie mir eine Einheimische
    berichtete) vergewaltigt zu werden. Ist sehr schade, denn Kolumbien sieht aus
    der Luft sehr schön aus. Aber ich hoffe mal, dass Kolumbien nicht auf
    eurer Liste steht - ansonsten rate ich davon dringend ab.
    Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen bei deiner Entscheidungsfindung
    behilflich sein.

Gruß, Maja

Hallo Marisa!

Dann gebe ich jetzt mal meinen Mittelamerika-Senf dazu.
Ich war 2003 für ca. 6 Wochen in Mexiko, Guatemala, Honduras, El Salvador und Belize. Traumhaaaaaft! Immer mitm Bus durch die Gegend gejuckelt und unsere Schlafgelegenheiten reichten von Strandhütte über Hotel bis Stundenhotel (tja, zu spät gemerkt…).
Ich habe alles in allem ca. 1300 Euro bezahlt inkl. Flug.
Es war auf jeden Fall großartig und ich kann es nur jedem empfehlen!
Klar ist es hilfreich wenn man Spanisch kann, aber es geht auch ohne. Gerade in Belize und auch die Karibikküste entlang wird sowieso eher Englisch gesprochen. Und solange man klarmachen kann, dass mein kein Gringo ist…
Es gibt eben Dinge auf die man achten sollte oder die man meiden sollte (im Dunkeln mitten im Dschungel die Grenze überqueren…), ganz egal ob man Spanisch kann oder nicht. :smiley:
Oder vorher noch schnell ein paar Lektionen an der Uni oder Volkshochschule mitmachen und ab gehts! Mein Spanisch war echt grotten schlecht als ich dort ankam und ist im Laufe der 6 Wochen echt ganz ok geworden. (Jetzt ist leider wieder fast alles weg).
Wenn du noch mehr Einzelheiten wissen möchtest, kannst du mich gerne anmailen.

Liebe Grüße
Artemis

Hallo,
In Brasilien gibt es den Amazonas mit sehr gut organisierten Touristenausflügen . Dies ist ein unvergessliches Erlebnis und nicht teuer. Wer das alslangweilig ansieht, muss selbst eine sehr langweilige Person sein.
Mfg Wolf.

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@Wolf

Hallo,
In Brasilien gibt es den Amazonas mit sehr gut organisierten
Touristenausflügen .

Hallo,
Ich habe ja nicht geschrieben, dass man in Brasilien gar nichts unternehmen
kann.
Allerdings ist es meiner Meinung nach im Vergleich zu den anderen genannten
Ländern recht wenig. Und es kommt ja auch auf die Interessen des Reisenden an.
Deiner Visitenkarte konnte ich entnehmen, dass du in Campinas lebst. Würdest du
einem Touristen ernsthaft einen Aufenthalt in dieser Region empfehlen??? Da gibt
es ja tatsächlich ein paar nette Inselchen an der Küste, aber die touristische
Infrastruktur dort…naja.

Dies ist ein unvergessliches Erlebnis und
nicht teuer. Wer das alslangweilig ansieht, muss selbst eine
sehr langweilige Person sein.
Mfg Wolf.

Also ich war noch nie am Amazonas und ich habe auch nicht behauptet, dass ein
Ausflug dorthin langweilig ist. Allerdings ist der Amazonas in Brasilien nicht
allgegenwärtig und was ich während meiner 3 Reisen in diesem Land gesehen habe,
hat mich -bis auf einige nette Landschaftseindrücke- ehrlich gesagt ziemlich
enttäuscht. Natürlich habe ich nur meine ganz persönlichen Preis- und
Reiseerfahrungen geschildert und vielleicht war ich ja auch immer an den
falschen Orten in Brasilien, dann bin ich halt ein Langweiler, ist mir auch
egal…
MfG Maja

Hallo Maja,
Brasilien ist eines der schönsten Länder der Welt, nicht nur wegen seiner enormen Größe und landschaftlichen Vielfalt, sondern ganz besonders wegen dem Lebensstil der Menschen.
Es gibt 2 Möglichkeiten in Brasilien Urlaub zu machen, 1. Wenn man sich nicht auskennt, sollte man sich mit einer Reisegesellschaft und einem Reiseführer das Land zeigen lassen. 2. Wenn man etwas portugiesisch spricht, dann ist einfacher.
Für Strandliebhaber haben wir 8000 Km Küste. Im Süden kann ich Florianopolis empfehlen, eine Insel die vom Wassersport zum Nachtleben alles bietet. Im Norden gibt es ähnliches ab der Insel Comandatuba bei Ilieus bis nach Natal. Ein Menge Ressorts für Touristen, man findet dort sehr viele Europäer. Wer sich die noch bestehenden Naturwunder ansehen will,. für den gibt es den Mao Grosso und den Amazonas. Wer wandern will kann in Minas Gerai und im Süden vom Bahia die schönsten Wasserfälle und Hohlen aus der Steinzeit bewundern.
Wer hierher kommt um ein aufregendes Nachtleben zu erleben, hat in allen Städten de Küste ein volles Angebot. Mit einer Ausnahme, Rio de Janeiro ist im Bürgerkrieg und kann deshalb nicht empfohlen werden. Brasilien ist ein Kulturmuseum aller Rassen dieser Welt. Du kannst Originalstädte besuchen wie sie vor100 Jahren in Russland, Finnland Pommern, Schwaben, Japan, etc. bestanden. Und dies nicht künstlich, nein die Menschen haben einfach ihren Lebensstil so beibehalten.
Campinas ist eine Universitätsstadt mit über 2 Mio. Einwohnern mit einem sehr aktiven kulturellem und Studentenleben.
Wer unorganisiert hierher kommt hat die Möglichkeit all dies, je nach seinen Interessen mit einer de vielen Brasilianische Reiseorganisationen zu organisieren.
MfG Wolf.

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Namibia
Hallo,

ganz grob folgende Kosten für Namibia in Euro:
Flug: 800 - 1000
Mietwagen je Tag: 50 - 150 (je nach Versicherung, ob neu oder alt und ob Golf-Klasse oder Geländwagen mit Campingausrüstung)
Unterkunft je Nacht: Camping 10 - 20
Farm/Lodge/Hotel: ab 50 (i.d.R. deutlich mehr)
Essen: bei Selbstversorgung etwa wie hier
Restaurants etwas günstiger als in D
Außerdem: Benzin, Eintritte für Parks/Permits, ggf. Impfungen etc.

LG
Osso

offt topic: Rio de Janeiro ist im Bürgerkrieg
oî Wolff

Mit einer Ausnahme, Rio de Janeiro ist im Bürgerkrieg
und kann deshalb nicht empfohlen werden.

hast Du zufällig ein paar Links zu dieser Aussage?
habe nur vor längerer Zeit (war - glaube ich - etwa 2005) mitbekommen, dass dort Reisebusse überfallen wurden; über die aktuelle Situation habe ich derzeit keinerlei Infos

muito grato
ED
(Ex-Paulista)

Hallo Maja,
Brasilien ist eines der schönsten Länder der Welt, nicht nur
wegen seiner enormen Größe und landschaftlichen Vielfalt,
sondern ganz besonders wegen dem Lebensstil der Menschen.

Hallo Wolf,
über Geschmack kann man ja bekanntlich streiten aber ich war schon auf
sämtlichen Kontinenten in sehr sehr vielen Ländern dieser Erde und Brasilien
rangiert auf meiner Liste nicht sehr weit oben. Mein Freund, der schon ungefähr
1000 Mal in Brasilien war(fliegt Langsrecke für eine europäische Airline und
auch recht häufig nach Brasilien) sieht das übrigens genauso. Die Gründe kann
ich gern mal aufzählen: Die großen Städte sind meist schmutzig, gefährlich und
überteuert. Das Nachtleben ist ja wirklich ganz nett aber: Wir gehen abends aus
und ständig wird mein Freund von irgendwelchen Nutten angemacht, die es
überhaupt nicht interessiert, dass ich daneben stehe. Mein Freund bekommt
schlechte Laune, weil er ständig angegrabbelt wird und rumdiskutieren muss und
ich bin auch nicht begeistert. Natürlich tun diese Frauen mir irgendwo leid,
denn sie brauchen wohl dringend Geld und haben anscheinend keine andere Wahl
aber: ES NERVT. (geschehen in Curitiba, angeblich eine von Brasiliens
Vorzeigestädten). Meine Erfahrung mit organisierten Ausflügen: Man findet kaum
Anbieter und es wird NUR portugiesisch gesprochen. Ich spreche fließend
englisch, sehr gut französisch und halbwegs passabel spanisch. Damit bin ich bis
jetzt überall -ausser in Brasilien - sehr gut zurecht gekommen. Natürlich könnte
man jetzt auch anders argumentieren und sagen: Dann lern halt portugiesisch -
aber darum geht es ja gar nicht. Es geht hier um einen Vergleich mit anderen
Ländern, deren Einwohner mit Sprachen deutlich flexibler sind.

Es gibt 2 Möglichkeiten in Brasilien Urlaub zu machen, 1.
Wenn man sich nicht auskennt, sollte man sich mit einer
Reisegesellschaft und einem Reiseführer das Land zeigen
lassen. 2. Wenn man etwas portugiesisch spricht, dann ist
einfacher.

Für Strandliebhaber haben wir 8000 Km Küste. Im Süden kann ich
Florianopolis empfehlen, eine Insel die vom Wassersport zum
Nachtleben alles bietet.

Ja, kenne ich, aber dann muss man sein Wassersportgerät schon selber mitbringen,
den einen Surfbrettverleih habe ich dort vergebens gesucht…

Campinas ist eine Universitätsstadt mit über 2 Mio.
Einwohnern mit einem sehr aktiven kulturellem und
Studentenleben.

Campinas ist ja für brasilianische Verhältnisse eine recht saubere ordentliche
Stadt, aber Ausflugsmöglichkeiten sind nun sehr begrenzt. Ok in der Stadt gibt
es dieses gigantische Einkaufszentrum und den netten Park wo man Kokosnüsse
kaufen und austrinken kann, abends kann man schön essen gehen aber ich habe
vergeblich sämtliche auffindbaren Prospekte über die Stadt nach
Sehenswürdigkeiten durchsucht. Man kann natürlich an die Küste fahren/fliegen
und tagelang am Strand spazieren gehen - aber das war leider auch schon alles.
Was soll man bitte 2 Wochen lang in Campinas machen??? Und dann noch mit kleinem
Budget, wie Marisa das plant.

Wer unorganisiert hierher kommt hat die Möglichkeit all dies,
je nach seinen Interessen mit einer de vielen Brasilianische
Reiseorganisationen zu organisieren.

Ja, aber leider muss man dafür auch portugiesisch können, denn auch bei den
Reiseorganisationen spricht fast niemand eine Fremdsprache…

MfG Maja

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Óla ED,
Links über die Situation in Rio kenne ich nicht, die hiesigen Informationen stammen aus den täglichen TV Nachrichten in denen die Gefechte zwischen Polizeitruppen mit Panzerwagen und den Drogenhändlern gezeigt werden. Da dies in einem dicht bewohnten Gebiet passiert kommen außer Polizisten und Banditen hauptsächlich Kinder und ab und zu ein Tourist ums Leben. Im Durchschnitt kann man sagen werden dort zwischen 3 und 5 Menschen täglich erschossen. Verletzte und Überfallene werden nicht mehr statistisch erfasst, dies ist zur Routine geworden.
Abraços, Wolf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Hallo liebe Experten,
ich plane im März eine Reise mit meinem Schatz! Zur Auswahl
stehen
momentan Südamerika, Mittelamerika oder Namibia!
Da die Reisekasse nicht soooo voll ist, bräuchte ich Tipps, wo
ich denn
am günstigsten wegkomme?! :0)

Was ist denn drin…?

Jetzt würde mich interessieren, welche Länder in Amerika am
günstigsten
sind

Naja, Nicaragua ist schon sehr „günstig“, aber halt auch ein derbes Pflaster.
Vor Chavez war ich ein paarmal in Venezuela. Das war richtig günstig, wunderschön und sicher.
Ab und an bin ich in Costa Rica.
Das Land kann ich wärmstens empfehlen. Die Preise sind recht günstig, die Infrastruktur verhältnismässig gut bis erstklassig, die Leute toll und die Landschaft sehr interessant.
Urwald, Vulkane, Städte, Strand. Alles da.
Flug ca. 750 mit Iberia (absolut nicht empfehlenswert) und 850 mit Condor (bestens).
Wohnen kann man dort von 10 - 500 Dollar.
Ein Bustickt von San Jose nach Flamingo (Hauptstadt zum Strand, ca. 350 KM) kostet 5 - 25 USD.

und wieviel ein Urlaub in Namibia bei einer
Individualreise ca.

Südafrika und Namibia sind mit Sicherheit deutlich teurer als Mittelamerika. Allein schon wegen der Flüge.

Grüße,

Mathias

Vielen herzlichen Dank für …

… all euere Antworten! Hat mir schon sehr viel geholfen, die
Entscheidung wohin es geht, ist zwar immer noch nicht getroffen :0)
aber wir sind jetzt schon ein gutes Stück weiter!

Dankeschön

LG
Misa