Rentnerin Versicherungen aufgeschwatzt, was tun?

Hallo,
wir haben folgendes Problem:

Einer Rentnerin sind im Jahre 2006 diverse Versicherungen aufgeschwatzt worden. Man muß dazu sagen, das diese Rentnerin diverse Geistige Defizite hat, sagen wir das mal so. Jedenfalls war sie sich in keinster Weise bewusst, was sie da eigentlich abgeschlossen hat.
Als da wären 2 Lebensversicherungen, eine Zusatzkrankenversicherung, eine Sterbegeldversicherung und ich glaube, sie zahlt auch noch Riesterrente (ergibt das irgend einen Sinn ?!)
Jedenfalls laufen die ganzen Versicherungen noch bis 2009. Die Frage ist nun, kann man da irgendwie vorzeitig rauskommen? Weil leider befindet sich die Rentnerin mittlerweile in ner ziemlich misslichen finanziellen Lage, ihr bleibt kaum noch was zum leben…
Für ein paar hilfreiche Antworten wär ich sehr dankbar.

Hallo, ich würde dir dringend empfehlen, das Ganze nochmals unter die Lupe zu nehmen. Kap.-Lebensversicherungen (außer Risiko-LV) und Riester auf 3 Jahre gibt überhaupt keinen Sinn und geht auch nicht (Riester)!

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Hallo Nina,

nachdem du auch im Finanz-Brett gepostet hast, würde ich der Rentnerin dringenst anraten, mal beim Schuldnerberater einen Termin zu vereinbaren und das ganze Papier das zuhause rumliegt bis zum Termin mal genauer zu sichten und zu ordnen.

Desweiteren drängt sich hier auch die Frage auf, inwieweit durch das Amtsgericht ein Betreuer zumindest für die Regelung aller finanziellen Dinge eingesetzt werden sollte.

grüsse
dragonkidd

Hallo,

so harrsch das klingt, aber ab damit zum Anwalt und sämtliche Verträge angefochten, bzw. über C.i.C. (Aufklärungs- und Beratungsdefizite) rückabwickeln lassen. Alles andere wäre verschwendete Zeit und dem Nepp und der Bauernfängerei Vorschub geleistet.

Viele Grüße
Bernhard

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Hallo

ein Zusatz zu meinen Vorschreibern.

  • keine Gande - bei so was sofort eine Beschwerde an
    den Versicherungsombudsmann senden.

Versicherungsombudsmann e.V. Postfach 080632, 10006 Berlin

Ich würde mit der Versicherung gar nicht diskutieren. Hier hat eindeutgig der Versicherungsaußendienst und die Gesellschaft versagt bzw. das höhrt sich schon nach Vorsatz an.

Bzw. gehe zuerst doch noch mal zur Verbraucherberatung und nehme die ganzen Verträge mit. Mal mit denen gemeinsam rüber schauen und dann mit Kannonen schießen

Gude Tamrat

Hallo und Danke für die Antworten!

Zunächst muß ich denke ich erstmal Grund in Ihren papierkram bringen, denn wie man sich vorstellen kann sind die Ganzen Papiere natürlich nicht chronologisch in Ordner geheftet, sondern die Papiere sind alle fein säuberlich in Aldi-Tüten gestopft worden, und bis jetzt konnte ich noch nicht alle Verträge identifizieren…

Ich habe die Vermutung, das ihr die Versicherungen immer bei der Bank aufgeschwatzt wurden, weil die alle „Partner“ von dieser Bank sind.
Das mit der Riesterrente find ich aber auch sehr merkwürdig. Sie ist schließlich Frührentnerin, da kann man doch gar nich Riesterrente einzahlen oder?
Ich werde natürlich mal versuchen zu den Versicherungen zu schreiben und mit ner Beschwerde beim Versicherungsombudsmann e.V. zu drohen.
Besteht die Möglichkeit das sie die Versicherungen vielleicht von sich aus auflösen? Zunmal ja diverse Beiträge schon nicht mehr gezahlt wurden, bzw gezahlt werden konnten.

Die Rentnerin von der wir hier sprechen, ist im Prinzip nicht geschaftsfähig. Weil sie überhaupt nicht geistig überblicken kann, was das eigntlich alles soll, wenn n Versicherungsvertreter sie vollsabbelt.
Ihre ganzen Kontoauszüge waren voll mit irgendwelchen Abbuchungen von Wahrsagern, Lotteriegesellschaften und Partnervermittlungen (das haben wir schon alles abgesägt, zum Glück). Sie hat sich ne Internetzugang legen lassen, obwohl sie nich mal weiß was das ist.

Aber wie kann ich das vor den Versicherungen argumentieren, ohne ne Vormundschaft oder sonstwas da vorlegen zu müssen?
Und möglichst auch ohne nen Anwalt bezahlen zu müssen, denn wie ihr ja schon im anderen Forum gesehen habt, ist ihre finanzielle Situation momentan etwas…„desolat“.

Ganz nebenbei:
Ich finde es ist sowas von abgebrüht und unverschämt, was da mit Menschen abgezogen wird! Im konkreten Fall muß man sich gerade mal ne Minute mit der besagten Rentnerin unterhalten, um festzustellen, das die geistig nich so ganz da ist.
Und Versicherungsagenten schauen ohne mit der Wimper zu zucken zu, wie so ein Mensch den Versichrungsvertag unterschreibt und eigentlich keine Ahnung davon hat, wovon der nette junge Mann da gerade überhaupt gesprochen hat…

Ich hoffe echt, das die dann viel Spaß mit ihrer Verkaufsprämie haben und nie in so eine Situation kommen mögen, wo das eigene Gebrechen so scharmlos ausgenutzt wird!

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Hallo Nina,

wenn du schon selbst sagst, die Dame ist nicht geschäftsfähig, sei vorsichtig!

Lass lieber die Finger davon!

Wenn du nicht offiziell als Betreuerin eingesetzt bist oder in engem Verwandschaftsverhältnis stehst: Finger Weg!!!

Es ist scheinbar ein Sohn da, soll der sich doch bitteschön kümmern oder du ruftst mal bei eurem zuständigen Amtsgericht an, wer für die Einsetzung eines Betreuers zuständig ist.

Solltest du weitermachen, kann es dir passieren, dass sich die Rentnerin oder der Sohn (schlimmstemfalls beide) irgendwelche Geschichten zusammenreimen von gestohlenem Geld oder vernichteten Unterlagen ect. ect. und du dann eine Anzeige und die Staatsanwaltschaft am Hals hast.

Wenn Mutter und Sohn sich einig sind, hast du mit deiner Einzelaussage wenig Hoffnung aus solch einem Schlamassel wieder rauszukommen…

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht!

grüsse
dragonkidd

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Paragraphen zum angeben in schreiben?
Tja,

leider ist der Sohn intellektuell auch nicht in der Lage sich darum zu kümmern…ich bin jetzt seit 4 Jahren mit ihm liiert und sowas bringt der nich auf die Reihe.
Tatsächlich dachte ich, ich könnte es zumindest versuchen ein Schreiben aufzusetzten, in dem ich darauf hinweise, das die Rentnerin nicht überblicken kann, was sie da überhaupt abgeschlossen hat, bzw. das die Beratung zu schlecht war. (na, jut, wenn man sich 3 Stunden intensiv mit der guten Frau hinsetzt, dann versteht sie vielleicht, das es eine Versicherung ist, das sie so und so viel dafür bezahlen muß und ihr das und das bringt, aber so wird das einem eh nie erklärt!) und wir uns ggf an den erwähnten Versicherungsombudsmann wenden werden. Ich bin mir sehr sicher, das in einem Gutachten oder so festgestellt würde, das die Rentnerin geistig eingeschränkt ist und somit nicht voll geschäftsfähig ist.

Ich werde natürlich nirgends als ihr Vertreter oder sonst was auftreten und alle Schreiben die ich ggf. aufsetzte sind natürlich auch von ihr zu unterschreiben.

Gibt es denn einen Paragraphen auf den ich mich beziehen kann? Also der festlegt, das man ne Versicherung kündigen darf, wenn man nachweisen kann, das der Versicherungsnehmer nicht richtig aufgeklärt wurde, bzw. in diesem Fall die Tragweite des Vertragsabschlusses nicht überblicken kann?

Hab schon nach diesem „Aufklärungs- und Beratungsdefizit“ gegoogelt aber nüscht richtiges gefunden…

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Hi,

ich würd einfach mal der Versicherung anrufen und nen Vertragsspiegel anfordern dann haste nen garantierten Überblick über die abgeschlossenen Verträge da die Unterlagen ja nicht vollständig sein müssen. Danach würde ich vielleicht erstmal das Gespräch mit einem Mitarbeiter dieser Versicherung suchen, das sind ja nicht alles solche unfähigen Abzocker. Danach werden bestimmt eh schon ein Großteil der Verträge ohne große Probleme aufzulösen sein. Wenn dabei Probleme auftreten kannste ja immer noch den Versicherungsombudsmann informieren.

Aber davon abgesehen solltest du da wirklch jemand von Amtswegen einschalten da die Frau ja ohne Zweifel nicht mehr Geschäftsfähig ist.

Zum Schluss muss ich noch sagen das ich es echt Klasse finde das du dich um die Dame kümmerst.

MFG
Marcel