Eine religiöse Haltung, ist notgedrungen ethisch
absolut NICHT. und das kann ich auch begründen:
eine religiöse haltung beduetet nichts anderes, als die existenz von nichtempirischen, sinnbehafteten wesenheiten, also sinnzusammenhängen außerhalb der nackten naturwissenschaft, nicht abzustreiten (das ist die weitestmögliche definition von religion überhaupt).
daraus folgt mitnichten eine ethische haltung irgendwelcher art.
wenn man beispielsweise einfach dran glaubt, daß es einen schöpfergott gibt, und weiter nichts, dann folgt daraus nichts anderes, als daß diese welt erschaffen wurde. punkt ende.
solange weder von einem gott mit normvorstellungen noch von den menschen offenbarten handlungsanweisungen („geboten, verboten“) die rede ist, gibt es keine „ethische haltung“.
Das geschieht durch das Dogma und die
Glaubensbotschaft der Religion.
durch die glaubensbotschaft bestimmter religionen.
die crux ist natürlich, daß alle uns bekannten religionen („die drei monotheistischen“, wie es schlampig heißt) natürlich allesamt höchst moralische religionen sind.
da in den modernen säkulären gesellschaften die jeweiligen vertreter jener religionen nicht selten die einzigen prominenten sprachrohre der ethik sind, wird ethik als teilgebiet der religion und nicht, wo sie hingehört, als teilgebiet der philosophie wahrgenommen. philosophen haben eben einen schwereren stand als rabbiner, pfarrer, pastoren und mullahs. (warum das so ist, sollte man die philosophen fragen.)
Außerdem kommt
die Ethik ohne einen persönlichen Gott aus. Sie wird mehr
durch allgemeine philosophische Überlegungen geprägt.
das ist sachlich nicht korrekt.
die moral kommt ohne gott aus und ist aus philosophischen überlegungen geprägt. die ethik beschäftigt sich mit diesen moralsystemen und untersucht sie.
großer unterschied!
gruß
dataf0x