Renditeberechnung einer Lebensversicherung

Hallo,

ich habe eine Lebensversicherung (Abschluss: 1986, Laufzeit bis 2022) mit Teilauszahlungen und ich überlege ob ich die weiterlaufen lassen soll oder beitragsfrei stellen oder oder oder? Und jetzt möchte ich berechnen wieviel Rendite diese Lebenssersicherung bringt? Wie macht man das denn?

Ciao & Viele Grüße sagt

Bob

Hallo Bob,

laß Dir von der Versicherungsgesellschaft

a) die voraussichtliche Ablaufleistung (ohne eventuelle dynamische Erhöhungen) mitteilen
b) die voraussichtliche Leistung bei Beitragsfreistellung ab dem nächtmöglichen Termin (in der Regel nächste Beitrags-Fälligkeit)
c) den Rückkaufswert bei Kündigung zum nächstmöglichen Termin (in der Regel nächste Beitrags-Fälligkeit)

In einem finanzmathemtischen Rechner (schau mal in Excel nach, da gibt es finanzmathematische Formeln) gibts Du nun ein:

  1. Deinen Beitrag

  2. Die Differenz aus a) und b) als Endwert

  3. Und die Differenz aus Ablaufdatum und Datum der Beitragsfreistellung als Zeitraum (Auf richtige Einheit achten, wenn Du monatlich zahlst mußt Du hier auch Monate eingeben)

  4. Den Zins ggf. auf Jahreszins umrechnen (Zins x Zahlweise)

  5. Auf korrekte Fälligkeiten achten.

Aus c) als Kapital_0 und d) als Kapital_n kannst Du noch berechnen, ob es sich lohnt das Geld beim Versicherer zu belassen.

Ach ja, wenn Dir diese Antwort nicht weiterhilft, weil Du von Finanzmathematik keine Ahnung hast, frage lieber jemanden der sich auskennt. Wenn Du willst kannst Du auch mir die Zahlen mailen.

Genrell (kann im Einzelfall anders sein!) würde ich aber sagen, das es sich nicht lohnt die Versicherung zu kündigen. Die Abschlusskosten hast Du lange bezahlt und so ein Alt-Tarif hat eine hohe garantierte Verzinsung - die kriegst Du heute nicht mehr.

HTH
Conrad

Guten Tag Bob,
das was Sie vorhaben, wird nicht klappen. Nicht nur Sie nicht sondern niemand kann sagen, wie sich die Verzinsung Ihrer LV in den nächsten 13 Jahren entwickeln wird und wie sich demnach eine sogenannte Rendite darstellt.
Das was der Kollege Ihnen vorgeschlagen hat zu tun, damit Sie einen Überblick bekommen, ist ein guter Vorschlag. Sehen Sie sich alles in Ruhe an und denken Sie heftig nach.
Übrigens: Wenn Sie nach 23 Jahren kündigen bzw. beitragsfrei stellen
und damit einen neuen Vertrag in Gang setzen, steht der Gewinner bereits heute fest: Es ist Ihre Versicherungsgesellschaft.

Gruß
Günther

Hallo,
die unterschiedlichen Renditen kann man errechnen (Beitragsfreistellung, Weiterzahlung der Beiträge, Kündigung), wenn alle Zahlungsströme genannt werden (Beginn, mtl. Beitrag, Dynamik, unterschiedliche Ablaufleistungen).
Wenn gewünscht bitte melden.
Grüsse
A.

Hallo!

Nachtrag: Sorry, hatte das mit den „Teilauszahlungen“ übersehen. Da es somit einen Zahlungsstrom mit mehreren Ein- und Auszahlungen gibt, muss eine Cash-Flow-Funktion benutzt werden (z.B. IKV in Excel).

@Günter Es ist schon richtig, daß die Verzinsung einer Lebensversicherung nur zum kleinern Teil garantiert ist. Aber wir haben es in der Annahme mit einem Altvertrag zu tun. Hab keine Zeit zu recherchiern aber ich schätze mal min. 3% Garantieverzinsung. Da der Vertrag seine Kosten überwiegend durch hat, schätze ich mal (Daumen mal Pi), daß allein die garantierte Rendite bei 2,5% liegen dürfte. Dazu kommt dann die Aussicht auf eventuell weitere Gewinne. Aber schon klar: Gewiss ist nur der Tod (aber selbst da gab es ja Elias …)!

Gruß Conrad

Generell bin ich entschiedener Gegner von Kapitallebensversicherungen, aber da hier das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und die Abschlusskosten schon bezahlt sind sowie wie schon erwähnt eine akzeptable Mindestverzinsung geboten wird, würde ich sie keineswegs kündigen und auch nicht beitragsfrei stellen. (ausser eine finanzielle Notlage liegt vor)

Guten Tag Konrad,
eine cashflow-function in Excel unter IKV ist das, was es ist:
Eine cashflow-function unter IKV in Excel.
Nur hilft das hier nicht weiter. Man kann jemandem, der nicht weiß,
wo die Glocken hängen, nicht durch die Darstellung von Possen
dahin bringen, dass er die Dinge versteht.
Ein wenig sprachlos war ich, als hier die Bibel und der Dornenbusch
bemüht wurde, um dadurch - ja was eigentlich auszudrücken ?

Bei einer Teilauszahlungs-KLV sieht es nun einmal immer so aus,
wie es aussieht. Egal in welcher Phase der Laufzeit - der Hampel
ist immer der Kunde. Ideeiert (das ist von Altmeister P. nicht von mir

  • dennoch finde ich das zutreffend) wurde das Gewürge von den
    Marketingstrategen seinerzeit, um den Sparbuch-Volksbank-Dümpelgedanken mit den für die Versicherungswirtschaft bedeutsamen
    Vorteilen der LV zu verknüpfen (Zillmerung, wiederholte Abschöpfung
    des Deckungskapitals, erdrosselter Zinseszinseffekt, erhöhte laufende Kosten, erhöhte Stornoanfälligkeit sowie Stornogewinnrealisierung).
    Man kann immer versuchen, die Dinge schönzureden.
    Die neue Qualität, dabei die Bibel miteinzubinden, will mir so recht
    nicht gefallen.
    Gruß
    Günther