Religionsuntericht

Hi und hallo

das soll jetzt bitte keine Diskussion über den Sinn und Unsinn von Glauben werden!

Neulich wurde im Elternbeirat (informell (:smile:) diskutiert ob die Religionsstunden eigentlich sinnvoll genutzte Schulzeit seien, oder ob es sinnvoller wäre die 2 oder 3 Schulstunden für

  • Förderuntericht
  • Sport
  • Theaterspielen oder andere musische Bereiche
  • Verschönerungsaktionen im Schulhaus

usw usw zu nützen.

Religionsuntericht dann eben in der Freizeit…in der jeweiligen Kirchengemeinde oder wie auch immer.

Wie ist Eure Meinung dazu?

Neugierig - Sue

…ob die Religionsstunden eigentlich sinnvoll genutzte Schulzeit seien… … oder für

  • Förderuntericht
  • Sport
  • Theaterspielen oder andere musische Bereiche
  • Verschönerungsaktionen im Schulhaus
    usw usw zu nützen.

Hallo Sue,

ich habe hierzu nur einen kleinen Denkanstoß:

Das läßt sich kombinieren, wenn der Religionslehrer bereit ist, den Klassenraum auch einmal zu verlassen. Religionsunterricht umfaßt schließlich nicht nur das Auswendiglernen der Bibel, sondern soll auch oder sogar hauptsächlich die Grundsätze des Zusammenlebens (Toleranz, Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe…) vermitteln.

Viele Aktivitäten, die du genannt hast, lassen sich geschickt auch in einen religiösen Rahmen (aber nicht übertreiben) verpacken.

Ich würde den Religionsunterricht nicht ausschließlich an die Gemeinde/Pfarrgemeinde weitergeben, da die Kinder/Jugendlichen ganz besonders in der Schule (Klasse) das Zusammenleben unter Gleichaltrigen mit mehr oder minder gleichen Interessen erfahren.

Mat schoungem Jrooß ousser Eefel,
Markus Onlein aus Offlein

Hi Sue

Neulich wurde im Elternbeirat (informell (:smile:) diskutiert ob
die Religionsstunden eigentlich sinnvoll genutzte Schulzeit
seien, oder ob es sinnvoller wäre die 2 oder 3 Schulstunden
für

Religionsunterricht finde ich schon sinnvoll, nicht zuletzt, weil es der letzte halbwegs stressfreie Unterricht ist, in dem über Grundlagen auf der Basis der Zehn Gebote diskutiert wird. Die sind es schließlich, die im wesentlichen unsere Wertvorstellungen bestimmen, auch wenn man nicht religiös ist. Religionsunterricht, der sich ausschließlich an biblischen Themen orientiert, gibt es in dieser Form ohnehin nicht mehr. Es ist eher eine Kombination aus christlichen Traditionen und Ethik, mehr oder weniger gewichtet, je nach Lehrer.

Religionsuntericht dann eben in der Freizeit…in der
jeweiligen Kirchengemeinde oder wie auch immer.

Vergiß es, wer würde das machen?
Gruß
Tutulla

Hallo Sue,

das soll jetzt bitte keine Diskussion über den Sinn und Unsinn
von Glauben werden!

OOOOOOOK… :wink:

Neulich wurde im Elternbeirat (informell (:smile:) diskutiert ob
die Religionsstunden eigentlich sinnvoll genutzte Schulzeit
seien,

Nein, ist sie - im Gegensatz zum Ethik-Unterricht - nicht, zumal Reli an einer staatlichen Schule nichts, aber auch gar nichts, verloren hat. Während meiner Schulzeit in Polen war Reli-Unterricht reines Privatvergnügen, das auch nicht in der Schule sondern in der jeweiligen Gemeinde stattfand und durch Nonnen bzw. Priester erteilt wurde. Apropos Privatvergnügen: Lehrergehälter werden bekanntlich aus Steuergeldern gezahlt, wobei sich mir die Frage stellt, warum ein Atheist, Moslem, Jude, Buddhist, Hinduist, Hastenichgesehen, das Gehalt eines verbeamteten katholischen bzw. evangelischen Reli-Lehrers ‚mitfinanzieren‘ soll, ohne etwas davon zu haben. Wenn schon so ein Unterricht, dann Ethik für alle.

oder ob es sinnvoller wäre die 2 oder 3 Schulstunden
für

Nun ja…

  • Förderuntericht

Braucht nicht jedes Kind (obwohl: wenn ich mir die aktuellen katastrophalen PISA-Ergebnisse ansehe…). Evtl. könnte man den Kids, die keinen Förderunterricht brauchen, während der Zeit die Möglichkeit geben z. B. Fremdsprachen zu lernen.

  • Sport

Unbedingt! Schau Dir doch die Junk Food & Playstation-Generation an; die Kiddies werden doch immer fetter!

  • Theaterspielen oder andere musische Bereiche

Wäre auch eine Möglichkeit. Die künstlerischen bzw. kreativen Unterrichtsfächer kommen meiner Meinung nach heute viiiiiiel zu kurz. Zugegeben, vielleicht kommt es mir nur so vor, weil ich a) die ersten paar Jahre meiner Schulkarriere auf einer Musikschule verbracht habe und b) anschließend Musik als einen der Leistungkurse hatte.

  • Verschönerungsaktionen im Schulhaus

Ich weiß nicht… Solche Aktionen fanden bei uns in der Schule ebenfalls in der Freizeit (nachmittags bzw. am Samstag) statt, wobei auch die Eltern beteiligt waren. War immer richtig lustig: mit Würstchen & Kartoffeln aus dem Lagerfeuer oder Gulaschkanone und einer ‚Abschlußveranstaltung‘ mit Musik, Sketchen, etc. Solche Mühe macht man sich heutzutage ja gar nicht mehr.

Noch ein Vorschlag, der mir (trotz ‚no kids!‘) am Herzen läge (in englischen Schulen übrigens obligatorisch): Koch-Unterricht! Hier könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen:

Fliege 1.: Die Kiddies würden von klein auf lernen, daß nicht nur Burger, Fritten und Spaghetti mit Ketchup zu den genießbaren Speisen zählen.
Fliege 2.: Man könnte von Vornherein der zunehmenden Verfettung der Bevölkerung entgegenwirken. Kinder, die schon in der Grundschule kochen, achten auch zu Hause darauf, was auf den Tisch kommt und ‚erziehen‘ so praktisch die Eltern.

Gruß

Renee

Hallo Tutulla,

ich weiß, daß Du Reli-Lehrerin und somit ‚parteiisch‘ bist, dennoch möchte ich mal kurz nachhaken. :wink: Wie ich bereits schrieb, bin ich der Meinung, daß Reli-Unterricht nichts an einer Schule verloren hat, weil es keine Staatsreligion gibt. In Artikel 7 des Grundgesetzes heißt es

Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach.

Was zum Henker also hat Reli-Unterricht an einer nicht konfessionsgebundenen Schule zu suchen?

Religionsunterricht finde ich schon sinnvoll, nicht zuletzt,
weil es der letzte halbwegs stressfreie Unterricht ist,

Hervorhebung durch mich

Deinem Argument kann ich nicht ganz folgen. Sinnvoll, da stressfrei? Das mußt Du mir bitte näher erklären. Was machen während dieses christlich (ob nun rk oder ev) stressfreien Unterrichts die Atheisten, Buddhisten, Juden & Co.? Überspitzt ausgedrückt: Schule putzen? Mathe pauken?

Wer sagt denn überhaupt, daß sonstige Fächer stressig sind?

in dem
über Grundlagen auf der Basis der Zehn Gebote diskutiert wird.
Die sind es schließlich, die im wesentlichen unsere
Wertvorstellungen bestimmen, auch wenn man nicht religiös ist.

Wertevorstellungen sind ein gutes Stichwort. Warum also nicht Ethik-Unterricht für alle? Von so einem Unterricht würde jede Glaubensrichtung profitieren, meinst Du nicht?

Religionsuntericht dann eben in der Freizeit…in der
jeweiligen Kirchengemeinde oder wie auch immer.

Vergiß es, wer würde das machen?

Das, meine Beste, ist ein Problem der Eltern, die darauf Wert legen, daß ihre Sprößlinge entsprechenden Unterricht erhalten. Es kann ncht die Sache der Schulen sein, dafür zu sorgen, daß ein kleiner Kreis in den Genuß des Reli-Unterricht kommt (es ist ja für Eltern soooooo bequem, wenn sich die Schule darum kümmert), anstatt z. B. Rechtschreibung oder Rechnen zu lernen. Wenn die Eltern darauf Wert legen, dann müssen sie ihre Kiddies eben davon überzeugen, daß ein Stündchen weniger an der Playstation gehockt und statt dessen zum Reli-Unterricht gedackelt wird.

Gruß

Renee

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Toll gesagt Ganz deiner Meinung! Danke, * owT Gruß
ohne
weiteren
Text
(Näheres folgt)

Hi,

ich würde einen Reli- Unterricht schon für sinnvoll halten - aber nicht so einen wie er derzeit praktiziert wird.

Dh. er müsste wertungsfrei und gleichberechtigt alle (Welt)religionen (mindestens Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus, "Natur"religionen) umfassen. Ich kenne auch einige bekennende Katholiken oder evagelischen, die dies durchaus auch leisten könnten, oder man könnte die jeweiligen Teile durch (gemäßigte) Angehörige der jeweiligen Religion halten lassen. Ein christlich orientierter Unterricht an einer staatlichen oder auch einer vorwiegend staatlich finanzierten kirchlichen Schule ist m.E. grundgesetzwidrig (Trennung von Staat und Kirche).

Es scheint aber gerade die offene oder verdeckte christliche Missionierung Ziel nicht weniger Reli-Lehrer zu sein.

Religionsunterricht ist m.E. auch ein blöder Begriff. Eigentlich sollte es nicht um Religion als solche, noch nicht mal um Glauben gehen. Sondern um Vermittlung von Wissen zu den Religionen und Glaubensrichtungen, ihrer Geschichte und Glaubenspraxis, und um dem Schüler die Möglichkeit zu geben, sich ggf einer Glaubensrichtung zu nähern oder auch Atheist zu bleiben.

Es gibt durchaus auch solche Religionsunterichte, jedoch scheinen sie sehr in der Minderheit zu sein.
A.

Hallo Andreas,

ich habe die „volle Packung“ katholischer Schulen erwischt. D.h. vom ersten bis zum letzten Tag in katholischen so genannten Bekenntnisschulen verbracht. Aber was den Religionsunterricht anging, kann ich nur sagen, dass dieser eigentlich immer genau so war, wie Du ihn dir vorstellst. Und der Grund hierfür ist auch ganz einfach: Es gibt schließlich einen anerkannten Lehrplan und eine klare gesetzliche Vorgabe, dass der Religionsunterricht eben gerade nicht missionarisch, sondern ausschließlich wissensvermittelnd sein darf. D.h. die Kathechese in Sinne von „Was ist die Katholische Kirche“ ja, aber eben nicht im Sinn von „warum ist es besser Katholik als irgendetwas anderes zu sein“. Und so haben wir uns jahrelang mit allen großen Weltreligionen herumgeschlagen, uns von den Synoptikern quälen lassen müssen, … Zudem jede Menge (christlich geprägte) Ethik in unserer heutigen Gesellschaft. Einzige (und meiner Meinung nach offiziell auch unzulässige, aber aus dem Sachzusammenhang verständliche) Ausnahme war der Unterricht im Rahmen der von meiner katholischen und auch ausschließlich von katholischen Schülern besuchten Grundschule gemeinsam vorbereiteten und organisierten Erstkommunion.

Gewisse „Defizite“ nach dieser Zeit habe ich zwar schon dahingehend festgestellt, dass gerade der Protestantismus dabei deutlich zu kurz gekommen ist, und es im echten Leben „etwas brauchte“ bis man zu „denen“ wieder ein ausgeglichenes Verhältnis hatte, und dass ich auch erst feststellen musste, dass nicht jeder Katholik nur mein Bestes will. Aber dass war keine Frage des Religionsunterrichts, sondern eine naturgegebene Sache eines rein katholisch geprägten Schulumfelds.

Insoweit kann ich die Kritik am Religionsunterricht nicht ganz nachvollziehen.

Gruß vom Wiz, der sich Dank seiner besseren Hälfte inzwischen in der evangelischen Gemeinde vor Ort besser aufgehoben fühlt als in der katholischen und der alle paar Monate mal beim islamischen Kulturverein aufschlägt, …

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Hi und hallo

das soll jetzt bitte keine Diskussion über den Sinn und Unsinn
von Glauben werden!

Neulich wurde im Elternbeirat (informell (:smile:) diskutiert ob
die Religionsstunden eigentlich sinnvoll genutzte Schulzeit
seien, oder ob es sinnvoller wäre die 2 oder 3 Schulstunden
für

  • Förderuntericht
  • Sport
  • Theaterspielen oder andere musische Bereiche
  • Verschönerungsaktionen im Schulhaus

Ich glaube Du gehst in der Fragestellung unnötig von einer entweder/oder Problemstellung aus. So wie Du fragst stelle ich dagegen:

Kann man das Schulhaus nicht so oder so außerhalb des Unterrichtes verschönern? Kann Theater nicht auch im Deutschunnterricht integriert werden? Sind drei Stunden Sport in der Woche nicht genug für ein Unterrichtsangebot?

Die Frage nach Sinn oder Unsinn von Religionsunterricht sollte sich nur aus sich selbst heraus stellen. Ist Religionsunterricht notwendig oder wenigstens sinnvoll, ist es überhaupt rechtens? Und natürlich hat die Fragestellung immer auch etwas mit der grundsätzlichen Einstellung zur Religion zu tun.

Ich will nicht unnötig wiederholen, denn Renee hat auch meine Meinung getroffen. Religion ist Privatsache, hat an der Schule nix verloren…Ethikunterricht dagegen ist m.E. absolut sinnvoll. Innerhalb des Ethikunterrichtes wird natürlich Religionsgeschichte ein wichtige Rolle spielen, heutige Moralvorstellungen sind natürlich traditionell von der jeweilig vorherrschenden Reli bestimmt, allerdings finde ich schon, daß es für eine Regel wie 'Du sollst nicht töten" auch weltliche Argumente geben…das Gott das irgendwann so bestimmt hat reicht mir da nicht aus. :wink:

Regeln des Zusammenlebens zu erlernen und vor allem zu durchdenken und zu hinterfragen sind aber ganz wichtige Aspekte, die durchaus die Schule unseren Kindern mit auf den Lebensweg geben kann oder m.E. auch unbedingt sollte, der ja nicht nur aus Grundrechenarten besteht.

In Sachsen gibt es übrigens den Ethikunterricht als Alternative zur Relgion (oder Reli als Alternative zu Ethik…LOL, egal wie rum)das wird auch bis zur 12 Klasse gelehrt. Mein Großer beschäftigt sich da grade mit Menschenrechten.

Gruß Maid :smile:

Meine Rede
Hallo Andreas,

Dh. er müsste wertungsfrei und gleichberechtigt alle
(Welt)religionen (mindestens Christentum, Judentum, Islam,
Buddhismus, Hinduismus, "Natur"religionen) umfassen.

Das wäre im Rahmen des neutralen - bzw. wie Du sagtest ‚wertungfreien‘ - Ethik-Unterrichts durchaus möglich. Es ist noch niemandem ein Zacken aus dem Krönchen gebrochen, wenn er etwas über fremde Religionen, Kulturen und Wertevorstellungen weiß - im Gegenteil! Würde man so etwas in der Schule lernen, würden nicht so viele Kids ‚Scheiß Kanaken‘ (ich erinnere immer wieder gerne daran, daß ‚Kanake‘ nichts anderes als ‚Mensch‘ heißt) brüllen und Asylantenheime anzünden (als Extrem-Beispiel natürlich).

Hier funktioniert es im Grunde genommen nach dem Motto ‚was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht‘. Unwissenheit erzeugt Angst und Angst wiederum sinnlose Gewalt. Manche Kids kennen von Zuhause nun einmal nur die Stammtisch-Parolen… Ausländer sind scheiße, sie nehmen uns die Arbeit und die Frauen weg. Aaaaaaha! Wen nehme ich wohl als Chef? Einen gut - in Deutschland - ausgebildeten Ausländer oder einen Deutschen, der auf die Eltern hörte und selbst nach mehrmaligem Sitzenbleiben auf den Hauptschulabschluß pfiff?

Hier muß in der Tat die Bildungsministerin ran und zwar unverzüglich, weil die Ängste immer größer werden… Ein für sämtliche Religionen verbindlicher Ethik-Unterricht würde hier vielleicht ein wenig entgegensteuern.

Gruß

Renee

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Hallo Sue,

Wie ist Eure Meinung dazu?

die christliche Religion ist für die meisten Leute in Deutschland die Grundlage einiger Wissensbereiche und Lebenseinstellungen. Darin sehe ich den Sinn christliche Religionen, egal ob evangelisch oder katholisch, zu vermitteln.
Aber leider habe ich in der bisherigen Schulzeit meiner beiden Kinder dogmatisierenden und weltfremden Religionsunterricht mitbekommen, weswegen ich dazu neige diese Unterrichtszeit für überflüssig anzusehen. Da gibt es Wichtigeres zu lernen oder zu üben.
Ich glaube, dass die Gestalter des Lehrplans für Religionsunterricht sich selber nicht im Klaren sind, zu wissen was sie vermittelt haben wollen. Und ich würde mir außerdem etwas mehr Sinn für Toleranz anderen Überzeugungen, nicht zuletzt anderen Religionen gegenüber, wünschen.
Meine Kinder sind durch mich evangelisch, haben einen Vater, der mit der Kirche gar nichts am Hut hat, gehen zu den Pfadfindern der katholischen Kirche und haben ein-zwei muslimische Freunde. Die Zeiten haben sich geändert, da sollte ein Lehrer Verständnis dafür haben, wenn Geschichten von Adam und Eva und der Weltenentstehung des ersten Testaments mit einer gewissen Reserviertheit zur Kenntnis genommen wird. Aber bei dem Lehrplan und bei den Lehrern…

viele Grüße
claren

hallo,

erst mal vorneweg, ich selbst bin nicht religiös (obgleich getauft) und meine kinder nicht getauft. dennoch finde ich religionsunterricht wichtig. denn ich möchte trotzdem meinen kindern den glauben ermöglichen.
und kann dann bei fragen an die lehrerin verweisen.

diese stunden in andere umzuwandeln fände ich nicht sehr sinnvoll, denn die meist angebotenen lösungen sind doch recht befriedigend. förder wird meist in den freien stunden angeboten, sport ist mit drei stunden die woche ausreichend,theater oder sonstiges wird oft als ag engeboten und die verschönerung des schulgebäudes kann man in bk verwirklichen.

ich fände es sinnvoll, den religionsunterricht zu belassen,um den (christl.)kindern die christlichen werte beizubringen.für die nichtchristl. kinder gibt es ja die möglichkeit während des religionsunterrichts ethik zu besuchen. mir wurde bei der anmeldung meiner kinder erklärt, dass wenn meine kinder nicht in religion gehen in ethik müßen, da keine freistunden erlaubt seien. und gleichzeitig sollte es ein zusätzliches unterrichtsfach für alle schüler geben, indem alle religionen,lebensweisen und kulturen der verschiedenen völker und deren akzeptanz vermittelt werden.

ausserdem bin ich der meinung, dass leider allzu oft, die wenige zeit die kindern nach der schule und hausis bleibt, mit verschiedensten terminen vollgestopft ist. noch mehr angebote und anreize ist nicht unbedingt sinnvoll für die entwicklung eines kindes. wo bleiben denn die freiräume zur selbstverwirklichung der kinder?

sicher könnte man reli durch mathe,etc. ersetzen, da es dort eben nachholbedarf gibt. aber das wäre evtl. der falsche weg. vielmehr sollte man das lehrkonzept und die unterrichtsmethoden überdenken. oftmals ist der unterricht einfach zu langweilig. da nützt es wohl auch nix wenn reli wegfällt.

vielleicht könnte man auch die ferien etwas kürzen,im schnitt alle 7 wochen ferien ist doch heftig,die zusätzlich entstandenen stunden könnte man zur verbesserung des leistungsniveaus nutzen, um endlich besser bei der pisa-studie abzuschneiden. wobei ich der meinung bin, dass unsere kids nicht unbedingt schlechter sind, als andere.

lg tanja

Hallo Renee,

Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen
mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches
Lehrfach.

Was zum Henker also hat Reli-Unterricht an einer nicht
konfessionsgebundenen Schule zu suchen?

Du hast offgensichtlich den Satz aus dem Grundgesetz nicht verstanden. Da steht doch: RELIGIONSUNTERRICHT IST ORDENTLICHES LEHRFACH. Und ein Lehrfach wird eben gegeben. Punkt.

Was machen
während dieses christlich (ob nun rk oder ev) stressfreien
Unterrichts die Atheisten, Buddhisten, Juden & Co.? Überspitzt
ausgedrückt: Schule putzen? Mathe pauken?

Wann hast Du zuletzt mit Religionsunterricht zu tun gehabt? Es gibt schon seit mindestens 25Jahren Alternativfächer zum Religionsunterricht. Nannte sich bei uns damals ‚Werte und Normen‘, heute heißt es bei meinen Kindern ‚Ethik‘. Wo also ist da Dein Problem?

Wer sagt denn überhaupt, daß sonstige Fächer stressig sind?

Dazu sag’ ich jetzt mal nichts. Das ist mir einfach zu dumm.

Wertevorstellungen sind ein gutes Stichwort. Warum also nicht
Ethik-Unterricht für alle? Von so einem Unterricht würde jede
Glaubensrichtung profitieren, meinst Du nicht?

S.o. Du solltest Diech einfach informieren, bevor Du Dich so weit aus dem Fenster lehnst.

Religionsuntericht dann eben in der Freizeit…in der
jeweiligen Kirchengemeinde oder wie auch immer.

Vergiß es, wer würde das machen?

Das, meine Beste, ist ein Problem der Eltern, die darauf Wert
legen, daß ihre Sprößlinge entsprechenden Unterricht erhalten.

Sowas gibt es auch schon. Das nennt sich ‚Konfirmationsunterricht‘ bzw. ‚Kommunionsunterricht‘ oder ‚Koranschule‘. Hast Du das evt. schon mal irgendwo gehört?
Ach ja, da kümmern sich übrigens tatsächlich die Eltern drum, daß das Kind da teilnimmt. Oder eben auch nicht.

Es kann ncht die Sache der Schulen sein, dafür zu sorgen, daß
ein kleiner Kreis in den Genuß des Reli-Unterricht kommt (es
ist ja für Eltern soooooo bequem, wenn sich die Schule darum
kümmert), anstatt z. B. Rechtschreibung oder Rechnen zu
lernen.

Völliger Quark. erstens kommt nicht ‚ein kleiner Kreis‘ in den Genuß etc., es ist immer noch die Mehrheit, die teilnimmt. Und weil wir hier eine Demokratie haben…
Und seit wann ist Religionsunterricht die Alternative zum Rechtschreibunterricht? Willst Du vielleicht auch gleich Erdkunde, Geschichte, Chemie, Physik, Kunst, Werken, Sport… abschaffen? Da könnten sich ja auch die Eltern drum kümmern.
Im Gegenteil, wenn mehr Eltern sich auch um die moralische Erziehung ihrer Kinder kümmern würden, hätten wir (überall auf der Welt) weniger Probleme.
Jedenfalls dann, wenn es die christliche Moral wäre.

Wenn die Eltern darauf Wert legen, dann müssen sie
ihre Kiddies eben davon überzeugen, daß ein Stündchen weniger
an der Playstation gehockt und statt dessen zum
Reli-Unterricht gedackelt wird.

S.o. Auch kein neues Argument.

Gruß
Axel

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Hi Sue!

Zuerst: Vielen herzlichen Dank für diese tolle Diskussionanregung!

Danach: Ich habe nur ein Teil der anderen Antworten gelesen

So wie Renee hier schon sagte, ich denke -und ich hoffe ich darf das so kurz zusammenfassen- Religion darf/soll nie Pflichtfach sein. Und das aus zwei Gründen:

  1. Der deutsche Staat ist konfessionsfrei
    (Dazu: Ich habe lange in einer konfesionell katholisch Land gelebt um zu wissen was das heisst!)

  2. Die Religionsfreiheit (im Grundgesetz verankert) würde insofern beeinträchtigt, daß Andersdenkenden bestimmten Konfessionen „erzwungen“ werden.

Darüber hinaus bin ich fest der Meinung, daß Religion kOEnnte (muß aber nicht!! und ist es sicherlich auch nicht immer) eine Möglichkeit sein, die Werten unsere Gesellschaft den Kindern beizubringen. ABER: Armes Kind, wenn das die alle einzige Möglichkeit für ihn ist, diese Werte zu kennen und zu lieben!!!. Oder mit anderen Wörtern: Ich lehne die Tötung eines anderen Menschen NICHT weil es in einem Buch namens Bibel steht, sondern weil es meine innigste Überzeugung ist. Denn in meiner (damaligen) Schule, aber auch daheim bei meiner Familie, mit meinen Freunden usw. wurde mir das erklärt und näher gebracht.

Wenn in der Schule wo mein Sohn hingeht, Religion Pflichtfach ist, dann bestehe ich darauf, daß in dieser Schule nicht nur auf die katholische bzw evangelische Religion eingegangen wird, sondern vielmehr auch die anderen (zumindest die größten, wie zB Judaism, Buddhismus, Hinduismus, etc…) „unterrichtet“ bzw. berücksichtigt werden. Was hat das Leben Mahomas nicht, was das Leben Jesu wichtiger macht? Warum muß ich wissen, daß Jesu dies und jenes machte, aber nicht wer Buddha war?

Ich bin weiter fest der Meinung, daß zB einen GUTEN Theaterstück (als Beispiel!), die man den Kindern ausführen läßt, u.U. wesentlich mehr über die Werte dieser Gesellschaft lehren kann, als 100 rein theoretischen Religionstunden. Andere Beispiele, so auf die schnelle: Diskussionsforen; „Schulzeitschriften“ gestalten lassen; usw…

Also das war meine Meinung zu dieser Thema.

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo Axel,

Im Gegenteil, wenn mehr Eltern sich auch um die moralische
Erziehung ihrer Kinder kümmern würden, hätten wir (überall auf
der Welt) weniger Probleme.
Jedenfalls dann, wenn es die christliche Moral wäre.

Das hast Du jetzt aber mit sehr heisser Feder geschrieben.
Wenn ich empfindlich wäre könnte ich jetzt glatt beleidigt sein…
aber wie ich in meiner Frage schon schrieb „keine Diskussion um Sinn und Unsinn von Glauben“

Viele Grüße
Sue

Hallo Axel,

Deine unterschwelligen Beleidigungen bzw. die polemischen Ausführungen ändern nichts an der Tatsache, daß es in Deutschland keine Staatsreligion gibt. Wenn es Dir zu dumm ist, mit mir sachlich über das Thema zu diskutieren, dann lass es einfach und wir sind alle wieder glücklich und zufrieden.

Du hast offgensichtlich den Satz aus dem Grundgesetz nicht
verstanden. Da steht doch: RELIGIONSUNTERRICHT IST
ORDENTLICHES LEHRFACH. Und ein Lehrfach wird eben gegeben.
Punkt.

Das sehe ich anders. Jede Schule, die nicht die Bezeichnung ‚Katholische Schule XY‘ bzw. ‚Evangelische Schule XY‘ trägt, ist nach meinem Verständnis eine bekenntnisfreie Schule. Ergo hat dort Reli-Unterricht nichts zu suchen. Ich habe mal Spaßes halber ein wenig im Internet herumgestöbert und fand auf der HP des Erzbistums Freiburg Folgendes:

* * *

Ziele des Religionsunterrichtes

Nach der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland (1974) versteht sich der katholische Religionsunterricht von folgenden Zielvorgaben her:

• Er weckt und reflektiert die Frage nach Gott , nach der Deutung der Welt, nach dem Sinn und Wert des Lebens und nach Normen für das Handeln des Menschen und ermöglicht eine Antwort aus der Offenbarung und aus dem Glauben der Kirche.
• Er macht vertraut mit der Wirklichkeit des Glaubens und der Botschaft, die ihm zugrunde liegt, und hilft, den Glauben denkend zu verantworten.
• Er befähigt zu persönlicher Entscheidung in Auseinandersetzung mit Konfessionen und Religionen, mit Weltanschauungen und Ideologien und fördert Verständnis und Toleranz gegenüber der Entscheidung anderer.
• Er motiviert zu religiösem Leben und zu verantwortlichem Handeln in Kirche und Gesellschaft.

* * *

Die Hervorhebungen stammen von mir und selbstverständlich habe ich ausschließlich das ‚fett‘ gemacht, was an einer öffentlichen Schule nichts zu suchen hat. Ich weiß auch, daß der Reli-Unterricht auf den Druck der ‚Staatskirchen‘ (sprich: die Kirchen, die die Steuer kassieren) eingeführt wurde. Insofern ist es natürlich kein Wunder, daß gerade die Kirchen Sturm gegen die Abschaffung des Reli-Unterrichts laufen.

Wann hast Du zuletzt mit Religionsunterricht zu tun gehabt?

Vor 17 Jahren; ich bin in Deutschland nur ein Jahr zur Schule gegangen, wobei es an dieser keinen Ethik-Unterricht gab; es gab nur die Möglichkeiten katholischer bzw. evangelischer RU oder aber Freistunde. Weil ich sinnloses Herumgammeln als vertane Zeit ansehe, habe ich mich - zwar katholisch getauft, aber dennoch Atheistin - für den evangelischen Reli-Unterricht entschieden. Meine Mom, die uns in Religionsfragen niemals reingeredet hat, guckte mich bei dieser frohen Botschaft nur grinsend an und kommentierte meine Entscheidung mit ‚chaotisches Weib‘.

Es
gibt schon seit mindestens 25Jahren Alternativfächer zum
Religionsunterricht.

Das gab es - wie gesagt - an unserer Schule nicht.

Wo also ist da Dein Problem?

Ich habe keine Probleme. Ich sehe es lediglich nicht ein, daß ein Teil der Schüler Reli- und der andere Teil Ethik hat. Ethik ist meines Erachtens sinnvoller, weil es konfessionsübergreifend ist und jeder etwas damit anfangen kann.

Wer sagt denn überhaupt, daß sonstige Fächer stressig sind?

Dazu sag’ ich jetzt mal nichts. Das ist mir einfach zu dumm.

Schade… Ich hätte gerne Deine Meinung dazu gehört.

Sowas gibt es auch schon. Das nennt sich
‚Konfirmationsunterricht‘ bzw. ‚Kommunionsunterricht‘ oder
‚Koranschule‘. Hast Du das evt. schon mal irgendwo gehört?

Selbstverständlich. Allerdings geht Dein Einwand an der Diskussion vorbei. Ich darf wieder einmal aus der besagten HP des Erzbistums Freiburg zitieren: 'Staat und Kirche tragen für dieses Schulfach gemeinsam Verantwortung. Sobald sich die Kirche in sekuläre Angelegenheiten - und das ist die Schulbildung nun einmal - einmischt, werde ich fuchsig.

Und seit wann ist Religionsunterricht die Alternative zum
Rechtschreibunterricht? Willst Du vielleicht auch gleich
Erdkunde, Geschichte, Chemie, Physik, Kunst, Werken, Sport…
abschaffen?

Mit Polemik kommst Du bei mir nicht sonderlich weit. Religion ist für mich nach wie vor Privatsache und hat an einer öffentlichen Schule nichts verloren, auch wenn die Kirchen noch so sehr darauf drängen. Deswegen schrieb ich ja, daß ich - wegen der Trennung von Kirche und Staat - religions-/glaubens-/konfessionsübergreifenden Ethik-Unterricht für sinnvoller halte. Es kann nicht angehen, daß die ‚Amtskirchen‘ ihren Schäfchen die jeweiligen Dogmen mit staatlicher Erlaubnis eintrichtern.

Da könnten sich ja auch die Eltern drum kümmern.
Im Gegenteil, wenn mehr Eltern sich auch um die moralische
Erziehung ihrer Kinder kümmern würden, hätten wir (überall auf
der Welt) weniger Probleme.
Jedenfalls dann, wenn es die christliche Moral wäre.

Mit Verlaub, Axel: diese Aussage grenzt an Fanatismus und zeugt von Scheuklappen. Christentum ist im Vergleich zu Buddhismus, Judentum und erst recht den Naturreligionen eine verhältnismäßig neue Religion. Woher nehmen sich also die Christen das Recht, alle anderen Glaubensrichtungen zu verdammen? BTW: Zur Info eine kleine Statistik, wie kunterbunt gemischt Deutschland in Sachen Religionen ist:

http://www.uni-leipzig.de/~religion/remid_info_zahle…

Gruß

Renee

Abschweifung zu Ethik
Hallo Renee,

Ich habe keine Probleme. Ich sehe es lediglich nicht ein, daß
ein Teil der Schüler Reli- und der andere Teil Ethik hat.
Ethik ist meines Erachtens sinnvoller, weil es
konfessionsübergreifend ist und jeder etwas damit anfangen
kann.

zum Sinn von Ethik kann man geteilter Meinung sein. So wie Du Dir den Unterricht vorstellst, ist er sicher sinnvoll, so ähnlich hatte ich auch längere Zeit (solange wir einen Religionslehrer und keinen Pfarrer im Unterricht hatten) auch meinen evangelischen Religionsunterricht im katholischen Freising erlebt.

Aber meine Tochter ging freiwillig (zugegebenermaßen der überwiegend katholischen Freundinnen wegen) in den katholischen Religionsunterricht, als sie das fünfte Jahr hintereinander mit der Drogenproblemati gefüttert wurde.

Ethik ist halt lange (vielleicht auch heute noch) ein Unterrichtsfach, das jeder nach seinen Vorstellungen ausüben durfte.

Gruß, Karin

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Hi,

ich weiß nicht ob es nicht mittlerweile überall so ist, aber hier in Berlin gibt es als Alternative zum Reliogionsuntericht noch Lebenskunde, so finde ich es auch völlig ok, wer kein Reli besuchen will kann ja Lebenskunde nehmen. Meine Tochter geht zum Lebenskunde Unterricht und trotzdem würde ich es überhaupt nicht gut finden wenn Rel. abgeschafft werden würde, es gibt scheinbar ja noch sehr viel „Bedarf“ dafür, die meissten Kinder aus der Klasse meiner Tochter besuchen Rel. Wenn sie das für sich brauchen, warum denn nicht ? Dann könnte man ja auch Sport, Musik & Kunst abschaffen, das kann man alles auch wunderbar nach der Schule tun. Nur weil ich Religion nichts abgewinnen kann (tatsächlich überhaupt gar nichts :wink: …) kann ich es doch nicht anderen „wegnehmen“. Und nach der Schule, tja wer hat denn da heute noch Zeit für sowas, auch wenns ihm wichtig sein sollte ? Die meißten Eltern sind (müssen) doch bis abends am arbeiten…

Gruß
Claudia

Hallo Sue,
ich meinte das durchaus ernst. Allerdings setze ich die ‚Christliche Moral‘ nicht mit der ‚Kirchlichen Moral‘ gleich. Und wenn man dann mal darüber nachdenkt, worauf unser Grundgesetz basiert, kann man doch mit diesen (zumindest mit den meisten) dieser Vorstellungen / Ansprüche / Regeln durchaus einverstanden sein, oder? Ich würde mich sogar zu der Vermutung hinreißen lassen, daß das auch ein Buddhist, Jude, Mohammedaner oder Atheist könnte.

Gruß
Axel

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Hallo Sue,
ich finde, das Bildung nicht bei Mathematik, Englisch, Bio u.Ä.
aufhört. Wie soll man -alle Altersgruppen - über Dinge reden, nachdenken,
sich für oder gegen etwas entscheiden, wenn man nicht mal den
Hauch einer Ahnung hat, worum es geht.
Eine gute Allgemeinbildung ( auch ein Sinn und Zweck der Schule )erreichen die
Kinder nicht, wenn die Eltern bestimmte Themen ( was immer es auch sei )
als langweilig oder unnötig abtuen.
Gruß
Thomas