Wir bezogen vor einem Jahr zur Miete ein Energiesparhaus (Neubau). Einzug laut Vertrag am 01.09.2008. Zweiter Termin 01.11.2008, Einzug erfolgte am 30.12.2008.Der Architekt, nicht der Vermieter, übergab uns kurzfristig die Schlüssel. Am Abend vor dem Einzug mussten wir feststellen, dass sich noch Bauschutt auf den Fliesen befand, so dass eine Grundreinigung zunächst nötig war. Am 2. Tag nach dem Einzug stieg die Temperatur im Haus (alle Heizkörper waren auf höchste Stufe gestellt) nicht über 16,5 Grad), so dass wir, auf Grund unseres fiebrigen Infektes noch in unser 230km entferntes Haus gefahren sind. Nach der Rückkehr von dem Wochenende standen Hauswirtschaftsraum und 1/3 der Küche unter Wasser. Grund: Blockierung der Wasser-Stop-Automatik in der Waschmaschine auf Grund von Zementteilen in der Wasserleitung. Nach Gesprächen mit dem Vermieter brachte er sein Bedauern zum Ausdruck, versprach eine Wiedergutmachung.
In der 2. Januarwoche erfolgte dann die sogenannte Wohnungsübergabe, in dem alle Mängel festgehalten wurden (werden sollten), wie verschmutzte Tapenten, Ablösung der Tapeten von den Wänden, Wasserpfützen im Badezimmer auf Grund nicht fachgerechter Isolorierung der Kühlungsanlage (wurde danach 2x komplett neu isoliert), kein Licht im Flur OG, unter dem Stromkasten wirr herausragende Leitungen bis hin zu einem mit Bauschutt gefüllten Schacht, mit Bauschutt beschmutzte Fliesen, die sich nicht reinigen ließen, wochenlang fehlender Briefkasten, 9 Monate defekter Bewegungsmelder im Aussenbereich…etc…u.v.m.
Auf Grund der schlechten Qualität der Fliesen beschloss der Vermieter, die Fliesen versiegeln zu lassen, was für den Mieter bedeutete, dass alle Möbelteile aus dem Bereich der Fliesen wieder weggerückt werden mussten. Auf Grund der 2 vorgegebenen Termine zur Versiegelung war der Mieter gezwungen seinen Schlüssel zu hinterlassen, da nach der Versiegelung keiner für 6 Stunden die Fliesen betreten durfte. Die gründliche Reinigung der Fliesen vor der Versiegelung wurde nicht vorgenommen, also Flecken versiegelt.
Während userer Mietzeit waren die Handwerker mehr im Haus als wir. Fast alle Handwerker kamen ohne Voranmeldung, sogar mit der Bitte gegenüber meinem Partner, ich solle doch mal schnell aus der Dusche kommen und das Bad verlassen.
Im Sommer fiel dann bei uns das Trinkwasser aus, als bei den anderen Mietern Toilettenspülung und Waschmaschiene nicht funktionierte. Dies teilte ich dem Vermieter mit, aber er zuckte nur mit den Schultern. So fragte ich die Nachbarin, ob sie auch diese Wasserschwankungen in der Dusche hätte. Diese verneinte es, allerdings hätte sie das in der Toilettenspülung und bei der Wasserzufuhr der Waschmaschine. Auf Drängen beim Vermieter forderte ich die Überprüfung des Trinkwassers. Resultat: Wir haben 10 Monate Regenwasser getrunken. Darauf hin ließen wir das Wasser analysieren - Ergebnis: 8fache Menge der zulässigen Keime + Colibakterien (E. coli). Aussage des Vermieters: Scheisse - hier wurden die Leitungen falsch angeschlossen.
Keine weitere Reaktion seitens des Vermieters nach Mitteilung dieser Werte. Nun tranken wir nur noch gekauftes Wasser und kochten auch damit.
Nach einer ärztlichen Untersuchung wurde uns bestätigt, dass unsere Abgeschlagenheit und ständigen Durchfälle auf das Regenwasser zurückzuführen sind - logisch - Colibakterien!!!
Wir kündigten zum 31.10.2009. Schriftlich gaben wir den Auszug am 19.12.2009 bekannt, mit der Bitte um Abnahme des Mietobjektes.Keiner erschien. Danach baten wir um Übergabe/Übernahme des Mietobjektes am 31.12.2009, aber auch da erschien keiner.
Im Mietvertrag steht, dass das Mietobjekt renoviert übernommen wird und renoviert wieder abgegeben werden muss. Verschmutzte Tapeten, die wir zu Mietbeginn bekannt gaben, soll ich jetzt streichen.
Der Vermieter hat seinen Vertrag in sehr vielen Punkten nicht eingehalten, muss ich trotz alledem die Endrenovierung übenehmen? Und laut Endabrechnung soll ich für das Trinkwasser, was in Wirklichkeit Regenwasser war, den regulären Preis von Trinkwasser bezahlen?
Übrigens fand bei einer erneuten Testung des Wassers durch das Gesundheitsamt der Mitarbeiter im Sieb der Amatur Baureste wie Dachpappe, Styropor etc.
Das Geschriebene hier ist eine wahre Geschichte und ich suche dringend und kurzfristig Rat!
Danke!