Rente und Ausbildungszeit

Hallöchen,

wenn es z. Z. In Ankündigungen der Bundesregierung bzgl. Ausbildungszeiten in der Zählung der Rentversicherungsjahre heißt: „Die Anrechnung soll ab 2005 schrittweise bis 2008 ganz wegfallen.“, was heißt das dann:

Betrifft das Ausbildungszeiten, die ab dann anfallen, also nur ganz junge Menschen?

Oder Leute, die ab dann in Rente gehen? Das wäre dann ja eine Kürzung von bereits erreicht geglaubten Ansprüchen, die durch Eigenversicherung gar nicht mehr ausgeglichen werden kann.

Neugierige Grüße
Peggy

Hallo Peggy,

Ich habe auch nicht verstanden, was gemeint wird. Meine Uni-Zeit wird in einem Bescheid von der BFA für 3 Jahre schon anerkannt, aber ich habe noch 15 Jahre zu ackern, bevor ich meine Rente sehe. D.h bis dahin wird meine schon anerkannte Ausbildungszeit sowieso keinen Wert haben (oder ?).
Deutsche Sprach ist wirklich nicht einfach, besonders für Ausländer wie mich.

Gruss - Xiu Mai

Hallo Xiu Mai,

Meine Uni-Zeit wird in einem Bescheid von der BFA für 3 Jahre schon
anerkannt, …

Ja, so war das bisher.

Deutsche Sprache ist wirklich nicht einfach, …

Das ist sicher richtig, aber in diesem Fall ist es kein Sprachproblem, sondern liegt an der fehlenden Erläuterung.

Warten wir ab. Wenn’s hier keiner weiß - irgendwann kommen noch Erläuterungen in der Presse. Notfalls müsste man bei der BfA nachfragen.

Liebe Grüße
Peggy

Hallo Peggy,
also, man kann unserer Regierung ja viele Lügen nachweisen, auch Bürgerfeindlichkeit, usw.
Doch so blöd und brutal sind die auch nicht, dass sie Menschen, die den Verlust nicht ausgleichen können (zeitlich) so was aufs Auge drücken.
Kann ja noch kommen!
Vielleicht sagt mal eine Regierung: Flasche leer… nix Rente (und erhöht sich im gleichem Zug die Diäten um 50%). Doch dann dürften selbst die trägen Deutschen aufbegehren.
Grüße
Raimund

hallo Xiumai,
na, na, jetzt stell mal Dein hell strahlendes Licht nicht unter den Scheffel: Dein Deutsch ist ganz hervorragend…
Doch zum Thema: wenn Du sagst, dass Du noch 15 Jahre hin hast, bis Du Rente beziehst, dann musst Du also ca. 50 Jahre sein. Also nach meiner Info zu der Altersgruppe zählen, deren Ausbildungszeit nicht gestrichen wird.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

wobei ich der Meinung bin, dass die Studierten sich einfacher diese Lücke absichern können, als die gewerblichen Angestellten. Daher finde ich hier wiederum den Sozialversicherungsschluss: Soviel wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Gruß
Marco

hallo Marco,
kommt auf die Situation an. Ein heute arbeitsloser Akademiker verdient genauso wenig wie der arbeitslose Hilfsarbeiter.
Doch was ich meinte, war, dass jemand, der studiert hat und inzwischen 55 jahre alt ist, diesen Verlust nicht so einfach wegsteckt. Bedenke, dass der Student wesentlich später mit der Arbeit anfängt (also Steuern und Versicherungen zahlt), als ein Gewerblicher. Der fängt schon mit 15 Jahren an, der Akademiker mit 30ß und später. Das sind 15 Jahre zum aufholen! Da tun 5 jahre Zeitverlust empfindlich weh. Bresonders, wenn Die schon 55 bist. In 10 Jahren kann man so etwas nicht ausgleichen.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

kommt auf die Situation an. Ein heute arbeitsloser Akademiker
verdient genauso wenig wie der arbeitslose Hilfsarbeiter.

Richtig. :smile: Aber das liegt dann entweder an fehlender Eignung, Flexibilität oder falschem Studium

Doch was ich meinte, war, dass jemand, der studiert hat und
inzwischen 55 jahre alt ist, diesen Verlust nicht so einfach
wegsteckt. Bedenke, dass der Student wesentlich später mit der
Arbeit anfängt (also Steuern und Versicherungen zahlt), als
ein Gewerblicher. Der fängt schon mit 15 Jahren an, der
Akademiker mit 30ß und später. Das sind 15 Jahre zum aufholen!

Das stimmt nur bedingt. Jemand der mit 30 erst ins Berufsleben wechselt, hat definitiv schon vorher die Sozialversicherung ausgebeutet. Grund: mit max. 19 Abi, mit 21 mit dem Zivi fertig und dann 9 Jahre Studium? Das halte ich für hochgradig gefährlich. Denn davon hätte er mindestens schon 4 Jahre in die Sozialversicherung einzahlen können.

Da tun 5 jahre Zeitverlust empfindlich weh. Bresonders, wenn
Die schon 55 bist. In 10 Jahren kann man so etwas nicht
ausgleichen.

Auch richtig. Aber von der Schuldbildung sind eh nur max. 3 Jahre anerkannt worden, wenn ich mich nicht irre.

Gruß
Marco

Hallöchen,

wenn es z. Z. In Ankündigungen der Bundesregierung bzgl.
Ausbildungszeiten in der Zählung der Rentversicherungsjahre
heißt: „Die Anrechnung soll ab 2005 schrittweise bis 2008 ganz
wegfallen.“, was heißt das dann:

Hallo Peggy und alle anderen zukünftigen Rentner.

Das heißt: denjenigen, die danach in Rente gehen, werden mit einem Bleistiftstrich die legitimen Ansprüche, die sie durch ihre Studien erworben haben, ERSATZLOS gestrichen. In Klartext: ein wahrscheinlicher Verlust von mindestens 50 €!!!

Aus folgendem Grund sehr hart:
Die Rentner, die nach 2009 in Rente gehen, können nur mit einem hohen finanziellen Aufwand, der sich wahrscheinlioch nicht rechnet, diesen Verlust ausgleichen!! Sie müssten bis zu einem bestimmten, bald verfallenden Stichtag, sich zu den DERZEITIG gültigen Tarifen nachversichern, was sehr teuer gegenüber den Tarifen in den 70er oder 80er Jahren ist.

Übrigens hat diesen Dreh schon jemand vorexerziert, nämlich „Onkel Norbert“ auch Blüm genannt. „Tante Ullah“ macht ihn jetzt zum zweiten Mal, nachdem in den 80er Jahren keiner protestiert hat, und alles bei Vollbeschäftigung geräuschlos über die Bühne ging. Damals hat der Onkel Norbert die anrechenbaren, erfolgreich abgeschlossen Studienzeiten, die angerechnet werden, von FÜNF auf drei jahre verkürzt. Außerdem hat er an einer zweiten Schraube gedreht: damals wurden diese fünf Jahre mit dem Durchschnitt PLUS 30% in die Rentenberechnung aufgenommen. Onkel Norbert strich diese 30%. Ein paar Jahre später, machte er dann aus dem Durchschnitt, der angerechnet wurde, Durchschnitt MINUS 30%.

Resumee: So saniert man Rentenkassen ohne Protest mit einem Bleistiftstrich. Das große Zähneklappern kommt dann später für die Rentenempfänger, wenn die Verantwortlichen, wie Onkel Norbert, Onkel Horst oder Tante Ullah schon längst jahrzehntelang ihre wohlverdiente Pension genießen, in welcher Höhe sage ich euch nicht, sonst fallt ihr vom Glauben ab.

Lasst euch doch mal eine Aufrechnung von der LVA oder BfA auf Antrag schicken. Ich sehe schon jetzt eure Tränen kullern.

Bleibt optimistisch

Bernd

Hallo Marco,

kommt auf die Situation an. Ein heute arbeitsloser Akademiker
verdient genauso wenig wie der arbeitslose Hilfsarbeiter.

Richtig. :smile: Aber das liegt dann entweder an fehlender Eignung,
Flexibilität oder falschem Studium

Da muss ich widersprechen: es gibt genug arbeitslose Akademiker. Gut, Du kannst dann sagen: hätte er war anderes studieren sollen. Das ist aber zu einfach. Ich weiß noch gut, wie ich mein BWL - Studium begonnen habe. Damals waren Betriebswirte Mangelware, also ein Idealstudium. als ich fertig war, gab´s die wie Sand am Meer.

Doch was ich meinte, war, dass jemand, der studiert hat und
inzwischen 55 jahre alt ist, diesen Verlust nicht so einfach
wegsteckt. Bedenke, dass der Student wesentlich später mit der
Arbeit anfängt (also Steuern und Versicherungen zahlt), als
ein Gewerblicher. Der fängt schon mit 15 Jahren an, der
Akademiker mit 30ß und später. Das sind 15 Jahre zum aufholen!

Das stimmt nur bedingt. Jemand der mit 30 erst ins Berufsleben
wechselt, hat definitiv schon vorher die Sozialversicherung
ausgebeutet. Grund: mit max. 19 Abi, mit 21 mit dem Zivi
fertig und dann 9 Jahre Studium? Das halte ich für hochgradig
gefährlich. Denn davon hätte er mindestens schon 4 Jahre in
die Sozialversicherung einzahlen können.

Andere Rechnung: mit 21 Abi, anschließend Chemie studiert. Mit 7 Jahren ist man da dabei. Manche noch länger. Nicht unbedingt aus Faulheit. Es ist sehr schwer. Er ist also mindestens 28 wenn er fertig ist. Hatte er vorher noch Zivi, kommt noch 1 Jahr dazu. Wie soll der die Sozialversicherung ausgebeutet haben? Die meisten Studenten arbeiten heuzutage nebenher, zahlen also Steuern.

Da tun 5 jahre Zeitverlust empfindlich weh. Besonders, wenn
Du schon 55 bist. In 10 Jahren kann man so etwas nicht
ausgleichen.

Auch richtig. Aber von der Schuldbildung sind eh nur max. 3
Jahre anerkannt worden, wenn ich mich nicht irre.

Richtig: 3 jahre Schule und dann das Studium. Aber das sowieso nur, wenn der Student einen Abschluss gemacht hat. Ohne Abschluss = verlorene Zeit.
Aber wie gesagt, es geht mir um die älteren, die keine Zeit mehr haben, eine Streichung dieser Zeit auszugleichen. Stell Dir mal vor, ich alter Knacker soll noch meine Studienzeit ausgleichen.
Unmöglich!
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

Da muss ich widersprechen: es gibt genug arbeitslose
Akademiker. Gut, Du kannst dann sagen: hätte er war anderes
studieren sollen. Das ist aber zu einfach. Ich weiß noch gut,
wie ich mein BWL - Studium begonnen habe. Damals waren
Betriebswirte Mangelware, also ein Idealstudium. als ich
fertig war, gab´s die wie Sand am Meer.

Ja, aber die guten von denen bekommen immer Arbeit. Es bleibt der Rest.

Andere Rechnung: mit 21 Abi, anschließend Chemie studiert. Mit
7 Jahren ist man da dabei. Manche noch länger. Nicht unbedingt
aus Faulheit. Es ist sehr schwer. Er ist also mindestens 28
wenn er fertig ist. Hatte er vorher noch Zivi, kommt noch 1
Jahr dazu. Wie soll der die Sozialversicherung ausgebeutet
haben? Die meisten Studenten arbeiten heuzutage nebenher,
zahlen also Steuern.

Und wer mit 21 erst Abi macht, der hat vorher schon was falsch gemacht, nämlich 2 Ehrenrunden. Und der wird sicher auch beim Studium dann wieder etwas nachlässiger. Aber somit wäre er eben auch max.26/27 mit Wehrdienstzeiten.

Gruß
Marco

Hallo,

wenn wir ehrlich sind, wussten viele Politker, Ökonomen und auch normale Bürger schon in den 70er und 80er Jahren, daß die Rentenberechnungen auf dünnem Eis kalkuliert wurden - daß es irgendwann in der Zukunft nicht mehr möglich sein würde, die Versprechungen aus den 70er und 80er Jahren zu halten. (siehe Reformen im europäischen Ausland - Schweiz, Holland, Skandinavien, UK - in den 80er und früh-90er J.)
Man kann das, was die Politiker gemacht haben als Betrug sehen (wollten die Wähler wirklich etwas anderes hören??)… aber es ist eigentlich nur die harte Realität.

Und obwohl ich Akademikerin bin, sehe ich es nicht ein, daß die Bauarbeiter und Verkäuferinnen, die sehr oft schon mit 15-17 J. angefangen haben im Beruf zu Arbeiten, meine Rente zahlen sollen.

Gruß
Sarah