Also doch.
Hallo Boris,
Hallo Thorulf,
Du hälst mich also doch für den genannten Trickser, der dem Kunden möglichst MEHR aus der Tasche ziehen will.
fangen wir doch einmal mit dem Betrag an den der Fragesteller
genannt hat. Er „kann“ 100 - 150 Euro monatlich.
Du weißt genau wie ich, viele Fragende wollen eigentlich für x Euro einen Vertrag. Einen, um das eigene Gewissen zu beruhigen, etwas für Vorsorge getan zu haben. Und ein möglichst guter Vertrag soll es sein.
Dann rechnen
wir aus, wieviel er sparen kann unter Berücksichtigung von
Förderung und Steuerersparnissen. Dann hat er eine Versorgung
die das optimale, unter Berücksichtigung des derzeitig maximal
möglichen Aufwandes, erreicht!
Und hier offenbarst Du Dich. Wenn ein Interessent fragt, dann ist zumindest Interesse da. Also, auf keinen Fall jetzt erschrecken. Dafür lieber noch gesparte Steuern und Förderungen draufpacken, dann ist Interessent glücklich und macht (hoffentlich) den Vertrag bei Dir.
Dabei geht es dem Interessenten im seltensten Falle in Innersten darum, maximale Förderungen und Abschreibungen zu nutzen. Viel wichtiger ist doch das Ergebnis, was nach eigenem Aufwand plus Steuerspar plus Förderung am Ende herauskommt. Und wenn der Interessent das erwartete Ergebnis sieht, dann bildet sich doch ein ganz anderer Blickwinkel auf die eigenen Sparmöglichkeiten.
Erste Möglichkeit: Das Ziel ist mir so wichtig, daß ich mehr sparen kann oder muß.
Zweite Möglichkeit: Wenn da am Ende nicht mehr da ist, da lasse ich es lieber ganz. Und auch dieser Standpunklt ist bei vielen nachvollziehbar!!!
Dritte Möglichkeit: Mein Sparziel kann ich nur auf diesem oder jenem Wege erreichen. Auch wenn Förderungen oder steuerliche Abschreibungen hierbei nicht soooo doll sind.
Vierte Möglichkeit: Ich kann mir das Ziel nicht leisten. Ich muß das Ziel überprüfen. Aber der Frager weiß wenigstens, woran er ist.
Das Ziel definiert den Weg, der Weg aber das Ziel. Das ist
keine - hallo Du benötigst X Versorgung
Spar Dir das „hallo“. Wenn Interessent meint, er braucht ab dem Jahre XYZ abcd Euros zum Leben, dann MUSS ich ihm errechnen, wieviel Kapital hierzu erforderlich ist. Alles andere wäre Zurückhaltung wesentlicher Informationen, nur um einen Vertrag abschließen zu können.
Ganz viele von Euch Versicherungsonkels(-tanten) geben dem Antragsteller auf den Weg, wie viele Euros diese garantiert erwarten können und wie viele es „warscheinlich“ aber sein werden. Keiner (ich kenne jedenfalls keinen) sagt, wie viel das dann noch Wert ist. Und mit 2% Inflation habe ich wohl nicht übertrieben…
und das kostet y Euro
- Veranstaltung, sondern eine ich kann „z“ ausgeben Party.
Sag mir doch Bitte, Bitte, Bitte, wo ist der Fehler in meinem Rechenbeispiel???
Vorsorge = Versicherung. Gott sei Dank, daß diese Mähr bald ein Ende hat.
Als vor wenigen Tagen die Wogen hochschlugen, daß bei Hartz IV die Ausbildungsversicherungen der Kinder bedroht wären, da hatte ich schon richtig Bammel vor wieder einer Sonderregelung zugunsten der Versichererlobby. Und zu meinem großen Erstaunen hat Berlin beschlossen, 4.100 Euro je Kind unangetastet zu lassen. Nicht als Bedingung, daß das Geld in einer Versicherung steckt!!! Der Vorsorger hat nun die Wahl, nicht mehr nur unter Versicherern auszuwählen, sondern überhaupt unter den Anlegeformen.
Und im Übrigen betrachte ich dieses Forum nicht als Verkaufsplattform für mich und meine Produkte, sondern als Portal, um mit Ratsuchenden und Kollegen zu diskutieren.
Viele Grüße
Thorulf Müler
Viele Grüße
Boris