religiöse, nicht-christliche Erziehung von Kindern

Hallo!
Ich hoffe, ich bin hier im Brett richtig:
Ich kann meine religiöse Ausrichtung schwer beschreiben, weil ich mich nicht zu einer Gruppierung zähle/zählen möchte, am ehesten trifft es: „naturreligiöse Verehrung der großen Göttin“

Ich werde demnächst ein Kind bekommen - was mir viel Kopfzerbrechen bereitet ist die Frage: wie kann ich meinem Kind eine religiös-spirituelle Erziehung angedeihen lassen? Wie kann ich es an meine Glaubensinhalte heranführen und vor allem: wie gehe ich mit Kontroverse unserer stark christliche geprägten Gesellschaft um?

Hat hier jemand Erfahrung damit, die er/sie mit mir teilen kann bzw. mir hilfreich Links und/oder Literatur nennen??

Vielen Dank und viele Grüße
Birgit

Hallo Birgit,

wie kann ich meinem
Kind eine religiös-spirituelle Erziehung angedeihen lassen?
Wie kann ich es an meine Glaubensinhalte heranführen und vor
allem: wie gehe ich mit Kontroverse unserer stark christliche
geprägten Gesellschaft um?

ich kann DIr sagen, wie wir es mit unseren Kindern machen.
Sie werden nicht ‚aktiv‘ christlich erzogen, wir versuchen ihnen aber die meiner Meinung nach elementaren ethischen und moralischen Grundsätze mitzugeben. Als da sind Respekt vor der Schöpfung/Natur, Respekt vor anderen Menschen, Respekt vor Tieren. Liebevoller Umgang miteinander etc.

Gerade sind allerdings auch christliche Themen gefragt, gerade weil sie momentan im Kindergarten und in der Schule behandelt werden.

Alle Fragen werden ernst genommen und Fragen zu Christus & Co beantworte ich, indem ich sage, daß ich persönlich nicht daran glaube, es aber viele Menschen gibt, denen das alles sehr wichtig ist. Wenn sie mich fragen, was oder woran ich glaube, lege ich ihnen dar, was mir wichtig ist und es sind schon erstaunliche Gespräche zustande gekommen, von denen ich nicht geglaubt hätte, sie mit 5 bzw. 7jährigen Kindern führen zu können. Speziell die Gedanken die sich Kinder machen sind oftmals sehr erstaunlich, was den Tiefgang angeht.

Ein Patentrezept gibt es nicht, aber nimm Kinderfragen immer ernst und beantworte sie so gut wie Du es kannst. Der Rest ergibt sich schon.

Gandalf

Hallo Birgit,

  1. die Kinder ruhig in den christlichen Unterricht der Schule gehen lassen, denn ein Basiswissen der Religion der Gesellschaft schadet nicht. ( Oder auch zur Wahl am Ethikunterricht)

  2. Später, wenn größer und verständiger, immer mal wieder versuchsweise
    einen Brocken Deiner Philosophie ( Glauben ) vorlegen, schauen ob er aufgenommen
    und verarbeitet wird. Wenn ja, dann portionsweise nachlegen.

  3. Niemals einen Widerspruch zwischen Theorie und Praxis aufkommen lassen. Die Lehre muß gelebt werden, vorgelebt. Von Dir.
    Es sollten keine Lippenbekenntnisse bleiben.

  4. Immer wissen, dass Kinder das Recht auf eigenes Denken und die eigene Wahl haben. Man kann anbieten. Aber fordern oder manipulieren sollte man nicht.

Gruß

Merkur

Hallo Cornelia,
Danke für Deine Antwort.
Viele Grüße
Birgit

Hallo Gandalf,

Danke für Deine Antwort!
Viele Grüße
Birgit