Hallo und einen guten Rutsch!
Kann man das pauschalisieren? Unter atheistischen Psychiatern ist das längst bekannt, dass religiöse Wahnvorstellungen und das Hören von Gottes Stimme Symptome einer Psychose sind. Ich selbst bin als Gläubiger in die Psychiatrie eingewiesen worden und werde demnächst als Religionskritiker entlassen.
Euer Franz Josef
Hallo, Franz Josef,
Kann man das pauschalisieren?
Pauschalisierungen halte ich generell für fragwürdig.
Unter atheistischen Psychiatern
ist das längst bekannt, dass religiöse Wahnvorstellungen und
das Hören von Gottes Stimme Symptome einer Psychose sind.
Wenn sie tatsächlich jede Art von Religiosität/Spiritualität mit Wahnvorstellungen/Psychosen gleichsetzten, würde ich ihre Kompetenz in Zweifel ziehen.
Gruß und guten Rutsch!
Kreszenz
Hallo Franz Josef,
das hängt auch von der Macht / Ohnmacht der entsprechenden Kirche / Religionsaufsicht ab. Beispiele bis heute aus fern und nah. Gruß!
Hallo und ein gesundes Neues Jahr!
Kann man das pauschalisieren?
Nein, das kann man mit Sicherheit nicht. Wessen Glaube sehr stark ist, kann durchaus mal meinen die Stimme Gottes zu hören und ansonsten völlig normal sein.
Unter atheistischen Psychiatern
ist das längst bekannt, dass religiöse Wahnvorstellungen und
das Hören von Gottes Stimme Symptome einer Psychose sind.
Atheistische Psychiater sind in Bezug auf Religion und Gläubigkeit mit Sicherheit keine obejktiven Beobachter da stark voreingenommen. Ihnen dürfte auch das Verständnis für gläubige Menschen fehlen, die sie insoweit von vorne herein in Kategorien einordnen, die sie als nicht normal betrachten. Hier muß man unbedingt fragen: was ist überhaupt normal?
Ich selbst bin als Gläubiger in die Psychiatrie eingewiesen worden
und werde demnächst als Religionskritiker entlassen.
Zu unterscheiden wäre hier der Extremismus, Fanatismus oder Hörigkeit, sei es eines Gläubigen oder eines Religionskritikers. Eine grundlegende Abgrenzung zur Normalität ist vielleicht, ob Gläubiger/Kritiker derart verstrickt sind, daß sie ihren Alltag nicht mehr bewältigen können und ständig auf die Stimme lauschen und deren vermeintlichen? Anweisungen folgen statt sich nach ihrem gesunden Menschenverstand zu richten, anders ausgedrückt: der Blick für die reale? irdische Dimension geht verloren und der Betreffende richtet sich nur noch nach dem „Gehörten oder Geglaubten“. Diese Verhaltenweise trifft jedoch auf die wenigsten Gläubigen/Kritiker zu.
Es gibt sicher vieles, was man an Religionen kritisieren kann. Man kann aber auch nicht abstreiten, daß die Religion vielen Menschen halt gibt und sie dahingehend beeinflußt ethischen und moralischen Verhaltenweisen Folge zu leisten. Jeder Mensch sollte daher selbst entscheiden dürfen, welchen Weg er/sie geht, ob als Gläubiger oder Kritiker.
Und meine ganz persönliche Meinung ist: es ist unzulässig jemanden unter Druck zu setzen, damit er/sie den einen oder anderen Weg geht. Die Entscheidung jedes Einzelnen ist zu respektieren.
Gruß,
p+p
Hallo Franz Josef, und ein gutes neues Jahr!
Kann man das pauschalisieren?
Egal was folgt, Pauschalisieren ist immer schlecht. Gerade dann, wenn es um Menschen geht. Jeder Mensch ist ein Sammelsurium von Erfahrungen und Einflüssen, und auch eigenen Gedanken.
Du kannst weder aus der Religiosität noch aus der politischen Einstellung und ähnlichem einen Menschen beurteilen. Solche Grundeinstellungen sind tief verwurzelt und lassen sich wohl kaum ändern. Aber egal wo du dich einordnest, auf deiner Seite finden sich genau so viele Arschlöcher und fruchtbare Menschen wie auf der Gegenseite.
Unter atheistischen Psychiatern
ist das längst bekannt, dass religiöse Wahnvorstellungen und
das Hören von Gottes Stimme Symptome einer Psychose sind.
Nun mal ganz sachte. Eine Gruppe atheistischer Psychiater gibt es doch gar nicht.
Psychiater behandeln psychische Erkrankungen, und da ist normalerweise die Religion kein Thema, es sei denn, es sind religiöse Wahnvorstellungen im Spiel.
Ich selbst bin auch Atheist und würde trotzdem Religiosität nicht als Krankheit bezeichnen. Der überwiegende und „normale“ Teil unserer Bevolkerung glaubt halt das, was in der Kindheit erzählt wurde, weil’s ja auch sicherer ist (für den Fall, dass es wirklich einen Gott gibt) und problematisiert das ganze auch nicht.
Religiöse Eiferer werden nach meinen Erfahrungen misstrauischer betrachtet als Atheisten. Man schwimt halt mit dem Strom mit, und geht zu Weihnachten in die Kirche, lässt seine Kinder taufen und heiratet kirchlich, weil man das halt so macht.
Ich
selbst bin als Gläubiger in die Psychiatrie eingewiesen worden
und werde demnächst als Religionskritiker entlassen.
Das ist erst mal nichts schlechtes. Ohne die Krücke des Glaubens durch die Welt zu gehen, ist so schwer nicht.
Es geht aber um dich, pass auf dich auf. Die Religionskritik ist auch kein Lebensinhalt. Du musst halt alles in diesem Leben erledigen, weil es kein nächstes gibt.
Lebe dein Leben, als sei es dein letztes, gehe auf die Menschen zu, verschiebe nichts auf morgen oder auf’s nächste Leben. Und so kannst du auch dein einziges Leben gut gestalten und auf dem Sterbebett sagen: „Ich habe der Welt etwas gegeben“.
Gruß, Zoelomat
Hi Pontius+Pilatus,
Nein, das kann man mit Sicherheit nicht. Wessen Glaube sehr
stark ist, kann durchaus mal meinen die Stimme Gottes zu hören
und ansonsten völlig normal sein.
ist Stimmenhören auf einmal normal geworden? Wär mir jedenfalls neu.
Atheistische Psychiater sind in Bezug auf Religion und
Gläubigkeit mit Sicherheit keine obejktiven Beobachter da
stark voreingenommen.
Bitte??? Die Religiosität ist zwar keine Krankheit, aber schon eine vor- oder subklinische paranoide Erscheinung. Paranoia im ursprünglichen Sinne des Wortes „daneben denken“. Der Gläubige glaubt Dinge, für die es nicht den geringsten Anhaltspunkt gibt.
Zugegeben, diese Neigung zum Glauben ist dem Menschen halt angeboren und zeigt sich auch in den zahllosen Formen des „Aberglaubens“. Von daher nicht krankhaft, aber trotzdem paranoid.
Ihnen dürfte auch das Verständnis für
gläubige Menschen fehlen, die sie insoweit von vorne herein in
Kategorien einordnen, die sie als nicht normal betrachten.
Hier muß man unbedingt fragen: was ist überhaupt normal?
Auch das ist mir völlig neu, dass Psychiater oder Psychologen nur die Krankheiten behandeln können, an denen sie selbst leiden.
Wenn du mal über den Tellerrand schauen würdest, wären dir die Begriffe Gendrift und Genetischer Flaschenhals bekannt. Gene setzen sich halt auch dann manchmal durch, wenn sie schädlich sind.
Nenne mir ein Gegenargument zu der Behauptung „90% der Menschen sind geisteskrank“. Und zwar unheilbar auf der einen Seite und sozial unauffällig und auch nett und wertvoll auf der anderen Seite.
Deine Thesen sind jedenfalls haarstäubend.
Gruß, Zoelomat
Hallo,
Aha! Wer einmal in seinem Leben meint die Stimme Gottes vernommen zu haben ist also Psycho und 90% der Menschheit sowieso? Und deines Erachtens sind an allem die Gene schuld? Dann lies mal hier - was wir über Gene alles nicht wissen:
http://www.zeit.de/2008/25/M-Genetik
Apropos atheistische Psychologen/Psychiater: auch atheistisch ist nur ein Glaubenssatz. Sie können ihren Anti-Glauben eben so wenig beweisen wie die Gläubigen, maßen sich aber an, Gläubige als Psychos zu bezeichnen und in psychiatrische Kliniken einzuweisen. Meinst du nicht auch, daß da was nicht stimmen kann? Wahrscheinlich nicht, da du dich offenbar zu den restlichen 10% zählst - von mir aus…
Gruß,
p+p
Aha! Wer einmal in seinem Leben meint die Stimme Gottes
vernommen zu haben ist also Psycho und 90% der Menschheit
sowieso? Und deines Erachtens sind an allem die Gene schuld?
Das ist meine Meinung. Und 90% der Menschen sind nicht „Psycho“, sondern haben einen Wunsch, durch nichts begründete Dinge zu glauben. Die Psychos sind die, die solche Geschchten erfinden.
Dann lies mal hier - was wir über Gene alles nicht wissen::http://www.zeit.de/2008/25/M-Genetik
Da bin ich erst mal skeptisch. Was sollte mir gerade die ZEIT mitteilen können, was im Studium verschwiegen wurde oder „damals“ in den 1980ern noch unbekannt war? Aber keine Sorge, ich folge dem Link. … Und muss feststellen, dass er mir nichts neues mitteilt. Dass der Mensch nicht das Optimum ist, sondern wie alle Überlebenden der Selektion der Einäugige untern den Blnden, ist Allgemeinwissen. Was das mit der Fragestellung zu tun hat, bleibt ein Rätsel.
Apropos atheistische Psychologen/Psychiater: auch atheistisch
ist nur ein Glaubenssatz. Sie können ihren Anti-Glauben eben
so wenig beweisen wie die Gläubigen, maßen sich aber an,
Gläubige als Psychos zu bezeichnen und in psychiatrische
Kliniken einzuweisen.
Da unterliegst du einem fundamentalem Irrtum. Der wird natürlich von den Gläubigen aller Schattierungen und Zeiten mit immensem Aufwand verbreitet. Der Atheismus ist kein Glauben, sondern die Entscheidung, nur Dinge zu glauben, für die es zumindest gut begründete Anhaltspunkte gibt. Die Religionen fordern dagegen, Dinge zu glauben, für die es nicht mal den geringsten Hauch eines Anhaltspunkts gibt.
Und wie es allgemein und speziell in der Psychatrie ist: Der Kranke sieht seine Krankheit nicht und dehnt sein wahnhaftes Weltbild in die Realität aus. Der Gesunde aber sieht klar, und lacht nur über die Versuche des Kranken, ihn als Teil seiner Krankheit einzuordnen.
Und noch mal deutlich dargestellt der Denkfehler: Der Gläubge glaubt etwas, für das es nicht den geringsten Anhaltspunkt gibt, und das ja nicht nur unbeweisbar allgemein gehalten ist, sondern auch stets angepasst wird, sodass es weder beleg- noch widerlegbar ist.
[…]
Gruß, Zoelomat
Momentchen mal…
Ähem, kurze Anmerkung am Rande
Apropos atheistische Psychologen/Psychiater: auch atheistisch
ist nur ein Glaubenssatz. Sie können ihren Anti-Glauben eben
so wenig beweisen wie die Gläubigen,
nein. Atheisten glauben nicht an Gott. Sie müssen nicht beweisen, dass etwas irreales nicht existiert, sondern diejenigen, welche behaupten, dass derlei existiert.
Ansonsten glaube ich an die Teekanne im Orbit und falls du dies nicht tun solltest, hättest du mir nachzuweisen, dass diese nicht existiert, ansonsten müssen alle Zweifler wohl folgerichtig besagte Teekanne als unumstößlich unwiderlegbare und wissenschaftlich zweifelsfrei nachgewiesene Tatsache hinnehmen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Russels_Teekanne
Verstehst, wie ich mein?
Beste Grüße
Annie
[MOD] Diskussion ja, Beleidigung nein
Hallo Zoelomat, hallo Pontius+Pilatus,
hier darf gerne hitzig diskutiert werden - solange ihr beide die Grenzen eines respektvollen, menschlichen Umgangs wahrt.
Gruß,
Max
Hallo Max!
hier darf gerne hitzig diskutiert werden - solange ihr
beide die Grenzen eines respektvollen, menschlichen
Umgangs wahrt.
Ich möchte hier nochmals für mehr Gelassenheit werben. Ich habe meinen atheistischen Standpunkt schließlich nicht aus missionarischem Eifer unter die Leute gesteut, sondern so gut es mir möglich ist eine Frage zu genau diesem Thema beantwortet und einem übereifrigen Poster meine Meinung zu diesem Thema darzulegen versucht.
Ich denke, dass ich dabei nicht beleidigend geworden bin, und die Unhöflichkeiten seitens P+P sind nicht zensurwürdig.
Wenn du Schwierigkeiten damit hast, dass ich Religiosität als krankhaft bezeichne, solltest du das einfach hinnehmen.
Und wenn du sogar (bis fast zur Unkennlichkeit von mir im Vorhinein verkürzte) Zitate entfernst, die aus unserer gloreichen Vergangenheit nur allzu gegenwärtig sind, machst du genau das, was von P+P angeregt wurde. Er ruft nach dem Mod, und der tut auch noch das, was er wollte! Ein tolles Konzept.
Das größte Schwein im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant.
So lautet mein Zitat für den, der es kennt. Und dass P+P genau das erreicht hat, anschwärzen und sich unschuldig fühlen, das ist in all dem untergegeangen.
Noch ist das alles nur ein Spiel, ich nehme mir die schweigende Mehrheit als Helfer. Aber meine Großmutter wusste eine Geschichte zu erzählen, wie die „normale“ schweigende Mehrheit fast Teile meiner Verwandschaft ins KZ gebracht hätte. Je älter sie wurde, desto öfter hat sie das erzählt, aber auch um so eindringlicher.
Wenn du also nicht zulassen willst, dass ich P+Ps Äußerungen als krank bezeichne, dann sag das bitte deutlich. Für mich ist das keine Beleidigung, sondern eine Tatsachenbehauptung.
Und vergiss bitte nicht, dass die Ursprungsfrage gerade die war, in wie weit Religiosität krank ist (zumindest teilweise).
Gruß, Zoelomat
Kannst du einigermaßen an der Sache bleiben?
Apropos atheistische Psychologen/Psychiater: auch atheistisch
ist nur ein Glaubenssatz. Sie können ihren Anti-Glauben eben
so wenig beweisen wie die Gläubigen, maßen sich aber an,
Gläubige als Psychos zu bezeichnen und in psychiatrische
Kliniken einzuweisen.
Wieso unterstellst du direkt DEN atheistischen Psychologen und indirekt Zoelomat, dass sie behaupten, Gläubige seien (krankhaft) Psychos und gehörten in die psychiatrische Klinik? Zoelomat hat hier nachlesbar geschrieben, dass er Religion nicht für krankhaft hält, sondern einiges, was mit Religiösität zu tun hat, für vor- / subklinische Erscheinungen hält. Das ist ein riesiger Unterschied. Auch wenn es natürlich wesentlich leichter ist, unsachlich jemanden mit Behauptungen in eine Ecke zu drängen, um ihn dort zu „verteufeln“.
Wahrscheinlich nicht, da du dich offenbar zu den
restlichen 10% zählst - von mir aus…
Es sind mehr als ein Drittel.
Wenn man anfängt, das Thema Religiosität und Psychose zu diskutieren, muss man das auf Basis irgendwelcher Definitionen machen. Dazu gehört zwingend, dass man sich erst einmal damit auseinandersetzt, was eine Psychose im medizinischen Sinne ist, wann sie die klinische Schwelle überschreitet.
Macht man das, dann dürften eigentlich die Eckpunkte für die Beantwortung der Frage recht eindeutig sein: Religiösität ist nicht gleich Psychose, aber einiges, was im Rahmen von Religiösität erlebt und getan wird, kann Psychose sein.
Hallo Zoelomat,
dass sehr viele Menschen, da als einzige Spezies davon Kenntnis besitzend, allesamt irgendwann mal den Löffel abgeben zu müssen, diese erschütterndste aller Erkenntnisse erstmal dahingehen abzumildern versuchen, uns irgendein ewiges Leben nach dem Tode vorstellen zu können, also den ursprünglichen Sinn und Zweck einer Religion per se, finde ich zunächst mal nicht krank.
Und auch, wenn ich die Ansichten von p&p in keinster Hinsicht teile, aber wenn man sie perpetuierend als geisteskrank bezeichnet und ein Moderator diese Bemerkungen löscht, aber die doch eigentlich gemeinte Kernaussage von dir stehen läßt und wenn du ihm dann mit der Nazikeule kommst daraufhin, dann diskreditiert dies in meinen Augen deine ansonsten doch recht bedenkenswürdige Argumentation ein wenich, finste nich auch?
Das ist echt doof. Bitte lass das doch. So. Genug geschimpft. Und nun zurück zum Thema.
Beste Grüße
Annie
[MOD] Ich übergebe ans Team
Hallo!
Ich möchte hier nochmals für mehr Gelassenheit werben.
Das war genau meine Intention, die Diskussion dort zu beenden, wo sie in persönliche Beleidigungen abgedriftet ist. Es macht einen Unterschied, ob man Religion für krankhaft hält oder ob man einem anderen User an den Kopf wirft, man halte ihn für krank und ihn mit Terroisten und Bombenlegern vergleicht.
Wenn du Schwierigkeiten damit hast, dass ich Religiosität als
krankhaft bezeichne
Siehe oben. Ich bin übrigens ebenfalls Artheist, deine Unterstellungen fruchten also nicht. Schwierigkeitzen habe ich mit ideologische Fanatismus - ganz gleich, von welcher Seite.
Gelöascht und ermahnt habe ich übrigens euch beide. Es ist interessant, wie Du das zu einer einseitigen Aktion gegen Dich uminterpretierst.
Und wenn du sogar (bis fast zur Unkennlichkeit von mir im
Vorhinein verkürzte) Zitate entfernst
Ich habe, wie Annie richtig festgestellt hat, den Kern deiner Argumentation erhalten und nur dort gekürzt, wo Du persönlich geworden bist. Dein Nazivergleich in deinem Nachklapp ist unangebracht und ich empfinde ihn als beleidigend.
Da ich jetzt selbst betroffen bin, gebe ich den Fall an das Team ab, das entescheiden soll, was weiter passiert.
Max
Hallo,
Dein Einwand in Ehren. Doch ich wage hier einzuflechten, daß der Glaube jedes einzelnen zu respektieren ist. Übrigens steht das auch in der Menschenrechts-Charter.
nein. Atheisten glauben nicht an Gott. Sie müssen nicht
beweisen, dass etwas irreales nicht existiert, sondern
diejenigen, welche behaupten, dass derlei existiert.
Wer jemand anderen von etwas überzeugen will muß auch dann Beweise vorlegen, wenn es sich um Glaubensfragen handelt. Der Gläubige kann nicht beweisen, daß es Gott gibt, aber ebensowenig kann der Atheist beweisen, daß es Gott nicht gibt. Der Atheist mag überzeugt sein, daß Gott irreal ist, beweisen kann er es nicht. Also eine Patt-Situation.
Ansonsten glaube ich an die Teekanne im Orbit
http://de.wikipedia.org/wiki/Russels_Teekanne
Verstehst, wie ich mein?
Verstehe, was du meinst. Dennoch, sollten wir nicht den Glauben eines Menschen respektieren? Gläubige wegen ihres Glaubens anzugreifen ist ebenso Fanatismus/Religionsterrorismus wie der fanatische, dem Terrorismus zuneigende Gläubige. Hier sollten wir sehr genau unterscheiden und nicht alles in einen Topf werfen. Es ist ein heikles Thema, es erfordert Toleranz und Augenmaß, denn die Mehrheit der Gläubigen, Agnostiker und Atheisten sind durchaus friedliche Menschen und versuchen auch nicht zu missionieren.
Liebe Grüße,
p+p
Es fehlt: das plausible philosophische Grundgerüst
Hallo Annie,
das Problem in psychologischer Hinsicht ist, dass der Atheismus im Gegensatz zur Religion durch keine anthropologisch stimmige Philosophie gestützt scheint, die dem Bedürfnis der menschlichen Seele nach Transzendenz entgegenkommen würde. Wenn ich sagen könnte, unter der Voraussetzung der Nichtexistenz sei alles (wenn nicht ableitbar, so doch:smile: schlüssig, wäre der Atheismus der Religion im Blick auf psychische Gesundheit vielleicht ebenbürtig, selbst wenn er eine Moral schuldig bliebe; ansonsten wird er aber für die Psyche von Otto Normalverbraucher mehr Paradoxa mit sich herumtragen als sie.
Gruss,
Mike
Hi,
Wer jemand anderen von etwas überzeugen will muß auch dann
Beweise vorlegen, wenn es sich um Glaubensfragen handelt. Der
Gläubige kann nicht beweisen, daß es Gott gibt, aber
ebensowenig kann der Atheist beweisen, daß es Gott nicht gibt.
Der Atheist mag überzeugt sein, daß Gott irreal ist, beweisen
kann er es nicht. Also eine Patt-Situation.
Nein. „Nichts“ kann man prinzipiell nicht beweisen. Der Gläubige glaubt, daß es Gott gibt, der Atheist glaubt ihm nicht bis zum Beweis des Gegenteils.
Gruß S
Hallo Franz Josef,
Psychose bedeutet Realitätsverlust, der als krankhaft eingestuft ist.
Religiosität ist demgegenüber regelmässig eine eigene Wahrnehmung der Realität, jedoch nicht deren Vernachlässigung (oder eben Verlust).
Krankhaft ist, was den Patienten einschränkt und in seiner Lebensentfaltung stört. Wenn einer in die Wüste geht und bewusst auf Schokolade verzichtet, dann ist er in seiner Lebensentfaltung nicht gestört, auch wenn er aus rein religiösen Motiven hingehen sollte.
Gruss,
Mike