Hallo Elisabeth,
zunächst einmal: die Welt ist klein! Wenn ich hier in Frankfurt die A5 nehme, bei Basel auf die A2/A3 wechsle, dann auf die A1 und schließlich auf die A6 bin ich nach 422 km und schlappen 4:16 Stunden in Bern. Deswegen solltest du dich nicht wundern, wenn ich den Bauern Batz aus dem hessischen Linsengericht durchaus noch als „in der Nähe von Bern“ betrachte.
Herr Batz ist ein herrlich bodenständiger Landwirt, der neben der Schweine- und Rinderzucht auch seinem Hobby, der Pferdehaltung, frönt. Er hat zwei wunderschöne, allerdings etwas in die Jahre gekommene Stuten, die er liebevoll „Rote“ und „Dunkle“ nennt. Die vermietet er stundenweise an Touristen, die sich die wunderschöne hessische Landschaft reitend anschauen wollen.
da meine anforderungen an pferdehaltung sehr gross sind
Zu deinen Anforderungen kann ich nur sagen: ich finde es sehr mutig und richtig, daß man in der heutigen Zeit auf Einhaltung gewisser Standards besteht. Man ist ja auch zahlender Kunde, und da sollte das eben nicht zuviel verlangt sein.
(offenstallhaltung,
Herr Batz ist selbst ein wenig in die Jahre gekommen und, sagen wir es ruhig offen, manchmal auch ein bißchen verwirrt. Er meint es nicht böse, aber hin und wieder kann er etwas barsch werden, und sein Outfit läßt leider zu wünschen übrig. Aber das macht er schon: ich habe ihn des öfteren mit offenem Hosenstall herumlaufen sehen. Und ich gehe nicht davon aus, daß er das ändert, denn, wiie er schon selber sagte: Des ist mir doch egal, Junge, wir sin uff de Baueenhof un net in de Kersch.
respektvoller und geduldsamer umgang mit pferden
Herr Batz siezt seine beiden Stuten noch immer, und das, obwohl er sie schon seit Jahren kennt. Auch würde er sie nie beim Wiehern unterbrechen, und wenn sie ihn freundlich grüßen, nickt er zurück.
Wenn du magst, werde ich Herrn Batz gerne ansprechen. Er hat zwar keine Mailadresse, aber seine Telefonnummer läßt sich sicher herausfinden.
ich bin für alle hilfe dankbar.
Bitte bitte
Sancho