Rentenversichrung

bei die altersvorsorge gibt es ja unterschiedliche modelle. einige politiker schlagen ja vor ganz auf eine private rentenvericherung umzusteigen.
was passiert mit einer priv. rentenversicherung wenn die versichrungsgesellschaft pleite geht? wenn ich mich recht entsinne,gibt es, ähnlich wie bei den banken,einen sicherungsfonds. was bedeuten würde das meine einzahlungen abgesichert sind. was aber geschieht mit meinen bis dahin angehäuften zinsen und anderen erträgen, welche ja eigentlich im alter zu einer ordentlichen rente führen sollten?
müsste man dann im extrenfall damit rechnen das im rentenfall dann nur das eingzahlte kapital für eine rentenzahlung zur verfügung steht, was eher mickrig wäre??

mfg roberto

versichrungsgesellschaft pleite geht? wenn ich mich recht
entsinne,gibt es, ähnlich wie bei den banken,einen
sicherungsfonds.

So ist es.

was bedeuten würde das meine einzahlungen abgesichert sind.

Deine Beiträge minus der Kosten der Gesellschaft plus Garantieverzinsung.

verfügung steht, was eher mickrig wäre??

Nein, siehe oben.

Die Problematik, die Du hier ansprichst ist sicherlich zu bedenken. Sie ist aber nicht wirklich ein Argument gegen die private Altersvorsorge.

Guten Tag Roberto,
die meisten inländischen Versicherer haben sich in einem Notfallfonds
zusammengeschlossen, der bei Zahlungsunfähigkeit einzelner Gesellschaften einspringt. So weit ist es bisher nur in einem Fall gekommen und auch da erfolgte die Übernahme der Verpflichtungen nur
für kurze Zeit, bis eine andere Gesellschaft den notleidenden Laden
übernommen hat. Alle anderen Schieflagen von Versicherungen sind in der Vergangenheit von der Bevölkerung weitgehend unbeachtet geblieben,
weil es bereits im Vorfeld zu geräuschlosen und effizienten Übernahmen
durch andere Gesellschaften kam.

In der Sache sind Ihre Bedenken natürlich berechtigt.
Eine langanhaltende und tiefgreifende Wirtschaftsdepression vorausgesetzt, kommt natürlich auch ein Notfallfonds an seine Grenzen.
Der Gesetzgeber hat in Deutschland aber in letzter Zeit wirksame
Prüfinstrumente installiert, um Schieflagen bei einzelnen
Gesellschaften rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern
(sog. periodischer Stresstest). Darüber hinaus ist das Aktienengagement der deutschen Lebens- und Rentenversicherer
der Art und Höhe nach gesetzlich gedeckelt, so dass zumindest in der Theorie nicht allzu viel Unsinn über begrenzte Zeiträume hinweg geschehen kann.

Nach der letzten Börsenbauchlandung 2002/2003, bei der die Gesellschaften Schiffsladungsweise Geld verbrannt haben, sind die
meisten von sich aus zumindest zeitweise ein wenig klüger geworden
und haben das Aktienengagement weit unter dem durch Gesetz Möglichen
begrenzt. Wie lange die Vernunft anhält, weiss niemand. Das hängt
nicht zuletzt davon ab, wie sehr die Geldgier der Kunden die
Finanzvorstände wieder zu Unfug verleitet.

Gruß
Günther

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bei die altersvorsorge gibt es ja unterschiedliche modelle.
einige politiker schlagen ja vor ganz auf eine private
rentenvericherung umzusteigen.
was passiert mit einer priv. rentenversicherung wenn die
versichrungsgesellschaft pleite geht? wenn ich mich recht
entsinne,gibt es, ähnlich wie bei den banken,einen
sicherungsfonds.

…, der an seine Grenzen kommen dürfte, wenn es einen Großen am Markt erwischt. Manchmal gehen Unternehmen auch insolvent, wenn sie höhere Kosten als Einnahmen haben. Da müssen nicht immer verbockte Aktieninvestments Schuld sein. Aber ich bin auch gespannt darauf, was passiert, wenn vielleicht mal so etwas wie eine Aachener und Münchener die Segel streicht. Könnte ja mal passieren :smile:))

was bedeuten würde das meine einzahlungen
abgesichert sind. was aber geschieht mit meinen bis dahin
angehäuften zinsen und anderen erträgen, welche ja eigentlich
im alter zu einer ordentlichen rente führen sollten?
müsste man dann im extrenfall damit rechnen das im rentenfall
dann nur das eingzahlte kapital für eine rentenzahlung zur
verfügung steht, was eher mickrig wäre??

mfg roberto

Die bleiben erhalten. Theoretisch zumindest. Eine Garantie ist immer nur so viel Wert, wie der Garantiegeber.
Also wäre es doch nicht verkehrt, sein Geld zu verteilen, oder? Liegt das Geld also nicht nur in einem Unternehmen, sondern in sehr vielen, müsste schon sehr viel passieren, dass das angesparte Geld futsch ist, oder?

Auch sehr interessant die Frage, wenn man sie auf die zurzeit beliebten britischen Lebensversicherungen ausweitet. Wissen alle Vermittler, wie es bei denen um die Garantien steht?

Guten Tag Roberto,
die meisten inländischen Versicherer haben sich in einem
Notfallfonds
zusammengeschlossen, der bei Zahlungsunfähigkeit einzelner
Gesellschaften einspringt.

Genau, wichtiger Hinweis. „Protektor“ (so heißt der Schuppen) fängt auf und zahlt weiter, so geschen bei der Mannheimer Leben - die Kunden erhalten weiter Ihre Zinsen, die Gelder sind vorhanden, die Verträge laufen, niemand hat Geld verloren.
Übrigens: Die Mannheimer Leben war nicht „pleite“! Sie konnte nur den Garantiezins nicht bedienen, weil Sie sich zu einem ungünstigen Zeitpunkt als junge Gesellschaft mit wenig stillen Reserven am Aktienmarkt etwas zu viel eingedeckt hatte.

Frank Wilke