Rentenalter auf 67 Jahre und Arbeitsvertrag

Jetzt muss ich doch nochmal was dazu sagen:
Die Wende war keine Betrügerei, sondern ein Beispiel für die Macht eines geschlossenen Volkes.
Anstatt das sog. „Mulla“-Regime um Merkel und Ulla sowie die Regierungen der letzten 15-20 JAhre mal gehörig auspeitschen zu lassen, sitzt der Wessi in seinem Wohnzimmer, regt sich über die Ossi-Schlagzeilen und selbstgemachte Antipathien gegen unsere Mitbürger auf, schimpft die faulen Sportler im TV aus und hält wie in einem Uli Stein-Cartoon ein „Dagegen“-Schild hoch.

Man kann es sich leicht machen oder für seine Rechte auf die Straße gehen.

Und um der Diskussion über die vorgezogene Rente mal etwas Feuer zu nehmen:

WENN jemand anerkannte Behinderungne hat, so möge er mit meinem Segen vorzeitig in den abzugsfreien Rentnerruhestand gehen.
WENN einer aber Behinderungen vorspielt, um dies tun zu können, so bin ich derjenige, der den ersten Stein auf ihn wirft.

Amen
Frank Wilke

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Hallo

Jetzt meine Frage, wer zahlt für die Rentner der DDR die
Rente?

alle die jetzt in die gesetzliche rente einzahlen

Oder haben die in die gesetzliche Rentenversicherung
eingezahlt?

sicher und das sogar noch wenn möglich freiwillig mehr als staatlich verordnet

Meiner Meinung war die Wende reine Betrügerei.

jedem seine meinung…
vielleicht sollte man sich aber vorher informieren bevor man hier lospöbelt
falls es dich interessiert hier steht der gesetzestext dafür:
http://www.jura.uni-sb.de/Vertraege/Einheit/ein1_a30…
den rest kannste dir selber raussuchen.

Jetzt muss ich doch nochmal was dazu sagen:

WENN einer aber Behinderungen vorspielt, um dies tun zu
können, so bin ich derjenige, der den ersten Stein auf ihn
wirft.

Amen

und ich schmeiß den 2.
amen und *

da fällt mir grade „das leben des brain“ ein: „er hat jehova gesagt…“ *rofl*

gruß
snake

Wieso es geht doch darum was jetzt legal ist, ist dann im Jahr
2031 wohl illegal. Das sehe ich als ganz klares Unrecht.
Schließlich bezahlen wir ja jetzt für die heutigen Rentner.

Was 2031 in Bezug auf die GRV ist, weiß und ahnt keiner, also Spekulation

Wieso getürkte Krankheiten? Wenn jemand Diabetis hat oder
Altersbedingte Erkrankungen hat wieso soll der dann nicht
früher in Rente gehen, das ist doch auch legal. Also wenn
nicht wird das Amt sicher ein Gutachten anfordern. Solle
jemand nicht krank sein.

Les den Thread selber und Du wirst erkennen, was geraten wurde (z.B. mit leichten Herzproblem "einen auf schwerbehindert zu machen)!

off Topic - 2 Korrekturen
Hallo Harwin,

1.) Spätestens dann, wenn junge qualifizierte Arbeitnehmer knapp werden, wird auf Ältere zurückgegriffen. Bei Ingenieuren passiert das im Moment.

2.) Die Mär von den Rententöpfen.

Von der Politik wurde vor der WEnde gesagt das genügend in den
Rententöpfen ist auf Jahre hinaus. Nach dem Zusammenschluß ist
plötzlich nichts mehr da, wo ist den das Geld plötzlich hin?

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß
Carlos

Hallo Harwin,

einerseits finde ich es gut, dass Du Dir zu dem Thema Gedanken machst, andererseits solltest Du Dich ein bisschen gründlicher mit den Fakten auseinandersetzen, bevor Du hier dieses Gemenge aus Wahrheiten, Halbwahrheiten und Unwahrheiten verbreitest wie es eigentlich eher an manchen (nicht an allen!) Stammtischen üblich ist.

Zunächst zu der Robotern und Maschinen. Richtig ist, dass durch Automatisierung immer mehr einfache Tätigkeiten wegfallen. Zu bedenken ist allerdings, dass ohne Automatisierung industrielle Produktion bei unseren Löhnen längst nicht mehr rentabel wäre. Gegen eine Maschinensteuer spricht zudem, dass Maschinen sich noch leichter ins Ausland verlagern lassen als qualifizierte Arbeitsplätze.

Richtig ist, dass die Zahl der Arbeitsplätze, die nur eine geringe Qualifikation erfordern, in Europa tendenziell weiter abnehmen wird.
Für Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, nur über eine geringe Qualifikation verfügen wird es hierzulande dauerhaft nicht genügend Arbeitsplätze geben, jedenfalls nicht zu gegenwärtigen Konditionen.

Dies ist eine Folge der Globalisierung gegen die auch die Politik wenig ausrichten kann (deren Möglichkeiten werden sowieso dauernd überschätzt) - abgesehen davon, dass gerade Deutschland als Exportweltmeister insgesamt von der Globalisierung deutlich profitiert. Es gilt daher nicht gegen die Globalisierung zu wettern, sondern mit Ihren (auch negativen) Folgen vernünftig umzugehen.

Zu diesem vernünftigen Umgang gehören:
1.) Qualifizierung und Bildung fördern - wenn Arbeitslosigkeit ein Qualifikationsproblem ist, können nur dies Massnahmen auf Dauer helfen.
2.) Unsere Sozialsysteme an die veränderten Bedingungen anpassen - wir müssen uns einfach von der Vorstellung der klassischen Vollbeschäftigung verabschieden. Bürgergeld und negative Einkommensteuer hatte ich bereits in meinem vorigen Beitrag erwähnt.
Ein anderes Modell sind Kombilöhne: Wenn am Weltmarkt einfache Fließbandtätigkeiten für 2 EUR pro Stunde zu haben sind, dann sind sie halt leider auch nur 2 EUR wert - das nennt man Marktwirtschaft. Wenn man bei uns von 2 EUR die Stunde nicht leben kann, dann müssen halt die Sozialsystem den Rest übernehmen.

Diese Themen sind nicht einfach, warum die Politiker derzeit eher den Kopf in den Sand stecken hatte ich in meinem vorigen Posting erläutert. Kurz- bis mittelfristig werden wir aber an ernsthafte Reformen heran gehen müssen.

Desweiteren kann ich mir einige Anmerkungen zu Deinen Ausführungen über die Wende nicht verkneifen:
Wie es die Menschen im Osten (heute so oft verächtlich als Ossis bezeichnet) geschafft haben eine friedliche Revolution über die Bühne zu bringen und Ihren Willen zu Wiedervereinigung durchzusetzen, das ist die größte historische Leistung, die das deutsche Volk (oder wenigsten ein Teil davon) jemals zustande gebracht hat. Das die Wiedervereinigung, bei allen Problemchen und Reibungen im Detail, insgesamt so positiv verlief ist eine Leistung des gesamten deutschen Volkes auf die wir ruhig stolz sein dürfen.
Richtig ist zwar, dass den Sozialsystemen und insbesondere der Rentenversicherung nach der Wende Lasten aufgebürdet wurden, die eigentlich die Allgemeinheit (d.h. der Staat mit Steuermitteln) hätte tragen müssen, hier allerdings von Betrügerei zu reden ist doch überzogen.
Im übrigen ist es schlicht falsch zu behaupten, dass die Rententöpfe vor der Wende voll gewesen seien - erstens gab es nie Rententöpfe, unsere Rentenversicherung ist umlagebasiert, zweitens könnte ich Dir Zeitschriftenbeiträge von ca. 1980 raussuchen (einer davon stammt von mir) in denen klar nachgewiesen wurde, dass das Rentensystem ab ca. 2025 - 2030 so nicht mehr finanzierbar sein wird. Für jeden der ein bisschen rechnen kann und sich mit der Materie beschäftigt hat, war das schon damals klar.

Sorry, ist etwas lang geworden und passt eigentlich auch nicht wirklich in dieses Brett, aber ich mochte diese Parolen einfach nicht so stehen lassen.

Gruß
Werner

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Sorry, ist etwas lang geworden und passt eigentlich auch nicht
wirklich in dieses Brett, aber ich mochte diese Parolen
einfach nicht so stehen lassen.

Macht nichts, einen Stern gibt es trotzdem/deshalb!

dafür ein * owt.
mfg snake

Klar ist doch…
Klar ist doch:

  1. Es wird immer weniger junge Menschen geben die im Jahre 2031 bzw. auch schon vorher in die Rentenkasse einzahlen.
  2. Es ist so das viele Menschen im Alter von ca. 60 Jahren gesundheitlich nicht mehr so auf der Höhe sind bzw. nicht mehr so leistungsfähig.
  3. Ältere Arbeitnehmer nehmen jüngeren Arbeitnehmern in diesen Jahren womöglich Arbeitsplätze weg.
  4. Maschinen, Roboter und Computer ersetzen schon heute Menschen und werden in Zukunft Arbeitsplätze wegfressen.
  5. Wenn Menschen weniger verdienen bzw. weniger Rente bekommen können sie auch weniger konsumieren.
  6. Wenn Menschen weniger konsumieren geht es der Wirtschaft schlecht und es wird weniger Arbeitsplätze geben.

Beispiele hierzu:

http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/181/7…

http://www.fiwi.uni-essen.de/fiwiss/pdf/pm000063a.pdf

http://www.bpb.de/publikationen/14UKJG,0,0,Rente_mit…

Hallo Harwin,

ich probier’s noch mal:

  1. Es wird immer weniger junge Menschen geben die im Jahre
    2031 bzw. auch schon vorher in die Rentenkasse einzahlen.

Eben - dies ist einer der Gründe weswegen es mit unserer Rentenversicherung so nicht weitergehen kann, ein Grund über alternative Sozialsysteme nachzudenken.

  1. Es ist so das viele Menschen im Alter von ca. 60 Jahren
    gesundheitlich nicht mehr so auf der Höhe sind bzw. nicht mehr
    so leistungsfähig.

Und Viele sind mit 80 noch topfit und könnten noch wichtige Beiträge zu unserer Wirtschaft und unseren Sozialsystemen liefern - hier ist einfach mehr Flexibilität gefordert. Wir müssen mehr auf die individuellen Lebensumstände eingehen und nicht alle über den gleichen Kamm scheren.

  1. Ältere Arbeitnehmer nehmen jüngeren Arbeitnehmern in diesen
    Jahren womöglich Arbeitsplätze weg.

Oder jüngere den Älteren, eine reine Frage des Standpunktes. Im Ernst, ich halte gar nichts davon die eine Generation gegen die andere auszuspielen. Lasst uns gemeinsam Lösungen für unsere Probleme finden, damit es uns allen gut geht!

  1. Maschinen, Roboter und Computer ersetzen schon heute
    Menschen und werden in Zukunft Arbeitsplätze wegfressen.

Das ist seit Beginn der Industrialisierung so und letztlich der Grund warum es uns heute in den Industrieländern so gut geht. Letztlich, wer will schon die Arbeit die uns Maschinen abnehmen zurück, es geht nur darum auch bei weniger Arbeit jedem ein vernünftiges Auskommen zu garantieren, genau dies müssten die von mir geforderten neuen Sozialsysteme gewährleisten. Und mit einem vernünftigen Auskommen meine ich deutlich mehr, als das was uns heute Hartz IV gewährt.
Ich bin überzeugt, dass mit etwas Phantasie, gutem Willen und Vernunft Sozialsysteme machbar sind die dies können und noch dazu billiger sind als unsere Gegenwärtigen.

  1. Wenn Menschen weniger verdienen bzw. weniger Rente bekommen
    können sie auch weniger konsumieren.

Richtig - aber global gesehen steigen die Durschschnittseinkommen sehr wohl, die verfügbaren Einkommen werden (global gesehen) nur gerechter verteilt. Umso wichtiger ist es zu überlegen, wie wir bei uns jedem ein vernünftiges Auskommen garantieren können.

  1. Wenn Menschen weniger konsumieren geht es der Wirtschaft
    schlecht und es wird weniger Arbeitsplätze geben.

Theoretisch schon, nur im Zeitalter der Globalisierung muss man das weltweit betrachten und weltweit gesehen steigen die Einkommen und damit der Konsum, Potential für jede Menge Wirtschaftswachstum.

Ich sage ja nicht, dass wir keine Probleme haben, aber mit dem nötigen Mut zu durchgreifenden Reformen, genügend Phantasie und dem Willen auch mal neue Wege zu beschreiten können wir sie lösen.

Gruß
Werner

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