Reservierungsauftrag Hauskauf

Wir möchten ein Reihenhaus kaufen und sollen nun vorab einen Reservierungsauftrag unterschreiben und 3000 € zahlen. Die Baugenehmigung soll im Herbst erteilt und dann mit dem Bau begonnen werden. Falls das Bauvorhaben nicht umgesetzt wird, werden die 3000 Euro zurückgezahlt. Wir hatten eine Beratung bei einer Kreditvermittlerin, die mit der Baufirma zusammen arbeitet und uns bestätigte, dass eine FInanzierung auf jeden Fall klappen würde, natürlich nur mündlich. Wenn eine Finanzierung nicht klappt, was passiert mit unseren 3000 €? Ist das eine normale Vorgehensweise?

Vielen Dank.

sihamid

Moin auch,

woher will denn bitte die Kreditvermittlerin wissen, ob der Kredit genehmigt wird oder nicht? Wieso braucht ihr überhaupt eine Kreditvermittlerin, die euch nur irgendwo Geld kostet, aber keinen Nutzen bringt? Wieso nehmt ihr eine Kreditvermittlerin, die mit einer Firma zusammenarbeitet, die von euch Geld haben will? Warum wollt ihr Geld anzahlen für eine Immobilie, von der ihr nicht wisst, ob sie je gebaut wird?

Finger weg wäre mein Rat

Ralph

werden die 3000 Euro zurückgezahlt. Wir hatten eine Beratung
bei einer Kreditvermittlerin, die mit der Baufirma zusammen
arbeitet und uns bestätigte, dass eine FInanzierung auf jeden Fall klappen würde,

Das ist eine gute Voraussetzung, aber keine Sicherheit. Holt Euch auf jeden Fall noch ein zweites Angebot ein.

natürlich nur mündlich. Wenn eine
Finanzierung nicht klappt, was passiert mit unseren 3000 €?

Die dürften dann futsch sein.

Ist das eine normale Vorgehensweise?

Sie ist nicht ungewöhnlich. Bauträger haben es häufig mit Leuten zu tun, die gerne bauen wollen und die Planungsabteilung über woche beschäftigen, nur am Ende die Finanzierung nicht hinzubekommen. Ich kann die baufirma zwar verstehen, aber mir als Kunde wäre das zu riskant.

Die Kreditvermittlerin hat uns selbst vorgeschlagen, in den Reservierungsauftrag zu vermerken, dass die 3000 zurückgezahlt werden, wenn die Finanzierung nicht klappt. Lt. Ihrer Aussage machen das alle so, weil eine 100% Finanzierungszusicherung vor Baugenehmigung nicht möglich bzw. mit mehr Kosten verbunden wäre. Und alle bedeutet in diesem Fall über 80 Käufer für ein und dasselbe Bauvorhaben!

Mfg

Hallo,

die Kreditvermittlerin kostet uns kein Geld. Der Bauträger reserviert ein Reihenhaus für einen Interessenten nur, wenn dieser vorher mit der Kreditvermittlerin gesprochen hatte, um zu wissen, dass eine Finanzierung klappt. Wenn die Reihenhäuser nicht gebaut werden, werden die 3000 € Sicherheitskaution zurückgezahlt, das steht wortwörtlich im Reservierungsauftrag. Es geht hier um über 80 Reihenhäuser vom selben Bauträger und angeblich machen das alle so, weil eine Finanzierung vor Baugenehmigung nicht möglich bzw. teuer sein soll.

mfg

sihamid

Moin auch,

die Kreditvermittlerin kostet uns kein Geld.

Doch, das tut sie. Sie wird nicht für umsonst arbeiten und ihre Kosten werden dann eben auf den Preis des Hauses umgelegt.

Der Bauträger
reserviert ein Reihenhaus für einen Interessenten nur, wenn
dieser vorher mit der Kreditvermittlerin gesprochen hatte, um
zu wissen, dass eine Finanzierung klappt.

Die Vermittlerin kann nicht wissen, ob die Finanzierung klappt. Sie kann lediglich einschätzen, wie wahrscheinlich es ist. Die Zusage der Finanzierung erfolgt ausschließlich von der Bank, die den Kredit vergibt.

Wenn die
Reihenhäuser nicht gebaut werden, werden die 3000 €
Sicherheitskaution zurückgezahlt, das steht wortwörtlich im
Reservierungsauftrag.

Es sei denn, die Firma meldet Insolvenz an, dann ist die Asche weg.

Es geht hier um über 80 Reihenhäuser vom
selben Bauträger und angeblich machen das alle so, weil eine
Finanzierung vor Baugenehmigung nicht möglich bzw. teuer sein
soll.

Die Größe des Objekts ist völlig wurscht, siehe Pleitier Jürgen Schneider. Und auch wenn das (angeblich) alle so machen: Ich würde nichts anzahlen für ein Objekt, für das es noch nicht einmal eine Genehmigung gibt. Und auch nicht für eine, letzten Endes völlig überflüssige, Kreditvermittlerin.

Ralph

Danke für die Antwort. Wenn wir bis zur Baugenehmigung warten, dann sind alle Häuser weg. Es gibt von den 80 Häusern nur noch sehr wenig freie. Das Projekt ist nicht unbekannt, die Stadt unterstützt es auch mit Wohnraumförderung. Man kann sich nicht vorstellen, dass es sich hier um Betrug handelt, allerdings würden wir schon gern 100% sicher sein.

Mfg
sihamid

Uns wurde nun vorgeschlagen, die Kaution von 3000 € zurückzuzahlen, wenn der Vertrag notariell beurkundet wird, d.h. es würden „nur“ die Notarkosten anfallen.

Moin auch,

die Kreditvermittlerin kostet uns kein Geld.

Doch, das tut sie. Sie wird nicht für umsonst arbeiten und
ihre Kosten werden dann eben auf den Preis des Hauses
umgelegt.

Das ist doch Quatsch! Die Vermittlerin verdient Ihr Geld
i.d.R. über die Provisionen der Darlehensvermittlung! Dem
Bauträger ist es gleich, wer von wem das Darlehen bekommt und
wird bestimmt keine Preisunterschiede der Immobilien haben,
nur weil ich „seine“ Kreditvermittlerin nutze.

Und so Unsinnig sidn diese Vermittler nicht - vorausgesetzt sie
arbeiten professionell. Oder weißt Du als Kunde welche Bank
Dir die beste Kombination aus KFW-, Förder- und Hauptdarlehen
gibt. Und dabei evtl. noch Sonderlaufzeiten berücksichtigt wie
z.B. 30 Jahre Zinsfestschreibung und evtl. variablen Anteil?

Lieber einen Kreditvermittler über die Provisionen bezahlt,:als keinen zu haben und dann feststellen, dass man locker
10.000 € mehr zahlen wird als bei einem besseren Angebot.
Nur… man sollte auch schauen, dass man an einen richtigen
Vermittler gerät!

Die Vermittlerin kann nicht wissen, ob die Finanzierung
klappt. Sie kann lediglich einschätzen, wie wahrscheinlich es
ist. Die Zusage der Finanzierung erfolgt ausschließlich von
der Bank, die den Kredit vergibt.

Richtig! Wenn sie professionell arbeitet - kann die
Einschätzung allerdings mit 99,9% Sicherheit erfolgen!
Abgesehen von Schufa, oder nicht bekannten Fakten zum Kunden!

Wenn die
Reihenhäuser nicht gebaut werden, werden die 3000 €
Sicherheitskaution zurückgezahlt, das steht wortwörtlich im
Reservierungsauftrag.

Es sei denn, die Firma meldet Insolvenz an, dann ist die Asche
weg.

Jepp, außer man zahlt gleich an einen Notar im
Treuhandauftrag! Auch das hatte ich kürzlich. Hat ca. 5% des
Zahlbetrages gekostet.

Ich würde nichts anzahlen für ein Objekt, für das es
noch nicht einmal eine Genehmigung gibt.

Würde ich so auch nicht!

Und auch nicht für eine, letzten Endes völlig überflüssige, :Kreditvermittlerin.

Unsinnige Aussage — siehe oben!

Ralph

…auch Ralf (nur richtig geschrieben) :smile:

Moin auch,

Die Vermittlerin verdient Ihr Geld
i.d.R. über die Provisionen der Darlehensvermittlung!

Also kostet sie Geld. Darauf wollte ich hinaus, denn umsonst ist der Tod, und der kostet das leben.

Oder weißt Du als Kunde welche Bank
Dir die beste Kombination aus KFW-, Förder- und Hauptdarlehen
gibt. Und dabei evtl. noch Sonderlaufzeiten berücksichtigt wie
z.B. 30 Jahre Zinsfestschreibung und evtl. variablen Anteil?

Woher weiß ich, dass die Vermittlerin das weiss? Wenn ich das selber mache, bin ich auch selber Schuld, wenn ich die Vermittlerin das machen lasse und sie mir eine Bank mit schlechten Konditionen heraussucht, bin ich das Geld für sie los und zahle noch mehr an Zinsen.

Lieber einen Kreditvermittler über die Provisionen
bezahlt,:als keinen zu haben und dann feststellen, dass man
locker
10.000 € mehr zahlen wird als bei einem besseren Angebot.

Oder eben € 10.000 mehr zahlen plus Provision für die Vermittlerin.

Nur… man sollte auch schauen, dass man an einen richtigen
Vermittler gerät!

Du sagst es. Aber wenn mir vorgeschrieben wird, welchen Vermittler ich zu nehmen habe, gibt es diese Option leider nicht mehr.

Jepp, außer man zahlt gleich an einen Notar im
Treuhandauftrag!

Das ist natürlich möglich. Ich hatte das UP so verstanden, dass das Geld an den Bauträger direkt überwiesen werden muss.

…auch Ralf (nur richtig geschrieben) :smile:

Neinneinnein, du schreibst dich mit f wie falsch :smile:

Ral ph

Wenn ich das selber mache, bin ich auch selber Schuld, wenn ich die
Vermittlerin das machen lasse und sie mir eine Bank mit
schlechten Konditionen heraussucht, bin ich das Geld für sie
los und zahle noch mehr an Zinsen.

Super! Also bist Du Finanzexperte! Ob das alle Kunden sind? Und… ob Du es glaubst oder nicht, es gibt Banken die zahlen Vermittlern eine Provision ohne dass der Kunde andere Konditionen erhält. D.h. machst Du es selbst, bezahlst Du das gleiche, wie der Kunde der die Hilfe in Anspruch nimmt.

Lieber einen Kreditvermittler über die Provisionen
bezahlt,:als keinen zu haben und dann feststellen, dass man
locker 10.000 € mehr zahlen wird als bei einem besseren Angebot.

Oder eben € 10.000 mehr zahlen plus Provision für die Vermittlerin.

Das ist etwas „Engstirnig“, oder nicht. Es bahauptet ja keiner, er solle sein „Hirn am Empfang abgeben“. Was hindert Dich als Kunden, die Vermittlerin neben Deinen Recherchen zu nutzen. Wenn Sie Dir dann sagt „Das von Ihnen ermittelte Angebot ist schlechter als das was ich habe“ hast nicht nur Du nur gewonnen, sonder auch der Vermittler! Was ist daran schlecht?

Du sagst es. Aber wenn mir vorgeschrieben wird, welchen
Vermittler ich zu nehmen habe, gibt es diese Option leider
nicht mehr.

Wer schreibt hier wem vor, welchen Vermittler der Käufer zu nehmen hat? Das ist immer nur ein Angebot eines Verkäufers, bzw. Maklers. Man kann es nutzen, oder auch nicht. Ob der VK vom Finanzierungsvermittler wiederum einen „Obulus“ für die Kundenvermittlung erhält, kann letztlich dem „aufgeklärten“ Kunden egal sein.

Im Grundsatz bin ich der Meinung:

Nie jemanden Blind vertrauen! Selber tätig werden und sich informieren und dabei alle Quellen nutzen -auch solche Berufsgruppen.
Deren Job ist es doch u.a. mich von dem Vorteil Ihrer Tätigkeit zu überzeugen. Und das schaffen sie nur über ein besseres Angebot, als das was ich schon habe (entweder über den Preis - oder den Service).

Greetz

Ralf… (Du hast da so zwei falsche Buchstaben)

Moin auch,

Super! Also bist Du Finanzexperte!

Nein bin ich nicht. Nur ein kleiner Chemiker.

Und… ob Du es glaubst oder nicht, es gibt Banken die zahlen
Vermittlern eine Provision ohne dass der Kunde andere
Konditionen erhält.

Dann werden die Kosten für den Vermittler eben auf alle Kunden umgelegt. Ob du es glaubst oder nicht: Der Vermittler arbeitet nicht für umsonst. Ergo müssen seine Kosten irgendwo umgelegt werden.

Was ist daran schlecht?

Gor nix.

Wer schreibt hier wem vor, welchen Vermittler der Käufer zu
nehmen hat?

Ich verstund das UP so, dass der Interessent vom Bauträger „gezwungen“ wird, mit dieser Vermittlerin zusammenzuarbeiten. Sollte ich das falsch verstanden haben entschuldige ich mich.

Ob der VK
vom Finanzierungsvermittler wiederum einen „Obulus“ für die
Kundenvermittlung erhält, kann letztlich dem „aufgeklärten“
Kunden egal sein.

s.o. Wie die Kosten umgelegt werden ist doch egal. Sie werden auf jeden Fall umgelegt, d.h. der Kunde bezahlt irgendwie den Vermittler.

Ralf… (Du hast da so zwei falsche Buchstaben)

Ansichtssache,

Ralph

Ob du es glaubst oder nicht: Der Vermittler arbeitet
nicht für umsonst. Ergo müssen seine Kosten irgendwo umgelegt
werden.

Ich glaube nicht - ich weiß es! Aber Du musst wissen, dass es sein kann, dass Du in eine Bank gehst und mit einem Angebot rauskommst. Der Vermittler gibt Dir das gleiche Angebot dieser Bank, verdient aber seine Provision! Nix mit umlegen! Das nennt man Margengerüst auf Quantität!

Ein Vermitter ist einem Pool angeschlossen, dieser Pool mach nicht 1x 250.000 € sondern im Jahr 1000 x. Dafür dass hier professionell der Bank zugearbeitet wird, spart sich die Bank die Manpower und gibt das wiederum als Profit an den Vermittler weiter. Er wird defakto von der Bank für die Arbeit bezahlt!

s.o. Wie die Kosten umgelegt werden ist doch egal. Sie werden
auf jeden Fall umgelegt, d.h. der Kunde bezahlt irgendwie den
Vermittler.

Und wenn nicht den Vermittler, dann den Bankangestellten, den er vorher stundenlang mit Fragen löchert :wink:
Und nochmal, wenn die Ersparnis größer ist als der Preis ist das ein Gewinn für beide!

Wo gehst Du einkaufen? Geh doch mal zum Großhandel und sag denen „der Einzelhandel verdient viel zuviel“ daran! Oder fährst Du auch 50 km zur billigsten Tanke um dann 2 ct/l zu sparen?

immer noch richtig - Ralf

Mir schwant, wir drehen uns hier im Kreis. Weil:

Dafür dass hier
professionell der Bank zugearbeitet wird, spart sich die Bank
die Manpower und gibt das wiederum als Profit an den
Vermittler weiter. Er wird defakto von der Bank für die Arbeit
bezahlt!

Das ist Ansichtssache. Die Bank bezahlt überhaupt niemanden. Ich bezahle die Bankangestellten, natürlich indirekt. Ich bezahle auch den Vermittler, natürlich indirekt. Es entstehen nunmal Kosten, die gedeckt werden müssen.
Aber lassen wir das, es macht IMHO keinen Sinn, darüber zu streiten, da wir doch beide recht haben :smile:

Ralph

Finger weg von solchem Geschäftsgebahren! Bei der genannten Größenordnung soll Ihnen der Bautaäger seinerseits eine Bürgschaft (Durchführungsaval) von dessen Hausbank geben, damit Sie auch selber eine Sicherheit für Ihr Geld haben, falls das Bauvorhaben insgesamt platzt und sich der Bauträger lediglich an den Reservierungsgebühren bereichern sollte!
Doppelte Vorsicht, was die Finanzierungszusage angeht! Solche Vertreter haben alle möglichen Funktionen - nur die eines Beschlußorgans innerhalb einer Bank garantiert nicht! Reden Sie mit Ihrer Hausbank, die Sie kennt, und zu der Sie Vertrauen haben dürfen, über ihrer Möglichkeiten bei einer solchen Finanzierung. Konditonen vergleichen bei anderen Banken, können Sie danach immer noch, wenn vom Grundsatz her feststeht, dass Sie ein solche Geschichte auch finanziell stemmen können.

Lasst euch nicht verunsichern. Es ist gang und gäbe, eine Reservierungsgebühr zu verlangen, weil auch der Bauträger Sicherheit braucht und nicht am Ende jedes Haus 3 Mal verspricht, in der Hoffnung, dass 2 denen er es versprochen hat, noch abspringen.

Es macht immer Sinn, zum Finanzdienstleister zu gehen, denn die arbeiten mit vielen Banken zusammen und haben ganz andere Möglichkeiten, Konditionen abzufragen, als man selbst. Und natürlich verdienen die ihre Provision bei der Bank und diese spart dafür Arbeitskraft.

Es gibt bei Verträgen immer nur Sicherheit bis zu einem gewissen Punkt, der Rest ist Vertrauen. Auch Verträge können, auch wenn sie noch so gut sind, einfach gebrochen werden. 100% gibt es nicht.

Viele Grüße,

Nina