Rentenberatung

Hi @all,
hoffentlich bin ich hier richtig ?
In diesem Jahr gehe ich (nach Arbeitslosigkeit) mit 60 in Rente, muß den Antrag also nächstens stellen. Ende Februar hab ich einen Termin bei der BfA.

Nun traf ich einen Bekannten in ähnlicher Situation, der mir dringend ans Herz legte, eine private Rentenberatung einzuschalten, weil die u.U. noch einiges „herausholen“ könnte (seine Rentenberaterin konnte so die Rente für seine Frau um ca. 180 EUR erhöhen).
Ich dachte immer, das läuft alles über die BfA automatisch, Feststellungen der Behörde sind sozusagen „unumstößlich“.

Mehrere Rentenverläufe hab ich im Lauf der letzten 20 Jahre schon erhalten, Anspruchszeiten sind erfüllt, bis 31.12.1995 sind die Zeiten verbindlich festgestellt.

Wer kann mir sagen, ob sich so eine private Rentenberatung wirklich lohnt - die muß man schließlich auch relativ teuer bezahlen…

Vielen Dank schon mal,
Grüße von MrsSippi

Hallo,

mir fällt gerade bicht der genaue Begriff ein…es gibt sehr gute Rentenberater, die das nach Ihren Berufsleben mit vollem Elan machen.
Soweit ich informiert bin, ist die Tätigkeit sogar kostenlos. Google
doch mal ein wenig. Sicher gibt`s auch bei die diese Berater.

MfG

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Hallo,

also „rausholen“ kann man bei der gesetzlichen Rentenversicherung schon mal gar nichts und da hilft auch der beste Rentenberater nichts.

Grundsätzlich richtet sich die Höhe Ihrer Rente nach den im Versicherungsverlauf enthaltenen Versicherungszeiten. Sollte Sie nicht gerade zu einem besonderen Personenkreis (z. B. Vertriebener etc.) gehören, können Sie den Versicherungsverlauf jederzeit selbst überprüfen.

Sehen Sie sich alle Daten durch und vergleich Sie die Entgelthöhen mit Ihren Unterlagen. Finden Sie Lücken im Verlauf, so versuchen Sie herauszufinden, was Sie in dieser Zeit gemacht haben.

Ist der Verlauf vollständig und Ihnen fallen keine Unstimmigkeiten auf, wird auch der beste Rentenberater keinen Cent mehr „rausholen“. Das einzige, wo er Geld rausholen wird, sind Sie. Ein Rentenberater arbeitet nicht nicht kostenlos - aber oft umsonst…

In diesem Sinne, vertrauen Sie einfach ein bisschen auf die Mitarbeiter der Rentenversicherung, diese haben oft mehr Ahnung, als alle Rentenberater zusammen.

Viele Grüße
Florian

Hallo,
man nennt diese Berater Versichertenältesten und die sind kostenlos.
Gruß wilfried

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Hi Florian,
per ‚Sie‘ ? Na gut… :wink:

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich hab mir sowas ja schon gedacht, war nur etwas verunsichert durch die geschilderte Begegnung.

Welche Funktion haben denn die von Wilfried erwähnten Versichtenältesten?

Danke nochmal und herzliche Grüße
MrsSippi

Danke auch Euch beiden! owt
o

Hallo!

Hi Florian,
per ‚Sie‘ ? Na gut… :wink:

Ich bin eigentlich mit Leuten, die mir persönlich nicht bekannt sind, immer per Sie. Ob nun Internet oder sonst wo. Aber das ist ein anderes Thema.

Zu Ihrer Frage: Die Versichertenältesten sind meist Personen, die lange Zeit vorwiegend bei einem Rentenversicherungsträger beschäftigt waren und über ein sehr umfangreiches Wissen verfügen.

Sie stellen ihr Wissen quasi nach Ihrer Berufstätigkeit weiterhin zur Verfügung. Versichertenälteste arbeiten kostenlos und haben eine besondere rechtliche Stellung. So kann man beispielsweise bei einem Versichertenältesten rechtswirksam einen Rentenantrag etc. stellen.

Viele Grüße
Florian

Vielen Dank! owt
o

Hallo, FloM,

das Problem hängt sicher von dem gesamten Rentenverlauf ab. Gerade in den sog. neuen Bundesländern hat man es mit einer Reihe von Anrechnungszeiten und Staffelungen und Bemessungen ect. zu tun, die sowohl für den Laien/Betroffenen als auch für die sogenannten Fachleute problematisch sind und kaum überschaubar. Was bei dem einen anerkannt wird, muß bei dem anderen längst nicht berücksichtigt werden. Aber da die Vielzahl der gesetzlichen Vorschriften und Ausnahmeregelungen sowie gerichtlichen Entscheidungen groß und unübersichtlich ist, sind Fehler nicht ausgeschlossen.

Wenn das Ihr Geldbeutel zuläßt, würde ich empfehlen, die Berechnung prüfen zu lassen. In einem mir bekannten Falle (über 40 Jahre gearbeitet, sogenannte alte Bundesländer/Westberlin) war die Höhe die Honorares im Gegensatz zu dem Betrag, der letztendlich durch den Rententräger auf Intervention hin zusätzlich als berechtigt anerkannt wurde, enorm. Eigentlich kann man als Pflichtversicherter nur gewinnen. Ich wünsche Ihnen viel Glück und einen langen, gesunden Ruhestand. MfG M.P.