Revision einer Wurzelbehandlung

Hallo (und Hallo vor allem auch an Dantis, an den ich meine Frage schon persönlich per Mail gesandt habe. Da meine Wartezeit nun vorbei ist und ich hier Artikel schreiben kann, tue ich das mal)!
Bei mir wurde vor einigen Wochen (neben anderem) eine Wurzelbehandlung an einem der oberen Schneidezähne durchgeführt. Das ist jetzt komplett beendet. Jetzt ist der Zahn wäremeempfindlich und „rührt“ sich auch ansonsten irgendwie ein bisschen. Ist das normal? Die abschließende Wurzelfüllung wurde vor 10 Tagen eingebracht, die Deckfüllung im eigentlichen Zahn vor 4 Tagen.
Ist es normal, dass er jetzt ein bisschen Beschwerden bereitet? Könnte es zum Beispiel sein, dass es zwar noch eine kleine Entzündung an der Wurzelspitze gibt, dass aber dort mein Immunsystem damit fertig wird?
Wird eine Revision der Wurzelbehandlung wirklich nicht von der GKV übernommen, obwohl die Erfolgsausichten (wenn ich richtig recherchiert habe) doch höher sind als bei einer WSR? Oder gibt es da Tricks, um die Krankenkasse dazu zu bringen, eine Revision doch noch zu übernehmen?
Wieso kann ein toter Zahn eigentlich wehtun?
Wie ist eigentlich die Belastung durch die tausend Röntgenbilder einzuschätzen, die im Zuge einer solchen Behandlung gemacht werden? Ist das wirklich nur sehr wenig Strahlung, weil es so kleinräumig ist?
Sollte ich gleich nach dem WoE zum ZA gehen, auch wenn die Schmerzen nur minimal sind, oder ist es sinnvoll, erst abzuwarten, ob die Sache sich beruhigt?

Ich weiß, das sind viele Fragen, aber ich bin echt ein bisschen verzweifelt, da dieser Zahn nur einer unter vielen ist, die gerade in Behandlung sind und ich ein kleines Kind habe und studiere und wenig Zeit habe und auch keine Kohle für hohe Eigenanteile bei evtl. Kosten undundund …
So, genug gejammert! Vielen Dank für Eure Hilfe!

Die abschließende
Wurzelfüllung wurde vor 10 Tagen eingebracht, die Deckfüllung
im eigentlichen Zahn vor 4 Tagen.
Ist es normal, dass er jetzt ein bisschen Beschwerden
bereitet? Könnte es zum Beispiel sein, dass es zwar noch eine
kleine Entzündung an der Wurzelspitze gibt, dass aber dort
mein Immunsystem damit fertig wird?

Servus mud,

ja, das könnte sein, obwohl mir zehn Tage schon ein bißchen lang sind - 'normal’erweise sind solche Grummeleien nach drei vier Tagen vorbei. Kommt es später, könnten die Bakterien die ‚mehreren‘ und stärkeren sein. Vielleicht schaust Du in die Antwort, die ich Jeannette eben geschrieben habe, da geht es auch um eine Revision.

Wird eine Revision der Wurzelbehandlung wirklich nicht von der
GKV übernommen, obwohl die Erfolgsausichten (wenn ich richtig
recherchiert habe) doch höher sind als bei einer WSR? Oder
gibt es da Tricks, um die Krankenkasse dazu zu bringen, eine
Revision doch noch zu übernehmen?

Was schert den Gesetzgeber (und damit die Kassen) die Statistik? Nachdem Du ja schon selbst recherchiert hast - hier steht der Unsinn klar und unmißverständlich:

http://74.125.39.104/search?q=cache:YcuWaZSEllYJ:zah…

Worüber man spekulieren kann ist, ob es sich (trotz der bereits erfolgten Deckfüllung) nicht noch um denselben Behandlungsfall handelt. Mein Empfinden für Recht und Anstand sagt ‚ja‘, aber ob Dein Zahnarzt das auch so sieht, weiß ich nicht. Müssen tut er wohl nicht (?).Tut er es, muß er - für’s gleiche Geld - die Deck- und die Wurzelfüllung wieder herausholen, Einlage(n) vornehmen und später wieder füllen.

Wieso kann ein toter Zahn eigentlich wehtun?

Es ist nur im weitesten Sinne der Zahn, der da wehtut. Der Zahnhalteapparat (Parodont) ist Bestandteil des Zahns. Dort spielt sich jetzt die Entzündung ab. Ein Weichgewebe, reich ausgestattet mit Drucksensoren, eingesperrt zwischen Wurzel (hart) und Knochen (auch hart) will anschwellen, wie immer bei einer Entzündung. Da gibt es Druck - für das Hirn ist das Schmerz, so einfach und ekelhaft ist das.

Wie ist eigentlich die Belastung durch die tausend
Röntgenbilder einzuschätzen, die im Zuge einer solchen
Behandlung gemacht werden? Ist das wirklich nur sehr wenig
Strahlung, weil es so kleinräumig ist?

Da kannst Du ganz beruhigt sein, siehe hier:

http://www.bzb-online.de/okt08/64.pdf

Sollte ich gleich nach dem WoE zum ZA gehen, auch wenn die
Schmerzen nur minimal sind, oder ist es sinnvoll, erst
abzuwarten, ob die Sache sich beruhigt?

Hingehen, auch damit es ein Behandlungsfall bleibt.

Ich weiß, das sind viele Fragen, aber ich bin echt ein
bisschen verzweifelt, da dieser Zahn nur einer unter vielen
ist, die gerade in Behandlung sind und ich ein kleines Kind
habe und studiere und wenig Zeit habe und auch keine Kohle für
hohe Eigenanteile bei evtl. Kosten undundund …
So, genug gejammert! Vielen Dank für Eure Hilfe!

Alles wird gut! Dein ZA benimmt sich fair, macht den Zahn noch einmal auf, hat vorher dort nachgeschaut (oder kennt es schon)

http://www.tarzahn.de/Timbuktu%20Methode/Inhalt%20Ti…

rechnet am Quartalsende eine trep, wk, wf und drei med ab, denkt sich „mit Schwund muas’d rechnen“ und gut is.

Manchmal läufts einfach so :smile:

Kai

Vielen Dank, Kai!

Zu der finanziellen Seite: Ist es theoretisch möglich, die Revision bei einem anderen ZA machen zu lassen. der sie dann als Erstbehandlung abrechnet?

Ich muss leider nochmal etwas nachfragen:

Ich war beim ZA, der aber meinte, der wurzelbehandelte Zahn könne keinesfalls auf Wärme reagieren und aus diesem Grund grummeln, weil eben kein Nerv mehr da wäre. Er hat dann auch einen Wärmetest gemacht und der Zahn hat sich auch wirklich nicht gerührt. Bei dem Zahn daneben hat er dann allerdings ein tiefes Loch (also Karies nah am Nerv) gefunden und meinte, dass die Schmerzen daher kämen. Das hat er dann auch behoben (Kunststofffüllung mit der Aussicht auf spätere Wurzelbehandlung, falls die Beschwerden nicht aufhören. Das wäre dann die 4. WB innerhalb weniger Wochen), aber trotzdem fühlt sich dieser wurzelbehandelte Zahn (also der, um den es hier eigentlich die ganze Zeit geht) noch immer etwas ziehend-schmerzhaft an, wenn ich z.B. einen heißen Kaffee trinke. Wie kann das denn sein? Wieso tut ein Kaffee weh und dieser Wärmetest beim ZA nicht? Ich bin wirklich nicht paranoid! Es ist WIRKLICH dieser Zahn, der beim Kaffeetrinken wehtut. Eine Entzündung an der Wurzelspitze hat der ZA ausgeschlossen, weil der Zahn kaum klopgempfindlich ist und auch kein pulsierender Druckschmerz da ist.