Hallo,
Steht doch auch da, „wunder?“.
Hatte ich falsch verstanden. Jetzt hab ich’s aber.
a)Was passiert, wenn die Waren keiner mehr will?
Das gibts doch so garnicht. Nirgends gibts eine Produktion,
die ad hoc garnix mehr losbekommt.
Wie kommst Du denn darauf? Hast Du schon mal versucht, die Mode vom letzten Jahr zu verkaufen? Oder einen PC, wenn’s den neuen Prozessor gibt? Frag mal irgend einen Händler, der wird Dir aber was erzählen!
Ausserdem gibts für sowas
Ursachen, das wäre problemlos planbar.
Eben nicht! Wie das mit den 5Jahresplänen klappt, haben wir doch genügend gesehen!
Selbst ein geringer
Überschuß ist produzierbar - damit stets genug da ist und die
Waren nicht verderben.
Ach - und was passiert mit dem Überschuß? Das ist doch nicht besser als heute!
b)Wer legt überhaupt fest, wieviel eine Ware wert ist?
Kann man anhand des Arbeitswertes grob einschätzen. Wer legts
denn jetzt fest?
Der Kunde. Wenn’s zu teuer ist, kauft’s keiner. Was ist ein Arbeitswert? Sind Rohstoffe kostenlos?
c)Wie soll der ‚Start‘ aussehen - woher kommen die ‚Waren‘
denn da?
Es existiert doch Bestand. Ist doch lediglich eine Umkehr der
Abläufe.
Bestand von was? Welche Waren hat der Staat den jetzt grade?
d)Sollen die ‚Waren‘ dann für die Ewigkeit sicher im
Tresor liegen?
Wozu? Damit machst du sie doch wertlos.
Also, wo bleibt denn dann der Gegenwert der Währung? Meinst Du damit: alle Produktionsmittel in Staatshand?
e)Kann jeder, der Waren dann besitzt, selber
Geld drucken?
Deshalb ja auch eine andere Rechtsphilosophie.
Heißt das jetzt ja? Oder was meinst Du damit?
Ich wäre strikt gegen Enteignungen.
Enteignung von was, wenn doch keiner mehr Kapital oder ‚nicht selbst genutztes Vermögen‘ haben darf? Ist doch nichts mehr da zum Enteignen.
Allerdings darf keiner mehr die
Möglichkeit zur Produktion eines Mehrwertes haben.
Also Mehrarbeit verboten? Und wenn ich aber ein zweites Auto will? Oder in den Urlaub? Oder ein Eis mehr im Sommer?
Stell dir
einfach vor, wir verbieten ad hoc Kapital und führen dafür
einen echten Zahlungsausgleich ein.
Was ist Kapital? Was meinst Du mit Zahlungsausgleich?
Nicht selbstgenutztes
Vermögen anzuhäufen ist eh Schwachsinn, sollen sich deren
Besitzer ausgiebig drum kümmern müassen 
Was ist ‚nicht selbst genutztes Vermögen‘? Die Wiese hinter dem Haus? Der Keller vom Haus? Der Zweitfernseher im Keller? Der Zweitwagen in der Garage, der nur am Wochenende rausgeholt wird? Die Altersvorsorge? Das, was ich für meine Kinder gespart habe?
Wer Gewinn
erwirtschaften würde, müßte diesen abführen an Bank,
Also lohnt sich Anstrengung nicht mehr. Was dabei rauskommt, wissen wir doch schon.
wer Verluste macht, wird gesponsert,
Gibts schon. Wenn die Firma groß genug ist, übernimmt auch heute die Verluste der Staat.
so dies Sinn ergibt
Eher weniger. Macht heut schon keinen Sinn.
oder macht was anderes, neues, weiß der Teufel.
Genau, weiß der teufel. Wir eben nicht. Und daran hapert das Ganze.
Preise dazu heute einfrieren.
Ich dachte, der Wert der Waren soll neu festgelegt werden?
Das nur ganz gropb, wie es funktionieren könnte. Grundprinzip.
Funktionieren sollte. Können kann ich mir ehrlich gesagt da nicht im entferntesten vorstellen. Was Du da alles vorschlägst, geht leider nur mit Idealisten. Und genau daran scheiterte auch schon die versuchte Ausführung im Osten.
Argh!! Käse, keine Zuteilung. Jede Firma versucht zu planen,
nur klappt das nie, wie sie es sich vorstellen. Frag mich mal,
ich kenn die Probleme bestens. Einen groben
Volkswirtschaftsrahmenplan, damit eine Grundversorgung
sichergestellt werden könnte, alles andere regional planbar.
Und was ist das anderes als heute? Wie kommst Du darauf, das alles besser planbar ist, wenn es nicht jede Firma plant, sondern eine zentrale Planungsstelle mit regionalen Außenstellen? Das Gegenteil ist doch schon bewiesen worden. Warum sollte es jetzt auf einmal klappen?
Haben wir. Derzeit werden Schafe gezüchtet, um damit Kühe zu
füttern. Muß man wirklich jeden Blödsinn tausendfach
wiederholen?
Genau - das sollte man nicht. Aber genau das würde sich wiederholen, wenn Brot als Grundnahrungsmittel billiger wäre als Viehfutter. Gab’s schonmal im Osten, schon vergessen?
Jedenfalls war eine Einrichtung wie eine LPG
wesentlich wirtschaftlicher als Kleinbauernbetriebe.
Ja. Deshalb waren die Hektarerträge ja im Osten auch viel höher als im Westen. Und die Kühe gaben auch mehr Milch. Oder war das nicht grade umgekehrt?
Da gibts
aber noch mehr Probleme in der Landwirtschaft, die sich
durchaus lösen liessen. Verhungert ist z.B. im Osten nun
weißgott keiner.
Nein. Es gab ja Weizenlieferungen aus den USA.
Ist langfristig tatsächlich nicht möglich. Hier läuft alles
verkehrtherum. Ich kann unmöglich ständig mehr Geld einnehmen,
als ichj ausgebe.
Äh, wo findet das denn statt? Ich dachte, der Staat gibt ständig mehr aus, als er einnimmt?
Es zieht sich zwingend durch sämtliche Bereiche der
Gesellschaft. Auch durch sämtliche Wissenschaften.
Gesellschaftswissenschaften heißen nur Wissenschaften. Es sind aber keine. Sonst hätten wir schon längst Lösungen für unsere Probleme, nicht nur immer neue Theorien und endlose Diskussionen. Abgeblich wissen wir immer mehr über Verbrechen und warum sie begangen werde. Gleichzeitig werden die Gefängnisse immer voller. Angeblich wissen wir immer mehr über Pädagogik. Aber (siehe Pisa) die Schülerausbildung wird immer schlechter. Abgeblich wissen wir immer mehr über Wirtschaft. Aber gleichzeitig scheinen die Theorien allesamt durch die Praxis widerlegt zu werden. U.s.w.
Das
wichtigste wird wohl immernoch der Zeitbegriff bleiben.
Zeitachse, erkennbar anhand einer historischen Entwicklung, da
Bewegung Daseinsweise der Materie und daraus resultierende
Bewegungsmuster.
Das hatte ich schon widerlegt. Bei Bedarf kann ich das gern wiederholen.
Etwas vielleicht an Gedanken dazu:
http://home.t-online.de/home/frank.richt und hier:
http://www.thur.de/philo/frame.htm
Werd’ ich bei Gelegenheit mal schauen. Heut ist es mir schon zu spät.
Axel