Hallo,
Rendite und Risiko verhalten sich proportional. Wenn Du einen
Rentenfonds kaufst, der nur in staatliche Wertpapiere
investieret, wird dieser auch keinen Ausfall verzeichnen und
damit auch kein Geld verlieren. Stattdessen vereinnahmt er die
gezahlten Zinsen und mehrt damit sein Vermögen, was bei Dir zu
einer Kurssteigerung oder Ausschüttungen führt. Nimmst Du
hingegen einen spekulativen Fonds, der sich an Junk Bonds und
high-yield-Anleihen „beteiligt“, wird er sicher irgendwann mal
eine Pleite erleben, die dann ertragsmäßig hoffentlich durch
die höheren Zinssätze der erworbenen Anleihen aufgewogen wird.
Wenn nicht, gibt’s Verluste.
Soweit richtig und wichtig.
Vielleicht sollte man noch ergänzen, das dies nur im Hinblick auf die Emittentensicherheit gilt.
Selbstverständlich kann der Anlager aber auch mit einem Fonds der ausschließlich in Renten höchster Bonität investiert Verluste machen.
Nämlich dann, wenn in einer Niedrigzinsphase der Fondsanteil gekauft und in einer Hochzinsphase wieder verkauft wird. Dann sind nämlich die Kurse der Renten gesunken und diese sind Berechnungsgrundlage für die täglich ermittelten Rücknahmepreise der Fonds.
Diese Kursverluste sind umso höher, je länger die Restlaufzeit der Renten ist.
Also bei der Auswahl des Fonds auch auf die durchschnittliche Restlaufzeit der Renten achten, da wir aktuell wohl kaum in einer Hochzinsphase sind.
Hinzu kommt bei Fonds die Fremdwährungsrenten beimischen natürlich das Währungsrisiko.
Wenn Du hohe Sicherheit willst, kommen z.B. Geldmarktfonds auf Eurobasis in Frage. Kein Devisenrisiko, so gut wie kein Risiko Kursverluste zu machen, aber aufgrund des niedrigen Risikos natürlich auch niedrige Rendite. Als Beispiel: Activest Euro Geldmarkt Plus
Etwas mehr Rendite/Risiko gibt es bei Rentenfonds mit kurzen Restlaufzeiten. Beispiel: BHF Corporate 1 FT.
Eventuell wären offene Immobilienfonds eine Alternative. Gute Fonds haben durchaus Renditen in der Größenordnung von Rentenfonds, sollten aber deutlich länger als 5 Jahre gehalten werden.
Beispiel: CS Euroreal oder SEB Immo-Invest.
Solange Du also nicht weißt, was Du willst, kann man Dir auch
nicht viel raten.
Richtig. Insbesondere über Risikobereitschaft, Anlagedauer und Anlagehöhe sollte man sich im klaren werden.
Auch wichtig: Ist es eine Einmalanlage oder eine regelmäßige monatliche Anlage (ggf wg cost-average-Effekt).
Und bitte auf dem Boden bleiben. Also niemals die Gesamtersparnisse in einen Biotech-Fonds investieren und sich später wundern wo das Geld geblieben ist. Sondern das Basisvermögen sollte verfügbar und mit geringem Risiko angelegt sein.
Zusätzliche Beträge können dann auch mal in riskantere Anlagen gesteckt werden.
Beispiele dafür:
bei Renten: Oppenheim Extra Portfolio
bei Michfonds: Invesco Capital Shield
Recht ordentliche Infos gibt es auf der Seite www.onvista.de
Gruß
Jürgen