Hallo Viktor.
Ich finde eine solche unnötige „Anmahnung“ diskriminierend.
Mir ging es hier auch um keine Anmahung, sondern darum, dass man unter Missionierung beides verstehen kann und wenn man Missionierung hier weiter fast als du, eben selbige kritisch wird.
Diesen Satz verstehe ich nicht ganz
Damit meine ich, dass der Missionar seinem Schüler anders gegenübertritt als ein Erzieher. Der Erzieher (normalerweise, leider nicht immer) akzeptiert den Schüler so wie er ist und will ihn aus sich heraus verändern. Der Missionar akzeptiert seinen „Schüler“ im Gegensatz aber nicht so wie er ist und muss ihn verändern, im Sinne des Missionars.
Bist Du wirklich ganz sicher, daß Deine Darstellung nicht
einem „fortschrittlichem“ Denken im Judentum entspricht ?
Vielleicht verstand ich dich hier nur falsch. Das „Heil“ nach der jüdischen Welt, ist die kommende Welt, eine Welt im „perfekten“ g’ttgewollten Zustand. Ein Welt wo alle Menschen bei G’tt sind. Ein anderes Heil will mir hier nicht einfallen.
Darauf bezogen ist es orthodoxe Lehre und so in der Bibel zu finden, dass dieses allen Menschen offensteht, wenn sie versuchen (soweit ihnen das bekannt ist) G’ttes Willen an den Menschen zu leben. Hier ist es auch Aufgabe an das jüdische Volk Nichtjuden daran zu erinnern. Es ist aber keine Pflicht.
Mit diesem Verständnis habe ich deine Aussage auch widersprochen, da ich diese so verstanden habe, dass die Juden Nichtjuden kein Heil zugestehen.
Nein, nach dem AT ist die Auserwählung exclusiv.
Mehr oder minder, aber es ging hier ja um das Heil.
Sehen aber nicht viele orth. Juden in Israel diese
Auserwählung so, daß sie für sich einen besonderen Anspruch
(z.Bsp.auf das Land!) ableiten?
Ja, das Land (neben einigem anderem) wurde alleine den Juden gegeben. In der kommenden Welt werden darum dort dann alle Juden leben.
Wie ist die besonders starke rel.Abgrenzung der Juden
gegenüber anderen Religionen (wir hatten dies hier schon einmal) mit
Deiner obigen Einlassung vereinbar?
Hier weiss ich leider nicht genau, worauf du dich beziehst. Ich kann hier nur dazu schreiben, dass der Bund der Auserwählung sich alleine auf die Juden bezieht. Davor ging G’tt einen Bund mit der ganzen Menschheit ein ob es daneben bzw. danach weitere oder Offenbarungen an Nichtjuden gab, entzieht sich weitest gehend dem jüdischen Wissen, wird hier aber nicht ausgeschlossen. So berichtet ja der Tanach u.a. von nichtjüdischen Propheten, was selbiges ja schon nahelegt.
Ich weiß nicht ganz, was Du hier auseinander dividieren
willst.
Ich wollte hier darauf aufmerksam machen, dass diese Verkündung eben oft so verstanden wurde (aber auch noch wird), dass dabei auch Gewalt anzuwenden ist etc. und ich denke, dass auch genau dieses hier kritisiert wurde.
Gruss,
Eli