Hallo zusammen,
was ist denn Eurer Meinung nach vom Preis-/Leistungsverhältnis die beste Altersvorsorge??? Sind Lebensversicherungen noch sinnvoll? Oder gar Bausparversicherungen?
Gibt’s da irgendwelche unabhängigen Studien?
Gruß
Holger
Hallo zusammen,
was ist denn Eurer Meinung nach vom Preis-/Leistungsverhältnis die beste Altersvorsorge??? Sind Lebensversicherungen noch sinnvoll? Oder gar Bausparversicherungen?
Gibt’s da irgendwelche unabhängigen Studien?
Gruß
Holger
Altersvorsorge? KEIN Versicherungsproblem!
…sondern ein Geldanlageproblem!
Hallo!
Todesfallsummen sind deshalb am günstigsten über eine Risikolebensversicherung abzusichern - falls man dies braucht.
Die Altersvorsorge kann damit sichergestellt werden:
Private Rentenversicherung
Kapitallebensversicherung
Fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung
Die o.g. Versicherungen können alle als steuerbegünstigte
Direktversicherungen mit Gehaltsverwendung abgeschlossen werden.
WICHTIG: Bei diesen „Versicherungen“ sollte die Todesfallsumme
immer so gering wie möglich gehalten werden, da das Todesfall risiko auch geld kostet!
Dazu gibt´s Fondssparpläne in Einzelfonds und Dachfonds (= Fonds, der auf alle in Deutschland zugelassenen Fonds Zugriff hat und sich die Rosinen herauspickt!)Auf Ausgabeaufschläge
/Agio achten: 3% bis 5% sind die Regel.
Keine sog. AS-Fonds - da hier laut Expertenmeinung von Verbraucherverbänden noch keine Erfahrungswerte vorliegen; man solle lieber in lange bestehende Fonds investieren.
(Pressemitteilung).
Gibt´s weitere Fragen? - Gerne!
Viele Grüße
Heinz
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Hallo!
Eins kommt noch dazu:
Eine zusätzliche Form der Altersvorsorge ist die selbstgenützte
Immobilie, damit man später keine Miete mehr zahlen muß.
Hier gibt´s dann vom Finanzamt acht Jahre lang die Eigenheimzulage und in vielen Bundesländern auch zinsverbilligte
Fördermittel für Familien.
Ab einem zu versteuernden Einkommen von ca. DM 60.000 (ledig)
bzw. DM 85.000 (verheiratet) kann man sich überlegen, eine
Wohnung zum Vermieten zu kaufen. Auch hier gibt es Sonderabschreibungen und ggf. Investitionszulagen. Aber nicht nur
wegen des Steuervorteils kaufen - die richtige Wohnung und die
Lager sind wichtiger!
Bausparen ist interessant, wenn man noch innerhalb der Einkommensgrenzen für die Wohnungsbauprämie liegt (DM 50.000/DM100.000 ledig/verh.) und die 10% Wohnungsbauprämie kassieren kann - man hat dann auf die Einzahlung von DM 1000 (led.) oder DM 2000 (verh.) eine REndite von mindestens 12,5% im Jahr (10% WoP + mind. 2,5% Zins von der Bausparkasse).
Interessant ist auch das zinsgünstige Bauspardarlehen (ab 1,5%p.a. - je nach Laufzeit), um in einer Hochzinsphase teure
Hypothekendarlehen abzulösen; deshalb sollte man HEUTE in einer
Niedrigzinsphase mit bausparen beginnen, um dann einen zuteilungsreifen Bausparvertrag zu haben (Keine Zwischenfinanzierung!)
Auch für Renovierungen am Haus/Wohnung ist ein Bausparvertrag sehr gut geeignet - man sollte aber die Bausparsumme nie zu hoch wählen: m.E. reichen DM 50.000 max. aus - der nächste ist ja
gleich abgeschlossen!
Viele Grüße
Heinz
Viele Grüße
Heinz
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Hallo Holger,
sinnvoll ist es bei der Altersvorsorge erstmal zu errechnen wieviel Kapital Du später ungefähr benötigst.
Beispiel: Ein 20-jähriger der heute DM 2.000,-- netto verdient möchte mit 60 in Rente gehen und in der Rente auch ca. DM 2.000,-- monatlich zur Verfügung haben. Da sich unser Geldwert ca. alle 20 Jahre halbiert benötigt er in 40 Jahren eine Rente von ca. DM 8.000,-- monatlich. Das sind im Jahr DM 96.000,-- die er aus einer Anlageform entnimmt, wo selbstverständlich das Kapital erhalten bleiben muß.
Formel:
Jahresrente x 100
Endkapital= ______________________
Zinssatz
Ich denke, daß ein Zinssatz von 7% immer zu erzielen ist. Bei unserem Beispiel bedeutet das:
96.000 x 100 / 7 = ca. 1,4 Mil. DM
Dieses Endkapital müssen wir also erzielen.
Im Durchschnitt erwirtschaftet eine Lebensversicherung 5,5 % Rendite, d.h. unser 20 jähriger müsste monatlich über DM 800,-- in eine Lebensversicherung anlegen um diesen Wert in 40 Jahren zu erzielen.
Im Fondsbereich werden ca. 9-12 % langfristig zu erzielen sein, d.h. das der 20-jährige „nur“ DM 150,-- bis DM 300,-- mtl. anlegen muß.
Nach diesem kleinen Zahlenbeispiel, denke ich, daß Du Dir über eine Lebensversicherung keine Gedanken mehr machen brauchst.
Auch bei Fondsgebundenen LV’s oder RV’s sind die Kosten sehr hoch, sodaß Du nie die Rendite erreichen wirst, die bei einem normalen Sparplan möglich ist.
Deshalb mein Tipp:
Bespare für die Altersvorsorge Aktienfonds oder nutze eine Vermögensverwaltung.
Schau Dir auch mal die Seiten von Stiftung Warentest zum Thema Lebensversicherung an.
Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen
Ciao,
Andreas
Hallo, Andreas,
im Prinzip richtig, aber… (Radio Eriwan)Deine Aussage, dass bei fondsgebunden Lebensversicherungen die Kosten sehr hoch sind, stimmt bei 90% der Versicherungen. Nicht bei der SALI Sieh sie Dir mal an. Leider wird sie bei den Tests (die meist sehr zu wünschen übrig lassen!) nicht berücksichtigt. Gehen wir von einer Rentenversicherung aus. Wenn Du empfiehlst, dafür lieber einen Fonds abzuschließen, berücksichtigst Du unseren Finanzminister nicht. Der will am Ende Geld sehen! Bei der Rentenversicherung wird gerade mal der Ertragsanteil versteuert! Das war Vorteil 1. Nun wieder zur SALI. als eine der ganz wenigen Versicherungen (Eine andere ist die Clerical Medical) wird erst mal der ganze Beitrag des Kunden angelegt (Bei den meisten anderen nur 85% =15% Kosten!. Die Kosten werden jedes Jahr genau abgerechnet (auch das fehlt bei den meisten anderen). Eine schÖne Methode, heraus zu bekommen, welche Versicherung die niedrigsten Kosten hat: in einem Vergleichsprogramm als Rendite 0% eingeben. Du wirst Dich wundern, was da alles heraus kommt! Übrigens: die Sali liegt hier an der Spitze! Aber Du hast recht: im MAP-Report wurde festgestellt, das der größte Teil der fondsgebunden Versicherungen weniger oder nicht mehr als die Kapitalversicherungen bringen! Und das ist schlecht genug! Die meisten krebsen mit ~5% herum. Ein Direktversicherer hat jetzt vom Bundesaufsichtsamt für Versicherungswesen eine böse auf den Hut bekommen, weil sie jahrelang durch falsche Gewinnversprechungen in den Tests immer ganz hervorragen weggekommen ist! Ebenso eine der bekannten Beamtenversicherungen.
Die beiden von mir erwähnten Versicherungen zählen zu den ganz großen der Branche und haben in der Vergangenheit durchschnittlich 13% Nettorendite erwirtschaftet. Was natürlich nicht heißt, dass das auch in der Zukunft so sein muß! Aber das Problem hat man auch bei reinen Fonds. Noch etwas:Finger weg von Aktien als Altersvorsorge! Es hat noch niemanden gegeben, der an der Werkbank oder am Bürotisch saß und auf die Dauer Gewinn gemacht hat! Das ist ein Verfügbarkeitproblem. Bei Aktien muss ich mindestens stündlich die Kurse beobacheten und reagieren können!
Grüße
Brendle
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Hallo,
wenn Du nach Studien fragst, nimm z. B. die von Prof. Stehle (Humboldt Uni Bln.), welche besagt, daß sich der deutsche Aktienmarkt im Zeitraum von 1948 bis 1997 jährlich im Schnitt mit über 14% entwickelte.
In den USA gibt es wissenschaftl. Untersuchungen bis in’s letzte Jahrhundert, mit eben der gleichen Erkenntnis: Eine Anlage in Aktien war zu allen Zeiten die rentabelste Anlageform.
Allgemein ist anerkannt und auch theoretisch bewiesen (Keynes, Sharpe), daß die langfristige Rendite eines Wertpapiers mit steigendem Risiko zunimmt.
D. h. in der Praxis, daß bei überdurchschnittl. Renditen in späteren Jahren die Wertschwankungen (=Risikostufe) an Bedeutung verlieren.
Also ergibt sich für die Altersvorsorge geradezu zwangsläufig, sich über ein breites Aktienportfolio abzusichern. Inflations- und währungsreformgeschützt (wohin geht der €?).
Die strengen Gesetze, wodurch staatlich kontrollierte Investmentfonds vor Veruntreuung und Totalverlust definitiv geschützt sind, tun ihr übriges.
Bei weiteren Detailfragen mailen.
Gruss Gunnar.
PS: Selbst wenn die Fondspolicen (heute) steuerfrei sind, wie sieht dieses in 20 Jahren aus?
Auch Kursgewinne aus Aktienfonds sind nach einem Jahr steuerfrei und Wachstumsfonds haben sehr geringe zu versteuernde Anteile. Auch sind die schlechte Verfügbarkeit und die hohen Kosten ein Manko bei den meisten Fondspolicen.
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Zum Schlußsatz von Gunnars Artikel:
Gruss Gunnar.
PS: Selbst wenn die Fondspolicen (heute) steuerfrei sind, wie sieht dieses in 20 Jahren aus?
Dies weiß keiner, doch bei den guten Fondspolicen gibt es
UND ein wichtiger Punkt: z.B: bei einer Alstersvorsorge, also auch fondsgebundenen Versicherung liegt das Endalter sinnvollerweise bei 60 - damit kann das Arbeitsamt so einen Vertrag nicht zum freien Vermögen rechnen, das VOR Bezug von
Arbeitslosenhilfe erst mal verbraucht werden muß!
Auch Kursgewinne aus Aktienfonds sind nach einem Jahr steuerfrei und Wachstumsfonds haben sehr geringe zu versteuernde Anteile.
Auch sind die schlechte Verfügbarkeit und die hohen Kosten ein Manko bei den meisten Fondspolicen.
DESHALB DIE GUTEN - SIEHE OBEN!
Viele Grüße
Heinz
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Hallo Heinz,
sicher gibt es z. T. sogar große Unterschiede bei den FLV, will ich nicht bestreiten.
Nur der Kostenfaktor läßt sich ja bekannterweise ausrechnen (nach den Hochrechnungen der Gesellschaft:"…wenn der Fonds mit „xy“-%rentiert, werden Sie die Summe „z“ ausgezahlt bekommen").
Nun zieht man eine solche konkrete Hochrechnung heran, um am Beispiel eines best. Fonds/einer Vermögensverwaltung den prozentualen Kostenanteil, welcher von der Prämie prinzipiell an die Versicherung geht, auszurechnen.
Hierbei ist natürlich nur ein Vergleich über die gesamte Laufzeit sinnvoll, bei FLV und auch Fonds.
Beim Fonds würde der Ausgabeaufschlag zum Tragen kommen.
Für wenige (wissende) Anleger könnte man sogar noch den Direktbank-Ausgabeaufschlag gelten lassen.
Aber das sollte nicht unbedingt herangezogen werden.
Vielleicht hast Du solch eine Hochrechnung zur Hand, dann können wir mal den Vergleich auf’s Exempel machen. U. U. hast Du vielleicht recht, und der Unterschied ist gar nicht so groß.
Es bleiben immer noch die Verfügbarkeit sowie die Stornokosten bei vorzeitiger Kündigung.
Denn bekannterweise werden über die Hälfte aller KLV u n d FLV vor Ablauf gekündigt und ergeben dann eine ganz miese Rendite…
Gruss Gunnar.
PS: Bei den Tarifen z. B. oder auch engl. Anbietern kenne ich mich nicht sehr aus, ich kann eine FLV nur aus anlagetechnischer Sicht beurteilen. Falls es dbzgl. schon revolutionäre Neuerungen gibt, bin ich für jeden Hinweis sehr dankbar - im Ernst!
Danke Euch allen! Aber…
…mir wird das Ganze hier schon wieder zu undurchsichtig! Zwar habe ich jetzt so halbwegs begriffen, dass Aktien wohl das Richtige sind, aber muss man um mit Aktien rumzuhantieren nicht mindestens so finanzbegeistert sein wie Ihr???
Und genau das bin ich nämlich absolut nicht! Am liebsten wäre mir irgendwas, wo ich momentan so etwa DM 100,-- monatlich (bin ja noch Student) einbezahle und gut isses!
Gibt’s also sowas für Aktien? Jeden Monat eine, oder so?
Entschuldigt meine Naivität, aber ich bin in dieser Hinsicht wirklich völlig unbedarft…
Nochma Danke
Holger
…mir wird das Ganze hier schon wieder zu undurchsichtig!
Zwar habe ich jetzt so halbwegs begriffen, dass Aktien wohl
das Richtige sind, aber muss man um mit Aktien rumzuhantieren
nicht mindestens so finanzbegeistert sein wie Ihr???Und genau das bin ich nämlich absolut nicht! Am liebsten wäre
mir irgendwas, wo ich momentan so etwa DM 100,-- monatlich
(bin ja noch Student) einbezahle und gut isses!Gibt’s also sowas für Aktien? Jeden Monat eine, oder so?
Entschuldigt meine Naivität, aber ich bin in dieser Hinsicht
wirklich völlig unbedarft…
Hallo Holger,
dann bespare doch einen internationalen Aktienfonds wie z.B. den DVG I. Das geht schon ab DM 100,- mtl. Du hast auch den Vorteil, das Du nicht an eine Laufzeit gebunden bist
Erwerben kannst Du den Fonds z.B. über Discounter mit 70 % Rabatt auf den AA.
Ich hoffe ich konnte Dir helfen !
Tschüss,
Andreas