Reitgewicht bei schettlandponys

Gedanken zum Shetland Pony

das problem ist,wenn er langeweile bekommt,sucht er sich seine
beschäftigung und wird frech,wofür shettys auch sehr bekannt
sind.
am boden ist er lieb,aber haut manchmal ab.da ich mit ihm
arbeite,merk ich,dass er dann mir gegenüber auch anders
reagiert.

Hallo,

Shetland Ponies sind meiner Meinung nach die am meisten missverstandene Ponyrasse, die es gibt. Sie sind extrem schlau und anpassungsfähig. Der schlechte Ruf der Shetties (frech, starrsinnig…) resultiert meist daraus, dass sie nicht wie ein vollwertiges Pferd/Pony behandelt werden - nein, die meisten Leute schaffen sich für die Kinder ein Shetty zum „rasenmähen“, füttern und knuddeln an. Die Ponies werden total inkonsequent behandelt und verwöhnt und mutieren bald zu kleinen Ekeln. Wenn man ein Großpferd mal 2 Monate so behandelt, wie es meistens mit Shetties geschieht (immer nur mit Leckereien vollstopfen, ihm alles durchgehen lassen und es auch weder geistig noch körperlich auslasten), wird man sein blaues Wunder erleben. Das Shetty wird leider oft zum Meerschweinchen deklassiert (klein, süß und harmlos).
Bei uns im Stall ist ein Shetty, welches regelmäßig von Kindern geritten wird (Bahn und Gelände), eine gute Erziehung hatte und genauso behandelt wird, wie alle anderen Ponies/Pferde auch. Er zeigt in der Herde super Sozialverhalten und wird von allen anderen Pferden bestens akzeptiert. Er ist mutig, gewitzt und denkt sich natürlich manchmal (recht harmlosen) Blödsinn aus. Ich würde ihm aber nie Frechheit unterstellen. Er ist einfach sehr schlau. Zum Beispiel hat er 3 spezielle Freunde in der Herde. Wenn diese drei Pferde von der Weide oder vom Paddock geholt werden, bleibt er auch nicht da - egal wie viele Pferde noch auf der Weide sind. Er kommt immer irgendwie durch den Zaun (obwohl der eigentlich recht shettysicher ist und Strom ist ihm sowieso egal. Allerdings läuft er einem immer ganz brav bis zum Stall hinterher (er holt uns dann meistens kurz vorher ein…)und lässt sich problemlos einfangen. Inzwischen nehmen wir ihn immer sofort mit, weil er ja sonst sowieso durch den Zaun rennt. Auch ist er der beste Lehrmeister für die Kinder. Ist ein Kind unaufmerksam, lässt er sich sofort irgendetwas einfallen. Meist dreht er dann auf dem Reitplatz plötzlich ab, stiefelt in die Mitte und bleibt dort stehen. Mit einem aufmerksamen Kind macht er solche Sachen nie. Er hat schon einigen Kindern die Angst vorm ersten Galopp genommen und er ist im Gelände (allein und in der Gruppe) absolut lieb und brav. Aber er wird wie ein richtiges Pony/Pferd behandelt und ernst genommen - und da liegt der Unterschied.
Ich habe ihn mal Korrektur geritten, weil wir erreichen wollten, dass er besser vorwärts-abwärts läuft. Da habe ich gemerkt, wie gelehrig er ist. Er hat extrem schnell kapiert, was ich von ihm wollte und er hat willig alles angenommen.
Ich kann mich nur wiederholen: Shetties sind nicht stur und frech - sie sind schlau und sie dürfen nicht wie ein Kuscheltier behandelt werden.
Such dir doch ein leichtes, gut reitendes Kind und lass es das Pony unter deiner Aufsicht reiten Bring dem Pony Zirkuslektionen bei, oder arbeite es an der Doppellonge. Das macht mit Shetties wirklich Spaß, weil sie so gelehrig sind.

Gruß, Maja

3 Like

Beistellpony

Das bezweifle ich, nach Deiner Anfrage aber sehr! Außerdem
frage ich mich, warum ein Leben auf der Weide, ohne
Arbeitsbelastung, für ein Pferd schädlich sein sollte? Ich
kenne etliche Beistellponys, bzw. unreitbare Pferde die
tagtäglich genau dieses tun.

Hallo,

Ponies (besonders die englischen Rassen) kommen meist aus sehr kargen Gegenden. Einfach auf der Weide rumstehen und den ganzen Tag fressen führt bei vielen schnell zu Verfettung und in Folge dessen zu Eiweißüberschuss und Hufrehe. Unsere Wiesen hier in Deutschland sind halt meistens für leichtfuttrige Ponies viel zu fett. Diese Beistellhaltung kann mit so einem Pony schnell ins Auge gehen.

Gruß, Maja

Hallo,

Ponies (besonders die englischen Rassen) kommen meist aus sehr
kargen Gegenden. Einfach auf der Weide rumstehen und den
ganzen Tag fressen führt bei vielen schnell zu Verfettung und
in Folge dessen zu Eiweißüberschuss und Hufrehe. Unsere Wiesen
hier in Deutschland sind halt meistens für leichtfuttrige
Ponies viel zu fett. Diese Beistellhaltung kann mit so einem
Pony schnell ins Auge gehen.

Gruß, Maja

Hi,

da hast Du recht, das gleiche gilt auch für Esel. Darum gibt es auch „Maulkörbe“ für diese, damit sie sich bei uns ganztägig draußen aufhalten können. Aber das weiß man als Halter solcher Tiere ja…

Gruß
Tina

Ich muss dir mal eben kurz ein Kompliment machen.
Ein ganz toll geschriebener Artikel! :o)

Hi,

im großen und ganzen stimme ich Dir zu, allerdings kommt es immer auf den Charakter des Ponys / Pferdes an. Ich habe auf einem Shetty „reiten“ gelernt. Dieser wurde wie die Großpferde gehalten.

Trotzdem war dieses Tier störrisch (eigensinnig) und hatte Flausen im Kopf.
Nachzulesen auch hier:

http://www.pferde-rassen.de/rassen/s/shetlandpony.htm

Meine Erfahrungen nach sind gerade Ponys ziemlich störrisch, insbesondere Shettys haben gerne mal ihren eigenen Kopf. Dies habe ich schon etliche Male in Schulstunden miterleben dürfen. Kinder, die mit Großpferden relativ gut zurecht kamen, hatten mit Ponys plötzlich Schwierigkeiten.

Das das Gerittenwerden einem Pferd davon abhält Unsinn zu machen, widerspricht den von mir gemachten Erfahrungen, egal ob es sich jetzt um ein Pony oder ein Großpferd handelt. Die Box meines Pferdes mußte auch als er geritten wurde, extra gesichert werden, damit er sie nicht aufmachen konnte, um nur ein Beispiel zu nennen.

Gruß
Tina

Meine Erfahrungen nach sind gerade Ponys ziemlich störrisch,
insbesondere Shettys haben gerne mal ihren eigenen Kopf. Dies
habe ich schon etliche Male in Schulstunden miterleben dürfen.
Kinder, die mit Großpferden relativ gut zurecht kamen, hatten
mit Ponys plötzlich Schwierigkeiten.

Hallo,

Ponies sind einfach anders als z. B. Warmblüter. Sie denken gern mit - das wird ihnen dann als Sturheit und Eigensinnigkeit ausgelegt. Es kommt ja dann auch oft so rüber. Warmblüter wurden fürs Militär gezüchtet, sprich: die mussten funktionieren und gehorchen. Ponies leben teilweise heute noch in England in halbwilden Herden - nur die Stärksten überleb(t)en. Warmblüter wurden gezielt auf Gehorsam gezüchtet, bei den Ponies mussten sich lange Zeit noch die Stärksten durchsetzen.

Gruß, Maja

Danke
Danke

jetzt bin ich aber doch erstaunt. Wo bitte habe ich Deine
Sprache oder Rechtschreibung kritisiert?

Klär mich doch bitte auf.

Da war ich gemeint…

Ponies sind einfach anders als z. B. Warmblüter. Sie denken
gern mit - das wird ihnen dann als Sturheit und
Eigensinnigkeit ausgelegt.

Na das würde ich nicht als Sturheit oder Eigensinn bezeichnen. Ich meine damit eher sich Anweisungen zu widersetzen. Dieser Eigensinn wird auch als Charaktermerkmal von Shettys genannt. Ich kann mich noch daran erinnern, daß das Pony auf dem ich reiten lernte, sich immer hinlegte, wenn es keine Lust mehr hatte. Der war mit nichts zu bewegen wieder aufzustehen, außer man hätte auf ihn eingeschlagen wahrscheinlich. Diese Dinge bezeichne ich als Sturheit. Mein alter Herr beispielsweise, wenn keine Lust hatte blieb immer stehen. Trotzdem hat er nach einiger Zeit eingesehen, daß es wohl besser wäre man geht weiter als ewig blöd in der Gegend rumzustehen. Dem Pony war das wurscht, entweder heim in den Stall oder eben liegenbleiben.

Es kommt ja dann auch oft so rüber.

Warmblüter wurden fürs Militär gezüchtet, sprich: die mussten
funktionieren und gehorchen.

Wurden nicht Shettys für den Bergbau gezüchtet? Ich meine mich daran zu erinnern, daß sie dort lange Zeit eingesetzt wurden.

Ponies leben teilweise heute noch

in England in halbwilden Herden - nur die Stärksten
überleb(t)en. Warmblüter wurden gezielt auf Gehorsam
gezüchtet, bei den Ponies mussten sich lange Zeit noch die
Stärksten durchsetzen.

Was ich eigentlich zum Ausdruck bringen wollte war einfach, daß ein Pony oder Großpferd alleine dadurch, daß es geritten wird, seine Flausen nicht läßt.

Wie gesagt auch ich habe ein intelligentes Pferd, daß Türen aufmachen kann, die Koppel aufmacht oder sich durch irgendwelche Elektrozäune zwängt, wenn es meint im Stall wäre es aber doch schöner. Das hat sich aber auch nicht geändert, als es geritten wurde. Das ist einfach eine Eigenschaft seines Charakters. Da hilft es nur noch erfinderischer zu sein, bzw. auf Zeichen zu achten.

Gruß
Tina

Dachte ich mir schon, aber sie hat das so geschrieben, als hätte ich sie diesbezüglich kritisiert. Manche sind einfach nicht kritikfähig.