Reisekrankheit?

Hallo,

unser Sohn (4 Jahre) hat seit ca 1/2 Jahr Probleme mit längeren Autofahrten (> 1 Stunde). Früher ist er gerne und ohne Probleme auch längere Strecken mitgefahren (mit Pausen natürlich) aber seit einigen Monaten wird er nach ca 1/2 Stunde quengelig und später wird ihm schlecht, er jammert und zwei mal musste er sich auch übergeben.

Wir machen daher schon mehr Pausen und diese auch länger als sonst, er bekommt vorher nur leichte Kost zum essen und er hat auch Spielzeug etc. zur Abwechslung aber so richtig gut ist es noch nicht.

Wir scheuen uns ein wenig jetzt gleich Reisemedizin zu geben - sind zumindest im Zweifel ob man da gleich mit Medizin ran muss oder ob es sonst noch Möglichkeiten gibt (Baldrian, Kamille, …) ???

Danke

cu
Klaus

Hi,

also ich kenne viele den hinten im Auto schlecht wird (Erwachsene wie auch Kindern) und hatte mal unseren HNO Arzt darauf angesprochen, da ich meine gelesen zu haben, dass es etwas mit dem Gleichgewichtssinn zu tun hat.

Unser Arzt meinte, dass es völlig normal ist sobald man nicht einen weit entfernten Punkt vor sich hat den das Auge in Ruhe verarbeiten kann. (kenne einige vielleicht auch vom Karussellfahren).

Unser HNO Arzt meinte das man diese Art der Übelkeit mit regelmäßigen „Training“ wegbekommt (vielleicht hat sich ja in eurem Fahrverhalten etwas geändert und ihr fahrt jetzt weniger mit dem Auto?). Oder was auch helfen soll, ist die Sicht nach vorne zu ermöglichen.

Persönlich glaube ich eher das letzteres hilf da es mir genauso geht, sobald ich längere Strecken im Auto oder Bus fahre und nicht in der ersten Reihe sitze, wird mir schlecht.

Viele Grüße
Me

Hallo Klaus,

unser Sohn (4 Jahre) hat seit ca 1/2 Jahr Probleme mit
längeren Autofahrten (> 1 Stunde). Früher ist er gerne und
ohne Probleme auch längere Strecken mitgefahren (mit Pausen
natürlich) aber seit einigen Monaten wird er nach ca 1/2
Stunde quengelig und später wird ihm schlecht, er jammert und
zwei mal musste er sich auch übergeben.

außer meinem Lieblingsrat: „Bahnfahren auf größeren Strecken“ (Auto vertrage ich selber nicht mal auf dem Beifahresitz, gefahren bin ich ja schon lange nicht mehr) ein Tipp:

Wir scheuen uns ein wenig jetzt gleich Reisemedizin zu geben -
sind zumindest im Zweifel ob man da gleich mit Medizin ran
muss oder ob es sonst noch Möglichkeiten gibt (Baldrian,
Kamille, …) ???

Mein letztes Reisemedikament war ein Kaugummi (mit Wirkstoff), wobei in der Beschreibung stand, dass kräftig gekaut werden solle, da dies die Wirkung unterstützt. Bei dem Kind könntest Du es ja mal mit dem Kaugummi ohne Wirkstoff versuchen, die Kaubewegungen sollen zu Entspannungen als Ausgleich für das ziemlich unkontrollierte Geschaukel im Ohr und Gleichgewichtsorgan sorgen.

Gruß, Karin

Hallo Klaus,
meine Mutter war 42 Jahre Lehrerin in der Grundschule, also 2-3 Klassenfahrten pro Jahr. Gegen Reisekrankheit hatte sie Placebos, die feierlich vor jeder Busfahrt verteilt wurden.
Hat auch immer geholfen.
Grüße
Almut

Hallo,

da ich früher unter diesem Problem auch immer zu leiden hatte: Die üblichen Kaugummis sind schon eine gute Hilfe und ich hätte da nicht so die Bedenken, wenn es sich auf gelegentliche Nutzung beschränkt.

Ansonsten: Tabu ist Lesen/Bilderbücher oder sonstige Beschäftigungen bei denen man sich auf bewegliche Dinge vor der eigenen Nase konzentrieren muss. Mittelsitz mit Blick nach vorne ist gut, wenn auch natürlich die Gurte dort ein Problem sind. Blick aus dem Seitenfenster geht aber auch. Frischluft und nicht zu warmes Klima helfen auch.

Damals, vor Gurtpflicht bin ich auch gerne mal im Fußraum verschwunden und habe dann mit dem Oberkörper auf dem Sitz geschlafen. Kann man aber heute aus Sicherheitsgründen nun mal nicht mehr machen.

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Mir wurde es als Kind auch immer fürchterlich schlecht auch schon bei kürzeren Autofahrten.

Das Einzige was mir wenigstens halbwegs geholfen hat, war viel frische Luft und immer freier Blick nach vorne.
Ich durfte auf gar keinen Fall zur Seite aus dem Fenster sehen oder gar nach unten (wie zB. beim Lesen) Sobald ich meinen Blick auch nur einen Moment abschweifen ließ, war die Übelkeit da und zwar so, dass ich dann den ganzen Tag zu nichts mehr zu gebrauchen war :frowning:

Irgendwann haben sich meine Eltern dann mal in der Apo beraten lassen und Tabletten gegen Reisekrankheit/Reiseübelkeit besorgt. Vielleicht lasst Ihr Euch da auch mal beraten.

Das mildeste Mittel das ich gegen Reiseübelkeit kenne ist Ingwer, schau doch mal hier:
http://www.viviano.de/ak/Magazin-alternative-Medizin…

Vielleicht würde das schon reichen.

Ich war jedenfalls heilfroh, dass ich dann nicht nach jeder längeren Tour wie ein Schluck Wasser in der Kurve nach der Fahrt aus dem Auto aussteigen mußte.

Gruß
Maja

Unser HNO Arzt meinte das man diese Art der Übelkeit mit
regelmäßigen „Training“ wegbekommt

Na, der Arzt scheint in seinem Leben noch nicht wirklich unter Reisekrankheit gelitten zu haben.
Mir wird noch heute, mit 50 Jahren, als Beifahrer im Auto oder im Bus übel.
Da Kinder sehr ungern Tabletten schlucken (Rodavan hilft sehr gut), würde ich auch Reisekaugummis empfehlen, die den gleichen Wirkstoff in abgeschwächter Form enthalten.

VG Renate

Hallo Klaus,

in unserer Familien schwören wir seit Jahren auf das sogenannte Seaband gegen Reisekrankheit. Das ist ein Gummiband mit einem dicken Knopf, das man über das Handgelenk streift, mit dem Knopf auf die Arminnenseite. Da befinden sich ein Akupressurpunkt, der massiert der aufkommenden Übelkeit entgegenwirkt. Hier ein paar Links:

Der Text des folgenden Links ist unter „Seaband“ zu finden.
http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,AAFEF9A…

So sieht das Band aus. Kann man aber auch mit einem Druckknopf selber basteln.
http://www.segelservice.com/html/artnr/199990110.html

Und mir selbst hat schon Homöopathie geholfen, z.B. Cocculus
siehe hier: http://www.vitanet.de/homoeopathie/mittel/cocculus/

Grüße
Ricarda

Hallo Klaus,
ich bin ebenso auf der Suche, wie Du.
Mein 5jähriger schafft keine 10 Minuten im Auto.
Er übergibt sich auch im ICE - das zu dem Bahnfahrtipp von Karin :smile:

Ich habe auch schon mal bei www wegen dieser Reiseübelkeit gepostet:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/f

Fand damals den Tipp „wilder Fenchel“ von Enni ganz interessant, bin dem aber noch nicht nachgegangen, da wir derzeit einfach nicht so mobil sind.
Bisher hatte ich ihm (nach dem Versagen der homöophatischen Globuli Cocculus und Tobaccum) dann immer Vomex-Zäpfchen oder aber (ein vor der Reise mit dem Messer halbiertes) Superpep-Kaugummi (gleicher Wirkstoff) gegeben.

Gute Fahrt,
Claudia

Guter Tipp. Werde ich auch mal ausprobieren.

Renate

Hallo Klaus,
meine Mutter war 42 Jahre Lehrerin in der Grundschule, also
2-3 Klassenfahrten pro Jahr. Gegen Reisekrankheit hatte sie
Placebos, die feierlich vor jeder Busfahrt verteilt wurden.
Hat auch immer geholfen.

…mir auch, ich bekam in dem Alter Vitraletten (so kleine Traubenzuckerplättchen), keine Ahnung, ob es die heute noch gibt.
Sehen aus wie Tabletten und Traubenzucker hilft ja auch tatsächlich ein bißchen gegen Übelkeit aus Kreislaufgründen.

*wink*
Sonja

Hallo claudiam,

ich bin ebenso auf der Suche, wie Du.
Mein 5jähriger schafft keine 10 Minuten im Auto.
Er übergibt sich auch im ICE - das zu dem Bahnfahrtipp von
Karin :smile:

ICE vertrage ich auch nicht. Die neuesten Strecken bei Montabaur und von München nach Nürnberg haben sogar einen Knick hinter/vor einem Tunnel, nach dem mein Magen an der Decke hing.

Ich fahre schon aus dem Grund kaum ICE, weil der mein Fahrrad nicht mitnimmt.

Superpep-Kaugummi (gleicher Wirkstoff) gegeben.

Damit habe ich einmal mehr schlecht als recht eine Busreise überstanden. Da habe ich ja auch die schlaue Bemerkung, es erst mal mit einem Kaugummi ohne Wirkstoff zu versuchen, da ja die Kaubewegung ein Teil der Therapie ist.

Gruß, Karin