Respektloses Verhalten v. Migrantenkindern

Hallo,
ich stehe bald vor der Frage, auf welche Oberschule ich mein Kind schicken will und kann.
Ein Artikel in der Zeitung bestätigt meine Ängste vor einigen Bereichen:
„…Besonders respektlos gegenüber Erwachsenen verhielten sich Jungen aus arab. und. türk. Familien. Wir beobachten das nicht nur gegenüber Lehrern, sondern auch gegenüber Müttern. Das ist sehr traurig“ sagte eine Schulleiterin."

Nun weiss ich: Eine gute Schulerziehung steht und fällt im allg. mit ein paar Lehrern, die die entscheidenden Fächer unterrichten. Bereits da ist es im Prinzip Glücksache, ob ein Kind zu motivierten Lehrkräftn kommt oder solchen, die der Job selbst „ankotzt“.
Wenn die Lehrer von respektlosen Schülern drangsaliert werden, kann da nichts vernünftiges rauskommen. Erst werden die Kinder bedroht und geschlagen ,dann womöglich die Lehrer. Was soll da rauskommen?
Ich würde gerne eine Schule in der Nähe wählen, doch bei denn hab ich diese Ängste. Schick ich mein Kind in eine abgelegene Schule, die unter diesen Gewlt- und Respektproblemen noch nicht so sehr zu kämpfen haben, ist der Schulweg wieder so gewaltig lang.
Wie soll ich mich verhalten?

Gruß
rakete

Hallo,

ich stehe bald vor der Frage, auf welche Oberschule ich mein
Kind schicken will und kann.

Was heisst hier „Oberschule“? Realschule, Gymnasium…?
In Bayern haben die Gymnasien entsprechende Schwerpunkte, z. B. gibt es humanistische Gymnasien, in denen man auf die „alten“ Sprachen wie Latein und Altgriechisch Wert legt, oder ein musisches Gymansium in dem man mindestens 1 Instrument lernt und darauf auch Noten kriegt,
oder ein Neusprachliches, in dem man Englisch, Französisch und mindestens eine weitere Fremdsprache lernt, es gibt dann noch mathematisch-naturwissenschaftliche und wirtschafts-sozialwissenschaftliche Gymnasien
Schick das Kind auf die Schule, die seinen Neigungen/Interessen entspricht.

Ich würde gerne eine Schule in der Nähe wählen, doch bei denn
hab ich diese Ängste. Schick ich mein Kind in eine abgelegene
Schule, die unter diesen Gewlt- und Respektproblemen noch
nicht so sehr zu kämpfen haben, ist der Schulweg wieder so
gewaltig lang.
Wie soll ich mich verhalten?

Was ist für dich ein langer Schulweg? In Bayern sind auf dem Land schon mal 1.5 h einfach drin, besonders wenn´s um weiterführende Schulen geht

grüsse dragonkidd

Die von dir beschriebenen Probleme kann es überall geben, auch in den entlegenen Schulen. Vielleicht gibt es da nicht so viele ausländische Knder, aber die wenigen die es gibt überfordern die Lehrer, weil die Lehrer dort den Umgang noch nicht gelernt haben. Schlechte und gute Lehrer kannst du überall erwischen.
Außerdem können auch deutsche und österreichische Kinder absolute Nervensägen und verhaltensauffällig sein.

Ich würde dir auch raten dein Kind in eine Schule seines Interesses zu geben. Die besten Lehrer und Schulkameraden können über einen, für das Kind, absolut uninteressanten Schulstoff nicht hinweghelfen. Sollte es wirlich soziale Probleme geben, steht dir die Option eines Schulwechsels immer noch offen. Gib deinen Kindern das Gefühl dir offen erzählen zu können, wen sie gemobbt werden und gib ihnen genug Selbstbewusstsein mit um sich angepasst gegen Übergriffe zu wehren.

lg infi

Hallo,

also jetzt mal ganz ehrlich und aus dem Nähkästchen geplaudert. Natürlich sind gerade momentan mal wieder alle Medien voll von den ganzen üblen Dingen, die so in unseren Schulen passieren. Aber ist das Phänomen wirklich so neu? Hängt es an Migranten, oder vielleicht eher an gewissen sozialen Strukturen, in denen überdurchschnittlich viele Migranten leben (aber auch nicht wenige eigene Staatsangehörige)?

Problemschulen hat es schon immer gegeben und eine gewisse Zunahme des Problems ist tatsächlich dadurch zu beobachten, dass es mehr und mehr „Produzenten“ gibt, die sich den Nachwuchs nur anschaffen, weil es dafür zusätzliches Geld aus Vater Staats immer dünner werdenden Taschen gibt, oder weil sie nicht wissen, wie man es vermeidet, Kinder zu bekommen. Natürlich spielen da auch ethnische Komponenten eine Rolle, gerade dann, wenn Kinder in Familien aufwachsen, in denen es ein mit unserer Gesellschaftswirklichkeit nicht kompatibles Frauenbild gibt (und inzwischen ist der Frauenanteil in der Lehrerschaft ja schon bei knapp 100%), aber das ist eben nur ein Faktor.

Ich selbst habe vor inzwischen knapp 30 Jahre eines der bekannten deutschen Traditionsgymnasien genießen dürfen, das so richtig bieder altsprachlich, kirchlich geprägt und mit knappen 1000 Jahren Geschichte daherkam. Da war ich dann heilfroh, nach einigen Jahren eine Klasse verlassen zu können, in der diverse Lehrer in die Invalidität geschickt worden waren (und der Umgang der Mitschüler untereinander war auch nicht besser). Ausländeranteil 0,0%, und zur Truppe derer, die gerne auch mal türkische Krummdolche durch die Klasse fliegen ließen, die dann in deutlicher Nähe zu Lehrkräften in der Tafel stecken blieben, gehörten Kinder von Theologieprofessoren, alteingesessenen Handwerkerfamilien, …

Sicherlich ist es gut, sich über die Schulwahl Gedanken zu machen, und mit einer Grundschuleklasse, in der es nur noch einzelne muttersprachlich deutsche Kinder gibt, hätte ich auch so meine Probleme, wenn die übrigen Kinder nicht ausreichende Sprachkompetenz mitbringen würden, aber bei einer weiterführenden Schule wäre die Frage nach dem Migrantenanteil eher von untergeordneter Bedeutung.

Gruß vom Wiz

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Hallo Wiz,

(und inzwischen ist der Frauenanteil in der
Lehrerschaft ja schon bei knapp 100%),

das dürfte aber hauptsächlich auf die Grundschulen zutreffen.

Gruß, Karin

moin,

du wirst da erfahren , dass der anteil der migrantenkinder am gymnasium eher sehr niedrig ist.

und diejenigen kids, die es auf das gymnasium geschafft haben, gehen gern dahin, und sie werden hochmotiviert am unterrischt teilnehmen und kaum irgendwelchen mist bauen.

wichtig waere dann, dass du sehr aktiv am ersten elternabend teilnimmst, dich ggfls sogar als elternbeirat waehlen laesst!

als elternbeirat hast du eine nicht zu unterschaetzende „macht“ und kannst dann dinge, die nicht so in deinem sinne laufen, sehr schnell zurechtruecken.

und da haette ich auch nicht die geringsten hemmungen, irgendeinen quertreiber dann aus der klasse rauszumobben!
gruss
khs

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Tach,

du wirst da erfahren , dass der anteil der migrantenkinder am
gymnasium eher sehr niedrig ist.

So? Kann man pauschal wohl nicht sagen. Der Anteil an Migrantenkindern am hiesisen Gymnasium und der Realschule liegt deutlich höher, als der an der Gesamtschule.

und diejenigen kids, die es auf das gymnasium geschafft haben,
gehen gern dahin, und sie werden hochmotiviert am unterrischt
teilnehmen und kaum irgendwelchen mist bauen.

*lol*
Und der Weihnachtsmann kommt nächste Woche und bringt Schnee mit :smile:.

und da haette ich auch nicht die geringsten hemmungen,
irgendeinen quertreiber dann aus der klasse rauszumobben!

Genau!
Der besucht dann die Parallelklasse und belästigt die Nächsten und die Rausmobber werden gleich mitbedroht.

Lilith

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Oberschule
Hallo,

Was heisst hier „Oberschule“? Realschule, Gymnasium…?

Also, ehrlich gesagt hatte ich nur von Oberschule gesprochen. Hier ist das der Oberbegriff von Gymnasium,Real- und Hauptschule.
ich weiss nicht, wie Ihr auf Gymnasium gekommen seit. Könnte ich da mein Kind raufschicken, hätte ich erheblich weniger Sorgen. Es wird wohl eher Real- oder Gesamtschule sein. Und da ist der anteil der Rabauken leider hoch…
Gruß
rakete

Hallo,

stehe bald selbst vor dem Problem, eine weiterführende Schule für meinen Ältesten zu finden, und das in Berlin Kreuzberg (allerdings im eher harmlosen westlichen Teil).
Kenne einige Berichte von Grundschullehrerinnen aus dem östlichen Kreuzberg, die wenig Hoffnung auf irgendwas geben. Wir haben Glück und eine prima Grundschule direkt vor der Haustür (Migrantenanteil ca. 30%, davon die meisten sehr motiviert).

Nach dieser Efahrung würde ich vor allem auf den Ruf einer Schule achten (unsere Grundschule hat einen sehr Guten, entsprechend schicken auch engagierte Eltern (Deutsche wie Migranten), die nicht im Einzugsbereich wohnen, ihre Kinder dahin.
Nach den Berichten einer Bekannten, die Lehrerin an einem weddinger Gymnasium mit ca. 90% Migrantenanteil ist und deren Schule keinen guten Ruf genießt, würde ich da schon etwas drauf geben.
Diese Bekannte hat ihren Abschluß vor 20 Jahren gemacht, 19 Jahre keine Stelle bekommen, aber jetzt. Sie ist einerseits nicht unbedingt das, was man sich als Lehrerin wünscht, hat weder Übung noch ausreichend Humor, um das zu kompensieren, ist, kurz, nicht die Lehrerin, die ich meinen Kids wünschen würde.
Es wird kein Zufall sein, dass die besseren Lehrer sich andere Schulen zum Unterrichten wählen, bzw, überhaupt wählen können.
Diese Bekannt jammert natürlich nur, die Schüler sind ihr zu dumm, zu ungebildet und zu unmotiviert (nichts Schlimmeres immerhin).
Ich kann nicht beurteilen, wie weit das an den Schülern und wie weit es an ihr liegt, aber nach guter Lernsituation hört es sich nicht an.

Frage vielleicht einfach mal ein paar Schüler der in Frage kommenden Schulen. Wie die Lehrer so sind, die Verhältnisse insgesammt an der Schule, etc. Die Schüler werde eher ehrlich antworten, als der Direktor.

Abgesehen davon sind lange Fahrzeiten auch nicht das Wahre - ich war selbst als Landei Fahrschüler, konnte fast nie meine Schulfreunde besuchen, die wohnten alle in der anderen Richtung und hatte eben den langen Fahrtweg (morgens um 6 raus - im Sommer O.K., aber im Winter !!!). Hat mir keinen Spaß gemacht und sich auch sicher negativ auf meine Noten ausgewirkt.
Muß man halt alles von vielen Seiten betrachten und den möglichst besten Kompromiss finden, am besten mit dem Kind zusammen.

Wäre allerdings für Deine Nachfrage sinnvoll, wenn Du den ungefähren Standort mitteilen würdest - dann bekommst Du ev. konkrete tips von Eltern aus der Gegend.

Viel Glück, Anne

Hallo

… dass es mehr und mehr „Produzenten“ gibt, die sich den
Nachwuchs nur anschaffen, weil es dafür zusätzliches Geld aus
Vater Staats immer dünner werdenden Taschen gibt, oder weil
sie nicht wissen, wie man es vermeidet, Kinder zu bekommen.

Wie viele Leute kennst du, bei denen du sicher weißt, dass eins davon der Fall ist?

Viele Grüße
Simsy

Hallo Simsy,

… dass es mehr und mehr „Produzenten“ gibt, die sich den
Nachwuchs nur anschaffen, weil es dafür zusätzliches Geld aus
Vater Staats immer dünner werdenden Taschen gibt, oder weil
sie nicht wissen, wie man es vermeidet, Kinder zu bekommen.

Wie viele Leute kennst du, bei denen du sicher weißt, dass
eins davon der Fall ist?

Ich kenne davon leider mehrere. Ist echt traurig für die Kinder, die haben - in den mir bekannten Fällen - leider keine echte Chance auf eine gescheite Zukunft. Leider ist es nicht strafbar, seine Kinder rumzureichen wie eine Spendenbüchse und sie geistig verkümmern zu lassen - das Jugendamt tat und tut nichts.

Viele Grüße, Heike

Hallo,
wir wohnen auch in Berlin: Spandau-sÜD. Also auch eher ruhig. Außer einem Gymnasium gibt es hier keine weiterführenden Schulen. Alle anderen beginnen erst oben ab der Heerstr. Um die fahrerei wird mein Kind nicht herumkommen. Gibt es vielleicht noch ein Eltern-Forum speziell für Berlin?
Gruß
rakete

Hallo

Wie viele Leute kennst du, bei denen du sicher weißt, dass

eins davon der Fall ist?

Sicher wissen ist etwas für Naturwissenschaftler. Als Jurist muss ich mich mit Indizien und mehr oder weniger stichhaltigen Beweisen begnügen. Und da wohl kaum Erzeuger offen zu Protokoll geben werden, dass sie für die regelmäßige Pilleneinnahme/die Anwendungen sonstiger Verhütungsmaßnahmen nicht die nötige geistige Kapazität besitzen, bzw. dass sie die lieben kleinen nur wegen der entsprechenden Mittel in die Welt gesetzt haben, ist hier mit „sicherem Wissen“ nichts.

Wenn wir aber mal von den Indizien und Beweisen sprechen, dann kann ich dir wirklich massenhaft Beispiele nennen: Angefangen von der Frau, die wir damals plötzlich mit 100% geistiger Behinderung in meine Zivistelle bekommen haben, die zuvor mit drei offenbar ähnlich ausgestatteten Kerlen drei Kinder in die Welt gesetzt hatte, die ihr vollkommen egal waren, die sie so vernachlässigt hatte, dass man sie ihr jedes Mal binnen kürzester Zeit wegnehmen musste, und die einer Adoption nur deshalb nicht zustimmen wollte, weil dann die aufregenden Besuchstage mit Taxifahrt über zig Kilometer in die Pampa weggefallen wären (wo sie ihre Kinder dann keines Blickes würdigte, sondern es sich bei den Pflegeeltern mit einer Schachtel Kippen vor dem Fernseher gemütlich machte). Weiter über jede Menge Kinder und Jugendliche mit denen ich zu Referendarzeiten in der Station bei der Staatsanwaltschaft zu tun hatte, deren Eltern es nicht mal für nötig hielten ihren Nachwuchs wenigstens zu den Verhandlungen zu begleiten (vermutlich, weil das Gericht und ich ihnen da mehr als dem Nachwuchs eingeschänkt hätten), und die keinerlei geeignete Reaktion auf zigfache Straftaten zeigten. Über die Gegnerin in einer Sorgerechtssache, die wochenlang ihre minderjährigen Kinder alleine ließ, wenn sie mal wieder einen neuen Schaustellergehilfen als „Freund“ hatte, mit dem sie dann von Jahrmarkt zu Jahrmarkt zog, und einem Wechsel des Sorgerechts erst auf massive Drohungen hin zustimmte, obwohl inzwischen zwei Kinder stationär bzw. ambulant psychatrisch betreut wurden, was nach diversen Gutachten eindeutig auf die Lebensumstände zurück zu führen ist.

Soll ich weiter berichten? Von unzähligen TV-Shows, die ich nur vom Wegzappen kenne, wenn ich mal drei Tage krankheitsbedingt im Bett liege und in der Hoffnung irgendetwas erträgliches zu finden dann beim wenig lustigen Väterraten lande? Davon, dass es schon auffällig ist, dass der Anteil der kinderreichen Familien gerade in der Gruppe der Leistungsempfänger eben deutlich höher als in allen anderen Verdienstgruppen ist? Nein, ich habe ganz sicher nichts gegen große Familien (stamme selbst aus einer für heutige Verhältnisse eher großen Familie mit drei Kindern und kenne einige Familien mit vier, fünf oder sogar bis zu sieben Kindern, in denen die Förderung aller Kinder sowohl wirtschaftlich wie auch emotional perfekt funktioniert). Nein, ich meine auch nicht, dass man vor dem Zeugungsakt eine Sicherheitsleistung zum Nachweis ausreichender wirtschaftlicher Verhältnisse bringen müsste. Und nein, ich wende mich ganz sicher nicht gegen das ein oder andere „Luxuskind“, das aus großer Liebe entstanden ist und dass Eltern mit Begeisterung „durchziehen“, obwohl es wirtschaftlich eigentlich nicht in die Lebensplanung passte, für das man aber gerne die ein oder andere Einschränkung in Kauf nimmt. Aber wir haben nun mal leider einen zunehmenden „Sozialhilfeadel“, der seit Generationen von Stütze lebt und dessen einzige berufliche Qualifikation es zu sein scheint Nachwuchs in die Welt zu setzen, der angesicht der familiären Umstände keine Chance hat, aus diesem selbst geschaffenen Teufelskreis heraus zu kommen (und dies nach ausreichend so zugebrachter Zeit vermutlich auch gar nicht will). Wohlgemerkt, es geht hier nicht um Familien, die unverschuldet in Not geraten, sondern um Menschen die kein Interesse an Schul- und Berufsausbildung haben, einen sauberen Arbeitsvertrag mit Sozialabgabenpflicht wie der Teufel das Weihwasser fürchten, aber ganz genau wissen, was jedes zusätzliche Kind beim Sozialamt „wert“ ist. Das muss ich jetzt nicht einer konkreten Familie auf den Kopf zusagen können, weil man dies immer erst kann, wenn man sich mit einem konkreten Fall näher beschäftigt hat, aber wenn man einige dieser Fälle kennt, erkennt man Muster und erkennt diese Muster auch wieder.

Gruß vom Wiz

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