Reparaturstatistiken Fernsehgeräte?

Gibt es / kennt jemand solche Reparaturstatistiken? Sind bestimmte Hersteller besser oder schlechter als andere, oder haben alle Hersteller auch nur Pech oder Glück bei der Auswahl und Dimensionierung der Bauelemente, und das stellt sich dann erst heraus, wenn die Geräte schon längst nicht mehr gebaut werden?

Nach schätzungsweise einer Reparatur pro Jahr meines derzeitigen TVs (zum Glück kann ich das selber) sehe ich keine „Herausforderung, die ich gerne annehme“, mehr darin, meine Kiste dauernd am Fliegen zu halten. Ich möchte jetzt mal eine, die einfach ohne Macken uralt wird.

Grüße

Uwe

Hi

Bei Fernsehern bin ich davon abgekommen mit ihnen alt werden zu wollen und dann irgendwann mit dem kontrast am anschlag und jegliches seitenlicht mit vorhängen verhindernd dahin zuvegetieren… die werden kontinuierlich immer schlapper…

2 Jahre, dann Neukauf und den „Alten“ möglichst in noch sehr gutem Zustand weg - soll sich jemand anderes später damit rum ärgern. Am besten verkaufen sich natürlich hochwertigere TV. Damit fahr ich sit 2 Glotzen gut, vorher hatte ich das Glück dass jemand meine sehr gute Loewe Karosse mit toter röhre noch nahm weil er ne Neue röhre liegen hatte. sonst hätt ich noch die Entsorgung bezahlen müssen. der war 12 Jahre alt und hatte schon 300 (günstige) dm Reparaturen gekostet…
So Verkauf ich nach 2 Jahren mein TV für 40-60% des NP, hab ev ein bisserl verlust aber NIE ne Reparatur (was kosten senkt), und immer was neues.
HH

Reparaturstat.? Das werden die Firman bestimmt nicht veröffentlichen wollen, sicherlich gibts Standardtfehler
unter http://www.repdata.de/ findest du allgemeine Rep-tips…

Allgemein kann ich sagen, das Philipsgeräte gerne kalte Lötstellen vorweisen;
und die typischen Sprichwörter:
hast im Raum gestunken, wars ein Telefunken;
Nordmende = Fehler ohne Ende;
aussen Pfundig innen Grundig (vor allem die Keksdose)
er Loewt, oder er loewt nicht;
…vielleicht weiß jemand noch mehr davon…
Markus, der seine Fernsehr nicht nach 2 Jahren verkauft und die Geräte auch nicht ständig kaputt gehen!!!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Uwe,

Gibt es / kennt jemand solche Reparaturstatistiken? Sind
bestimmte Hersteller besser oder schlechter als andere, oder
haben alle Hersteller auch nur Pech oder Glück bei der Auswahl
und Dimensionierung der Bauelemente, und das stellt sich dann
erst heraus, wenn die Geräte schon längst nicht mehr gebaut
werden?

Nach schätzungsweise einer Reparatur pro Jahr meines
derzeitigen TVs (zum Glück kann ich das selber) sehe ich keine
„Herausforderung, die ich gerne annehme“, mehr darin, meine
Kiste dauernd am Fliegen zu halten. Ich möchte jetzt mal eine,
die einfach ohne Macken uralt wird.

Ich habe schon einige Schaltungen nachgerechnet und dabei festgestellt, dass bei Geräten aus der Unterhaltungselektronik immer einige Bauteile ausserhalb ihrer Spezifikation betrieben werden. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass da immer „Bastler“ am Wrke waren, scheint, jedenfalls für mich, da ein System dahinter zu sein.
Einzig bei Revox konnte ich feststellen, dass die Bauteile maximal mit 50% der Maximalwerte belastet werden.

MfG Peter(TOO)

Reparaturstat.? Das werden die Firman bestimmt nicht
veröffentlichen wollen, sicherlich gibts Standardtfehler
unter http://www.repdata.de/ findest du allgemeine Rep-tips…

Allgemein kann ich sagen, das Philipsgeräte gerne kalte
Lötstellen vorweisen;

Das ist Unfug. Von kalten Lötstellen oder sagen wir mal: von den Bauteilschwingungen im Ultraschallbereich aufgerüttelte Lötstellen sind die Geräte aller Hersteller betroffen. man sollte sich hüten, etwas zu verallgemeinern, nur weil Geräte mit höherem Marktanteil demzufolge auch öfter in der Werkstatt erscheinen.

und die typischen Sprichwörter:
hast im Raum gestunken, wars ein Telefunken;
Nordmende = Fehler ohne Ende;
aussen Pfundig innen Grundig (vor allem die Keksdose)
er Loewt, oder er loewt nicht;

*lol - die Sprüche kenn ich auch: AEG = Auspacken, Einpacken, Gutschrift.

Als Techniker gruselt mich derzeit nur vor Geräten, deren Hersteller mit „S“ losgehen. Das hat aber mit der Ausgangsfrage nichts zu tun und pro Hersteller verschiedene Gründe.

HM

Ich habe schon einige Schaltungen nachgerechnet und dabei
festgestellt, dass bei Geräten aus der Unterhaltungselektronik
immer einige Bauteile ausserhalb ihrer Spezifikation betrieben
werden.

Das ist interessant. Kannst du mir konkrete Beispiele nennen ?

Da ich mir nicht vorstellen kann, dass da immer
„Bastler“ am Wrke waren, scheint, jedenfalls für mich, da ein
System dahinter zu sein.
Einzig bei Revox konnte ich feststellen, dass die Bauteile
maximal mit 50% der Maximalwerte belastet werden.

MfG Peter(TOO)

Hallo Meyer,

Ich habe schon einige Schaltungen nachgerechnet und dabei
festgestellt, dass bei Geräten aus der Unterhaltungselektronik
immer einige Bauteile ausserhalb ihrer Spezifikation betrieben
werden.

Das ist interessant. Kannst du mir konkrete Beispiele nennen ?

MfG Peter(TOO)

Meine Reperatur-Kenntnisse betreffend Unterhaltungs-Elektronik beschränken sich hauptsäch auf das was so im eigenen Haushalt und im Freundeskreis anfällt, da ich meine Brötchen mit der Entwicklung von Industrie-Elektronik verdiene. Als Entwickler begnügt man sich dann halt nicht nur damit das defekte Bauteil zu finden und zu ersetzen, sondern stellt sich auch die Frage warum dieses Bauteil seinen Geist aufgeben hat.

Oft sind Widerstände etwas überlastet, also z.B. ein 0.25W-Typ wird mit 0.35W belastet.

Auch oft zu finden: Nadelimpulse an einer Basis-Emiterstrecke, in Sperrichtung, von 6-7V. Das funktioniert eine Weile ganz gut und wenns bis zum Ablauf der Garantie hält ist das für den Hersteller OK.
Das gleiche Problem ist auch bei IC-Eingängen zu finden, wo dann die Schutzdioden der Eingänge mit der Zeit den Geist aufgeben.

Auch das Problem mit den schlechten, kalten, Lötstellen hat System: Wenn ich die Löttemperatur etwas höherstelle, kann ich die „Bretter“ schneller durchlaufen lassen und kann somit einige Stück mehr pro Stunde fertigen. Darunter leidet aber die Qualität der Lötstellen.

Bei der Unterhaltungs-Elektronik spielt natürlich der Preis eine grosse Rolle und wenn man da einige Cent pro Gerät sparen kann kommt dann bei den grossen Stückzahlen schon etwas zusammen, zumal die Stillstandszeiten beim Kunden nicht berechnet werden müssen.

Bei Industrie-Geräten sieht das etwas anders aus. Bei Verlusten von 10’000 bis 100’000 € pro Stunde, wenn die Anlage steht, spielt es keine Rolle wenn ein Gerät 1’000 € durch die erhöte Zuferlässigkeit teurer ist.

MfG Peter(TOO)

Reparaturstat.? Das werden die Firman bestimmt nicht
veröffentlichen wollen, sicherlich gibts Standardtfehler
unter http://www.repdata.de/ findest du allgemeine Rep-tips…

Allgemein kann ich sagen, das Philipsgeräte gerne kalte
Lötstellen vorweisen;

Das ist Unfug. Von kalten Lötstellen oder sagen wir mal: von
den Bauteilschwingungen im Ultraschallbereich aufgerüttelte
Lötstellen sind die Geräte aller Hersteller betroffen. man
sollte sich hüten, etwas zu verallgemeinern, nur weil Geräte
mit höherem Marktanteil demzufolge auch öfter in der Werkstatt
erscheinen.

–> Also eine zeitlang war es bei den Geräten wirklich auffallend, was mir andere bestätigt haben… Deshalb will ich die Marke nicht schlecht reden.

und die typischen Sprichwörter:
hast im Raum gestunken, wars ein Telefunken;
Nordmende = Fehler ohne Ende;
aussen Pfundig innen Grundig (vor allem die Keksdose)
er Loewt, oder er loewt nicht;

*lol - die Sprüche kenn ich auch: AEG = Auspacken, Einpacken,
Gutschrift.

–> auspacken, Einpacken, geht nicht

Als Techniker gruselt mich derzeit nur vor Geräten, deren
Hersteller mit „S“ losgehen. Das hat aber mit der
Ausgangsfrage nichts zu tun und pro Hersteller verschiedene
Gründe.

–> Welche denn?, Sanyo, Samsung oder Siemens??? Warum, wenn man fragen darf?

HM

–> Welche denn?, Sanyo, Samsung oder Siemens??? Warum,
wenn man fragen darf?

Sanyo spielt keine Rolle mehr - die Geräte waren bis vor 10 Jahren wirklich gut. Dann begann man dort mit der Herstellung von Billigprodukten, die überwiegend über Bau- und Lebensmitelmärkte vertrieben werden. Kein deutscher Ersatzteillieferant mehr, als ich letztens was brauchte, antwortete mir eine Firma in der Schweiz: ET nicht lieferbar.

Siemens bezog von Grundig seine (TV-) Geräte, daran war wirklich nichts auszusetzen. Leider wurde 1996 der Vertrieb eingestellt.

Ich meinte heute noch existierende Herstellr mit „S“.
Sony ist eine Ausnahme, gemessen daran, dass es sich um einen jap. Konzern handelt, ist der Service recht gut organisiert, wenngleich ich schon das Problem hatte, dass für ein 5 Jahre altes 32"-16/9-100 Hz - Gerät ein wichtiges ET nicht mehr lieferbar war. Bei Geräten bis zu einem Alter von 10 Jahren ist das inakzeptabel.

Samsung: Hab ich immer gut verkauft und gut reparieren können, so es nötig war. Konzernveranlasste Sparmaßnahmen führten dazu, dass Reparaturen während der Garantiezeit nur noch von zentralen Werkst. ausgeführt werden können ( die nächstliegende ist 100 km von mir entfernt ) - ich kann es keinem Kunden antun, dass er bei einer Garantierep. wochenlang auf seine Kiste warten muss. Und ich muss als Händler die Frachtkosten tragen - reiner Wahnsinn. Diese Erzeugnisse flogen aus meinem Sortiment.

Schneider: War schon immer „schnellmachfix“ - Hersteller, preisgünstig in der Produktion, kaufte Bildröhren großteils aus Osteuropa oder verwertete noch Jahre nach der Wende in der „DDR“ Bildröhren aus Ostberliner Produktion. Chassis unausgereift, doch hochintegriert, in sehr vielen Fällen nicht von Vorortwerkstatt auf Komponentenebene reparabel, bei Hochspannungsproblemen oft Folgeschäden in digitalen Baugruppen. - Zentralservice verursacht lange Wartezeiten und hohe Kosten. Jetzt hat den Service eine ausgegliederte Firma übernommen, welche nur über Fax erreichbar ist. Die Beantwortung einer Anfrage dauert oft Tage oder Wochen.

Sharp: (Abk. „Sie Haben Aber Richtig Pech“ ) Qualitativ unterste Schiene. Geräte mit unausgereifter Hardware geraten in den Handel. Bei Auftreten von Fehlern, die so undurchsichtig sind wie nur möglich, müssen vom Vortorttechniker in großem Stil Schaltungsänderungen durchgeführt werden. Effekt dieser Maßnahmen oft : Null.

SEG: Handelsmarke, kauft Fernsehgeräte beim türk. Hersteller Vestel. Vergleichsweise viele Ausfälle. Keine besondere Langlebigkeit zu prognostizieren, Innenleben mechanisch unstabil, unwirksame Schutzschaltungen ( bei HSP.-Überschlägen u.dgl. weitgreifende Folgeschäden ). Vorteil hier ist, dass viele andere ( Quelle, Otto, auch Aldi, Lidl usw. ) ebenfalls bei Vestel kaufen, insofern ein hoher Marktdurchsatz entstanden ist. Man hat mehr Reparaturerfahrung mit den Geräten und kann demzufolge mehr (rentable) Reparaturen durchführen.

M.E. haben sich als am langlebigsten Philips- und Grundig - Geräte ( mit baugleichen Blaupunkt und Siemens ) ,Metz, Loewe, auch Sony und JVC sowie Panasonic erwiesen ( Ohne Anspruch auf Vollständigkeit :wink:)

Gruß

HM