Hallo,
Ich suche einen Rettichschneider zum schneiden der Dinger wie man sie in einem guten bayrischen Biergarten bekommt.
Ich habe schon einige von den Dingern ausprobiert, taugten aber alle nichts. Kennt jemand eine Bezugsquelle für einen richtig guten
Rettichschneider?
Hallo Manfred,
versuch es mal mit einem Sparschneider, wie man ihn zum Kartoffel schälen nutzt.
Ist zwar nicht ganz das was Du suchst, geht aber ganz prima.
Gruß
Dirk m.
oder siehe hier:
http://www.werkstatt-handwerkzeuge.de/rettichschneid…
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oder siehe hier:
http://www.werkstatt-handwerkzeuge.de/rettichschneid…
=> ja, der macht einen ganz guten Eindruck. Vielen Dank
Manne
Ich suche einen Rettichschneider zum schneiden der Dinger wie
man sie in einem guten bayrischen Biergarten bekommt.
Ich habe schon einige von den Dingern ausprobiert, taugten
aber alle nichts. Kennt jemand eine Bezugsquelle für einen
richtig guten
Rettichschneider?
Hallo Manfred.
Die Erwähnung des ‚guten bairischen Biergartens‘ veranlaßt mich Dir etwas ausführlicher zu antworten.
Der Spiralschnitt, wie man ihn in Biergärten und Restaurants bekommt entspricht nicht bairischer Tradition, weil man ihn nur mit Geräten herstellen kann, die der Baier nicht mit sich rumschleppt. Der hat stets nur sein Stilett dabei. Mit diesem kann man auf zwei Arten einen Radi präparieren. Erstens, der (auch) so genannte ‚Münchner‘ Schnitt. Das sind dünne, parallele Scheiben, vom unteren (Wurzel-) Ende bis ca. ein Fingerbreit unter das obere (Kraut-) Ende. Die Platte die oben stehen bleibt hält also die Scheiben zusammen. Man blättert die Scheiben einzeln auf und salzt dazwischen. Ziehen lassen, fertig.
Zweitens, ein Schnitt der unterschiedliche Namen hat, aber ausschaut wie der Balg einer Ziehharmonika. Der ist auch nicht schwer herzustellen wenn man weiß wie es geht. Den Radi hinlegen und mit schräggestelltem (max. 45°) UND nach vorne geneigtem Messer (etwa gleicher Winkel) etwa zu 3/4 einschneiden, so daß er auf der Dir zugewandten Seite immer noch zusammenhängt. Dann den Radi um 180° um seine Längsachse drehen und das Ganze wiederholen. Wenn Du nun den Radi oben und unten anfaßt und ihn vorsichtig ziehst, geht der wie eine Ziehharmonika auseinander. In diesem Zustand salzen, ziehen lassen fertig.
Dazu dunkles (gewürztes) Brot mit dick Butter und eine Maß Bier!
Man wird für den Aufwand belohnt.
Andernfalls ist es besser den Gurkenhobel zu nehmen und den Rettich zu beleidigen.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim
N.S.: Ich bin sicher daß es Zuschriften gibt, die noch mehr traditionelle Schnitte kennen, aber das hier sind die zwei mir geläufigen Arten.