Reiserücktritt

Sehr geehrte Damen und Herren,
wer kann mir weiter helfen. Aufgrund der Situation in der Türkei wollte ich von meiner gebuchten Reise zurück treten. Leider zahlt meine Reiserücktrittsversicherung aufgrund der Bombenanschläge in der Türkei nicht. Beim Veranstalter steht in den Reisebedingungen das aufgrund von Unruhen im Land von der Reise zurück getreten werden kann. Der Veranstalter behält sich allerdings vor eine Entschädigung zu verlangen. Nun will mein Veranstalter eine Entschädigung in Höhe der normalen Storno Kosten haben. Wozu gibt es denn überhaupt diesen Punkt in den Reisebedingungen? Wer kann mir sagen wie ich am kostengünstigsten aus der gebuchten Reise über diesen Veranstalter heraus komme? Ein vergleichbares Angebot habe ich leider nicht gefunden da wir mit Kleinkind reisen wollten fällt die Auswahl hierbei natürlich auch nocht schwerer. Wer Tips hat für mich kann mir diese gern schreiben. Vielen dank im voraus! Danke!

Hi Christian,

die Reiserücktrittskostenversicherung bezahlt tatsächlich nur bei Krankheit der Reisenden oder derer naher Angehöriger sowie bei „Schaden am Eigentum“ (Hausbrand o.ä.).

Mittlerweile hat sich bei den deutschen Reiseveranstaltern eingebürgert, einen kostenlosen Rücktritt wegen Terrorgefahren dann anzubieten, wenn das Auswärtige Amt http://www.auswaertiges-amt.de eine eindeutige Reisewarnung für dieses Land ausspricht. Andere Gründe werden normalerweise nicht akzeptiert. Ich sage es mal so: Irgend eine Institution muß halt auch festlegen, wann der Krisenfall eintritt und wann nicht. Aufgrund der Medienberichte kann das Niemand tun.

Es gibt nun m.E. zwei Möglichkeiten: Entweder Ihr bucht in ein anderes Land um, was normalerweise gegen eine Gebühr oder sogar kostenlos möglich ist oder aber Ihr storniert gegen Gebühr und bezahlt die auch mit dem Hinweis, dass Ihr gerne eine Gutschrift des Stornobetrages hättet, wenn Ihr bei dem Veranstalter eine Neubuchung macht. Diese Kulanzregelung werdet Ihr aber nicht bestätigt bekommen. Ihr könnt nur bei der Neubuchung darauf hinweisen und hoffen, dass es klappt.

Frag doch mal Dein Reisebüro nach diesen Lösungen. Die helfen Dir sicher weiter.

bye
Rolf

Hi,

besser als Rolf kann man es nicht beschreiben, da gibt’s nix hinzuzufügen.

Trotzdem, ganz wertfrei, die Nachfrage: Was meinst Du mit „Situation in der Türkei“? Es gab da zwar letztens einen kleineren Bombenanschlag, aber deswegen ist ja noch nicht gleich das ganze Land unsicher. Mich wundert ein wenig daß Du dieses schon als Grund für eine Stornierung der Reise nimmst. Denn eine echte Terrorgefahr oder Unruhen drohen in der Türkei ja wohl wirklich eher nicht, sodaß ich die Position Deines Reiseveranstalters nachvollziehen kann.

Gruß,

MecFleih

Hey MecFleih!

Trotzdem, ganz wertfrei, die Nachfrage: Was meinst Du mit
„Situation in der Türkei“? Es gab da zwar letztens einen
kleineren Bombenanschlag, aber deswegen ist ja noch nicht
gleich das ganze Land unsicher.

Einen kleinen? Das waren mehrere und das mit ner ganzen Menge Verletzter und Toter!

Mich wundert ein wenig daß Du
dieses schon als Grund für eine Stornierung der Reise nimmst.
Denn eine echte Terrorgefahr oder Unruhen drohen in der Türkei
ja wohl wirklich eher nicht, sodaß ich die Position Deines
Reiseveranstalters nachvollziehen kann.

Das sieht das auswärtige Amt aber anders! http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/l…
Ist zwar nur ein Sicherheitshinweis, keine Reisewarnung, aber immerhin!
Und man sollte doch verstehen, wenn die Leute Angst davor haben.

xxx,
Nic

Hallihallo,

mit der Diskussion bin ich fast täglich konfrontiert. Es gibt definitiv keinen Königsweg. Wer sich unwohl fühlt sollte stornieren, wer sich gut dabei fühlt soll reisen.

Dazu kommt natürlich noch die Frage nach der Art des Urlaubs: Eine Woche in einem Robinson Club, am A*** der Welt und nur über Schotterpiste erreichbar, ist warscheinlich sicherer als eine Woche in einem Stadtnahen Hotel der 3-Stern Kategorie mit kurzer Zufahrt und maximalem Aufmerksamkeitsfaktor. Rundreisen bewerte ich dann noch einmal anders.

Persönlich bin ich da Fatalist. Auf meinem Arbeitsweg (40 km Autobahn einfach) bin ich täglich stärker gefährdet als im Urlaub in der Türkei.

bye
Rolf

p.s. Rechtschreibfehler ausgebessert, wer noch welche Findet hat Pech gehabt :smile: