Hi Gemeinde!
Wenn man sich den Verlauf des bundesdeutschen Schuldenstandes mal ansieht, dann erinnert das fatal an eine e-Funktion. Also eine Kurve die sanft zu steigen beginnt um schlussendlich einer nahezu unendlichen Steigung zuzustreben. Schon heute geben wir jeden vierten Euro für die Tilgung der Zinsen (nicht für die der Schulden) aus. Bei der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmark und der Wirtschaft kann ich nicht erkennen wie hier dagegen gesteuert werden soll und kann. Selbst tiefgreifende Reformen können das Problem eines Schuldenstandes der mittlerweile über 4 Bundesjahreshaushälte beträgt nicht so ohne weiters entschärfen.
Letztlich heißt das aber, dass unser Wohlstand und damit der soziale Frieden im Lande auf Pump finanziert, quasi virtuell, ist. Verschärft wird das Problem noch durch eine zutiefst asoziale Besitzstandswahrermentalität quer durch alle Gesellschaftsschichten.
Wie soll es also enden? In einem Wegfall der Mittelschicht? Die Erosion der Mittelschicht hat ja schon begonnen. Wir werden zu einer Zweiklassenmedizin, einer Zweiklassenaltersversorgung und zu einem Zweiklasserecht kommen. Wer Geld hat sich einen guten Arzt, Rechtsanwalt, Anlageberater zu leisten hat Glück gehabt, der übergrosse Rest muss sich mit der „Grundversorgung“ zufrieden geben.
Muss eine solche Entwicklung nicht auf etwas herauslaufen was Marx, Engels oder Lenin eine „revolutionäre Situation“ genannt hätten? Ein Mob benachteiligter Zweiteklasse-Menschen holen sich einfach was sich brauchen? Zerschlagen das bestehende System in dem nur noch wenige profitieren?
Ich spreche jetzt gar nicht von einer Revolution im herkömmlich, kommunistischen, Sinne, sondern von einem Zustand in dem der Staat einfach nicht mehr zu finanzieren ist, was zu einem Zusammenbruch des Gemeinwesens führt?
Gruß
Tom
