Hallo,
ich hoffe, dass ich hier im richtigen Brett bin, und dass mir jemand helfen kann. Ab dem 1. Maerz werde ich fuer drei Jahre in Schottland arbeiten. Mein Arbeitgeber, die Universitaet, bietet mir eine Rentenzusatzversicherung an, die folgendermassen funktioniert: ich zahle sechs Prozent meines Gehalts ein, und die Uni gibt noch das Doppelte davon dazu. Das klingt ganz gut, nur - nutzt mir das was? Ich habe schon vor, nach den drei Jahren wieder nach Deutschland zurueck zu gehen. Gibt es da Vertraege, werden mir diese drei Jahre irgendwie in D angerechnet? Oder muss ich, wenn ich in Rente gehe, in Schottland den Anspruch fuer die drei Jahre geltend machen (was natuerlich absolut laecherlich sein wuerde). Weiss jemand, wie das laeuft?
Gruss, Steffi
Hallo Steffi,
ich vermute mal, dass Dein AG nicht die staatliche Rentenversicherung in „Scotland“ meint, sondern eine Private. Und die sollte natürlich dann weitergeführt werden.
3 Jahre in eine Private einzuzahlen ist ein Witz!
Und die Staatliche hat keine „Zusatz“-Versicherung. Zumindest kenne ich keine.
Grüße
Raimund
Danke fuer Deine schnelle Antwort. Es handelt sich hierbei um das „Universities Superannuation Scheme“. Scheint in der Tat irgendwie privat zu sein, aber beschraenkt auf „academic staff“, also Leute, die irgendwie an der Uni arbeiten.
Was passiert aber, wenn ich das nicht mache? Wenn ich gesetzlich versichert bin, zaehlt das in Deutschland? Gibt es da irgendwelche Abkommen? Oder „verliere“ ich diese drei Jahre?
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Hallo Steffi,
Danke fuer Deine schnelle Antwort. Es handelt sich hierbei um
das „Universities Superannuation Scheme“. Scheint in der Tat
irgendwie privat zu sein, aber beschraenkt auf „academic
staff“, also Leute, die irgendwie an der Uni arbeiten.
Was passiert aber, wenn ich das nicht mache? Wenn ich
gesetzlich versichert bin, zaehlt das in Deutschland? Gibt es
da irgendwelche Abkommen? Oder „verliere“ ich diese drei
Jahre?
Wer zahlt Dein Gehalt? Die deutsche Uni oder die schottische?
Ist es die deutsche, dann muss sie m.W. die deutsche Rentenversicherung weiter zahlen. Ist es die schottische, dann werden die in Schottland gezahlten Beiträge verrechnet. So viel ich weiß haben wir mit England auch ein Abkommen, das die Versicherungszeiten mitberechnet. Etwas komplizieret aber nicht verloren.
Eine private ist für die Zeit (3 Jahre) witzlos. Da Du keine Beamtin bist, würde sich eine Privatversicherung bis zum ca. 60. Lebensjahr empfehlen. Denn Du solltest sowieso für´s Alter was machen. Mit der staatlichen Rente wirst Du nicht auskommen. Also lass´ Deinen Boss die 6 % bezahlen und Du legst den Rest drauf. Dann hast Du schon mal 3-4 jahre extrem Beiträge gespart.
Hallo Raimund,
danke, aber - leider verstehe ich das nicht ganz -
Wer zahlt Dein Gehalt? Die deutsche Uni oder die schottische?
Ist es die deutsche, dann muss sie m.W. die deutsche
Rentenversicherung weiter zahlen. Ist es die schottische, dann
werden die in Schottland gezahlten Beiträge verrechnet. So
viel ich weiß haben wir mit England auch ein Abkommen, das die
Versicherungszeiten mitberechnet. Etwas komplizieret aber
nicht verloren.
Ich werde von der schottischen Uni bezahlt. Hier gibt es natuerlich, wie ich eben erfahren habe, auch eine staatliche Versicherung, der Beitrag waere 15 Pfund (=22,50 Euro) in der Woche, aber, so sagt mein neuer Chef, das sei relativ sinnfrei. Aber was rechnet denn die deutsche Rentenkasse dann an? Dass ich drei Jahre lang versichert war? Oder dass ich drei Jahre lang 15 Pfund in der Woche gezahlt habe? Geht es da um den Betrag? Tut mir leid, dass ich so dumme Fragen stelle, aber ich bin, was solche Sachen betrifft, sowohl ahnungs- als auch hilflos.
Und das verstehe ich jetzt gar nicht:
Eine private ist für die Zeit (3 Jahre) witzlos.
…würde sich eine Privatversicherung bis zum ca.
60. Lebensjahr empfehlen.
Ist es denn jetzt sinnvoll oder nicht? Ich meine, fuer drei Jahre nicht, aber wenn ich die dann auf eine adaequate deutsche uebertragen kann?
Denn Du solltest sowieso für´s Alter
was machen. Mit der staatlichen Rente wirst Du nicht
auskommen. Also lass´ Deinen Boss die 6 % bezahlen und Du
legst den Rest drauf. Dann hast Du schon mal 3-4 jahre extrem
Beiträge gespart.
Warum mein Boss? Ist das so, wenn ich staatlich versichert bin? Ach, das ist alles so kompliziert! Ich habe mir halt noch nie Gedanken darueber gemacht - als ich noch promoviert habe, habe ich sowieso nicht genug verdient, um mich anders als staatlich zu versichern, und danach habe ich einfach in die staatliche weitergezahlt. Nur muss ich jetzt irgendwie diese Formulare hier ausfuellen, und habe keine Ahnung, was ich machen soll.
Hallo Raimund,
danke, aber - leider verstehe ich das nicht ganz -Wer zahlt Dein Gehalt? Die deutsche Uni oder die schottische?
Ist es die deutsche, dann muss sie m.W. die deutsche
Rentenversicherung weiter zahlen. Ist es die schottische, dann
werden die in Schottland gezahlten Beiträge verrechnet. So
viel ich weiß haben wir mit England auch ein Abkommen, das die
Versicherungszeiten mitberechnet. Etwas komplizieret aber
nicht verloren.Ich werde von der schottischen Uni bezahlt.
Dann zahlt Dein AG in Deutschland keinen Beitrag in die Rentenkasse.
Hier gibt es
natuerlich, wie ich eben erfahren habe, auch eine staatliche
Versicherung, der Beitrag waere 15 Pfund (=22,50 Euro) in der
Woche, aber, so sagt mein neuer Chef, das sei relativ
sinnfrei. Aber was rechnet denn die deutsche Rentenkasse dann
an?
gar nichts. ohne Beiträge. Ausfallzeit.
Dass ich drei Jahre lang versichert war?
Ich bin mir nicht ganz Sicher, ob es dieses Rentenabkommen auch mit England gibt. Vielleicht weiß Marco da Bescheid. Wenn ja, dann wird im alter die deutschen und die ausländischen Rentenansprüche zusammengelegt. Du hättest keinen Verlust. Oder besser: keinen so großen. Denn mit 22,50 Euro sind keine großen Sprünge zu erwarten.
Oder dass ich
drei Jahre lang 15 Pfund in der Woche gezahlt habe? Geht es da
um den Betrag? Tut mir leid, dass ich so dumme Fragen stelle,
Es gibt keine dummen Fragen… es gibt nur dumme Antworten!
Es geht immer um den Betrag. Wenn Du in D monatlich 800 € hinlegst, bekommst Du im Alter mehr Rente, als wenn Du nur 100 € bezahlst.
aber ich bin, was solche Sachen betrifft, sowohl ahnungs- als
auch hilflos.
Kein Problem.
Und das verstehe ich jetzt gar nicht:
Eine private ist für die Zeit (3 Jahre) witzlos.
…würde sich eine Privatversicherung bis zum ca.
60. Lebensjahr empfehlen.Ist es denn jetzt sinnvoll oder nicht? Ich meine, fuer drei
Jahre nicht, aber wenn ich die dann auf eine adaequate
deutsche uebertragen kann?
Das ist gar nicht mal nötig: eine der besten Versicherungen in Europa ist die Clerical Medical, eine schottische Versicherung. Wenn Du bei denen eine Altersversorgung privater Art machst, hast Du mit absoluter Sicherheit mehr davon, als bei der Staatlichen. Und diese Versicherung bezahlt dann die Leistungen in D oder in GB oder in…Du brauchst also nicht zu übertragen.
Denn Du solltest sowieso für´s Alter
was machen. Mit der staatlichen Rente wirst Du nicht
auskommen. Also lass´ Deinen Boss die 6 % bezahlen und Du
legst den Rest drauf. Dann hast Du schon mal 3-4 jahre extrem
Beiträge gespart.Warum mein Boss?
Du hast geschrieben, dass Dein AG 6 % Deines Einkommens bezahlen will. Oder habe ich das falsch verstanden?
Ist das so, wenn ich staatlich versichert
bin? Ach, das ist alles so kompliziert! Ich habe mir halt noch
nie Gedanken darueber gemacht - als ich noch promoviert habe,
habe ich sowieso nicht genug verdient, um mich anders als
staatlich zu versichern, und danach habe ich einfach in die
staatliche weitergezahlt. Nur muss ich jetzt irgendwie diese
Formulare hier ausfuellen, und habe keine Ahnung, was ich
machen soll.
In D ist das so, dass Du einen bestimmten Prozentsatz (19,5%) als Rentenversicherung (staatliche) bezahlen musst. Die Hälfte zahlt der AG. Wie das in GB geregelt ist, weiß ich nicht.
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
leider habe ich mit Kontinentalen Verträgen überhaupt keinen Bezug und daher keine Ahnung.
Sorry.
Ich würde hier aber einfach mal bei der BfA auflaufen.
Gruß
Marco