Liebe/-r Experte/-in,
ich möchte gerne Zeitungen austragen. Nun hat man mir bei der Firma gesagt, ich könne mir aussuchen, ob ich Sozialabgaben (Rente …) bezahle oder das ganze Geld ohne Abgabe mir überweisen lasse.
Da es sich nur um kleine Beträge handelt, ich käme auf etwa 300 Euro, hat man mir gesagt, würde sich das mit der Rente evtl. nicht lohnen. Oder mache ich da einen Denkfehler?
Viele Grüße,
Aita
Hallo Aita,
falls du verheiratet bist und Dein Mann gut verdient, oder aber Du Kinder hast, kann es Sinn machen mit der Rentenversicherung. Zudem kannst Du dann auch die Riester-Rente machen und ordentlich Zulage kassieren, wobei Du ohne weiteres Einkommen dann nur 60 € jährlich zahlen müsstest und 154 € Zulage erhältst.
Das mit den kleinen Beträgen ist schon richtig, da Du ja maximal 400 € verdienen darfst, damit das als Minijob noch geht. 300 € sind also so gesehen nicht wenig, aber der Rentenanspruch wird natürlich nicht groß sein.
Grüße
Volker Riegel
Ob es sich hier lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke jedoch, dass sich Altersvorsorge immer lohnt, daher sollte auf jeden Fall diese betrieben werden. Es gibt auch die Möglichkeit eine sogenannte MiniJob-bAV einzurichten (betriebliche Altersvorsorge). Überstunden können hier z.B. so abgegolten werden. Hier lohnt sich dann die Anlage besonders.
MfG
CKH
Liebe/-r Experte/-in,
ich möchte gerne Zeitungen austragen. Nun hat man mir bei der
Firma gesagt, ich könne mir aussuchen, ob ich Sozialabgaben
(Rente …) bezahle oder das ganze Geld ohne Abgabe mir
überweisen lasse.
Da es sich nur um kleine Beträge handelt, ich käme auf etwa
300 Euro, hat man mir gesagt, würde sich das mit der Rente
evtl. nicht lohnen. Oder mache ich da einen Denkfehler?
Einen Fehler bestimmt, junge Frau. Schon schön das hinzuverdiente Geld auch sein mag, für die gesetzl. Rente ist das so gut wie nix. Der montl. Beitrag liegt da im Bereich von ca. 5 Euro. Höchstens, das zur Erreichung der Mindest-Einzahlmonate ein minimal Ziel erreicht werden könnte. Anonsten, sorry, fällt mir nix Gutes dazu ein. Den wahren Reibach macht nur der Arbeitgeber. Für unsere Sozialkassen, wie auch für den Beschäftigten ist das ausgemachter Betrug…
Viele Grüße,
Aita
aus meiner sicht macht die grv relativ wenig sinn, da du in der privatwirtschaft leistungsstärkerer tarife ohne wartezeiten für gleiches geld bekommen könntest, welches auch nicht einkommensgebunden ist, aber gesundheitsfragen werden hier gestellt. bist du fit und gesund solltest du dir genau überlegen, ob du die grv oder die bu/irgendeine rentenform wie riester oder privatrente oder der gleichen statt dessen wählst. meld dich einfach, wenn du bei der gegenüberstellung hilfe brauchst.
Danke für die umfassende Antwort!
Für einen gesetzlich Krankenversicherten lohnt sich die bAV nur, wenn der Arbeitgeber mindestens zu einem Viertel minfinanziert bzw. dazugibt.
Grund:
Sie zahlen später in der Rente ca. 17,5 % Sozialversicherungsbeiträge sprich Kranken- und Pflegeversicherung. Selbst dann, wenn die Ansparung mal, zum Beispiel nach einem Arbeitgeberwechsel, ausschließlich privat erfolgt ist.
Privat ansparen heißt, daß die Ansparung aus dem Nettoeinkommen erfolgt, also nach Steuern und Sozialabgaben. Was nichts anderes bedeudet, als daß Sie insoweit doppelt Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Dies ist im Sozialrecht ausdrücklich zulässig.
Ausnahme ist nur bei dem Durchführungsweg „Direktversicherung“ möglich, wenn man sich u.a. die Versicherung als Privatzahler auf sich umschreiben läßt.
Denken Sie daran, Versicherungsprodukte sind wie schwimmende Eisberge, Sie sehen nur die obere Hälfte. Auch sollte es zu Denken geben, wenn Sie der Staat schon so mit Sozialversicherungsbeiträgen „schröpft“ (fast ein Fünftel), was haben sie dann von den anderen Beteiligten zu erwarten? Immerhin wollen ja auch der Vermittler, die Versicherung bzw. die Pensionskasse und der Arbeitgeber was vom Kuchen ab. Was werden die sich vom Kuchen, von ihren Beiträgen abzweigen?
Ein weiterer Tipp: Lesen Sie bei der Internetseite des ZDF was Plus-Minus am 24.10.2012 zu der bAV gesagt bzw. geschrieben hat
Danke für die umfassende Antwort!.