Renaissance

Hallo ihr,
ich habe mal eine Frage:
welche philosophische Haltung domininerte die Renaissance?und wie gewannen sie die aus den erkenntnissen von zb Galilei?
Ist das richtig,dass ihre eigentliche haltung durch das neue Weltbild bestimmt wurde?wenn ja wie?
DANKKKKKKKKKKKKKKKKKKEE

wann sind denn deine hausaufgaben endlich abgeschlossen?

don’t panic
arthur

…Hausaufgaben?
-Nein,da hast Du mich wohl missverstanden -es handelt sich um privates Interresse…
Aber es ist schön zu wissen wie hilfsbereit und offen mit meinen Fragen umgegangen wird…
schönen abend und vielen Dank(-;

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Peace, Kevin.

Die Renaissance ist eine Zäsur in unserer Geschichte. Nach der
Römerzeit versank Europa während Jahrhunderten in Dunkelheit des
Mittelalters. Die Menschen lebten zwar in den Ruinen der
Römerstädte (z.B. in Trier) waren aber nicht fähig, die
grossartigen Konstruktionen der Römer (Heizungen, Abwasser)
nachzuvollziehen oder auch nur in Ordnung zu halten. Die
christliche Religion in ihrer ganzen Enge und mit all ihrem
damaligem Aberglauben wurde zum wichtigsten Element des gesamten
mittelalterlichen Denkens. Der Feudalismus bescherte den Menschen
relative Sicherheit und klarere politische Verhältnisse –
wenigstens in der Zeit nach den Völkerwanderungen.
Die Renaissance oder Wiedergeburt des klassischen Denkens ist
verbunden mit dem Fall von Ost-Rom, von Konstantinopel, an die
Türken. Während die Kirchen alles Klassische aus ihren
Bibliotheken verbannt und alles, was den Dogmen der Kirche
widersprach, verbrannt hatten, kamen nun die klassischen Texte
aus arabischen Bibliotheken wieder nach Europa. In Rom wurde die
Laakoon-Gruppe der Griechen gefunden, ein grossartiges
klassisches Denkmal, an dem sich die Leute um 1500 herum
ergötzten. Martin Luther gelangte nach Rom, entsetzte sich ob der
Säkularisierung des kirchlichen Lebens (und der Prunkfreudigkleit
der Kurie) und schlug seine Thesen an die Kirche von Wittenberg.
Aber die Zeit war auch für einen grundlegenden Strukturwechsel
reif geworden. Die alten Feudalstaaten mutierten zu modernen
Nationalstaaten (Frankreich, Spanien, Oesterreich) Neue Ideen
wurden aus der Antike heraus geboren. Die Malerei wandte sich vom
rein Kirchlichen zum wirklichen Lebens-Spiegel.
Dank besserer Verkehrswege und insbesondere durch die
Buchdruckerkunst, verbreitete sich das neue Gedankengut in
grosser Schnelle von Italien aus in den Norden.

Die Renaissance hat den Intellektuellen ein freieres und
schöpferischeres Denken beschert. Die Renaissance ist aber auch
die Zeit der schlimmsten Prachtentfaltung der Herrrschenden. Noch
hatten die Armen nichts von den revolutionären Ideen der
Intellektuellen. Erasmus von Rotterdam schreckte vor der
Reformation zurück, weil er einen Aufstand der Massen
befürchtete. In Basel, Zürich und andern zwinglianischen und
calvinistischen Städten verübten die aufgehetzten Menschen
schlimmsten Vandalismus an den bestehenden Kunstwerken der Kirche
(Bildersturm).
Erst die Aufklärung, zwei Jahrhunderte später, führte zu einer
Befreiung der Me