Restless-Legs-Syndrom, Tremor

Hallo,

meine Freundin ist vor 4 Jahren am Restless-Legs-Syndrom (in Armen und Beinen) erkrankt, fast zeitgleich bekam sie einen Tremor in den Beinen.
Nach ca. 1 Jahr ging es nicht mehr ohne Medikamente.
Den Tremor hat meine Freundin in Armen und Beinen im Ruhezustand. Dazu kommt ein Tremor im linken Bein, der im Stehen auftritt, so dass es für Außenstehende aussieht, als würde sie frieren.
Nun hat sie den Neurologen gefragt, ob der Tremor von dem RLS kommen könnte. Der Arzt wollte sich da nicht richtig festlegen und meinte: „Es könnte sein!“
Die Medikamente (L-Dopa und Rotigotin) gegen das RLS sollen auch gegen das Zittern helfen, tun es aber nicht, im Gegenteil der Tremor wird schleichend stärker.

Jetzt hat meine Freundin Angst, dass noch was anderes hinter dem Tremor stecken könnte.

Wie kann ich sie beruhigen?
Ist es möglich eventuell mit diesen Erkrankungen einen Behindertenausweis zu bekommen, da meine Freundin in öffentlichen Verkehrsmitteln Schwierigkeiten hat, wenn sie keinen Sitzplatz bekommt?
Kennt sich jemand mit diesen Krankheiten aus, damit ich meiner Freundin helfen kann?

Gruß,
BigMama48

Hallo,
also was den Behindertenausweis angeht: Ich habe in einigen anderen Foren nachgeschaut und da steht überall drin, dass es sehr schwierig mit RLS ist einen Behindertenausweis zu bekommen. Allerdings schreiben auch einige das es je nach Versorgungsamt unterschiedlich gehandhabt wird. Ich denke es gibt da eine gewisse Hoffnung.
Das durch das RLS ein Tremor auftritt, kann gut möglich sein, meine Tante hat das dadurch auch bekommen.
Ich würde empfehlen,dass sie noch mal zu einem anderen Neurologen geht. Also es gibt schon Medikamente die den Tremor verhindern, aber da muss sie echt zum Arzt gehen. Darf ich fragen aus welchem Ort deine Freundin kommt, vielleicht kann ich für sie einen guten Arzt finden.
Lg
Maus0310

Hallo Maus0310,

erst mal danke für Deine Antwort, werde sie meiner Freundin mitteilen.

Inzwischen hat meine Freundin von einem Bekannten eine Liste mit Selbsthilfegruppen erhalten. Da kann sie sich mit anderen Betroffenen austauschen und auch erfahren welcher Neurologe in ihrer Gegend kompetent ist.

Gruß,
BigMama48

Magnesiummangel
Hallo BigMama,

RLS und Tremor ist beides sehr typisch für Magnesium-Mangel. Die wenigsten Ärzte wissen das. Ich habe sowas Ähnliches auch hinter mir! Deine Freundin soll mit 1x 300 mg Magnesium pro Tag anfangen und im Laufe einiger Tage aufdosieren bis 4x 300 mg pro Tag. Gut über den Tag verteilen. Da sie es nicht gewohnt ist, kann weicher Stuhl oder Durchfall auftreten, aber sie sollte zumindest 3 Tage mit der hohen Dosierung durchhalten. Keine Angst, es kann nicht schaden! Wenn nach 3 Tagen keine Besserung eingetreten ist, liegt es vermutlich nicht daran. Es würde mich aber sehr wundern, wenn es nicht besser würde! Dann sollte sie natürlich dabei bleiben.
Ich würde mich riesig freuen, wenn du mich auf dem Laufenden hältst, ob es ihr helfen konnte. Bitte versucht es unbedingt, es kostet fast nichts, ist einfach und belastet die Gesundheit nicht, kann ihr aber Lebensqualität zurückgeben!

Alles Gute,

Julia

Hallo Julia,

Danke für Deine Antwort. Bei meiner Freundin wurden am Anfang Blutuntersuchungen gemacht, da der Arzt Magnesiummangel vermutete. Sie hat trotzdem eine ganze Zeit Magnesium eingenommen, weil sie heimlich hoffte es läge doch daran. Leider hat es nichts gebracht.

Der Neurologe hatte als erstes MS vermutet, da sie kurz vorher eine Entzündung im Gehirn hatte. Da aber nach über einem Jahr keine Entzündung mehr auftrat, kam das dann zum Glück nicht infrage.

Mit den Medikamenten, die sie nimmt ist sie soweit ganz gut eingestellt, eben bis auf das Zittern. Eine höhere oder zusätzliche Medikation zur Behandlung des Tremors, wären wieder mit noch mehr Nebenwirkungen verbunden und ich glaube davor scheut sie sich.

Gruß,
BigMama48

Hallo Bigmama,

Bei meiner Freundin wurden am Anfang
Blutuntersuchungen gemacht, da der Arzt :Magnesiummangel
vermutete.

Der Blutwert kann in der Norm liegen und trotzdem in den Zellen Mg-Mangel sein. Ggf. Mg in den Erythrozyten bestimmen lassen. Noch besser: Erstmal austesten, wie ich vorgeschlagen habe.

Sie hat trotzdem eine ganze Zeit Magnesium
eingenommen, weil sie heimlich hoffte es läge doch :daran.
Leider hat es nichts gebracht.

Wieviel hat sie genommen? Ich vermute, viel zu wenig. 300 mg pro Tag? Was halt so als Tagesbedarf für Gesunde (!) angegeben wird?

Der Neurologe hatte als erstes MS vermutet, da sie :kurz
vorher eine Entzündung im Gehirn hatte. Da aber :nach über
einem Jahr keine Entzündung mehr auftrat, kam das dann zum
Glück nicht infrage.

Da muss ich dir leider sagen, dass das allein nichts bedeutet. Habe in der sehr nahen Verwandtschaft einen MS-Fall - zum Glück seit mehreren Jahren ohne Schub…
Aber sogar bei MS ist Magnesium oft hilfreich, da es die Symptome mindert.

zusätzliche Medikation zur Behandlung des Tremors, :wären
wieder mit noch mehr Nebenwirkungen verbunden und ich glaube
davor scheut sie sich.

Zurecht.

Ich bleibe bei dem, was ich vorgeschlagen habe. Was kann es schaden?

LG,
Julia

Hallo Julia,

ich weiß nicht wieviel Magnesium meine Freundin genommen hat. Ihr Hausarzt hatte auch auf Schilddrüsenerkrankungen und Eisenmangel untersucht. Dann wusste er nicht weiter und hat gesagt, die Ursachen müssten psychisch sein.

Zum Neurologen ist sie dann erst, nachdem sie einen regelrechten Zusammenbruch hatte. Wie sie sagt, kribbelten ihre Arme und Beine, ihr war schwindelig und sie konnte kaum reden, warf die Sätze völlig durcheinander. Ihre Eltern hatten aufgrund dessen den Krankenwagen gerufen, dann ist sie im Krankenhaus untersucht worden, ohne Befund.

Der Neurologe schickte meine Freundin danach zum MRT vom Gehirn und zur Nervenwasserentnahme. Da wurden keine Anzeichen für MS gefunden.

Ich werde sie morgen anrufen und ihr das mit dem Magnesium mitteilen.

Gruß,
BigMama48

Dann wusste er nicht weiter und hat
gesagt, die Ursachen müssten psychisch sein.

Genau. Denn Ärzte sind, was den Körper betrifft, allwissend!
Ohne Magnesium wäre ich seit 10 Jahren auch sinnlos in Psychotherapie. Wurde damals auch geschickt…

Zum Neurologen ist sie dann erst, nachdem sie einen
regelrechten Zusammenbruch hatte. Wie sie sagt, kribbelten
ihre Arme und Beine, ihr war schwindelig

genau wie bei mir

und sie konnte kaum
reden, warf die Sätze völlig durcheinander.

passierte mir auch einmal. Ob es einen Zusammenhang gab, weiß ich nicht, konnte auch Migräne sein (die ebenfalls durch Mg beeinflussbar ist). Oder eine TIA (Transitorische ischämische Attacke). Da es aber etwa zur gleichen Zeit war, vermute ich schon einen Zusammenhang.

aufgrund dessen den Krankenwagen gerufen, dann ist sie im
Krankenhaus untersucht worden, ohne Befund.

Erzählst du grade meine Geschichte?

Der Neurologe schickte meine Freundin danach zum MRT vom
Gehirn und zur Nervenwasserentnahme. Da wurden keine Anzeichen
für MS gefunden.

Das ist schön!

Ich werde sie morgen anrufen und ihr das mit dem Magnesium
mitteilen.

Prima! Der Aufwand ist ja wirklich gering, um es mal auszutesten. Bitte lass mich auf jeden Fall wissen, ob sich etwas getan hat! Das Ganze ist mir einfach zu vertraut, um nicht die gleiche Ursache zu vermuten, vor allem, da ja andere Ursachen offenbar ausgeschlossen wurden.
Und wenn sich wirklich nach ein paar Tagen hoher Dosierung gar nichts tut… na dann war es halt ein Versuch.

Liebe Grüße!
Julia