Rentabilität von Mietwerterhöhung

Hallo,

wenn ein Vermieter den Mietwert einer Wohnung durch Um- oder Anbauten oder sonstwie erhöht, darf er ja 11 % des investierten Geldes jährlich durch Mieterhöhung wieder hereinholen.

Demnach dauert es gut neun Jahre, bis er die Investition ersetzt bekommen hat, erst danach würde er einen Nutzen daraus ziehen.

Allerdings muss man ja auch die zwischenzeitliche Verzinsung bedenken, denn er hätte das Geld ja, anstatt es in die Wohnung zu stecken, zinsbringend anlegen können.

Wie rechnet man aus, ab wann der Vermieter das investierte Geld wirklich zurück hat? Sicher gibt es dafür irgendwo eine Formel.

Grüße
Carsten

Armotitationsrechnung

Dabei nicht die Abschreibung, Eigenkapitalverzinsung und bei den Kosten den Fremdkapitalzins nicht vergessen.

Hallo,

wenn ein Vermieter den Mietwert einer Wohnung durch Um- oder Anbauten oder sonstwie erhöht, darf er ja 11 % des investierten Geldes jährlich durch Mieterhöhung wieder hereinholen.

Naja, es geht um die Erhöhung des Wohnwertes. Den Mietwert könnte man ja auch einfach durch Erhöhung der Miete erreichen. So erhöhen sich in guten Lagen, die Mieten auch ohne jegliche Investitionen.

Demnach dauert es gut neun Jahre, bis er die Investition ersetzt bekommen hat, erst danach würde er einen Nutzen daraus ziehen.
Allerdings muss man ja auch die zwischenzeitliche Verzinsung bedenken, denn er hätte das Geld ja, anstatt es in die Wohnung zu stecken, zinsbringend anlegen können.

Genau. Vielleicht hat er aber auch einen Kredit aufgenommen, für den er Zinsen bezahlen muss (und die zählen nicht zu den umlagefähigen Kosten). Außerdem fragst Du im Titel nach Rentabilität, während Du jetzt hier unten eher von Amortisation redest, wobei beides statische Verfahren sind, die aber noch nicht die Aussage zulassen, ob es sich lohnt, im Sinne davon, dass da ein Wertzuwachs rauskommt.

Wie rechnet man aus, ab wann der Vermieter das investierte Geld wirklich zurück hat? Sicher gibt es dafür irgendwo eine Formel.

Man müsste dafür die bezahlten Zinsen kennen oder rechnet eben mit dem Zinssatz für eine ähnlich sichere Alternative. Hier wird schon deutlich, dass die Berechnungen bzw. deren Ergebnisse voneinander abweichen können, da man wohl derzeit zum Zinssatz für einen Kredit kaum eine ähnlich sichere Alternativanlage bekommt.
Dann sollte man bei Alternativanlagen auch bedenken, dass etwa 100.000€ Geldanlage in 10 Jahren eben nicht mehr den gleichen Wert darstellen wie heute. 100.000€ in ein Haus (oder andere Sachwerte) investiert, können in 10 Jahren beispielsweise 110.000€ wert sein.
Letztlich befinden wir uns damit in der Investitionsrechnung, womit die Frage im BWL-Brett ganz klar besser aufgehoben wäre. Einen guten ersten Einblick bietet heir wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Investitionsrechnung, wo man sich dann durch die einzelnen Verahren klicken und mal die Werte in die Formeln eingeben kann.
Wie auch immer, sind die 11% Umlage der Investitionskosten pro Jahr auf jeden Fall eine tolle Anlage, wenn man die auch tatsächlich realisieren kann. Wichtig sind somit auch realistische Annahmen, auf denen die Berechnungen dann basieren.

Grüße