Hallo Eli
ich sehe nicht, was falsch daran sein sollte,wenn einer seine
(positive)Überzeugung anderen vermitteln tut.
Hier sollte man vielleicht differenzieren. So fällt eine
Vermittlung hier auch unter Missionierung, nur hat
Missionierung über die Vermittlung hinaus das Ziel, den
anderen mit allen Mittel zum Umdenken, zu einem anderen
Handeln zu bringen. Dieser Teil von Missionierung ist hier
wohl kritisch zu nennen, da sich dieser eben bis hin zur
Verbreitung von Lügen, Hass und jeglicher Form von Gewalt
steigern kann.
wir alle welche hier mit einigermaßen „qualifizierten“ Argumenten
(also auch Du und ich) versuchen hier Beiträge einzubringen sind
uns wohl einig, daß wir die Perversion der Religion, wo sie auch
auftritt nicht akzeptieren.
Dazu gehört auch die „Perversion“ der Verkündigung verbunden mit
Gewalt - wie auch immer.
Was ich damit sagen will:
Es ist unnötig,daß wir, die wir uns ja von den Diskussionen her kennen
und auch damit verbundenen Einstellungen, uns selbstverständliche
menschliche, ethische , moralische Einwände usw.um die Ohren hauen,so
als müßten wir diese erst beim Diskussionspartner anmahnen.
Ich finde eine solche unnötige „Anmahnung“ diskriminierend.
Sie ist unredlich weil sie die „Sachaussagen“ so nicht aufnimmt.
Sie rennt meist offene Türen ein und bauscht ein Diskussion auf.
Überlassen wir solche Methoden doch denen, welche sonst nicht anderes
drauf haben.
Was im Privaten, im Lehramt und sonstwo akzeptiert wird -
warum sollte es grundsätzlich bei einer Religion verpönt sein ?
Weil im Gegensatz (hoffentlich) zu Erziehung und Bildung das
Gegenüber erst einmal nicht so akzeptiert wird, wie es ist.
Erst nach einer erfolgreichen Missionierung wird es als Mensch
akzeptiert.
Diesen Satz verstehe ich nicht ganz
Es gäbe ja überhaupt keine Religion, wenn die Lehren dieser
Religionen nicht (aktiv) weitergegeben worden wären.
Macht sich halt so „klug“ wenn man dagegen schwätzt.
Übrigens: Die Juden sind das „auserwählte Volk“. Da war vom
eigenen Verständnis her kein Handlungsbedarf für eine
Erweiterung oder Einbeziehung fremder Völker in das „Heil“, egal wie
dies im jüdischen Glauben so oder so verstanden wird.
Aha, es zählt nun also nicht mehr die eigene Lehre, sondern
was andere an Vorurteilen darüber verbreiten? So ist falsch,
dass nach der jüdischen Lehre alleine Juden Anteil am Heil
hätten.
Bist Du wirklich ganz sicher, daß Deine Darstellung nicht einem
„fortschrittlichem“ Denken im Judentum entspricht ?
Bist Du sicher, daß auch die orthodoxe jüdische „Heilsauffassung“
Deiner Auffassung folgt ?
Bist Du sicher, daß Du dies aus der Bibel (AT)entnehmen kannst ?
Wo war nach der jüd.Religion je „Handlungbedarf“ anderen Völkern
der Welt das „Heil“ Gottes zuzutragen ?
Du mußt richtige Aussagen nicht immer unüberlegt gleich als
Vorurteile zurückweisen. Meine Aussage ist doch nicht diskiminierend
sondern eine Feststellung der Sachlage - ohne Wertung.
Richtig wäre, dass alle Menschen, genauso wie Juden,
daran Anteil haben können.
Wie denn ?
Die Auserwählung bezieht sich
darauf, dass die Juden als Volk hier die meisten Arbeit
tragen, da an ihnen sich entscheiden wird, wann die Menschheit
durch G’tt in die kommende Welt getragen wird.
Nein, nach dem AT ist die Auserwählung exclusiv.Wenn Auserwählung
als bes. Verantwortung gesehen wird, so ist dies zu begrüßen.
(Ich sehe dies auch so).
Sehen aber nicht viele orth. Juden in Israel diese Auserwählung so,
daß sie für sich einen besonderen Anspruch (z.Bsp.auf das Land !)
ableiten ?
Wie ist die besonders starke rel.Abgrenzung der Juden gegenüber
anderen Religionen (wir hatten dies hier schon einmal) mit Deiner
obigen Einlassung vereinbar?
In der christlichen Botschaft ist explizit die Verkündigung
dieser Botschaft geboten (sonst wäre dies gar keine Botschaft), an
alle Völker dieser Welt.
Nur ist Missionierung eben etwas anderes, als eine frohe
Verkündung.
Ich weiß nicht ganz, was Du hier auseinander dividieren willst.
Überzeugung muß immer dabei sein.
Diese Überzeugung konnten die Christen auch in den Jahren ihrer
Verfolgung - ohne direkte oder indirekte Macht - vermitteln, sonst
wäre diese „jüdische Sekte“ wohl ganz schnell von der Bildfläche
der Geschichte verschwunden.
Gruß VIKTOR