Religionskonflikt

Hallo!

Ich mache mir seit einiger Zeit Gedanken über die verschiedene
religionen, voralldingen die 3großen: christentum, judentum und islam.

Dabei kann ich mir eine Frage nie beantworten, und keiner, den ich frage weiß etwas wirklich dazu.

Warum kommt es zwischen den Religionen IMMER zu konflikten?
und nicht nur kleinere konflikte, sondern kriege, die nicht nur jahrzehnte, sondern jahrhunderte dauern.

ich will dabei nicht betreiten, dass man sich um ein friedliches miteinander bemüht und es auch funktionert, trotzdem kommt es dauernd dazu. woran genau liegt das? ich kann mir das überhaupt nicht erklären, weil ich nicht immer meine, dass sie sich gegenseitig missionieren wollen… oder?

(die frage ist ganz objektiv gemeint…!)
LG, Peter

Hallo Peter

ich
kann mir das überhaupt nicht erklären, weil ich nicht immer
meine, dass sie sich gegenseitig missionieren wollen… oder?

Nun ja, von den dreien hat das Judentum als einzige Religion weitestgehend darauf verzichtet, die anderen missionieren zu wollen.
Gruß,
Branden

Guten Abend, verehrter Herr Hofrat,

die beiden anderen täten eigentlich auch gut daran, das Missionieren zu unterbinden.

Schönen Abend!

To-I

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Warum kommt es zwischen den Religionen IMMER zu konflikten?
und nicht nur kleinere konflikte, sondern kriege, die nicht
nur jahrzehnte, sondern jahrhunderte dauern.

Diese Auseinandersetzungen sind nicht darauf zurückzuführen, was und wie geglaubt wird, sondern es geht doch im Grunde immer um die gleichen Dinge: Die Durchsetzung von Interessen jeglicher, meist jedoch pekunärer Natur. Religionen sind dabei nur ein Vorwand, wenn man es genau durchdenkt.

Mir ist egal, ob mein Nachbar in die Kirche oder in die Synagoge rennt. Wenn ich gute Laune hab, grüße ich ihn vielleicht sogar freundlich.

Wenn er aber seinen Hund auf meinen Bürgersteig kacken lässt, ist Schluss mit freundlich.

To-I

Hallo!

Warum kommt es zwischen den Religionen IMMER zu konflikten?
und nicht nur kleinere konflikte, sondern kriege, die nicht
nur jahrzehnte, sondern jahrhunderte dauern.

Money, money, money is the richmans world!

Es ging und geht immer nur um Macht, Geld und Einfluss! Und darum wird es auch in den nächsten Jahrhunderten gehen.
Ist ein menschliches Naturgesetzt! Egal wie pervers er den Optimisten und Humanen rüberkommen mag, hat sich bis jetzt jedoch immer durchsetzen können.
Die Menschheit wurde schon immer durch die Menschheit verhökert, egal aus welchen Gründen.
Die Dummen beziehen einen Standpunkt, die Klugen ergreifen ihre Chance :wink:

Gute Abend, lieber Fremdwortfreund

Pekuniärer(mit i) Natur sind wir alle. Denn die gute Knete kann sich keiner mehr wegdenken. Aber egal…

Vielleicht sollten sie, die Missionare, einfach nur anfangen das pekuniäre sekundär zu betrachten und die Menschenlichkeit zur primären Sache erklären.

Egal welcher Religion und weiß der Geier noch was, spielt doch keine Rolle. Is allet nur langweilig

XX

JAAAAAAAAAAAA
ENDLICH HATS EINER BEGRIFFEN!

Sorry, ich meinte, großartige Gedanken…

Ich bin…

XX

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Hallo,

ich
kann mir das überhaupt nicht erklären, weil ich nicht immer
meine, dass sie sich gegenseitig missionieren wollen… oder?

Nun ja, von den dreien hat das Judentum als einzige Religion
weitestgehend darauf verzichtet, die anderen missionieren zu
wollen.

ich sehe nicht, was falsch daran sein sollte,wenn einer seine
(positive)Überzeugung anderen vermitteln tut.
(hier im Forum geschieht auch nichts anderes)
Was im Privaten, im Lehramt und sonstwo akzeptiert wird - warum
sollte es grundsätzlich bei einer Religion verpönt sein ?
Es gäbe ja überhaupt keine Religion, wenn die Lehren dieser
Religionen nicht (aktiv) weitergegeben worden wären.
Macht sich halt so „klug“ wenn man dagegen schwätzt.
Übrigens: Die Juden sind das „auserwählte Volk“. Da war vom
eigenen Verständnis her kein Handlungsbedarf für eine Erweiterung
oder Einbeziehung fremder Völker in das „Heil“, egal wie dies im
jüdischen Glauben so oder so verstanden wird.
In der christlichen Botschaft ist explizit die Verkündigung dieser
Botschaft geboten (sonst wäre dies gar keine Botschaft), an alle
Völker dieser Welt.

Gruß VIKTOR

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Das sehe ich ebenso, lieber Tokei-ihto.
Es grüßt dich
Branden

Gute Abend, lieber Fremdwortfreund

Pekuniärer(mit i) Natur sind wir alle. Denn die gute Knete
kann sich keiner mehr wegdenken. Aber egal…

Lieber Sven,

ich bin froh und dankbar, dass es überall Leute gibt, die einen auf seine Tipp- und Fehler aus schierer Dummheit hinweisen. Das gibt einem so ein richtig sicheres Gefühl.

Mir beliebte es, mit Vanbranden zu sprechen.

┌┘

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Hallo Viktor

ich sehe nicht, was falsch daran sein sollte,wenn einer seine
(positive)Überzeugung anderen vermitteln tut.

Zwischen „etwas freundlich vermitteln wollen“ und dem, was beim Missionieren ablief, sehe ich einen gewissen UNterschied. :wink:
Was den Indianern und Indios angetan wurde, möchte ich hier ebensowenig en detail ausbreiten müssen wie auf die Kreuzzüge recourrieren.
Gruß,
Branden

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Halo Braaden

Der Griff in die kirchenkritische Mottenkiste eignet sich schlecht als Argument gegen das, was Viktor schrieb:

«ich sehe nicht, was falsch daran sein sollte,wenn einer seine
(positive)Überzeugung anderen vermitteln tut.
(hier im Forum geschieht auch nichts anderes)
Was im Privaten, im Lehramt und sonstwo akzeptiert wird - warum
sollte es grundsätzlich bei einer Religion verpönt sein ?» (usw.)

Der Unterschied zwischen vermitteln und einprügeln ist (zumindest in diesem Forum) wohl niemandem unbekannt.

Freundliche Grüsse
Rolf

Verzeiht mir bitte, ich wollte keine böse Absicht erscheinen lassen…

XX

Nochmal ganz kurz…

Und Gandhi hatte Recht…

So soll es sein, ich danke für die Lektion, und die Einsicht von Dir gelernt zu haben…

XX

Hallo.

ich sehe nicht, was falsch daran sein sollte,wenn einer seine
(positive)Überzeugung anderen vermitteln tut.

Hier sollte man vielleicht differenzieren. So fällt eine Vermittlung hier auch unter Missionierung, nur hat Missionierung über die Vermittlung hinaus das Ziel, den anderen mit allen Mittel zum Umdenken, zu einem anderen Handeln zu bringen. Dieser Teil von Missionierung ist hier wohl kritisch zu nennen, da sich dieser eben bis hin zur Verbreitung von Lügen, Hass und jeglicher Form von Gewalt steigern kann.

Was im Privaten, im Lehramt und sonstwo akzeptiert wird -
warum sollte es grundsätzlich bei einer Religion verpönt sein ?

Weil im Gegensatz (hoffentlich) zu Erziehung und Bildung das Gegenüber erst einmal nicht so akzeptiert wird, wie es ist. Erst nach einer erfolgreichen Missionierung wird es als Mensch akzeptiert.

Es gäbe ja überhaupt keine Religion, wenn die Lehren dieser
Religionen nicht (aktiv) weitergegeben worden wären.

Das Problem hierbei ist aber, dass manche Religion (hier Christentum und Islam) alle Menschen auch gegen deren Widerstand zu ihrer eigenen Religion überzeugen müssen. Viele Christen in Europa haben aus negativen Erfahrungen in der Vergangenheit gelernt, dass diese Art der Missionierung ihre Grenze hat. Andere halt noch nicht und versurchen so viel Leid.

Macht sich halt so „klug“ wenn man dagegen schwätzt.
Übrigens: Die Juden sind das „auserwählte Volk“. Da war vom
eigenen Verständnis her kein Handlungsbedarf für eine
Erweiterung oder Einbeziehung fremder Völker in das „Heil“, egal wie
dies im jüdischen Glauben so oder so verstanden wird.

Aha, es zählt nun also nicht mehr die eigene Lehre, sondern was andere an Vorurteilen darüber verbreiten? So ist falsch, dass nach der jüdischen Lehre alleine Juden Anteil am Heil hätten. Richtig wäre, dass alle Menschen, genauso wie Juden, daran Anteil haben können. Die Auserwählung bezieht sich darauf, dass die Juden als Volk hier die meisten Arbeit tragen, da an ihnen sich entscheiden wird, wann die Menschheit durch G’tt in die kommende Welt getragen wird.

In der christlichen Botschaft ist explizit die Verkündigung
dieser Botschaft geboten (sonst wäre dies gar keine Botschaft), an
alle Völker dieser Welt.

Nur ist Missionierung eben etwas anderes, als eine frohe Verkündung.

Gruss,
Eli

Hallo.

Der Unterschied zwischen vermitteln und einprügeln ist
(zumindest in diesem Forum) wohl niemandem unbekannt.

Nur besteht hier eben oft ein Unterschied zur Missionierung, welche eben auch heute nicht nur friedlich vermittelt. So werden nach wie vor weltweit zahlreiche Kulturen durch Missionierung vernichtet. Und entgegen der positiven Darstellung hier, wird dieses oft durch Gewalt begleitet.

Gruss,
Eli

Hallo!

Ich mache mir seit einiger Zeit Gedanken über die verschiedene
religionen, voralldingen die 3großen: christentum, judentum
und islam.

Dabei kann ich mir eine Frage nie beantworten, und keiner, den
ich frage weiß etwas wirklich dazu.

Warum kommt es zwischen den Religionen IMMER zu konflikten?
und nicht nur kleinere konflikte, sondern kriege, die nicht
nur jahrzehnte, sondern jahrhunderte dauern.

Hallo,
das Problem der Religionen ist, dass sich deren Glaubenssätze, vor allem Gott, nicht beweisen läßt. Es gehört dazu ein hohe Toleranz, um die Überzeugungen anderer Religionen zu respektieren. Vor ähnlichen Problemen stehen aber auch die Religionszweifler: sie können nicht beweisen, dass es Gott nicht gibt und daher Religion Unsinn ist. Wie hoch deren Toleranzbereitschaft ist erfährst Du hier in diesem Bord:
nirgends wird so viel gelästert und gehetzt wie hier, und wenn Du eine vernünftige Frage stellst, kannst Du sicher sein, 50% dumme Antworten zubekommen, wo sich einer nur mal auskotzen wollte.

Wolfgang D.

Jede Glaubensrichtung erhebt den Anspruch auf die vollkommene Wahrheit, d.h. andere werden nicht anerkannt. Bisher sind mir nur 2 Ausnahmen bekannt (Buddhismus,Bahai). Letztere haben da eineandere Sicht, wonach es nur 1 Religion gibt, die an die Zeit angepaßt wird.

Hallo Eli

ich sehe nicht, was falsch daran sein sollte,wenn einer seine
(positive)Überzeugung anderen vermitteln tut.

Hier sollte man vielleicht differenzieren. So fällt eine
Vermittlung hier auch unter Missionierung, nur hat
Missionierung über die Vermittlung hinaus das Ziel, den
anderen mit allen Mittel zum Umdenken, zu einem anderen
Handeln zu bringen. Dieser Teil von Missionierung ist hier
wohl kritisch zu nennen, da sich dieser eben bis hin zur
Verbreitung von Lügen, Hass und jeglicher Form von Gewalt
steigern kann.

wir alle welche hier mit einigermaßen „qualifizierten“ Argumenten
(also auch Du und ich) versuchen hier Beiträge einzubringen sind
uns wohl einig, daß wir die Perversion der Religion, wo sie auch
auftritt nicht akzeptieren.
Dazu gehört auch die „Perversion“ der Verkündigung verbunden mit
Gewalt - wie auch immer.
Was ich damit sagen will:
Es ist unnötig,daß wir, die wir uns ja von den Diskussionen her kennen
und auch damit verbundenen Einstellungen, uns selbstverständliche
menschliche, ethische , moralische Einwände usw.um die Ohren hauen,so
als müßten wir diese erst beim Diskussionspartner anmahnen.
Ich finde eine solche unnötige „Anmahnung“ diskriminierend.
Sie ist unredlich weil sie die „Sachaussagen“ so nicht aufnimmt.
Sie rennt meist offene Türen ein und bauscht ein Diskussion auf.
Überlassen wir solche Methoden doch denen, welche sonst nicht anderes
drauf haben.

Was im Privaten, im Lehramt und sonstwo akzeptiert wird -
warum sollte es grundsätzlich bei einer Religion verpönt sein ?

Weil im Gegensatz (hoffentlich) zu Erziehung und Bildung das
Gegenüber erst einmal nicht so akzeptiert wird, wie es ist.
Erst nach einer erfolgreichen Missionierung wird es als Mensch
akzeptiert.

Diesen Satz verstehe ich nicht ganz

Es gäbe ja überhaupt keine Religion, wenn die Lehren dieser
Religionen nicht (aktiv) weitergegeben worden wären.
Macht sich halt so „klug“ wenn man dagegen schwätzt.
Übrigens: Die Juden sind das „auserwählte Volk“. Da war vom
eigenen Verständnis her kein Handlungsbedarf für eine
Erweiterung oder Einbeziehung fremder Völker in das „Heil“, egal wie
dies im jüdischen Glauben so oder so verstanden wird.

Aha, es zählt nun also nicht mehr die eigene Lehre, sondern
was andere an Vorurteilen darüber verbreiten? So ist falsch,
dass nach der jüdischen Lehre alleine Juden Anteil am Heil
hätten.

Bist Du wirklich ganz sicher, daß Deine Darstellung nicht einem
„fortschrittlichem“ Denken im Judentum entspricht ?
Bist Du sicher, daß auch die orthodoxe jüdische „Heilsauffassung“
Deiner Auffassung folgt ?
Bist Du sicher, daß Du dies aus der Bibel (AT)entnehmen kannst ?
Wo war nach der jüd.Religion je „Handlungbedarf“ anderen Völkern
der Welt das „Heil“ Gottes zuzutragen ?
Du mußt richtige Aussagen nicht immer unüberlegt gleich als
Vorurteile zurückweisen. Meine Aussage ist doch nicht diskiminierend
sondern eine Feststellung der Sachlage - ohne Wertung.

Richtig wäre, dass alle Menschen, genauso wie Juden,
daran Anteil haben können.

Wie denn ?

Die Auserwählung bezieht sich
darauf, dass die Juden als Volk hier die meisten Arbeit
tragen, da an ihnen sich entscheiden wird, wann die Menschheit
durch G’tt in die kommende Welt getragen wird.

Nein, nach dem AT ist die Auserwählung exclusiv.Wenn Auserwählung
als bes. Verantwortung gesehen wird, so ist dies zu begrüßen.
(Ich sehe dies auch so).
Sehen aber nicht viele orth. Juden in Israel diese Auserwählung so,
daß sie für sich einen besonderen Anspruch (z.Bsp.auf das Land !)
ableiten ?
Wie ist die besonders starke rel.Abgrenzung der Juden gegenüber
anderen Religionen (wir hatten dies hier schon einmal) mit Deiner
obigen Einlassung vereinbar?

In der christlichen Botschaft ist explizit die Verkündigung
dieser Botschaft geboten (sonst wäre dies gar keine Botschaft), an
alle Völker dieser Welt.

Nur ist Missionierung eben etwas anderes, als eine frohe
Verkündung.

Ich weiß nicht ganz, was Du hier auseinander dividieren willst.
Überzeugung muß immer dabei sein.
Diese Überzeugung konnten die Christen auch in den Jahren ihrer
Verfolgung - ohne direkte oder indirekte Macht - vermitteln, sonst
wäre diese „jüdische Sekte“ wohl ganz schnell von der Bildfläche
der Geschichte verschwunden.
Gruß VIKTOR

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Hallo Scotty

Jede Glaubensrichtung erhebt den Anspruch auf die vollkommene
Wahrheit, d.h. andere werden nicht anerkannt. Bisher sind mir
nur 2 Ausnahmen bekannt (Buddhismus,Bahai). Letztere haben da
eineandere Sicht, wonach es nur 1 Religion gibt, die an die
Zeit angepaßt wird.

(Anrede und Gruß wären nicht verkehrt - dies nur nebenbei)
Bist Du da sicher, was Du da sagst ?
Jede Religion, welche einen speziellen Heilsweg und eine
umfangreiche Lehre beinhaltet, hält diesen Heilsweg und diese
Lehre für richtig und verteidigt sie gegen andere Anschauungen.
Du sagst es oben ganz richtig.
Dies ist beim Buddismius oder Bahai auch nicht anders auch wenn
verschiedentlich anders behauptet wird oder versucht wird hinzudrehen.
Oder hast Du entsprechende Aussagen wie:
„ist alles egal was wir sagen (lehren) , es ist nicht relevant,
und genauso falsch oder richtig wie alles andere“.
Eine solche Religion würde sich selbst für überflüssig erklären.
Gruß VIKTOR