Weil ich vermutlich zu lange mit zu wenig Öl gefahren bin, ist die Nockenwelle meines Corsa B, BJ. 1996, 97er Modell, Hubraum 1195, mit geregeltem KAT, kaputtgegangen… Das tut mir unbeschreiblich Leid um mein schönes treues kleines Auto. Es fährt noch, klingt nur wie ein Diesel (nagelndes Geräusch). Bin gerade im Februar anstandslos durch den TÜV gekommen, alle Bremsen vor 1 Jahr neu, Zahnriemen vorsichtshalber neu, das einzige ist der Rost, der jetzt langsam beginnt, auch am Unterboden bei den Aussparungen, wie mir der Mensch vom TÜV sagte.
Meine Fragen:
Kann man das reparieren (Nockenwelle)?
Ist es von Bedeutung, wann man dann ggf. repariert oder ist das egal (also fahren, bis nichts mehr geht; mir wurde gesagt, dass er u.U. noch 10.000 km machen kann. Wenn es endgültig vorbei ist, merke man das daran, dass der Motor nicht mehr auf das Gas reagiert und somit das Auto stehen bleibt)?
Da ich kein Geld für ein neues Auto habe, bedrückt mich die Sache sehr und ich würde gern wissen, ob eine Reparatur sinnvoll wäre.
Herzlichen Dank für Eure Antworten!
Teddie
Du brauchst eine neue Nockenwelle und vermutlich neue Ventilstößel. Die Nocken sind nur oberflächlich gehärtet. Ist diese Oberflächenhärtung (z.B. durch zu wenig Öl) abgetragen, nutzt sich der Rest in Windeseile ganz kräftig ab.
ist es denn sicher, dass nur die Nockenwelle defekt ist? Nicht dass noch andere Schäden vorliegen.
Ich würde mal die nächsten Autoverwerter kontakten, vielleicht lohnt es sich finanziell sogar, den Motor komplett zu tauschen.
Wobei: Opel und Nockenwelle, da war doch mal was? Wer kennt sich da besser aus?
nun, dummerweise war nicht ich es, der den Wagen zur Überprüfung in eine Werkstatt brachte. Habe 160 Euro bezahlt für die Auskunft, dass es sich nicht lohnen würde, dass diese Werkstatt jedenfalls das nicht macht. Ich glaube, man ging davon aus, dass der Motor mit Nockenwelle ausgetauscht werden müsste. Ich denke, ich müsste mir eine Werkstatt suchen, die Gebrauchtteile einbaut (das macht die besagte Werkstatt nicht) - aber das wird auch insgesamt viel Geld kosten, da die Arbeitsstunden wohl nicht wenige sind.
Vielen Dank für Deine Antwort. Evt. bekomme ich ja noch mehr?!
reparieren lässt sich das auf jeden Fall und es ist auch nicht sonderlich kompliziert oder arbeitsaufwendig. Ich bin kein Opel-Experte, schätze aber mal max. 3 Stunden. Dazu kommen die Teile, die wohl eher zu Buche schlagen dürften. Insgesamt dürften das 500-600 € für die Arbeit, neue Nockenwelle und neue Hydrostößel ergeben.
Frag doch mal bei Deiner Werkstatt nach, die können das sicher genau sagen.
Du brauchst eine neue Nockenwelle und vermutlich neue Ventilstößel. Die Nocken sind nur oberflächlich gehärtet. Ist diese Oberflächenhärtung (z.B. durch zu wenig Öl) abgetragen, nutzt sich der Rest in Windeseile ganz kräftig ab.
Gruß, Niels
Hallo Niels,
heißt das, dass ich keinen neuen (Austausch)-Motor brauche?
reparieren lässt sich das auf jeden Fall und es ist auch nicht sonderlich kompliziert oder arbeitsaufwendig. Ich bin kein Opel-Experte, schätze aber mal max. 3 Stunden. Dazu kommen die Teile, die wohl eher zu Buche schlagen dürften. Insgesamt dürften das 500-600 € für die Arbeit, neue Nockenwelle und neue Hydrostößel ergeben.
Frag doch mal bei Deiner Werkstatt nach, die können das sicher genau sagen.
Gruß
hps
Hallo,
danke für Deine schnelle Antwort! Ich habe keine feste Werkstatt und bin auch gerade erst umgezogen. Leider meinte die Werkstatt, an die 160 Euro für die Hiobsbotschaft bezahlt habe, nach Aussagen meines Schwagers, dass es sich eine Reparatur nicht lohnen würde. Jedenfalls konnte ich es dort nicht machen lassen. Sollte ich vielleicht eine Werkstatt suchen, die auch Gebrauchtteile verbaut?
Danke für Deine Einschätzung!
Weil ich vermutlich zu lange mit zu wenig Öl gefahren bin, ist
die Nockenwelle meines Corsa B, BJ. 1996, 97er Modell, Hubraum
1195, mit geregeltem KAT, kaputtgegangen…
Kann man das reparieren (Nockenwelle)?
Reaprieren kann man grundsätzlich alles, fragt sich nur ob es sich lohnt.
Ich geh’ jetzt mal davon aus, dass mit zuwenig Öl nicht nur die Nockenwelle leidet, sondern der restliche Motor auch in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Deshalb:
neuer Motor vom Schrotti: ca. 500 - 600 Euro
Einbau: geschätz mit Ausbau ca. 5 Arbeitsstunden = 500,- Euro
somit „Reparatur“ grob geschätz 1.000,- Euro
Zwischen 1.500,- bis 2.000 Euro gibt es ein vergleichbares gebrauchtes Auto mit max 100.000 km.
Ich würde vorschlagen, da Du sowieso wenig Ahnung von Autos hast:
Schmeiß den alten weg und kauf was neues-gebrauchtes.
Den alten reparieren würde ich nur, wenn ich jemand hätte der das günstig macht
und wirklich Ahnung von der Sache hat.
Die 160,- Euro für eine „Auskunft“ bezahlt hast, würde ich unter „Lehrgeld“ verbuchen; denn eine richtige Werkstatt hätte für die 160,- Euro eine richtige Schadensanalyse mit Reparaturmöglichkeiten geliefert. Da wärst Du dann schon an dem Punkt um den Du Dich hier bemühst.
Vielen Dank für Deinen Rat und die umfassende Stellungnahme. Deine Antwort finde ich äußerst einleuchtend. Jetzt habe ich die Antworten gefunden, nach denen ich gesucht habe.
habe mich gerade nochmal ein wenig schlau gemacht zu dem Thema: Offenbar benötigt man für den Ausbau der Nockenwelle Spezialwerkzeug, weshalb freie Werkstätten sich da oft nicht ran trauen. Ruf doch einfach mal bei einer Opel-Werkstatt an, die sollten Dir direkt sagen können, was das kostet, da für solche Arbeiten in der Regel Standard-Vorgaben existieren. Die Nockenwelle könntest Du eventuell als Gebrauchtteil einsetzen, die Lager und die Hydrostößel sollten aber in jedem Fall neu sein, wenn Du den Reparaturaufwand schon angehst.
In einem Forum habe ich gelesen, dass es sich eventuell auch um eine Kettenlängung der Steuerkette handeln könnte, auch wurde empfohlen, zunächst einmal ein anderes (dickflüssigeres) Motoröl einzufüllen (http://www.opel-voting.de/opel-forum/motortechnik/37…).
Zwischen 1.500,- bis 2.000 Euro gibt es ein vergleichbares
gebrauchtes Auto mit max 100.000 km.
Generell ist das eine Überlegung wert. Allerdings kommt es auf die Laufleistung und den Zustand des Autos an.
Wenn ich wüsste, dass mein Auto vernünftig gewartet wurde und ggf. schon einige Sachen erneuert wurden, würde ich lieber die 1000 Euro investieren, als mir für etwas mehr Geld eine technisch ungepflegtere Gurke zu kaufen.
Und so voll, wie die Ersatzteillager der Autoverwerter eigentlich sein müssten, dürfte ein vernünftiger Motor eigentlich relativ leicht zu bekommen sein.
Was haben die für 160 Euro gemacht? Für eine Auskunft ist das sicherlich zu viel. Allerdings ist so eine Schadenanalyse nicht in 10 Minuten zu machen. Haben die einen Schaden im Motorrumpf (z.B. Kurbelwellenlager) ausgeschlossen?
Eine Werkstatt zu finden, die Gebrauchtteile einbaut, ist nicht einfach. Man muss bedenken, dass die im Zweifelsfall beweisen müssen, dass ein möglicher Schaden nicht von ihnen verursacht wurde.
Ich hab eben mal bei **** geschaut,
da gibt es neue NW mit Schlepphebeln im Satz für 127 €,
von gewerblichen Verkäufern zum Sofortkauf.
Und für 160 € hätte die Werkstatt das normalerweise auch wechseln können,
das ist bei dem einfachem Motor wirklich kein Problem,
das kann man zur Not auf dem Parkplatz machen.
reparieren lässt sich das auf jeden Fall und es ist auch nicht sonderlich kompliziert oder arbeitsaufwendig. Ich bin kein Opel-Experte, schätze aber mal max. 3 Stunden. Dazu kommen die Teile, die wohl eher zu Buche schlagen dürften. Insgesamt dürften das 500-600 € für die Arbeit, neue Nockenwelle und neue Hydrostößel ergeben.
Frag doch mal bei Deiner Werkstatt nach, die können das sicher genau sagen.
Gruß
hps
Hallo,
konnte mich leider erst heute wieder mit dem Schicksal meines Autos beschäftigen.
Zuerst nochmals vielen Dank für die Unterstützung, die ich hier erfahre!
Zum Schaden: schriftlich habe ich unten auf der Rechnung über die 160 Euro den Vermerk: „Bitte beachten: Metallspäne im Öl, Verdacht auf Motorschaden“.
Und auf der Rechnung steht: „Nockenwelle stark eingelaufen“.
Von daher liegt 222kpl wohl richtig mit der Annahme, dass auch der Motor Schaden genommen hat. Somit müsste man wohl zu Deiner Kostenschätzung 500-600 Euro noch die Kosten für einen neuen Motor hinzurechnen!?
Zwar ist das Auto immer ein zuverlässiges gutes gewesen, ohne Mucken oder Macken, nur übliche Verschleißsachen. Wie gesagt, Zahnriemen ist neu, alle Bremsen letztes Jahr erneuert, Motorfahrleistung 120.000 km, Winterreifen habe ich auch. Es bleibt wohl eine „Bauchentscheidung“, habe ich das Gefühl. Und: wenn ich das jetzt richtig sehe, liegt die Sache so, dass ich ihn wohl am besten so wie er ist weiterfahre, bis nichts mehr geht. Eine Schadensbegrenzung durch eine Reparatur jetzt ist wohl nicht mehr drin, oder?
Ich hab eben mal bei **** geschaut,
da gibt es neue NW mit Schlepphebeln im Satz für 127 €,
von gewerblichen Verkäufern zum Sofortkauf.
Und für 160 € hätte die Werkstatt das normalerweise auch wechseln können,
das ist bei dem einfachem Motor wirklich kein Problem,
das kann man zur Not auf dem Parkplatz machen.
Grüße, Steffen!
Hi Steffen,
kann leider erst heute reagieren. Danke auch Dir für Dein Engagement, mir behilflich zu sein.
Wie ich schon geschrieben habe an hps, ist wohl auch der Motor mitbetroffen, was der Vermerk auf der Rechnung unten „Bitte beachten: Metallspäne im Öl, Verdacht auf Motorschaden“ wohl leider bedeutet.
Im Rechnungstext steht „Nockenwelle stark eingelaufen“.
Somit benötigte ich wohl sinnvollerweise auch einen neuen (Austausch-)Motor dazu. Und da der Arbeitslohn wohl der größte Batzen ist, läuft es wohl wirklich auf die Überlegung hinaus, dann besser gleich einen neuen gebrauchten zu kaufen.
Und: Wenn ich die Sache richtig einschätze, kann man wohl durch den Zeitpunkt der Reparatur (also jetzt sofort) auch keine Schadensbegrenzung mehr vornehmen, sodass wohl eine Fahren bis nichts mehr geht momentan die richtige Entscheidung wäre. Oder sehe ich das falsch?
auch Dir nochmals Danke für die Auseinandersetzung mit meinem Problem.
Auch Du hast irgendwo Recht, wie ich finde, daher kamen auch meine Zweifel an dem Rat der Autowerkstatt, nicht mehr zu reparieren. Es läuft wohl darauf hinaus, dass es eine „Bauchentscheidung“ ist.
Zum Schaden: schriftlich habe ich unten auf der Rechnung über
die 160 Euro den Vermerk: „Bitte beachten: Metallspäne im Öl,
Verdacht auf Motorschaden“.
Das ist quasi das Todesurteil für den Motor.
Und auf der Rechnung steht: „Nockenwelle stark eingelaufen“.
Von daher liegt 222kpl wohl richtig mit der Annahme, dass auch
der Motor Schaden genommen hat. Somit müsste man wohl zu
Deiner Kostenschätzung 500-600 Euro noch die Kosten für einen
neuen Motor hinzurechnen!?
Wenn Du tatsächlich einen „neuen“ Motor einbauen möchtest, dann such Dir gleich einen, bei dem die Nockenwelle in Ordnung ist, dann musst Du dafür nicht nochmal Geld ausgeben.
Und: wenn ich das jetzt richtig sehe, liegt die Sache so, dass
ich ihn wohl am besten so wie er ist weiterfahre, bis nichts
mehr geht. Eine Schadensbegrenzung durch eine Reparatur jetzt
ist wohl nicht mehr drin, oder?
Dann wechsel zumindest nochmal Öl und Filter, hol Dir ein günstiges Öl aus dem Baumarkt, das etwas dickflüssiger ist.
Zum Schaden: schriftlich habe ich unten auf der Rechnung über
die 160 Euro den Vermerk: „Bitte beachten: Metallspäne im Öl,
Verdacht auf Motorschaden“.
Das ist quasi das Todesurteil für den Motor.
Ja, das ist wohl genau die furchtbare Wahrheit…
Und auf der Rechnung steht: „Nockenwelle stark eingelaufen“.
Von daher liegt 222kpl wohl richtig mit der Annahme, dass auch
der Motor Schaden genommen hat. Somit müsste man wohl zu
Deiner Kostenschätzung 500-600 Euro noch die Kosten für einen
neuen Motor hinzurechnen!?
Wenn Du tatsächlich einen „neuen“ Motor einbauen möchtest,
dann such Dir gleich einen, bei dem die Nockenwelle in Ordnung
ist, dann musst Du dafür nicht nochmal Geld ausgeben.
Ja genau, ist klar.
Und: wenn ich das jetzt richtig sehe, liegt die Sache so, dass
ich ihn wohl am besten so wie er ist weiterfahre, bis nichts
mehr geht. Eine Schadensbegrenzung durch eine Reparatur jetzt
ist wohl nicht mehr drin, oder?
Dann wechsel zumindest nochmal Öl und Filter, hol Dir ein
günstiges Öl aus dem Baumarkt, das etwas dickflüssiger ist.
Öl und Ölfilter sind von der Werkstatt neu gemacht worden. Aber zum Thema Öl: Mir wurde gesagt (von meinem Schwager, der mit meinem Wagen zur Werkstatt ohne mich fuhr), ich solle - da er (außer bei Kurzstrecken) Öl wirft - mir genug Öl kaufen und immer kontrollieren und nachkippen. Aber: es sollte angeblich ein dünnflüssiges sein, weiß die Bezeichnung jetzt nicht mehr auswendig, und das habe ich auch genau so gemacht. Zum ersten Mal musste ich nach 700 km nachfüllen, aber nur einen halben Liter, weil ich möglichst wenig fahre und fast nur Kurzstrecken, denke ich. Als ich an einem Tag 400 km (unmittelbar vor Feststellung des Schadens) fuhr, war der Motor von der Nockenwelle her ziemlich ölverschmiert. Das kam so aber seitdem nicht mehr vor, nur ein wenig ist oben ausgetreten seitdem.
DIE WICHTIGSTE FRAGE NUN: KÖNNTEST DU MIR EINE ÖLBEZEICHNUNG VON DICKFLÜSSIGEM ÖL NENNEN, DAS ICH MIR BESSER BESORGEN SOLLTE?? Wäre sehr dankbar!
Öl und Ölfilter sind von der Werkstatt neu gemacht worden.
Was haben die denn reingekippt? (Sollte auf der Rechnung stehen)
Aber zum Thema Öl: Mir wurde gesagt (von meinem Schwager, der
mit meinem Wagen zur Werkstatt ohne mich fuhr), ich solle - da
er (außer bei Kurzstrecken) Öl wirft - mir genug Öl kaufen und
immer kontrollieren und nachkippen. Aber: es sollte angeblich
ein dünnflüssiges sein, weiß die Bezeichnung jetzt nicht mehr
auswendig, und das habe ich auch genau so gemacht.
Das klingt ja alles ziemlich abenteuerlich. Wenn der Motor „Öl wirft“ (verliert oder verbrennt?) außer auf Kurzstrecken, dann schließe ich daraus, dass bei höheren Temperaturen (Langstrecke) das Öl tendeziell zu dünnflüssig ist und eben an Kolbenringen und Dichtungen vorbei austritt oder mitverbrennt. Bei einem noch dünnflüssigerem Öl wird’s eigentlich nur noch schlimmer! Eventuell ist so Dein Motorschaden sogar hausgemacht, da das dünne Öl bei Deinem relativ alten Motor die Schmierung nicht mehr aufrecht erhalten konnte und es so zu übermässigem Verschleiß/Fressern/Spänen gekommen ist!
DIE WICHTIGSTE FRAGE NUN: KÖNNTEST DU MIR EINE ÖLBEZEICHNUNG
VON DICKFLÜSSIGEM ÖL NENNEN, DAS ICH MIR BESSER BESORGEN
SOLLTE?? Wäre sehr dankbar!
Viel falsch machen kannst Du ja nicht mehr. Nimm eines mit der Bezeichnung SAE 15W40 (Marke ist egal), das ist billig zu bekommen und für den Motor auf jeden Fall geeignet.