Unsere Rentner gehen auf die Strasse und wo bleibt der rest der Bevölkerung?Geht es den nur unseren Rentnern schlecht oder sind wir nicht langsam alle Betroffen von den Politikern die uns bald den Rest an Geld abnehmen wollen? Wo bleiben unsere Gewerkschaften und Kirchen und die anderen Verbände oder sind unsere Verbände bzw. Gewerkschaften die nur noch an sich Denken mit dem Einverstanden was hier in unserem Lande abgeht Einverstanden.
hi jörg,
wir sind alle zu gutmütig.
Wer akzeptiert denn „politiker“ die nichts anderes tun als probleme in eine andere periode zu verschieben, bis 20 jahre ins land gegangen sind und plötzlich kein geld mehr für pensionen, sozialleistungen etc. da ist? Es war schon vor 20 - 30 jahren klar, dass das pensionssystem angepasst gehört. Die sozialversicherung hat mit eingezahlten geldern glaspaläste gebaut anstatt das geld anzulegen.
Wer entscheidet denn wieviel die politiker verdienen. Wer bezahlt denn deren überhöhte gehälter, sonderleistungen und pensionen?
War nicht der politiker mal ein „volksvertreter“?
Heute sind sie alle „VOLKSVERRÄTER“!
Sie machen gesetze die IHNEN helfen!
Sie machen gesetze die die kluft zwischen arm und reich immer grösser machen!
Sie ignorieren (ungestraft!) voksbegehren!
Sie haben nach einer periode pensionsanspruch!
Sie haben mehrere gehälter!
Sie haben mehrere pensionen (geht bei normalbürgern nicht!)!
Sie scheffeln geld und gehen in pension und das alles auf unsere kosten!
Sie hinterziehen steuern und wenns rauskommt passiert ihnen garnix.
Und WIR? Wir lassens uns gefallen. Selbst schuld.
Was gebraucht würde wäre zusammenhalt GEGEN die alte garde der politiker.
Kündigungsrecht wenn politiker ihre arbeit nicht erledigen und ihre wahlversprechen nicht einhalten.
Normales pensionsrecht für politiker und beamte wie sie auch für das volk gelten.
Solange es eine schicht gibt, für die es keinerlei regeln gibt, die viel geld für nix bekommen, die allen am kopf rumtrampeln und geld wegnehmen könne ohne selbst was dabei zu verlieren wird die lage nur noch schlechter.
Es gehören neue verträge für alle die neu in die politik kommen, die diese vorteile nicht mehr haben.
Was wir brauchen sind leute die in die politik gehen, weil sie an an ihr land glauben und etwas zum positiven ändern wollen, anstatt nur in die eigene tasche zu arbeiten! Idealisten halt.
Es kann nicht sein, dass die jungen menschen in eine pensionskasse einzahlen, obwohl sie mit an sicherheit grenzender warscheinlichkeit keinen müden cent davon jemals wiedersehen werden! Das pensionssystem gehört jetzt geändert. Mich stört es garnicht, wenn pensionisten weniger bekommen. Wir finanzieren das ja! Weil keine pensionen angespart wurden! Ich seh nicht ein, wieso ich irgendjemandem einen gemühtlichen lebensabend finanzieren soll, mit dem wissen, dass ich zusätzlich zu dem was ich an die pensionsversicherung einzahle noch ne privatpension einzahlen muss, nur weil das pensionssystem kaputt sein wird, wenn ich mir eine verdienen würde.
DAFÜR muss das volk auf die barrikaden gehen!
Solange die bevorteilung von staatsdienern nicht aufhört, wird sich nie etwas ändern.
lg,
fred
P.S.: ich bin der meinung, dass jeder der gute arbeit macht auch gut verdienen soll. Politiker gehöhren eindeutig nicht zu dieser gruppe…
Die Gewerkschaften waren und sind doch fast die Einzigen die
gegen den sozialen Kahlschlag protestieren.Abgesehen von Attac
faellt mir keine grosse Organisation ein die sich da noch gross
beteiligt haette. Dafuer wurden sie
dann als „Bremser und Blockierer“ hingestellt.„Reformfeindlich“
sind wir Gewerkschafter.Bei jeder „Reform“ die sich gegen
den kleinen Mann richtete durfte sich jeder Gewerkschafter dumme
Sprueche und Beschimpfungen anhoeren.Bei den Demonstrationen
und Unterschriftstaktionen waren auch hauptsaechlich
Gewerkschafter vertreten.Als hier in Bayern der Stoiber
die Mittel fuer Jugend und Bildung zusammenstrich
(die hat hier in Bayern doch angeblich so hohe Prioritaet…)ruehrte
sich auch nur Widerspruch bei den direkt betroffen Verbaenden
und (wer haette das gedacht) den Gewerkschaften.
Jetzt nach den Gewerkschaften zu rufen und so zu tun als
waeren sie damit auch noch einverstanden verwundert mich
schon ein wenig…
Hast du dich denn ueberhaupt erkundigt welche Aktionen laufen?
Ich denke nicht…ansonsten waere dir bekannt dass diesen
Samstag(3.April) eine europaweite Protestaktion der Gewerkschaften
stattfindet.Der deutsche Teil findet uebrigens in Stuttgart statt.
Unter " http://www.auf-nach-stuttgart.de/ " koennte
sich der interessierte Leser informieren.
Und wenn er schon schreit dass nichts passiert auch teilnehmen…
Und wenn wir eh grade dabei sind, unter " http://www.initiative-asg.de "
koennte man sich ja auch beteiligen. Das sind die die angeblich die SPD spalten und eine neue Partei gruenden wollen.Dabei ist die Neugruendung einer
Partei nur als letzte Option geplant wenn alles andere scheitert.
Aber ein Bericht ueber „Rebellen“ liest sich halt spannender und
Kritiken von einem „Spalter“ lassen sich noch leichter ignorieren…
Immerhin hat das ganze fuer die Initiative eine ueberraschend starke
Publicity gebracht.
Abschliessen noch mein Kuebel Senf fuer den heutigen Abend:
Nur vom „warum tut denn keiner was“-rufen wird nichts anders,zuerst muss man
selber den Arsch hoch bekommen.
Und daher fordere ich jeden auf sich zu beteiligen,in Stuttgart,bei der
Initiative…Moeglichkeiten gibt es viele…
Hör auf zu Träumen!
Du hast ja recht mit Deinen Kommentaren und Forderungen.
Aber es ist systemimmanent, dass sich nichts ändern kann! Es ist genauso unmöglich, wie das Wasser ab jetzt bergauf fließt.
Was wir brauchen sind leute die in die politik gehen, weil sie
an an ihr land glauben und etwas zum positiven ändern wollen,
anstatt nur in die eigene tasche zu arbeiten! Idealisten halt.
Überleg mal, wie man „in die Politik geht“? Du mußt Dich in einer Partei ganz von unten nach oben durcharbeiten, auf jeder Ebene dem jeweiligen Platzhirsch in den Hintersten kriechen, und das heißt halt gerade, NICHTS von dem ändern zu wollen, was Du anprangerst.
Guck Dir an, was aus den Grünen geworden ist. Viel vorgehabt und angegangen vor 30 Jahren, heute ein Haufen von systemstützenden und systemausnutzenden Abnickern.
Da sich das System also nicht ändern läßt, andererseits aber auch nicht (mehr) funktioniert, ist es am Ende.
Wie es weitergehen soll, weiß ich auch nicht.
Gruß
Dan
hi dan,
Du hast ja recht mit Deinen Kommentaren und Forderungen.
Aber es ist systemimmanent, dass sich nichts ändern kann! Es
ist genauso unmöglich, wie das Wasser ab jetzt bergauf fließt.
Wer glaubt nix ändern zu können, wird auch nix ändern 
Unmöglich ist fast garnichts.
Überleg mal, wie man „in die Politik geht“? Du mußt Dich in
einer Partei ganz von unten nach oben durcharbeiten, auf jeder
Ebene dem jeweiligen Platzhirsch in den Hintersten kriechen,
und das heißt halt gerade, NICHTS von dem ändern zu wollen,
was Du anprangerst.
Ich weiss, dass alle die in die politik gehen „umgedreht“ werden, oder nicht weiterkommen, wenn sie nicht dem entsprechen, was da aktuell herumrurchlt. Genau DAS ist das problem! Wie kann es sein, dass jemand der sich für das volk einsetzt rausfliegt? Garnicht mein ich, weil wenn sich einer wirklich einsetzen würde, dann würden wir Ihn wählen und gewählte können nicht fliegen!
Guck Dir an, was aus den Grünen geworden ist. Viel vorgehabt
und angegangen vor 30 Jahren, heute ein Haufen von
systemstützenden und systemausnutzenden Abnickern.
Tja da WIR ja die arbeitgeber sind, sollte es auch an UNS liegen diese leute zu kündigen. In der privatwirtschaft würdest mit DIESER leistung fristlos entlassen (nicht erst am ende der periode)! Und genau dieses „recht“ muss auch für politiker gelten.
Da sich das System also nicht ändern läßt, andererseits aber
auch nicht (mehr) funktioniert, ist es am Ende.
Das system muss nicht geändert werden… sondern ERNEUERT!
Wie es weitergehen soll, weiß ich auch nicht.
Mit engagement! Gegen die momentane situation.
Träume hin oder her, wir, die alles bezahlen, müssen auch das recht haben diejenigen rauszuschmeissen die nix leisten, deren gehälter zu bestimmen und zu reduzieren und deren pensionsansprüche (die sie sich nicht verdienen) zu reduzieren (zumindest mal muss der pensionsanspruch unserem angeglichen werden).
Ich find nicht, dass es ein traum ist oder unmöglich. Wir müssen nur endlich etwas unternehmen anstatt in unserem mitleid unterzugehen, die situation und politiker zu verfluchen und NICHTS zu tun ausser zu jammern: „wir können eh nix ändern…“!
Wer glaubt, dass er nix ändern kann, kann keinen lebenssinn haben, weil alles im leben muss man verändern um das zu erreichen was man für sich selbst möchte.
Es wird endlich zeit, dass wir zusammenhalten und das bewusstsein entwickeln etwas ändern zu können. Wir wollen ja auch was ändern nur keiner weiss wie.
Es ist wie das sprichwort: „Was ist wenn krieg ausbricht und keiner geht hin?“ überleg mal was dann passiert! Die dummen politiker, die ja als einzige kriege anzetteln können sich aufs schlachtfeld begeben.
Zusammenschluss, Zusammenhalt, Zusammearbeit ist unsere einzige chance.
Erstmal sollten die ganzen sesselpupser aufwachen und was ändern wollen. Dann erst wird sich auch was ändern, weil wer was ändern will der STEHT AUF.
lg,
fred
Hi Fred und Dan,
ihr habt beide (leider) recht.
Nur wie soll das System geändert werden? duch einen „Generalstreik“ ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt.
Demo´s wie jetzt am 3. April zeigen ledigtlich den Frust über die Politik, was aber bei den Politikern keine Einsicht bringt.
In 2 Jahren sind wider Wahlen, da ändert sich vielleicht die Regierung (wenn Schröder nicht wider Deiche aufsticht) aber sonst ändert sich auch nichts.
Gruß
Schnorz
hi,
ihr habt beide (leider) recht.
Demo´s wie jetzt am 3. April zeigen ledigtlich den Frust über
die Politik, was aber bei den Politikern keine Einsicht
bringt.
Das mein ich ja… politiker reagieren nicht, dann werden sie gekündigt, weil sie nicht in unserem sinne handeln.
In 2 Jahren sind wieder Wahlen, da ändert sich vielleicht die
Regierung (wenn Schröder nicht wider Deiche aufsticht) aber
sonst ändert sich auch nichts.
Wahlen ändern im moment garnix. Früher hatten wir noch die wahl des „kleineren übels“. Jetzt sind alle parteien gleich übel.
Zuerst müssen wir, mit volksbegehren oder auch unterschriftenaktionen gegen das system zu protestieren und ein neues zu kreieren (Leistungsbezogene bezahlung, kündigungsmöglichkeit, pensionsansprüche verändern). Es kann doch nicht angehn, dass der normalverdiener immer weniger bekommt und die politiker ihre gehälter selbst bestimmen und sie exorbitant hoch halten! Unser bundespräsident (nicht brd) bekommt mehr pension in einem monat als ich in JAHREN verdiene! Er bekommt mehr „gehalt“ als der amerikanische Präsident, der von einem viel grösseren land finanziert wird! Das sind sachen die müssen änderbar sein. Nur durch nix tun und jammern wirds halt nicht geändert.
An den revolutionen in der vergangenheit sieht man, wie weit das volk gehen muss um missstände zu beseitigen…
Wenn die polit-trottel eine revolution wollen… ich bin dabei.
lg,
fred
Hi!
Das mein ich ja… politiker reagieren nicht, dann werden sie
gekündigt, weil sie nicht in unserem sinne handeln.
Wen willst du denn dann als Politiker im Amt sehen - insbesondere wenn es um Entscheidungen geht, die der breiten Masse weh tun?
Grüße
Heinrich
hi,
komisch das antworten will plötzlich nurmehr ohne deinen txt und die doppelpunkte selbst einsetzen funzt ned argl…
/Allerdings gibt es Funktionsweisen von Systemen, die nicht änderbar sind, ohne das System , nun ja, wie soll ich sagen, das ist dann hinterher halt nicht mehr da…
Wie z.b. das pensionssystem? Einerseits nicht tragbar anderseits nicht änderbar oder wie? Kann ich nicht zustimmen. Es MUSS ja geändert werden, sonst wirds kollabieren, auch das politsystem wird das irgendwann tun… und sei es weil das volk das parlament aus unzufriedenheit niederreissen wird.
/Wie sowas funktioniert, hatte ich versucht anzudeuten. Wenn jemand versucht, politisch Einfluss zu nehmen, um es zu ändern, muss er sich in das System integrieren und dieses unterstützen. Das wars dann mit Änderung.
Das ist klar, deshalb muss dieser einfluss von aussen kommen. Das system, dass die sich die gesetze/gehälter/pensionen für sich selbst machen (oder beamte die auch betroffen sind) muss von aussen geändert werden. Wer drin ist wird durch die macht alles machen zu können was er will korrumpiert.
Deinen link werd ich mir gleich ansehn.
lg,
fred
P.S.: sorry für die form, konnt nix daran ändern. Jeden doppelpunkt den ich am satzanfang deines postings einsetzen wollte hat er ein wort aus der zeile darüber davor gesetzt…
hi heinrich,
Das mein ich ja… politiker reagieren nicht, dann werden sie
gekündigt, weil sie nicht in unserem sinne handeln.Wen willst du denn dann als Politiker im Amt sehen -
insbesondere wenn es um Entscheidungen geht, die der breiten
Masse weh tun?
es gibt genug idealisten die in die politik wollen und abgewürgt werden, wenn sie sich nicht anpassen… die lernen wir ja nie kennen…
Dass jetzt entscheidungen getroffen werden müssen um zu sparen ist klar, aber nicht gerecht wenns leute gibt, die alles kriegen, weil sie ihre gesetze selbst machen.
Nur, das die aktuellen probleme kommen werden, wurde schon vor 20 jahren „weisgesagt“.
Wenn ALLE sparen, dann bin ich dabei. Wenn aber alle sparen müssen nur die beamten nicht, dann krieg ich einen DICKEN HALS!
Bei uns z.b. werden alle pensionen gekürzt nur die der beamten NICHT. Dabei zahlen alle normalbürger ihre pension auch wirklich ein, die sie bekommen sollten. Die beamten bekommen jedoch mehr als sie einzahlen (ratmal wer das wohl zahlen muss). Noch dazu hatten die beamten bisher einen sicheren job (unkündbar), politiker ne abfertigung und ne pension nach der amtszeit (lächerliche 4 jahre).
Zusätzlich wollens jetzt noch von unserem geld in pension gehn. Mal abgesehn davon, dass die pensionen nie angespart wurden, sondern für glaspaläste rausgeschmissen wurden und sie jetzt deshalb anfangen die sozialleistungen zu kürzen, weil SIE SELBST das geld verschwendet haben, dafür aber komischerweise niemand verantwortlich gemacht wird.
Wenn ich in meiner firma geld beim fenster raus schmeiss, dann bin ich gekündigt und muss ev. noch für das geld gradestehn. Ausserdem krieg ich niewieder nen gscheiten job in einer verantwortungsvollen position.
Hast du angst, dass keiner da ist nachzurücken, wenn so nen unfähiger politiker gekündigt werden könnte?
Haben firmen angst, dass sie keinen neuen „angestellten“ finden der diesen arbeitsplatz übernehmen kann?
Der arbeitsmarkt ist voll von leuten die arbeiten wollen und auch für den staat etwas verändern wollen OHNE diesem das blut auszusaugen damit sie selbst fett werden, auf kosten anderer.
lg,
fred
Wahlen ändern im moment garnix. Früher hatten wir noch die
wahl des „kleineren übels“. Jetzt sind alle parteien gleich
übel.Zuerst müssen wir, mit volksbegehren oder auch
unterschriftenaktionen gegen das system zu protestieren und
ein neues zu kreieren (Leistungsbezogene bezahlung,
kündigungsmöglichkeit, pensionsansprüche verändern). Es kann
doch nicht angehn, dass der normalverdiener immer weniger
bekommt und die politiker ihre gehälter selbst bestimmen und
sie exorbitant hoch halten! Unser bundespräsident (nicht brd)
bekommt mehr pension in einem monat als ich in JAHREN
verdiene! Er bekommt mehr „gehalt“ als der amerikanische
Präsident, der von einem viel grösseren land finanziert wird!
Das sind sachen die müssen änderbar sein. Nur durch nix tun
und jammern wirds halt nicht geändert.
Bei wem willst du den die Begehren einreichen? die Bearbeiter Sägen sich doch nicht den eigenen Ast ab und die evt darauf reagieren werden auf´s Abstellgleis geschoben.
cu
Schnorz
An den revolutionen in der vergangenheit sieht man, wie weit
das volk gehen muss um missstände zu beseitigen…
Wenn die polit-trottel eine revolution wollen… ich bin
dabei.lg,
fred
bei all dem pessimismus
wird nie was geschehn…
Mir sagt jeder, dass erst dann was passiert wenn man auch daran glaubt. Nur versuchen hilft nix.
Aber wenn du dich so besser fühlst…
lg,
f.
wird nie was geschehn…
Mir sagt jeder, dass erst dann was passiert wenn man auch
daran glaubt. Nur versuchen hilft nix.Aber wenn du dich so besser fühlst…
ne Fred, ich fühle mich dabei besc*** weill die Misstände bekannt sind und doch nichts passiert.
cu
schnorz
lg,
f.
Hi,
die Tatsache, daß die Rentner für ein paar Euro Pflegeversicherungsbeitrag auf die Straße gehen und der Rest der Bevölkerung sich über 10 Euro im Quartal an Praxisgebühr echauffiert, zeigt mir sehr deutlich auf, daß notwendige Veränderungen in Deutschland generell keine Chance haben.
Damit ist klar, daß wir solange weiterwurschteln werden, bis der ganze Laden den Bach runtergeht. Solange keiner der Beteiligten bereit ist, einen Beitrag zur Gesundung unserer Sozialsysteme zu leisten, wird sich bis zum totalen Bankrott nichts nennenswertes ändern.
Gruß,
Christian
Hallo Christian,
die Tatsache, daß die Rentner für ein paar Euro
Pflegeversicherungsbeitrag auf die Straße gehen und der Rest
der Bevölkerung sich über 10 Euro im Quartal an Praxisgebühr
echauffiert, zeigt mir sehr deutlich auf, daß notwendige
Veränderungen in Deutschland generell keine Chance haben.
es geht doch nicht nur um ein paar Euro, die der Eine oder Andere mehr zahlen soll.
Es geht um die fehlende Transparenz der Reformen.
Die klare Ziellinie fehlt - der Umbau des Sozialsystems ist notwendig, das hat wohl fast Jeder in Deutschland verstanden - wie soll es aber konstruktiv weitergehen?
Heute ein bisschen bei den Rentnern abgezockt, morgen ein bisschen bei den Familien abgezockt, übermorgen ein bisschen bei den Singles abgezockt - wie sollen Menschen in diesem System ihr Leben planen können?
Damit ist klar, daß wir solange weiterwurschteln werden, bis
der ganze Laden den Bach runtergeht. Solange keiner der
Beteiligten bereit ist, einen Beitrag zur Gesundung unserer
Sozialsysteme zu leisten, wird sich bis zum totalen Bankrott
nichts nennenswertes ändern.
Die Leute sind bereit zu Reformen, sie sehen die Notwendigkeit ein - aber sie sind es leid, dass Reformpolitik über ihren Kopf hinweg entschieden wird.
Wer weiss schon, was morgen ist?
Welche Gesetze werden morgen in Kraft gesetzt, um der klammen Staatskasse Luft zu verschaffen?
Kann/Darf Erklärungsbedarf abgewürgt werden?
Wo bleibt die Mitbestimmung?
Darum geht es doch!
Gruß
karin
Leidensfähigkeit und Demoskopie
Hallo Karin,
es geht doch nicht nur um ein paar Euro, die der Eine oder
Andere mehr zahlen soll.
doch, leider geht es im Endeffekt genau darum. Diejenigen, die bereit sind, auf etwas bei sich zu verzichten, damit es der Gesamtheit besser geht, sind absolut in der Minderheit.
Das ist hier zu lesen und in der Realität erkennbar. Jeder will, daß sich was ändert, aber bitteschön nicht zu eigenen Lasten.
Es geht um die fehlende Transparenz der Reformen.
Das ist eh klar, aber das Problem liegt schlicht und ergreifend darin, daß sich in Deutschland umfasssende Reformen nicht durchsetzen lassen, weil über jede Einzelposition so lange gestritten wird, daß vom Gesamtkonzept nichts übrig bleibt (siehe oben).
Die klare Ziellinie fehlt - der Umbau des Sozialsystems ist
notwendig, das hat wohl fast Jeder in Deutschland verstanden -
Das hat im Großen und Ganzen jeder verstanden, aber wenn es um das eigene Portemonnaie geht, hört der Spaß und die Reformbereitschaft auf.
wie soll es aber konstruktiv weitergehen?
Heute ein bisschen bei den Rentnern abgezockt, morgen ein
bisschen bei den Familien abgezockt, übermorgen ein bisschen
bei den Singles abgezockt - wie sollen Menschen in diesem
System ihr Leben planen können?
Nun glaube ich zunächst einmal nicht, daß 8,5 Euro im Monat bzw. 10 Euro im Quartal die persönliche Lebensplanung beeinflussen. Weiterhin hat gefälligst jeder zu bluten. Der ständige Verweis auf „die anderen“ ist genau unser Problem.
Daß die Politik seit rd. 5 Jahren wie volltrunken durch die Landschaft taumelt, würde ich niemals bestreiten. Das ist einerseits Auswuchs der Unfähigkeit fast jedes verantwortlichen Politikers aber ganz entscheidend auch die Folge dessen, was ich oben skizziert habe.
Solange jedes Bevölkerungsgrüppchen - vom Rentner über die Arztbesucher bis hin zu den haarlosen, homosexuellen Orchideenzüchtern - über eine Lobby verfügt, die die Politik so sehr unter Druck setzt, daß sie sich zu wesentlichen Maßnahmen nicht in der Lage sieht, steht dieses Land still.
Ob das nun die Schuld der Lobbyisten ist oder die Schuld der Politik, die sich durch die Lobbyisten bedrängen läßt, ist vollkommen gleichgültig. Entscheidend ist das Resultat und das ist Stillstand. Obwohl, Stillstand ist der falsche Ausdruck. Es ist eher ein lockerer Dauerlauf auf den Abgrund zu, und zwar ohne Änderung der Geschwindigkeit und der Richtung.
Die Leute sind bereit zu Reformen, sie sehen die Notwendigkeit
ein - aber sie sind es leid, dass Reformpolitik über ihren
Kopf hinweg entschieden wird.
Es gibt keine Reformpolitik und ich bestreite energisch, daß jeder bereit ist, seinen Beitrag zu leisten. Ich behaupte sogar, daß die allerwenigsten dazu bereit ist, solange nicht andere mehr geblutet haben, von denen man meint, daß sie eben mehr zu bluten haben. Solange nicht 80,5 Mio. Bundesbürger der Ansicht sind, daß die restlichen 500.000 „da oben“ genug abdrücken, wird „hier unten“ keiner bereit sein, auch nur einen Cent mehr rauszurücken.
Wer weiss schon, was morgen ist?
Welche Gesetze werden morgen in Kraft gesetzt, um der klammen
Staatskasse Luft zu verschaffen?
Kann/Darf Erklärungsbedarf abgewürgt werden?
Wo bleibt die Mitbestimmung?
Die Mitbestimmung existiert und nennt sich Wahltag und dazwischen kann man sich auch noch fein engagieren, wenn man will. Die Mitbestimmung wird aber nicht wahrgenommen. Bei Stadtratssitzungen und Bürgeranhörungen hängen immer die gleichen 5 Leute rum und am Wahltag versagt das Volk schon seit über 20 Jahren.
Dreimal wurde der Dicke wiedergewählt, davon mindestens einmal ohne wirklichen Grund und einmal wurde der Grinsekanzler wiedergewählt, genauso ohne Grund. Beim Dicken hat die Wiedervereinigung gereicht, wobei er sie beinahe noch versemmelt hätte, und beim Grinsekanzler eine Beinahpleite eines bilanzfälschenden Schrottunternehmens und ein zufälligerweise passendes Hochwasser.
Was die Jungs die 3,9 Jahre vor dem Wahltag angestellt haben, interessiert kaum einen der ach so mündigen Wähler. Eine meiner Großmütter hat im Jahre 1982 nach der Wahl des Dicken mit ihrer bis dahin bald 60 Jahre währenden Tradition gebrochen und wählt seitdem SPD. Der Grund: Die CDU hat (angeblich) nach der Wahl ihre Rente gekürzt, wobei sie damals schon deutlich über 3.000 DM monatlich bekam.
Der gemeine Wähler (nicht Mensch) ist schlicht und ergreifend unglaublich einfach strukturiert. Ich hatte vor einigen Jahren mal einen Briefwechsel mit Wolfgang Schäuble bzw. mit seinem persönlichen Assistenten. Ich hatte damals angemerkt, daß die Regierung über den Kopf der Menschen hinweg entscheidet und daß ein größeres Mitspracherecht notwendig sei. Insbesondere ging es damals um die Themen Wiedervereinigung, Euro-Einführung und Rechtschreibreform. Unbestritten essentielle Dinge, bei denen dem Bürger meiner damaligen Ansicht nach verdammt noch mal ein Mitspracherecht zugestanden hätte.
Die ausführliche Anwort auf meine ausführlichen Darstellungen läßt sich im Prinzip mit nur einem der vielen Sätze vortrefflich wiedergeben: Das wäre dann nicht mehr Demokratie sondern Demoskopie.
Man stelle sich einfach mal vor, wenn das Volk über mehr zu entscheiden hätte. Mal ganz abgesehen davon, daß ich dem Volk den notwendigen Sachverstand abspreche (und zwar noch mehr als den Politikern): Da wären der Medienmanipulation - egal wie motiviert - Tür und Tor noch weiter geöffnet als bisher ohnehin schon.
Gruß,
Christian