Relativitätstheorie

Hallo!

Heute habe ich über die Relativitätstheorie bei Quarks und Co einen Beitrag gesehen.
Das Phänomen wird mit der Positionierung
von Uhren
in verschiedenen Höhen gezeigt und auch „bewiesen“.
Leider ist es für jemanden wir mir nicht ganz klar wie man damit die Zeitbeeinflussung
erklären kann.
Folgender Gedanke kam mir in den Sinn: Wenn die Gravitation den Lauf einer
Uhr beeinflussen kann, was hat das mit der „Zeit“ zu tun.
Ist das nicht viel mehr nur ein physikalischer Vorgang, der sich auf die Mechanik der
Uhr auswirkt? Wenn die Uhr weiter von der Gravitation entfernt wird, wird sie nicht
automatisch weniger gebremst? Ist es da verwunderlich wenn die Uhr auf der Erde
langsamer läuft?
Ein Mensch kann sich ja auch schneller bewegen je weniger er gebremst wird.

Aber wie schon geschrieben war das nur ein Gedanke, der mir in den Sinn kam, weil das
am naheliegensten war.
Aber das ist für einen Laien nur verständlich oder?
Aber was ist überhaupt „Zeit“ ???
Freue mich über Eure Gedanken.
In diesem Sinne, schönen Gruß,

M.Richter

Hallo!

Heute habe ich über die
Relativitätstheorie bei Quarks und Co
einen Beitrag gesehen.
Das Phänomen wird mit der Positionierung
von Uhren
in verschiedenen Höhen gezeigt und auch
„bewiesen“.
Leider ist es für jemanden wir mir nicht
ganz klar wie man damit die
Zeitbeeinflussung
erklären kann.
Folgender Gedanke kam mir in den Sinn:
Wenn die Gravitation den Lauf einer
Uhr beeinflussen kann, was hat das mit
der „Zeit“ zu tun.
Ist das nicht viel mehr nur ein
physikalischer Vorgang, der sich auf die
Mechanik der
Uhr auswirkt? Wenn die Uhr weiter von der
Gravitation entfernt wird, wird sie nicht
automatisch weniger gebremst? Ist es da
verwunderlich wenn die Uhr auf der Erde
langsamer läuft?
Ein Mensch kann sich ja auch schneller
bewegen je weniger er gebremst wird.

Hallo :smile:
Also ich hab Quarks & Co. leider nicht gesehen, aber ich glaube, du hast da was falsch verstanden. Die mit der Entfernung von einem Körper, hier also der Erde, umgekehrt proportional abnehmende Gravitation beeinflusst nicht die Mechanik der Uhr (Vielleicht schon, aber das hat nix mit der „Zeitverschiebung“ zu tun), sondern die Zeit selbst! Das würde mit einer rein digitalen Uhr auch funktionieren.
(In der Tat wurde dieser Versuch einmal mit zwei synchron laufenden Atomuhren durchgeführt, wobei sich die eine auf der Erdoberfläche befand, und die andere in einem Flugzeug)

Gruß,
Trurl der Konstrukteur

hai Markus,

vielleicht hilft diese Seite weiter:

http://kornelius.tellux.de/arth/

gruss

Jaspis
*derdasauchnichterklaerenkann*

Hi! Das hat nichts mit der Uhr zu tun. Tatsächlich wurden Atomuhren verwendet. Sehr wohl aber mit der allgemeinen Relativitätstheorie. Da spielt die Schwerkraft sehr wohl eine Rolle. Was aber noch mehr ausmacht ist der Geschwindigkeitszuwachs.
Wenn man ein Raumschiff immer weiter beschleunigt, dann hat man auf ihm den Eindruck, man fliege schneller als 300000 km/s, aber Licht erreicht das Raumschiff noch immer von hinten (mit 300000 km/s) wenn auch stark verzerrt. Und von einem anderen Punkt (der Erde?) hat man den Eindruck, daß das Raumschiff nie Lichtgeschwindigkeit erreicht.

Es beginnt schon bei sehr viel kleineren Geschwindigkeiten. Die Zeitunterschiede sind minimal, aber mit Atomuhren meßbar.

Bitte um Kritik von Physikexperten
Euer Physikdilettant

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi! Das hat nichts mit der Uhr zu tun.
Sehr wohl aber mit der allgemeinen
Relativitätstheorie.

Richtig.
Einstein machte immer Gedankenexperimente.
Seine Uhren waren immer ideale Uhren, die
wirklich nur den Lauf der Zeit wiedergeben
und durch nichts sonst beeinflusst werden.
Es ist richtig, dass der Gang der Uhren
durch Gravitation beeinflusst wird, d.h.
dass der Ablauf der Zeit selbst durch die
Gravitation beeinflusst wird. Nur wird man
selbst davon nichts merken, d.h. auf meiner
eigenen Uhr, die ich zur Hand habe, werde
ich immer nur eine Zeit ablesen und die wird
fuer mich immer gleich schnell verstreichen.
Nicht umsonst wird die Theorie
Relativitaetstheorie genannt, denn ueber
den Gang von Uhren kann immer nur dann
geplaudert werden, wenn man angibt, von wo
man die Uhren beobachtet. Z.B. beobachte ich
aus dem All eine Uhr auf der Erde, so geht
sie langsamer als meine Uhr im Raumschiff
(wegen der Gravitation), vorausgesetzt mal,
die Uhren bewegen sich relativ zueinander
nicht.

Was aber noch mehr ausmacht ist der
Geschwindigkeitszuwachs.

Schon die Geschwindigkeit allein
fuehrt zur Zeitdilatation. Die bedarf
keiner Beschleunigung.

Wenn man ein Raumschiff immer weiter
beschleunigt, dann hat man auf ihm den
Eindruck, man fliege schneller als 300000
km/s,

Vorsicht!
Zeitdilatation und Laengenkontraktion
sorgen schon dafuer, dass auch nicht der
Eindruck von Ueberlicht entsteht. Es laeuft
eher so: Im Raumschiff gewinnt man den Eindruck, dass die Strecke kuerzer wird
(Laengenkontraktion). Wiederrum
Relativitaet: Ich messe die Laenge einer
Strecke von der Erde aus zu einem Stern
und bekomme meinetwegen 10 Lichtjahre
heraus. Sitze ich nun im Raumschiff, das sich auf dieser Strecke mit fast
Lichtgeschwindigkeit (von der Erde aus
gemessen) bewegt, und messe von da aus die
Strecke, erhalte ich wegen der Laengen-
kontraktion einen kleineren Wert von z.B.
3 Lichtjahren. Dieser Wert haengt von der
Geschwindigkeit des Raumschiffes ab und
erreicht den Wert 0, wenn
Lichtgeschwindigkeit erreicht wuerde.
Das ist die spezielle Relativitaetstheorie.

aber Licht erreicht das Raumschiff
noch immer von hinten (mit 300000 km/s)

Das ist die Basis der speziellen
Relativitaetstheorie. Licht hat in jedem
Bezugssystem die gleiche Geschwindigkeit.

Und von einem
anderen Punkt (der Erde?) hat man den
Eindruck, daß das Raumschiff nie
Lichtgeschwindigkeit erreicht.

Siehe oben.
Den Eindruck hast Du auch auf dem Schiff
nicht.

MEB

Hi, danke für den Einwand

Wenn man ein Raumschiff immer weiter
beschleunigt, dann hat man auf ihm den
Eindruck, man fliege schneller als 300000
km/s,

Vorsicht!
Zeitdilatation und Laengenkontraktion
sorgen schon dafuer, dass auch nicht der
Eindruck von Ueberlicht entsteht. Es
laeuft
eher so: Im Raumschiff gewinnt man den
Eindruck, dass die Strecke kuerzer wird
(Laengenkontraktion). Wiederrum
Relativitaet: Ich messe die Laenge einer
Strecke von der Erde aus zu einem Stern
und bekomme meinetwegen 10 Lichtjahre
heraus. Sitze ich nun im Raumschiff, das
sich auf dieser Strecke mit fast
Lichtgeschwindigkeit (von der Erde aus
gemessen) bewegt, und messe von da aus
die
Strecke, erhalte ich wegen der Laengen-
kontraktion einen kleineren Wert von z.B.
3 Lichtjahren. Dieser Wert haengt von der
Geschwindigkeit des Raumschiffes ab und
erreicht den Wert 0, wenn
Lichtgeschwindigkeit erreicht wuerde.
Das ist die spezielle
Relativitaetstheorie.

Also: Ich sitze im Raumschiff, und erreiche ein Ziel, das 4 Lichtjahre entfernt ist in 2 Jahren (im Raumschiff gemessen). Aber durch die Längenkontaktion erscheint es nur 2 Lichtjahre entfernt.
Richtig?

Dein Physikdilettant

Also: Ich sitze im Raumschiff, und
erreiche ein Ziel, das 4 Lichtjahre
entfernt ist in 2 Jahren (im Raumschiff
gemessen). Aber durch die
Längenkontaktion erscheint es nur 2
Lichtjahre entfernt.
Richtig?

Korrekt.
Vom Raumschiff aus gesegen! sind es nur 2
Lichtjahre.

MEB

Tanx
Wieder ein Stück Relativitätstheorie verstanden
Servus Derderimmernochziemlichverwirrtist

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

i nix raffen :smile:/was ist Zeit??

Tanx
Wieder ein Stück Relativitätstheorie
verstanden
Servus Derderimmernochziemlichverwirrtist

ok, ich bin immer noch nicht im bilde
mal anders gefragt: was ist eigentlich
zeit???

gruß, Markus

Hallo Markus,

ich habe Hr. Einstein so verstanden :
Wie kommt es, daß man bei Uhren, die sich durch den Raum fortbewegen, eine zunehmende Verlangsamung ihres Gangs beobachtet, je schneller sie sich bewegen? Weil eine Uhr eigentlich die Zeit und nicht den Raum durchläuft. Wenn wir sie dazu zwingen, den Raum zu durchlaufen, so kann sie dies nur, indem sie einen Teil der Geschwindigkeit abzweigt, die sie dafür benötigt, die Zeit zu durchmessen.
Während sie sich immer schneller durch den Raum bewegt, zweigt sie immer mehr Geschwindigkeit ab. Wieviel kann sie überhaupt maximal abzweigen? Ihre gesamte Geschwindigkeit. In diesem Fall bewegt sie sich mit der ihr größtmöglichen Geschwindigkeit durch den Raum, und es
bleibt keine Geschwindigkeit mehr übrig, um sich durch die Zeit zu bewegen.
Die Uhr tickt nicht mehr.
Die Uhr hört auf zu altern.

Daraus wurde wohl auch das berühmte Zwillingsparadoxon abgeleitet:
Einer der beiden bleibt auf der Erde zu-rück, der andere fliegt mit einem Raum-
schiff annähernd mit Lichtgeschwindigkeit
im All.

Kommt der " Raumschiffler " nach seinem Befinden nach einem Monat auf die Erde
zurück, sind dort beispielsweise 100 Jahre
vergangen. ( Zahlen nur Annahmen )

Fazit : je schneller wir uns bewegen,
desto weniger altern wir !!
Oder eventuell doch nicht ??,
na dann viel Spass.

Gruß Wolfgang

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ich habe Hr. Einstein so verstanden :
Wie kommt es, daß man bei Uhren, die sich
durch den Raum fortbewegen, eine
zunehmende Verlangsamung ihres Gangs
beobachtet, je schneller sie sich
bewegen? Weil eine Uhr eigentlich die
Zeit und nicht den Raum durchläuft. Wenn
wir sie dazu zwingen, den Raum zu
durchlaufen, so kann sie dies nur, indem
sie einen Teil der Geschwindigkeit
abzweigt, die sie dafür benötigt, die
Zeit zu durchmessen.
Während sie sich immer schneller durch
den Raum bewegt, zweigt sie immer mehr
Geschwindigkeit ab. Wieviel kann sie
überhaupt maximal abzweigen? Ihre
gesamte Geschwindigkeit. In diesem Fall
bewegt sie sich mit der ihr
größtmöglichen Geschwindigkeit durch den
Raum, und es
bleibt keine Geschwindigkeit mehr übrig,
um sich durch die Zeit zu bewegen.
Die Uhr tickt nicht mehr.
Die Uhr hört auf zu altern.

Das ist eine interessante Sichtweise,
die davon ausgeht, dass sich alles durch
die vierdimensionale Raum-Zeit mit ein und
der selben Geschwindigkeit, der
Lichtgeschwindigkeit bewegt. Bewegt sich
etwas in den Raumdimensionen nicht, so
bewegt es sich nur entlang der
Zeitdimension, die Zeit verstreicht…
Je mehr sich das Objekt im Raum bewegt,
umso mehr nimmt es der Zeit weg, in der Tat.

Daraus wurde wohl auch das berühmte
Zwillingsparadoxon abgeleitet:
Einer der beiden bleibt auf der Erde
zu-rück, der andere fliegt mit einem
Raum-
schiff annähernd mit Lichtgeschwindigkeit
im All.

Kommt der " Raumschiffler " nach seinem
Befinden nach einem Monat auf die Erde
zurück, sind dort beispielsweise 100
Jahre
vergangen. ( Zahlen nur Annahmen )

Beim Zwillingsparadoxon ist zu beachten,
dass nicht nur eine Bewegung im Spiel ist,
sondern auch eine Beschleunigung (Raumschiff
muss ja umkehren, damit der Reisende
erfahren kann, dass sein Zwilling aelter ist
als er.

Fazit : je schneller wir uns bewegen,
desto weniger altern wir !!
Oder eventuell doch nicht ??,

Aus der Sicht eines Beobachters auf der Erde
ja. Aber Du als Reisender wirst nicht das Gefuehl haben, dass Du mehr Zeit hast. Das
Zwillingsparadoxon bedeutet nicht, dass Du
laenger zu leben hast.

MEB

i a nix kneissn :smile:/was is Zeit nocha wiakli??

ok, ich bin immer noch nicht im bilde
mal anders gefragt: was ist eigentlich
zeit???

Dada sagt: In einem Universum, das unendlich viel Zeit hat zu existieren, ist es nur eine Frage der Zeit, wie spät es ist. :wink:

Naja, nicht ganz nach der Relativitätstheorie.

Jetzt hab ich schon soviele Bücher über die Zeit gelesen (einschließlich dadaistische) und bin so klug als wie zuvor.

Aber vielleicht dennoch eine kleine Zusammenfassung.

Man kann sie als Dimension nehmen.

Sie geht, soviel wir wissen, nur in eine Richtung. Da gibts Gegentheorien. Wer von den Physikexperten weiß genaueres, wie ernst man die nehmen kann? Aber, frei nach Stephen Hawking: Wenn’s Zeitmaschinen gäbe, würden wir alle Nase lang einem Touristen aus der Zukunft begegnen.

Sie ist relativ, je nach Bezugssystem. Sowohl Geschwindigkeit als auch Gravitation spielen eine Rolle. Auch Magnetismus? Hab ich auch mal gelesen. Wieder was für unsere Physikexperten.

Aber was die Zeit ist, weiß ich immer noch nicht.

Servus
Dein Physikdilettant

gruß, Markus

Hallo MEB,
Du hast natürlich recht mit Deiner Schlußbetrachtung.

mein Fazit: je schneller wir uns bewegen,

desto weniger altern wir !!

sollte ein spaßiger Abschluß werden. Dies
sage ich ab und zu meinen Fußballern
beim Training mit dem Zusatz: frei nach
Einsteins Relativitätstheorie,damit sie
sich wieder etwas mehr bewegen.

Natürlich wird sich kein Mensch in naher
Zukunft so schnell im Raum bewegen können,
damit er das " Zwillingparadoxon " in
der Praxis erleben, und somit bestätigen
könnte.

Danke für Deine Antwort, Gruß Wolfgang

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Dies sage ich ab und zu meinen Fußballern
beim Training mit dem Zusatz: frei nach
Einsteins Relativitätstheorie,damit sie
sich wieder etwas mehr bewegen.

Schoen!
In etwa wie der Verkehrssuender, der eine
rote Ampel ueberfahren hat, angehalten wurde
und den Polizisten belehrt, er haette das
Rot der Ampel gruen gesehen, wegen dem
Doppler-Effekt.
Anmerkung: Dazu muss der liebe Autofahrer
schon zig 1000 Kilometer in der Sekunde
zuruecklegen, um Rot gruen zu sehen… :wink:

MEB

Man kann sie als Dimension nehmen.

Dieser Schritt vereinfacht die mathematische
Handhabung. Die Dimension, die in der
Relativitaetstheorie verwendet wird, hat
ebenfalls eine raeumliche Einheit, denn die
Zeit wird immer mit der
Vakuumlichtgeschwindigkeit c multipliziert.
Die Dimension ist also c*t.

Sie geht, soviel wir wissen, nur in eine
Richtung. Da gibts Gegentheorien. Wer von
den Physikexperten weiß genaueres, wie
ernst man die nehmen kann? Aber, frei
nach Stephen Hawking: Wenn’s
Zeitmaschinen gäbe, würden wir alle Nase
lang einem Touristen aus der Zukunft
begegnen.

Falls die Menschheit eine hat :wink:
Im Ernst: Die Unmoeglichkiet von Zeitreisen
ist keine Folge der Relativitaetstheorie,
im Gegenteil, sie ist die Theorie, die
ueberhaupt erst die Unantastbarkeit der Zeit
in Frage gestellt hat. Die Annahme, dass man
sich nicht rueckwarts in der Zeit bewegen
kann, beruht einfach auf einem Erfahrungs-
satz, der jeder Wirkung eine Ursache
zeitlich voraussetzt. Mit anderen Worten,
man kann sich Reisen in die Vergangenheit
nicht vorstellen, weil man da jede Menge
Dummheiten anstellen kann, z.B. seine Eltern
umbringen. Das hiesse, man wuerde gar nicht
erst geboren, koennte auch keine Zeitreise
unternehmen und die Eltern wuerden wieder
leben, Du wuerdest wieder geboren usw usf.

Sie ist relativ, je nach Bezugssystem.

Korrekt.

Sowohl Geschwindigkeit als auch
Gravitation spielen eine Rolle. Auch
Magnetismus?

Auch korrekt.
Magnetfelder besitzen Energie, Energie ist
durch E=mc^2 auch Masse, Masse erzeugt ein
Gravitationsfeld, Gravitation beeinflusst
die Zeit.

MEB

Hi, Danke, hab hier schon einiges gelernt.

Man kann sie als Dimension nehmen.

Dieser Schritt vereinfacht die
mathematische
Handhabung. Die Dimension, die in der
Relativitaetstheorie verwendet wird, hat
ebenfalls eine raeumliche Einheit, denn
die
Zeit wird immer mit der
Vakuumlichtgeschwindigkeit c
multipliziert.
Die Dimension ist also c*t.

Sie geht, soviel wir wissen, nur in eine
Richtung. Da gibts Gegentheorien. Wer von
den Physikexperten weiß genaueres, wie
ernst man die nehmen kann? Aber, frei
nach Stephen Hawking: Wenn’s
Zeitmaschinen gäbe, würden wir alle Nase
lang einem Touristen aus der Zukunft
begegnen.

Falls die Menschheit eine hat :wink:

Ja :smile:

Im Ernst: Die Unmoeglichkiet von
Zeitreisen
ist keine Folge der Relativitaetstheorie,
im Gegenteil, sie ist die Theorie, die
ueberhaupt erst die Unantastbarkeit der
Zeit
in Frage gestellt hat. Die Annahme, dass
man
sich nicht rueckwarts in der Zeit bewegen
kann, beruht einfach auf einem
Erfahrungs-
satz, der jeder Wirkung eine Ursache
zeitlich voraussetzt. Mit anderen Worten,
man kann sich Reisen in die Vergangenheit
nicht vorstellen, weil man da jede Menge
Dummheiten anstellen kann,

Das hat die Menschheit noch nie gehindert ;-}

Aber, im Spaß: Wenn irgendjemand an der Vergangenheit rumgefummelt hätte, hätten wir es bemerkt? Wir wären ja dadurch auch verändert worden. (Nur theoretisch, ich halte das ja auch für unmöglich. Aber sich Gedanken darüber machen macht schon Spaß)

z.B. seine
Eltern
umbringen. Das hiesse, man wuerde gar
nicht
erst geboren, koennte auch keine
Zeitreise
unternehmen und die Eltern wuerden wieder
leben, Du wuerdest wieder geboren usw
usf.

Ich liebe sowas!

Sie ist relativ, je nach Bezugssystem.

Korrekt.

Sowohl Geschwindigkeit als auch
Gravitation spielen eine Rolle. Auch
Magnetismus?

Auch korrekt.
Magnetfelder besitzen Energie, Energie
ist
durch E=mc^2 auch Masse, Masse erzeugt
ein
Gravitationsfeld, Gravitation beeinflusst
die Zeit.

MEB

Tanx
Dein Physikdilettant

Hallo Herbert

z.B. seine
Eltern
umbringen. Das hiesse, man wuerde gar
nicht
erst geboren, koennte auch keine
Zeitreise
unternehmen und die Eltern wuerden wieder
leben, Du wuerdest wieder geboren usw
usf.

Ich liebe sowas!

Fuer schlicht ausgeschlossen halte ich das
nicht. Intereassant ist es obendrein noch.
Die Loesung des Problems ist meines
Erachtens eher in der Quantenphysik zu
suchen, als in der Relativitaetstheorie.

Soviel in Schnelldurchgang:
Die Quantentheorie rechnet immer mit
Moeglichkeiten/Wahrscheinlichkeiten.
Erst eine Messung legt den Zustand eins
Systems fest.
Bsp. Schroedingers Katze.
Eine Katze sei in einem verschlossenen
Kasten eingesperrt. Du kannst nicht wissen,
ob sie tot oder lebendig ist. Im Kasten sei
weiterhin ein radioaktiver Kern, wenn er
zerfaellt, stirbt die Katze. (Alles rein
theoretisch, auch die Katze, die eine „ideale“ Katze ist, die eben nur dann
stirbt, wenn der Kern zerfaellt. Die
Quantentheorie beschreibt eine
Wahrscheinlichkeit des Kernzerfalls, wann
genau er stattfindet, wird sie Dir nie beantworten. Die Frage kannst Du erst
beantworten, wenn Du den Deckel aufmachst
und nachsiehst, ob die Katze noch lebt oder
nicht.
Genug der Tierquaelerei!
Wie gesagt, immer wenn Du eine Messung
machst, wird ein physikalisches System in
einen bestimmten Zustand versetzt. Aus den
Wahrscheinlichkeiten, die die Quanten-
theorie berechnet wird eine Bestimmtheit.
Welche Bestimmtheit (Katze tot oder
lebendig) ist dem Zufall ueberlassen.
Hier knuepft eine Theorie an, die sich
VieleWeltenTheorie nennt. Immer, wenn eine
Messung durchgefuehrt wird, d.h. immer wenn
aus Wahrscheinlichkeiten Bestimmtheiten
werden sollen, spaltet sich die Realitaet
in mehrere auf. In der einen Realitaet ist
die Katze tot, in der anderen lebt sie noch.
Angenommen, Du befindest Dich in der
Realitaet, in der sie noch lebt. Nun entscheidest Du Dich, den Deckel wieder zu
schliessen, um das Experiment zu wieder-
holen. Wieder spaltet die Realitaet auf,
denn in der anderen bist Du wohl ein Tier-
liebhaber und holst die Katze aus der Kiste
raus. Hast Du den Deckel geschlossen und
setzt das Experiment fort, spaltet die
Realitaet wieder auf, wenn Du den Deckel
erneut oeffnest, wieder ist die Katze in der
einen am Leben, in der anderen tot.
Ich hoffe, das zeigt, dass die Aufspaltung
ein staendiger Prozess ist. Man kann sich
das vorstellen wie in der langatmigen Serie
Sliders, in der ein paar Leute immerfort in
verschiedene Realitaeten schluepfen und die
Erde in den verschiedensten Realitaeten
erleben.
Nun, Zeitreisen.
Koennte man sich nun nicht vorstellen, dass
jemand in die Vergangenheit reist. Er wird
Dinge veraendern und bei seiner Rueckkehr
feststellen, dass er in einer anderen
Realitaet gelandet ist.

Wie gesagt, die VielWeltenTheorie ist nur
eine Interpretation der Quantenphysik. Die
Qunatenphysik ist eine Theorie der
Wahrscheinlichkeiten. Sie beschaeftigt sich
nicht mit dem Wesen der Natur, sondern nur
mit Messergebnissen! Sie versucht das
Ergebnis einer Messung vorauszusagen. Bsp.
Bewegung eines Teilchens. Die klassische
Physik versucht die Bahn des Teilchens
zu berechnen. Die Quantenphysik versucht
auszusagen, an welchem Ort ich das Teilchen
zu welcher Zeit mit welcher
Wahrscheinlichkeit beobachten werde.

Viel Spass.
Ich denke, das musst Du nochmal lesen.

MEB

Servus & Danke

Mußte ich mir ein paar mal durchlesen.
Habe auch ein paar interessante Romane zu diesem Thema gelesen:
Die Zahl des Tieres von Isaac Asimov,
das Prometheusprojekt (Autor mir leider unbekannt)
Und eine Geschichte mit einem interessanten Aspekt: (Titel und Autor weiß ich nicht mehr)

Ein Wissenschafter reist aus unserem Wien in die Vergangenheit zurück, um zu sehen was passiert, wenn er dort was verändert. Er benzutzt dazu einen PC und ein seltsames Zeitmaterial.
Er kommt zurück - nichts hat sich verändert
Wien ist immer noch die 12-Millionenstadt.
Also zurück zu seinem Großrechner, der in seiner Westentasche Platz hat und weiter zurück.
Wieder retour: Nichts hat sich verändert. Wien ist immer noch das 500 Seelendorf. Also noch weiter zurück. Er zieht aus seiner Westentasche den Rechenschieber…

Klar mit der Vergangenheit hat er sich ja auch selbst verändert :wink:

Servus
Herbert

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ein Wissenschafter reist aus unserem Wien
in die Vergangenheit zurück, um zu sehen
was passiert, wenn er dort was verändert.
Er benzutzt dazu einen PC und ein
seltsames Zeitmaterial.
Er kommt zurück - nichts hat sich
verändert
Wien ist immer noch die
12-Millionenstadt.
Also zurück zu seinem Großrechner, der in
seiner Westentasche Platz hat und weiter
zurück.
Wieder retour: Nichts hat sich verändert.
Wien ist immer noch das 500 Seelendorf.
Also noch weiter zurück. Er zieht aus
seiner Westentasche den Rechenschieber…

Oder auch:
Er bringt in der Vergangenheit seine Eltern
um und verschwindet infolgedessen aus der
Realitaet und kein Hahn kraeht mehr nach
seiner Seele.
Ja, so koennte man das auch betrachten.
Da wir Teil der ganzen Dynamik sind, ist
es uns nicht moeglich, sie unabhaengig
(von aussen) zu betrachten. Aenderungen
machen wir mit, ohne sie wirklich zu
bemerken.

MEB

Oder auch:
Er bringt in der Vergangenheit seine
Eltern
um und verschwindet infolgedessen aus der
Realitaet und kein Hahn kraeht mehr nach
seiner Seele.
Ja, so koennte man das auch betrachten.
Da wir Teil der ganzen Dynamik sind, ist
es uns nicht moeglich, sie unabhaengig
(von aussen) zu betrachten. Aenderungen
machen wir mit, ohne sie wirklich zu
bemerken.

Oder aber: Er bringt die Eltern um, verschwindet aus der Realität, kann daher nicht zurückreisen, seine Eltern leben, bringen ihn zur Welt, er reist zurück…
Ich hör lieber auf bevor ich mir eine Gehirnzelle auskugle :wink:

Servus
Herbert

MEB