nur weil ein film viele schnitte hat und es dem zuschauer
leicht
macht ein nicht vorhandenes Thema ein wenig zu folgen, macht
aus diesem noch lange bedeutendes werk - dagegen bietet 2001
jede
sekunde, ob mit oder ohne schnitt, mehr interessantes als ein
kompletter „badboys2“ oder „liga der bescheuerten gentleman“
2001 ist ein meisterwerk und wer sich nicht darauf einlassen
kann
hat ein problem…
autsch
2001 hat mir von allen Kubrick Filmen auch am wenigsten Spaß gemacht.
Sicher kein schlechter Film, teilweise gut, teilweise super (naja klar ist ja auch von Kubrick) aber teilweise eben doch langatmig oder öde. Schön ihn mal gesehen zu haben aber die gefühlte halbe Stunde buntes Farbenzischen am Schluss muss ich mir kein zweites Mal geben, und da ich das Buch gelesen hab auf dem die Geschichte basiert muss ich auch nicht ewig darüber diskutieren was das bedeuten soll, im Buch ists nämlich erklärt. Kann ich mal so was von gut nachvollziehen, dass den jemand nicht mag, ist schon sehr speziell der Film und trifft vermutlich der wenigsten Leute Geschmack.
in dem franz. Film „Caché“ (Preisträger mehrerer goldener Palmen) sind fast ununterbrochen lange Szenen ohne Bewegung (ausser Leute laufen durchs Bild) zu sehen. Ich habs beim ansehen nicht mitgestopt, aber mehr als 1 Minute ist da „normal“. Ich würde dir empfehlen den mal durchzumessen. Eine Szene mit „Bewegung“ ist da eher eine Seltenheit.
In dem Film „Gerry“ von Gus Van Sant wirst du auch fündig werden. Ich hab zwar nicht mitgestoppt, aber hier gibt’s auch minutenlange Szenen.
Das gleiche gilt übrigens auch für den Streifen „Die Werckmeisterschen Harmonien“ von Bela Tarr.
Beides geniale, ruhige Filme übrigens.
der film basiert auf der kurzgeschichte „the sentinel“, die allerdings auch von arthur c. clark stammt. meines wissens nach ist das buch das „abfallprodukt“ der gemeinsamen arbeit von kubrik und clark am film. zumindest laut veröffentlichungsdatum kam das buch um ein jahr später als der film raus (kann mich da aber täuschen).
aber nebenbei: in 2001 sieht man filmtricks, die auch in der heutigen zeit teilweise an realismus nicht überboten werden. die ganzen computeranimationen sind zwar recht schnuckelig, kommen aber bei weiten an die alten plastikmodelle von 2001 ran. überhaupt finde ich 2001 als einen der realistischen sience fiction filme überhaupt (abgesehen von der eigenwürdigen story…).
aber nebenbei: in 2001 sieht man filmtricks, die auch in der
heutigen zeit teilweise an realismus nicht überboten werden.
In Sachen Tricks und Effekte ist der Film unumstritten erste Sahne, das war’s dann aber auch schon wieder! Effekte sind nun mal bekanntlich nicht alles…
So auf Anhieb muß ich da an „2001: Odyssee im Weltraum“
denken… der hat auf jeden Fall 'ne Menge Aufnahmen die ganz
schön lang (und langweilig) sind!
nur weil ein film viele schnitte hat und es dem zuschauer
leicht macht ein nicht vorhandenes Thema ein wenig zu folgen, macht
aus diesem noch lange bedeutendes werk
Ein „Thema“ bzw. eine auch nur andeutungsweise vorhandene Handlung kann ich bei „2001“ aber beim besten Willen auch nicht erkennen…
Ob ein Film viele oder wenig Schnitte hat ist Nebensache… was interessieren mich Schnitte, wenn mich 20-minütige Szenen in denen buchstäblich nichts passiert, an den Rand des Wahnsinns treiben!?
Nachprüfen kann ich’s nicht, hab’ mir nämlich geschworen den
Film nie wieder zu kucken…
2001 ist ein meisterwerk und wer sich nicht darauf einlassen
kann hat ein problem…
Einschlafprobleme hat man bei „2001“ definitiv nicht…
ich bin auf einer rekordsuche: ich suche die längste szene aus einem ::spielfilm ohne kamerabewegung: ohne schwenk, ohne schnitt.
a) „Cocktail für eine Leiche“ von Hitchcock. Der Film von 77
Minuten hat nur 11 Kameraeinstellungen.
Aber in Sachen Schwenks passt er nicht…
Laut IMDb hat er 9 takes bzw. Aufnahmen von 4 - 10 Minuten. Hierbei wurde jeweils das Maximum der Aufnahmezeit der Kamera genutzt, bevor man ins Schwarze zoomte um die Schnitte zu verbergen.
nun gut, ^^
ersetze den teil „auf dem die Geschichte basiert“ durch „das buch, das zusammen mit dem film entstanden ist“, ansonsten kann mein beitrag genau beibelassen werden.
(ich glaube, dass kubrick und clarke gemeinsam basierend auf diese kurzgeschichten das buch/film gemacht haben, so dass man nicht sagen kann das eine sei vorm anderen da, auch wenn der film vor dem buch rausgekommen sein sollte. aber auch ich bin mir da nich ganz sicher)
ich mag das buch einfach besser als den film.
auch wenn ich den film nicht schlecht finde, eigentlich sogar rech gut. aber im vergleich zu den anderen film von kubrick ist er der, der mir am wenigsten gefällt.
ich bin auf einer rekordsuche: ich suche die längste szene aus
einem spielfilm ohne kamerabewegung: ohne schwenk, ohne
schnitt.
zum einstieg biete ich 1:07 minuten aus dem „dritten mann“,
letzte einstellung: anna geht die zentralfriedhofhauptallee
entlang, an holly vorbei, holly zündet sich eine zigarette an.
da gibts sicher noch längeres …
Andy Warhol - Empire (1964) - Spieldauer: 8 Std 5 Minuten. Kein Schwenk, kein Schnitt.
Die Frage ist nur, ob es sich um einen „Spielfilm“ handelt (das müsste erst einmal definiert werden - benötigt ein Spielfilm z.B. Handlung?). In „Empire“ zeigt Warhol das Empire State Building nonstop vom frühen Abend bis 02.30 Uhr.
Wenn Personen im Bild verlangt werden: Andy Warhols „Sleep“. Da zeigt er über 5 Stunden 11 Minuten den schlafenen John Giorno.
Beide Filme wurden - kein Witz! - im Kino gezeigt.
ich habe auch sowohl den film gesehen als auch das buch gelesen. stimmt schon - das buch lässt keine fragen offen, ist in sich schlüssig und relativ spannend. der film glänzt vor allem durch die für diese zeit absolut grandiosen filmtricks. bezüglich dessen, dass er grenzenlos fad ist: stell dir mal vor, du bist für einige monate auf einem kleinen raumschiff eingeschlossen. deine einzigen gesprächspartner sind ein kollege, der aber meistens schläft, wenn du wach bist, 3 wissenschafter im kälteschlaf (und daher wenig gesprächig) und ein naseweiser computer, der dich ständig mit links im schach schlägt. spätestens nach 3 wochen wird dir so fad sein, dass du aus deinen augenbrauen-haaren kleine pullover häckelst… und genau diese stimmung fängt der film sehr gut ein.
interessant in diesem zusammenhang: die nachfolgebücher 2010, 2068 und 3001 sind dermassen schrott und haben mit dem ursprünglichen buch 2001 praktisch nichts zu tun (lehnt sich viel mehr an den film an als an das erste buch). was da wohl clark geritten hat?
In Sachen Tricks und Effekte ist der Film unumstritten erste
Sahne, das war’s dann aber auch schon wieder! Effekte sind nun
mal bekanntlich nicht alles…
der (einzige) film der es (möglicherweise) schafft allein mit
bild und ton in das unterbewußtsein des zuschauers einzudringen
um so bedeutende dinge wie das leben, das universum und der
ganze rest, diesem zuschauer näher zu bringen - o.k. bei dir
nicht, aber denke an die affen in dem film, das gab es auch
solche und solche )
gruß
ad
Wenn du schon solche Infos ausgräbst, dann zitiere aber auch bitte richtig:
…eine DURCHSCHNITTLICHE Länge von einer Minute.
Wenn du den Film kennen würdest, wüßtest du, daß manche Szenen kürzer, manche aber auch sehr viel länger gehen.
Wenn du schon solche Infos ausgräbst, dann zitiere aber auch
bitte richtig:
…eine DURCHSCHNITTLICHE Länge von einer Minute.
Sorry! Bin nicht ganz perfekt in Englisch und überlese auch gern mal einzelne Wörter… hatte auch irgendwie im Hinterkopf das mit den exakten Minuten wäre das besondere am Film…
Wenn du den Film kennen würdest, wüßtest du, daß manche Szenen
kürzer, manche aber auch sehr viel länger gehen.
Ich kenne den Film tatsächlich nicht, habe aber mal auf Premiere reingekuckt… hat mir gereicht…
ich bin auf einer rekordsuche: ich suche die längste szene aus
einem spielfilm ohne kamerabewegung: ohne schwenk, ohne
schnitt.
Gaspar Noé: IRREVERSIBLE
(Monica Belucci,Vincent Cassel und Albert Dupontel, 2002)
Die statisch gefilmte Vergewaltigungsszene dauert etwa 9 Minuten. Quälende 9 Minuten. Ohne die gerringste Bewegung. Der gesammte Film ist scheinbar (jedoch C-animiert) ohne Schnitt gedreht. Die handlung wird rückwärts erzählt.
Ich halte diesen Film für außergewöhnlich gut gefilmt. Stimmig sind auch Filmusik und die Wahl der Farben. Genial.
Allerdings hatte ich (und ich hielt mich bis dato eher für einen harten Kerl…) anschließend etwa zwei Wochen massive Probleme damit, mit meiner Frau Liebe zu machen. Meine Frau hatte jedoch Verständnis als ich ihr meine Gefühle wegen diesem Film erklärte.